— Kunstverein für daß Großherzogthum Heyen. Bei der am 17. d. Mts. erfolgten Verloosung von Kunstgegenständen unter die Vereinsmitglieder sind auf Gießen die nachstehenden Gewinne entfallen: Nr. 5: Abend, von Sperl in München an Herrn Fabrikant Emmelius. Nr. 27 : Späher, von Schreyer an Herrn Uhrmacher Zimmer. Nr. 32 : Bismarck, radirt von Rohr an Frau Commerzienrath Noll Wwe. Nr. 35: Seepredigt, von H. Hofmann an Frau Landgerichts- dircctor Stammler Wwe. Wir wollen bei diesem Anlaß nicht versäumen, auf die derzeitige Kunstausstellung im alten Hosgerichtsgebäude (täglich geöffnet von 11—1 Uhr) aufmerksam zu machen und zum Beitritt in diesen, um das Kunstleben unser Stadt so eifrig bemühten Verein (Jahresbeitrag 10 Mk.) aufzusordern.
E. Grünberg, 18. Deeember. Im Jahre 1891 finden öffentliche Sitzungen des Schöffengerichts statt: am 7. und 21. Januar, 4. und 25. Februar, 11. und 18. März, 15. und 29. April, 6. und 27. Mai, 10. und 24. Juni, 1. und 22. Juli, 12. und 19. August, 9. und 30. September, 7. und 14. October, 18. und 25. November, 2. und 16. December. — Für freiwillige Gerichtsbarkeit ist jeden Freitag Amtstag, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 4 Uhr.
-ck. Vom Vogelsberg, 19. December. „Der Winter ist ein harter Mann, kernfest und aus die Dauer", so können wir auch von dem heurigen sagen. Aber eines hat ihm bis heute gefehlt, der Schnee. Die leichte Schneehülle, die der Winter gleich bei seinem Eintritt auswarf, war längst zerflossen. Schon fürchtete man, das liebe Weihnachtssest ohne seinen romantischen Schmuck, den Schnee, feiern zu müssen, doch der frische Flockentanz vom Heutigen läßt uns hoffen, daß diese Befürchtung sich nicht erfüllt. Aber bei Leibe nicht einen Schnee, wie uns ihn das Weihnachtssest
vor einiges Jahren brachte. Damals lag er so hoch oder tief, daß das Christkindchen völlig in ihm stecken blieb und dieserhalb viele sehnsuchtsvolle Herzen ungestillt bleiben mußten. Bekanntlich blieben damals alle Eisenbahnzüge im Schnee stecken, den ein gewaltiger Sturm oft haushoch ausgethürmt. Dessenungeachtet liegt ein ganz besonderer Zauber in den beschneiten Weihnachten, wenn draußen der Schnee die Bäume bedeckt und sie alle zu Weihnachtsbäumen macht. Ja, den Weihnachten fehlt der poetische Hauch, wenn der Schnee ihnen mangelt. Je mehr eben die Natur erstorben scheint und je vollkommener sie sich in die weiße Nuhedecke hüllt, desto mehr grünt und blüht es am Weihnachtssest in den Herzen der Menschen. Es ist ja das Fest der Liebe. Liebe war es, die der allgütige Vater der Menschheit offenbarte, als er ihr seinen einzigen Sohn schenkte; Liebe ist es, die die Herzen treibt, am Weihnachtssest sich durch Geschenke zu erfreuen, denn in dem Streben, andere zu beglücken und froh zu machen, liegt wahre, tiefe Liebe. Nur daß bei dieser Liebe eine nicht erstickt wird, die Liebe zum Nächsten, zum Armen. Darum, wenn Du jetzt im Geiste erwägst, welche Geschenke Du den lieben Deinigen überreichen willst, wie Du sie überraschen möchtest und wie Du Dir ihre Freude ausmalst, vergiß der Armen, der Kranken, der Nothleidenden nicht, denen kein froher Stern am heiligen Abend leuchtet. Bedeute, welch süßes Wohlgefühl es der Brust bereitet, hier einem Armen eine unerwartete Freude bereitet, dort einen Nothleidenden mit einer Gabe der Liebe erquickt zu haben. Und dazu noch das beseligende Bewußtsein, daß der heilige Christ alle diese Gaben der Liebe so ansehen will, als hätten wir sie ihm gegeben, muß einem das nicht bewegen, „wohlzuthun und mitzutheilen?" Wohl lohnt ja oft schnöder Undank, aber die Erwartung aus Dank darf uns allein nicht leiten, den Nothleidenden, den Armen und Verlassenen am Fest der Liebe und Freude Gaben zu spenden. Darum am Weihnachtsseste die
Herzen und die Hände aus? „Lieben und geliebt zu werden,- ; ist der Himmel schon aus Erden!"
venntHchtes.
*O Aus Starkenburg, 18. December. Der strenge Winter, der von verschiedenen Wetterkundigen prophezeit worden war, ist gekommen, aber doch nicht so früh, als man fürchtete, denn er stellte sich erst im December ein. Wir hatten bis zu 13° Frost, ohne Schnee. Heute scheint eine Wendung eintreten zu wollen, denn es fliegen Schneeflocken in der Lust. Daß die Saaten bei dem starken Froste ohne Schneedecke sind, hat man nicht gern, weil sie leicht aus- srieren. — Nachträglich stellt sich für die Gemeinde Viernheim, einer der größten im ganzen Lande, ein Volks zählungscnriosum heraus. Als man nämlich die Resultate zusammenstellte, fand man, daß eine ganze Straße vergeffen worden war, welche kürzlich nachgezählt wurde.
* Bremerhaven, 18. December. Heute fand hier die Vermählung des Professors Dr. Bramann (bekannt durch seine Mitwirkung bei der ärztlichen Behandlung Kaiser Friedrichs in San Remo) mit dem Freisräulein v. Tronchin statt. Durch kaiserliches Handschreiben wurde die Erhebung BramannS in den erblichen Adelsstand mitgetheilt.
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Bekanntmachung.
Zur Erleichterung des Personenverkehrs während der Weihnachtsfeierlage werden Vorzüge vor folgenden Hauptpersonenzügen vorausbefördert :
am 23. und 24. Deeember d. I.
von Gießen nach Caffel vor dem 4.40 Nachm. und von Gießen nach Frankfurt vor dem 4.42 Nachm. aus Gießen abfahrenden Personen-Zügen 97 nnd 100.
Bei eintretendem Bedürfniß wird auch am 23. d. M. ein Vorzug von Frankfurt bis Caffel dem 11.10 Abends aus Franksurt a. M. fahrenden Zuge 81 vorausgehen.
Die Vorzüge fahren den Hauptzügen durchweg 12 Minuten vorauf, halten auf den gleichen Stationen und werden in Bezug auf Fahrkarten genau wie diese behandelt.
Hannover, den 16. December 1890. 10529
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