Ausgabe 
21.10.1890
 
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/ ' ^hr. Anfang 8 Uhr den 28. October 1890 Zum 2. Mal-,

iiwm ^anngast.

Dienstag den 21. October. (Siebener Anzergev.

Beilage zu Rr. 245. -1890.

Landwirthschaftliche Umschau-

AuS Oberheffen, 17. October.

Vom 28. August bis 15. October sind es netto 49 sonnenhelle Tage, gleich sieben Wochen gewesen, welche die Unbilden des naßkalten Juli und August aufs Schönste ausgeglichen haben. Förmlich programmmäßig hat der fbosttge Gallus (16. October) seinen Auftritt mit Regen-, Schloßen- und Hagelwetter angetreten, heute Nacht hatten wir ein Gewitter, in der Atmosphäre, die wochenlang stille war, hat der Kampf der Elemente begonnen und dieser Kampf wird und muß mit der Herrschaft des Winters seinen Abschluß finden. Für den Landwirth ergibt sich aber wieder eine Etappe, welcher wir einige Warte zu widmen haben.

Die Herbstfaatbestelluug ist die wichtigste aller gegenwärtigen Beschäftigungen. Gut gesät ist halb geerntet, sagt die Bauernregel und das mit Recht. Da und dort klagte man über zu große Trocken­heit, über zu lange anhaltende Dürre. Rach meinen vieljährtgen Erfahrungen war es um keine Minute zu lang; es kommt nur darauf an, wie man seine Zeit eintheilt. Daran hapert es freilich noch an vielen Plätzen. Das vortreffliche Wetter war ganz geeignet zum Pflegen der Obstbäume, sowie zum Bestellen des Winterroggens. Man behauptete da und dort, der Roggm ginge wegen der Trocken­heit unregelmäßig auf. Dem muß ich widersprechen. Rur wo Mäuseplage herrscht (was aber in unserer Provinz meines Wissens nicht slattfindet), kann die Saatfrucht beeinträchtigt werden. Der inzwischen aufgegangene Roggen steht außerdem recht schön, das Saatkorn hat also feinen Schaden erlitten. Dadurch daß Nachts fast ununterbrochen starker Thau fiel, war die Trockenheit auch für gebaute Aecker gar nicht empfindlich. Die feuchte Lust drang durch den lockeren Boden zu dem Saatkorne und lockte mit der warmen Tagestemperatur die Lebenskrast des Keimes hervor. Nun ist schon zwei Tage Regen gefallen, ein kräftiges Bestocken der jungen Roggen- pflanzen ist deshalb sicher in Aussicht, zum Theil bereits erfolgt.

Das warme, trockene Wetter begünstigte aber in hohem Grade das gründliche Durcharbeiten und Säubern von verunkrauteten Aeckern, an denen es, da zwei nasse Monate vorhergingen, nirgends fehlt. Meinetwegen hätte es noch 6 bis 8 Tage trocken bleibm dürfen, sagte gestern ein tüchtiger Bauer, ich hätte meine Zeit schon einzu- theilen gewußt. Der Mann hat Recht, denn das Säen des Weizens eilt noch nicht. Wie oft gefchah es schon, daß der Weizen erst um Martini (10. November) oder gar erst kurz vor Weihnachten aus­gestellt wurde, wenn plötzlich frühzeitig Frost eintrüt und die gefrorne Erde erst Mitte December wieder aufging. Hauptsache ist, daß die Weißfrucht noch im Spätherbste aufgeht und dann eine schützende Schneedecke erhält, unter welcher sie sich kräftigt und entwickelt.

Die Auttergewächse sind zur größeren Hälfte geborgen. Die Dickwurzeln haben jeden Tag noch zugenowmen; unter dem Weiß­krauts findet man Mitunter wahre Riesenhäupter. Der Stoppelklee hat eine Größe und Schönheit erhalten, wie ich ihn seit 30 Jahren nicht sah. An einigen Plätzen ist Stoppelklee verpachtet und per Morgen mit ca. 6 Mk. b.zahlt worden. Er hat also bereits seinen Säsamen eingebracht und die ganze nächstjährige Ernte steht noch in Aussicht.

Eine unheimliche Plage ist die Maul- «ud Klauenseuche. Im südlichen Theile der Provinz und in den angrenzenden preußischen Landestheilen wüthet sie in nie dagewesener Weise trotz größter Vor­sicht der Staatsbehörden. Es gibt Dörfer, wo die Seuche tn 20 und mehr Gehöften ausgebrochen ist und Gemarkungssperre angeordnet werden mußte. Das Umsichgreifen der Seuche hat seinen Grund nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen in der Nach­lässigkeit, Bequemlichkeit und dem Unverstände vieler Viehbesitzer. Die Leute legen der Sache zu wenig Wichtigkeit bei, sie unterstützen die Behörde nicht mit der erforderlichen Energie. Erst wenn es bei ihnen selbst brennt, gehen ihnen die Augen auf.

Das Ernten der Zuckerrüben geht dadurch, daß der Boden bereits stärker angefeuchtet ist, besser vor sich. Die Rüben steckten tief und fest und brachen deshalb beim Herausziehen leicht ab. Auch beim Ausmachen mit dem Pfluge war dies nicht zu vermeiden. Das abgebrochene Stück, welches im Boden stecken bleibt, ist natürlich für den Pflanzer verloren.

Die sieben schöne Wochen und das gegen Schluß derselben da und dyrt laut gewordene Klagen wegen zu großer Trockenheit u. dgl. m. zeigt, mit Bezug auf das inzwischen eingetretene Regen- metter, daß man sich über die Witterung, einerlei ob sie Jnafj ober trocken ist, keine Sorgen machen soll. Was haben die nassen Wochen im Juli und August geschadet? Eigentlich nichts. Wohl machten sie dem Landmanne etwas mehr Arbeit; aber ohne Arbeit hat man nichts. Für das Mehr an Arbeit erhielt der Bauer eine aus­gezeichnete G'.ummeternte; so gleicht sich Alles aus. Am meisten gleicht das Wetter aus; das haben wir in dem guten 1890er Jahre so recht ad oculos demonstrirt erhalten. Wenn das kommende Jahr 1891 ähnlich ausfällt wie seine beiden Vorgänger 1889 und 1890 waren, wollen wir die Witterung gerne hinnehmen, wie sie kommen mag, selbst wenn sie unsere Geduld zuweilen ein bischen auf die Probe stellen sollte. Ein Glück aber ist es, daß wir Menschen das Wetter nicht zu machen brauchen.

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t2 - Gifte tu thierischen NahrunsSmittel«. Wenngleich die Verdaulichkeit von Fleisch durch Kochen nicht erhöht wird, so ist ein solches doch unbedingt erforderlich, schon um der Schmarotzer (Finnen, Trichinen rc.) willen, die häufig sich im Fleisch finden und durch ungenügend erhitztes Fleisch auf den Menschen übertragen werden. Aber nicht nur thierische Schmarotzer, sondern auch pflanz­liche Krankheitserreger und Gifte, deren Natur noch wenig bekannt ist, können durch rohes Fleisch ober audj gekochtes, wenn dasselbe nachträglich längere Zeit aufbewahrt ist, auf den Menschen übertragen werden und hier ihre gesundheitsgefährliche Wirkung zur Geltung bringen. Vornehmlich sind es das Wurstgift, Fleischgift, Fischgift, Fettgift, Käsegift rc., welche unter Umständen Vergiftungserscheinungen Hervorrufen, die nur zu häufig mit dem Tode enden. Bei den Fischen bat sich nun gezeigt, daß ihr Fleisch, namentlich zu bestimmten Zeiten, häufiger V?/fiftungen hervorruft und zwar zur Laichzeit, in welcher z. B. der Acht stets von nachtheiligem Einfluß auf die Gesundheit fein soll. Worin die die Gesundheit gefährdenden, giftigen Einflüsse

bestehen, ist nicht mit Bestimmtheit anzugeben, da chemisch nichts nachweisbar ist, wahrscheinlich liegt ein Gährungsproceß vor, dessen Endproduct giftig ist; einzelne Fische, wie z. B. tropische Herings­arten, sind stets giftig. Seltsamerweise fand man die giftige Wirkung besonders häufig hervorgerufen durch Fleischspeisen, welche, wie Würste und Pasteten, aus sehr complicirten Gemengen verschiedener Fleisch­speisen bestehen.

Bremen, 18. October. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Trave, Eapt. R. Bufsius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. October von Bremen und am 9. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newyork angekommen.

Bremen, 18. October. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampser America, Eapt. A. Kohlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. October von Bremen abgegangen war, ist vorgestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen.

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Schauspielhaus.

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Mittwoch den 22. October: Die Haubenlerche. Gewöhn­liche Preise.

Donnerstag den 23. October: Abonnements-Vorstellung für einen ausgefallenen Freitag. Unsere Freunde. Gewöhnliche Preise.

Freitag den 24. October geschlossen.

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Sonntag den 27. October: Ihr Corpora!. Gewöhnliche Preise.

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