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21/02/1890 Erstes Blatt
 
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1890

Freitag den 21. Februar

Rr. 44.

Der

Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS.

Die Gießener DnmittenvtLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Gießener Anzeiger

chenerat-Mzeiqer.

Vierteljähriger ASonnementrpreiO» 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.

Rcdaction, Expedition und Druckerei:

Schutßraße Hlr.1.

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Gieren.

öor litt Eiitlllittliiiiill.

Wer die Wehrkraft des deutschen Reiches aufrecht erhalten will und damit eine starke Gewähr des europäischen Friedens,

Wer die Nothwendigkeit der getroffenen Maßregeln zur Förderung und zum Schutze redlicher Arbeit in Landwirthschaft und Industrie anerkennt,

Wer die segensreichen Wirkungen nicht in Frage stellen will, welche die großen social­politischen Gesetze vielen Millionen der arbeitenden Bevölkerung jetzt schon bringen, in der Folge in weit höherem Maße noch bringen werden.

noncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen ,en für denGießener Anzeiger" entgegen.

sesten Grundlage des europäischen Friedens mit diesem Acte gab er seiner ministeriellen glänzenden Abschluß. Seitdem trat der i nur noch als Oppositionsredner im unga- > hervor, was aber nicht hinderte, daß er Josef in schwierigen Fragen immer wieder wurde.

Deutsches Reich.

Februar. Die beiden bereits in telegraphi- röffentlichten kaiserlichen Sabinets- w örtlich:

die Organisation des Cadetten-

es für nothwendig, daß das Cadetten- örundlage, welche Se. Majestät der Kaiser -'m L, Mein in Gott ruhender Großvater, Fürsorge für die Wohlfahrt der Armee des Lehrplanes der Realgymnasien ihm ich folgenden Gesichtspunkten noch eine ung und Vertiefung seiner Lehraufgabe er-

Wer Mitarbeiten will an allen weiteren Maßregeln ausgleichender Gerechtigkeit zum Schutze des Arbeiters und der wirthschaftlich schwächeren Klassen,

Wer die von den nationalen Parteien mit der Reichsregierung geschaffenen Rechte und Freiheiten des deutschen Volkes gegen offene Feinde und falsche Freunde schützen und ihre besonnene Weiterbildung fördern will,

Wer endlich eintritt für das einmüthige Zusammenwirken einer staatserhaltenden Mehrheit im Reichstage mit einer gerechten und wohlwollenden Regierung, mächtig zur Abwehr nach außen, stark zum Schutze der Gesetze, der Bürgerfreiheit und des Bürgerfriedens,

Wer also in jeder Beziehung das Wohck des Volkes fördern will, der

wähle am 20. Februar

Herr» GiltsdHer Kur! Sdjltulir

) Ziel aller, namentlich aber der militärischen ? auf gleichmäßigem Zusammenwirken der nschaftlichen und religiös-sittlichen Schulung nde Bildung des Characters. Keine Seite rf auf Kosten der anderen bevorzugt werden, che Lehrplan des Cadetten-Corps stellt aber chrnehmungen gegenwärtig zu weitgehende n eine große Zahl von Zöglingen. Die ß durch Ausscheidung jeder entbehrlichen esondere durch gründliche Sichtung des durchweg vereinfacht werden, sodaß auch

Schüler bei entsprechendem Fleiße dem leberanstrengung folgen und den gesummten vorgeschriebenen Zeit zurücklegen können, cht hierdurch an Ausdehnung verliert, wird ceit gewinnen. Nach diesem Gesichtspunkte w in allen Fächern und auf allen Stufen tan einzurichten haben.

Vereinfachung muß der Unterricht indessen nutzbar gemacht werden, daß die Cadetten für den militärischen Beruf unmittelbar er- "enntnisse und Fertigkeiten gewinnen, sondern s Rüstzeug erhalten, welches sie befähigt, der Armee, der großen Schule der Nation, und belehrend zu wirken, oder falls sie später als den militärischen Berus übertreten, auch auszusüllen.

auf dem Hardthof bei Gießen.

Das nntionalfiOeratß ÜMfoinite

des ersten hessischen Retchstagswahlkreises.

C. v. Münchow, Universitäts-Druckerei, Gießen-

sich bereit erklärt haben, wenn man es, sequenz", zu Haubolds Lossprechung durch , so erging deßhalb den 11. October 1715 icn Stadtrath zu Meißen, in welchem gesagt aution zu zahlen.

ar ein Dutzend sächsischer Riesen nicht so- denn nicht jeder lange Mann qualificirte d häuslicher Verhältnisse wegen zumBer- mdier". Am 23. Juni 1716 endlich konnten und am 15. August desselben Jahres drei in gesandt werden, welche unter Escorte ) Unteroffiziers der Kriegsregimenter über md Zossen, in letzterem Orte einer preußischen ben wurden. Jene fünf Mann kosteten an ihnung, vom Tage der Anwerbung bis zu ung, 226 Thaler 8 Groschen 6 Pfennige, Mann aber, mit Einschluß der Montur

>67 Thaler 21 Groschen 6 Pfennige.

land aeaen Scyweoen geneigr zu mucycu, ouzu umti

Anderem auch Friedrich Wilhelms Liebhaberei für lange Soldaten und versprach ihm zwölf Grenadiere von seltener Länge, welches Versprechen denn auch bestens angenommen 19(11 König Augusts Heimkehr aber, den damals Krieg nnd Geldmangel bestürmten, kam die Sache wieder ni Ver- aessenheit. Erst bei einem Manöver seiner Grands-Mous- quetairs denn auch August wandte alles Mögliche auf, militärische Cabinet-Exemplare zu besitzen fielen ihm die

pecumare ^ajroiertgtettcn zu vefeMgen waren, trat die Generalität ins Mittel. So zeite zum Beispiel der General Wustromirsky von Rockitting uiterm 4. October 1715 an, daß ein gewisser Martin Haubcd, der vordem schon beim Arnstädtischen Cürassier-Regimen gedient, zu Meißen als Maurerlehrling sich habe aufdingu lassen, und dessen Bruder wegen Innehaltung der Lehrzeit me Caution von 20 Thaler stellen müsse. Da nun der Man jung, schön und maß­gerecht war, auch Lust zeigte, sich anwerben zu lassen, wenn man seine Caution wieder erstatte das Maurergewerk und

of-Blüthen. Unteroffizier:Nun sage ich den Male! In Reih und Glied hat Nie- :hen und wenn auch hinter Euch der Kaiser vvll , einer Wildsau über den Kasernenhof reiten

würde!"

* Die merkwürdige Bouillon. Meister:Hier, Junge, hast ne recht kräftige Tasse Kalbsbrühe." Lehrjunge: Meester, Meester!" Meister:Was denn, Junge?" Lehrjunge:Die Bulljong ist woll vonn neigeborenes Kalb?" Meister:Warum denn, Bengel?" Lehr­junge :Na, weil se jar feene Ovgen hat."