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die er hier genossen hat! Das ist der ausrichtige Wunsch,, mit dem wir unseren geliebten Seelsorger scheiden sehen!
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Gießen, 18. November.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 20. November 189 0, Nachmittags 4 Uhr:
1. Gesuch des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. 2. Gesuch der Fleischerinnung um Unterstützung ihres Antrages aus Aushebung der Vieheinsuhrverbote. 3. Die Rechnung des Realgymnasiums und der Realschule für 1889/90. 4. Gebührenrechnung der Feldgeschworenen für den Grenzrundgang. 5. Abhaltung von Festlichkeiten im Gießener Stadtwald; hier Vergütung der Forstwarte für Beaufsichtigung derselben. 6. Baugesuch des Julius Buch. 7. Gesuch des Johs. Bernhardt zu Gießen um Erlaubniß zur Beseitigung eines städtischen Rains vor seinem Acker in der Schwarz- lach. 8. Die allgemeine Bauordnung, insbesondere Anlage von Einfriedigungen. 9. Unterhaltung des LtebigdenkmalS. 10. Gesuch des Bauunternehmers Georg Koch um Benutzung eines städtischen Weges und um käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände. 11. Gesuch des Louis Hellmold um Erstattung vorgelegter Kosten für Straßenauffüllungen in der Steinstraße. 12. Die directe Verbindung der Bahnhöfe mit den südlichen Stadttheilen. 13. Anlage eines Kiestrottoirs in der Alicestreße. 14. Ausbau der Wodestraße.
„Die Ehre". Dem Vernehmen nach wird demnächst in unserem Theater „Die Ehre" von Hermann Sudermann zur Aufführung gelangen, jenes Schauspiel, das seinen Verfasser mit einem Schlage zu einem berühmten Manne gemacht hat. Mit fester Hand hat hier ein deutscher Dichter, wie schon vorher Henrik Ibsen im Norden, die Nachtseiten des socialen Lebens ausgedeckt und aus Gebrechen unserer heutigen Gesellschaft hingewiesen. Sudermann führt uns in das Haus eines reichen Mannes und läßt uns erkennen, wie niedere, gemeine Begriffe und wie kranke Vorstellungen von Moral und Ehre hier bestehen, und dann wieder tritt der Dichter
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Breslau, 16. November. Proiefsor Flügge, Director be& Hygieint'chen Instituts echlett einen Ruf al» Dinctor der hygieini- ld?cn Alithetiung öeö neu zu begründenden Äoch'sHeu dactertologtschex. Instttuls in Berlin.
— Seinen achtziüsten Geburtstag feierte vorgestern in München P.of. Earl Friedlich Roth, Ordinarius in der dortigen staatswissen-
stehen, haben mehrfache Jnjectionen erhalten, welche immer schwächere Reactionserscheinungen hervorriefen, somit sei die beginnende Rückbildung zu verzeichnen. Das Mittel wird angewandt, bis kein Fieber mehr austritt. Zwei Fälle von Lymphdrüfen-Tuberkulose an zwei kleinen Mädchen von echt scrophulösem Aussehen zeigten deutliche Reactionen. Besondere Aufmerksamkeit erregten mehrere Fälle Kehlkopf-Tuberkulose, bei dreien sind schwere Zerstörungen am Kehlkopf uachgewiesen. Hierbei ist das Mittel von besonderem diagnostischem Werthe, weil die Verwechselung mit Krebs ungemein naheliegend sei. Das Ausbleiben der Reaction nach > der Einspritzung spricht mit absoluter Sicherheit für Krebs.
Berlin, 17. November. Die socialpolitische Ge- werkschafts-Conserenz schloß mit der Anuahme enter Resolution, welche die centralistische Organisationssorm als die zur Zeit allein richtige erklärt, die Normen derselben dem demnächst zusammentretenden Congresse anheimgibt und die Wahl einer Commission zur Agitation für die Ziele der Gewerkschaften empfiehlt.
Köln, 17. November. Professor Bardenheuer begab sich nach Berlin zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens. — In ' einer auf den 30. November hierher anberaumten Versammlung der Vorstände von Krankenkassen und Aufsichtsbehörden Rheinland - Westsalens wird die Errichtung von Lunaenheilanstalten berathen werden.
Stuttgart, 17. November. Aus Befehl des Königs reiften die Mediciualräthe Remboldt und Burckardt nach Berlin, um Kochs Verfahren zu studiren.
Lübeck, 17. November. Der lübeckische Staat schickte den Krankenhaus-Oberarzt Dr. Hofstätter zur Kenntniß- uahme des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin.
Wien, 17. November. Professor Albert besprach in seiner heutigen Vorlesung Kochs Heilmethode und sagte u. A.: „Bewahren Sie erstens Ruhe und kaltes Vlut, die Menschheit befindet sich in einem Taumel, der gar gewaltig ubsticht von der nüchternen, streng-wissenschaftlichen Form der Aeußerungen Kochs. Koch selbst sagt, daß mit dem Mittel in inveterirten Fällen der Lungenschwindsucht die Heilung nicht zu erzielen sei. Die Tuberkulosen befinden sich in der größten Hoffnungsfreudigkeit - alle diese Leute werden nach Berlin zusammenströmen und daselbst Heilung suchen. Wenn die Resultate den Erwartungen nicht entsprechen, wird es heißen, das neue Mittel sei Schwindel. Dieser Taumel sei darnach angethan, der überaus werthvollen Entdeckung den Todesstoß zu versetzen. — Auch Prosessor Stellwag-Carion warnt in seiner Vorlesung über Kochs Heilmittel vor allzu großen Hoffnungen und glaubt, daß die Resultate nur bei tuberkulösen Hautkrankheiten und beginnender Phthise günstige sein könnten.
Wien, 17. November. Der vom Kriegsministerium dele- girte Regimentsarzt Kowalski reist morgen nach Berlin ab, um das Koch'sche Verfahren zu studiren.
Meran, 17. November. Mehrere hiesige Kurärzte sind zum Studium des Koch'schen Heilverfahrens nach Berlin abgereist.
Paris, 17. November. Der Deputirte Ramel brachte einen Gesetzentwurf ein betreffs einer Jnvaliditäts- und Altersversicherung für Industrie- und Landarbeiter wie für alle Bedienstete, deren Salär 3000 Fres. nicht übersteigt. Der Jahresbeitrag wird vom Taglohn mit mindestens 5 Centimes täglich eingehoben. Dem Arbeiter stehe es frei, seinen Beitrag beliebig zu erhöhen. Der Arbeitgeber ist zu einem gleichen Beitrag wie der Arbeiter, jedoch nur bis zu 10, bei gesundheitsschädlichen Industrien bis zu 15 Centimes, verpflichtet. Die höchste erreichbare Arbeiterpension beträgt 1000 Fres. mit 61 Jahren.
Paris, 17. November. Die Arbeiter der staatlichen Tabaksabriken beschlossen gestern eine Resolution, in der verlangt wird, daß den Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Etablissements gleich den übrigen Angestellten nach 25jähriger Dienstzeit feste Pensionen gewährt werden.
mit uns in die Dachstube der Enterbten in der Gesellschaft । und wir erschrecken zuerst über die sittlichen Anschauungen, I die hier schalten und walten. Aber er entläßt uns nicht mit 1 dem Gefühle der Unbefriedigung, schließt nicht mit dem be- I kannten Jbsen'schen Fragezeichen, sondern er versöhnt uns | durch den Grafen Traft, der uns zeigt, daß es keinen all- I gemein giltigen Normalleisten für die Ehre gibt, über den | jeder Mensch seine Handlungen schlagen müßte, sondern daß I sich auch hier eines nicht für alle schickt, und ebenso die näm- | liche Handlungsweise nicht für jeden gleichmäßig unehrenhaft I ist, daß man also einen schweren Fehler begeht, wenn man I die sittlichen Anschauungen einer Menschenklasse als maßgebend I hinstellen wollte auch für alle anderen.
= Aus dem Kreise Friedberg, 17. November. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte heute Herr Bürgermeister I Rumps in Ziegenberg, zugleich Bürgermeister von Langen- I Hain, mit seiner Ehefrau, geb. Huth, im Kreise, seiner Kinder, I Enkel und Verwandten. Das Jubelpaar erfreut sich noch I der vollen körperlichen Rüstigkeit und geistigen Frische.
Nidda, 17. November. Donnerstag den 20. November I l. I., Vormittags 9 Uhr, findet in der Uhl'schen Wirtschaft I hier die statutenmäßige Herbstgeneralversammlung des land- wirthschastlichen Bezirksvereins Büdingen statt, wozu folgende Tagesordnung festgesetzt worden ist: Prüfung und Genehmi- I gnng der Rechnung der landw. Winterschule zu Büdingen I pro 1889/90 und des ^Voranschlags derselben pro 1890/91. Berathung und Beschlußfassung über die Zuwendung einer I Unterstützung an die Viehzuchtgenossenschaft Büdingen wegen der solcher durch Einführung von Simmenthaler Rindvieh I aus der Schweiz entstandenen Kosten. Berathung und Be- I schlußfassung über die Unterstützung an Vereinsgemeinden, | welche anstatt Bastardbullen, Bullen rein Simmenthaler Rasse | anschaffen.^Die Besprechung der landw. Arbeiterfrage- die Einleitung übernimmt Herr Oeconomierath Müller von I Darmstadt. Vortrag des Landwirthschaftslehrers Andrae von I Büdingen über die Vieheinstellung. Neuwahl des Curatoriums I der landwirthschastlichen Winterschule.
Ulrichstein, 14. ^November. Am 11. l. M. tagte dahier I im Saale des Gasthauses „Zum Darmstädter Hof" die dies- I jährige Hauptversammlung der für den Amtsgerichtsbezirk I Ulrichstein gegründeten Spar- und Leihkasse, welche I Herr Kreisrath Schönfeld von Schotten als Vertreter der I Aufsichtsbehörde durch seine Anwesenheit beehrte und die von I etwa 140 Mitgliedern besucht war- Der Vorsitzende, Großh. I Amtsrichter Engel, gedachte nach Eröffnung der Versammlung I zunächst des am 9. d. M. nach kurzem Kranksein verstorbenen I Mitgründers und langjährigen Controleurs der Kasse, Herrn I Sauer von hier, welcher in gleicher Weise, wie der im I vorigen Jahre verstorbene frühere Rechner für dieselbe bis zuletzt unermüdlich thätig gewesen. Nach Neuwahl und Er- I gänzung des Vorstandes, in Folge dessen in letzteren die I Herren Bürgermeister Rühl hier als zweiter Vorsitzender, die I Herren Bürgermeister Roth, Rahn, Rau und Hohmann, so- I wie der Beigeordnete Rühl von hier als Ausschußrnitglieder I eintraten, wurde unter Vorlegung der revidirten und ab- I geschlossenen Rechnung der Rechenschaftsbericht für 1889 erstattet, welcher nach Deckung aller Ausgaben, Zahlung von
I Zinsen und Gewinnantheil an die Mitglieder mit einer Ver- । Mögensvermehrung von Über 3000 Mk abschloß, und gleich
I wie der aufgestellte Voranschlag für 1891, der u. A. wie alljährig wieder Ausgaben für gemeinnützige und wohlthätige ; Zwecke, sowie Verzinsung der Einnahmen bis zu 1000 Mk. mit 4 pCt. vorsieht, gutgeheißen. Im Laufe der weiteren I Verhandlung berichtete der Vorsitzende über das erfreuliche Ergebniß der in diesem Jahre errichteten Pfennigsparkassen, I bei welchen in 14 Orten des Bezirks innerhalb kaum dreier Monate fast 2000 Mk. eingelegt worden waren, und dankte allen Erhebern derselben für ihre erfolgreiche Thätigkeit.
I -n- Grüningen, 17. November. Heute verließ uns nach l Ojähriger, reich gesegneter Wirksamkeit unser bisheriger I Seelsorger, Herr Pfarrer Walz, um die Pfarrstelle zu I Lang-Göns anzutreten. Mit aufrichtigem, tiefem Schmerz hatte die Gemeinde die Kunde vernommen, daß derselbe ans ihrer Mitte scheiden würde. Gar manche Einrichtungen aus I kirchlichem und bürgerlichem Gebiet verdanken wir seiner I Thätigkeit - er gründete und leitete unsere Pfennigsparkasse, I die überaus segensreich wirkt - auf seine Anregung hin bc= I willigte uns die Postbehörde eine zweimal täglich verkehrende I Landpost. Unser Gotteshaus wurde gleich im ersten Jahre I feiner Thätigkeit in unserer Gemeinde gründlich und schön I renovirt, eine neue Orgel eingeweiht, Kirchenheizung angelegt I und die Kirche erhielt überhaupt mannigfachen Schmuck, denn I Herr Pfarrer Walz hat es verstanden, den Sinn der Gemeinde I für würdige Ausschmückung des Gotteshauses zu wecken und I zu pflegen. Was unser scheidender Pfarrer den Armen, I Wittwen und Waisen gewesen, wird nie vergessen werden. I Auch muß erwähnt werden, daß während seiner Berussthätig- I feit hier die Gaben für Zwecke des Reiches Gottes und die I Opserwilligkeit der Gemeinde sich von Jahr zu Jahr vermehrt haben. So konnte es nicht fehlen, daß die Gemeinde nur
I mit großem Schmerz sich an den Gedanken gewöhnen konnte, I daß ihr Pfarrer sie verlassen würde, und man fühlte das Bedürfniß, der Liebe und Anhänglichkeit gegen ihn auch Aus- I druck zu verleihen. Die Vorstände der Gemeinde ver- I sammelten sich mit dem Gesangverein, dem Herr Pfarrer I Walz stets ein reges Interesse gewidmet hatte, um mit ihm noch einige Stunden gemi'tthlichen Beisammenseins zu feiern. An dem Sonntag, wo er die Abschiedspredigt hielt, war das Gotteshaus überfüllt, auch viele Auswärtige harten sich ein- gefunden. Tiefe Rührung und Weinen bewegte die Versammlung, als Herr Pfarrer Walz auf Grund von Col. 2, 6. 7. der Gemeinde Abschiedsworte zurief. Am Abend brachte | der Gesangverein ihm ein Ständchen, wobei der Dirigent den Dank der Gemeinde für seine 10jährige Thätigkeit und ihre Glückwünsche zum Ausdruck brachte. Herr Pfarrer Walz dankte mit bewegten Worten. Möge ihm in seiner neuen Gemeinde dieselbe Liebe und Anhänglichkeit zu Theil werden,
nn. Darmstadt, 16. November. Die Großh. Ceutral- stelle für die Gewerbe ersucht mittels Rundschreiben die Ortsgewerbevereine im Großherzogthum, sich zu äußern, ob und nach welchen Richtungen hin, etwa über das bereits bestehende Maß hinaus, eine beschränkende Besteuerung des Hausirgewerbes nöthig ober wünschenswerth erscheine. Dabei sollen die das Bedürfniß einer weitergehenden Einschränkung dieses Gewerbes begründende Thatsachen und Verhältnisse erörtert werden. Aus Grund der Anträge der Commission für Untersuchung der Beschwerden und Wünsche über die Sage des Kleingewerbes im Großherzogthum Hessen hatte bereits der Ausschuß des Landesgewerbevereins im Frühjahr dieses Jahres sich einstimmig für eine Besteuerung des Hausirhandels im Großen bei den inländischen Hausirern ausgesprochen zum Schutz des seßhaften Gewerbes und demgemäß die entsprechende höhere Besteuerung der ausländischen Hausirer gefordert. Auf obige Anfrage hin hat sich der Ortsgewerbeverein Darmstadt nunmehr dahin geäußert, daß er den Hausirhandel überhaupt höher besteuert haben will, wie dies neuerdings in Württemberg erfolgt fei und in Preußen bereits der Fall wäre. Ein Ueberhand- nehmen des Hausirens besonders auf dem Lande und in kleinen Städten, speeiell mit Wagen voll Maaren einer und derselben oder verschiedener Gattung von meist sehr geringer Beschaffenheit und Güte, sei leider in heutiger Zeit zum Schaden des Gewerbes wahrnehmbar. Auch in größeren Städten bestehe ein ähnlicher Unfug durch den vielfach gewerbsmäßig betriebenen und fast ständigen Ausverkauf in Läden. Auch diese sollen durch die höhere Besteuerung getroffen werden. Natürlich soll das Hausiren mit Lebensrnitteln, z. B. mit Fischen, Gemüse, Butter, Eiern und Geflügel rc. steuerfrei bleiben.
Auch bezüglich der dem Reichstag vorgelegten und noch nicht erledigten Abänderung der Gewerbeordnung hat sich der Ortsgewerbeverein Darmstadt in einer birecten Eingabe an den Reichstag kurz geäußert. Dabei hat er sich jedoch auf nur wenige Bestimmungen jener Gesetzesvorlage beschränkt betreffend die Sonntagsruhe, das Uebrige den betheiligten Handels-Fabrikanten und anderen Kreisen überlassend.
Die Eingabe sührt aus, daß man es im Allgemeinen i nicht für günstig halte, wenn heute schon an dem bestehenden I Gesetz etwas geändert werde und kaum eingelebte Rechtszustände in's Wanken kämen. Dabei wird zugegeben, daß ein Theil der neuerdings zur Abänderung der Gewerbeordnung erlassenen Gesetzesnovelle berechtigten Bedürfnissen, zu entsprechen geeignet wäre.
Nach auf Erfahrungen aus den Kreisen unseres Mittelund Kleingewerbestandes beruhenden Mittheilungen gestützt, glaubt der Verein, daß die geltenden hessischen landesgesetzlichen Bestimmungen für die Arbeit an Sonn- und Festtagen ausgereicht hätten. Ein Hinausgreisen über die im Gesetzentwurf vorgeschlagene Ruhezeit und Sicherung der Sonntagsruhe erscheine nach vielen Seiten hin bedenklich, ja ge- I sährlich, da sich in unserer Zeit ohnehin das Bestreben. I geltend mache, sich möglichst arbeitsfrei zu stellen. Wenn I für Sonn- und Festtage mehr als 24 bezw. für zwei aus- I einandersolgende Sonn- und Festtage 36 und für gewisse I Feiertage 48 Stunden Ruhepause gesetzlich vorgeschrieben I würden, so könnten dte daraus erwachsenden wirtschaftlichen. I und geschäftlichen und vielleicht die moralischen Nachtheile I größer werden, als die damit in Aussicht gestellten inneren I und äußeren Vortheile.
* Darmstadt, 17. November. In der am Samstag. I Abend stattgehabten Versammlung des hiesigen national I liberalen Vereins wurde nach einem längeren Bortrage I des Reichstagsabgeordneten Dr. Osann über die Thätigkeit I des Reichstags eine Resolution angenommen, daß das Central- I Comite der national-liberalen Partei in Berlin ersucht wer- I den möge, eine allgemeine Parteiversammlung anzuberaumen, I um das Heidelberger Programm einer Revision zu unterziehen.
* — In Deutschland werden jährlich etwa 700 Millionen I Mark für die Armenpflege ausgegeben, meist in Form von I Almosen, was die zweckwidrigste Art ist. Für dieses Geld I sollten, wie Prosessor Johannes Huber von München meint, I Landankäuse gemacht und Armen-Colonieen gegründet werden, I in denen Arbeits-Gelegenheit verschafft wird.
* E. Wetzlar, 17. November. Herr Landrath Stackmann I hat auf Mittwoch den 19. d. M., Nachmittags 3 Uhr, eine I Versammlung von Interessenten an dem projectirten Bahnban I Münster-Franksurt a. M. einberusen. - In der Ver- I sammlung, die im „Römischen Kaiser" stattfindet, soll gleich- I zeitig die Bildung eines Zweig-Comites für den Kreis Wetzlar I vorgenommeli werden.
* München, 15. November. Heute Morgen wurde der I junge Raitz hingerichtet, der eine Versetzerin zum Zwecke I der Beraubung erschlagen hatte. Der nach der That und I in der Gerichtsverhandlung überaus freche Bursche wurde I angesichts des Todes sehr reumüthig.
* In einem Gasthof in Budapest liest man folgende ge- 1 druckte Bitte: „Jeder Gast wird ersucht, mit den Auf- Wärterinnen aus der Treppe nicht allzu freundlich zu sein, weil auf diese Weise zu viel Tafelgeschirr zerbrochen wird."
* Verfchnappt. „Ist Ihr Herr Onkel zu sprechen?" — | „Bedauere, er ist für drei Monate verreist!" — „Wie, schon wieder?" — „Pardon? Das war's erste Mal, daß er I bestraft wurde!"
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