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sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Gchieferstein Eheleuten in Gießen und Wilhelm Walter Ehe­leuten daselbst gehörigen, in der Gemar­kung Gießen gelegenen Immobilien: Flur 40 Nr. 1613/io 691 Meter Hof- raithe im Gartfeld bei der Stadtmühle,

Flur 40 Nr. 162Vio 2163 Meter Acker daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. Juni 1890.

Großherzogltches Ortsgericht Gießen.

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Bekanntmachung.

Der sich im Schlachthaus ergebende Kaldaunendünger soll

Dienstag den 22 d. MtS.,

Vormittags 11 Uhr, im Schlachthof versteigert werden.

Gießen, den 18. Juli 1890.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

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Tagesordnung: Prämiirungen. Wanderung in die Heide.

Liebig-Denkmal.

Die hiesigen Mannergesangvereine, welche ihre Betheiligung an der am 28. Juli d. I., 12 Uhr Vormittags, stattfindenden Denkmals- Enthüllung zugesagt haben, werden gebeten, ihre Einzelproben so einrichten zu wollen, daß die erste Gesammtprobe am Mittwoch den 23. Juli, um 8Vr Uhr Abends in Steins Garten (Saal) pünktlich stattfinden kann.

Diejenigen Mitglieder anderer Vereine, welche sich den am 18., 19., 21. und 22 d. MtS. stattfindenden Proben des akademischen Gesang­vereins-Männerchors anschließen wollen, werden hiermit eingeladen, jedeS- mal 8V2 Uhr Abend- in der kleinen Aula der Universität pünktlich

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* Darmstadt, 15. Juli. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei erläßt für die Landtags­wahlen folgenden Ausruf:Wir stehen unmittelbar vor den Wahlen zum 27. Landtag. Am 23. Juli d. I. werden die Wahlmänner gewählt. Der hessische Landtag besteht seit längeren Jahren in seiner überwiegenden Mehrheit aus vationalliberal gesinnten Männern. Dieselben geben durch ihre jahrelang erprobte Thätigkeit die Gewähr ruhiger, fort­schreitender Entwicklung aus allen Gebieten des bürgerlichen Lebens. Diese gedeihliche Förderung der Verhältnisse in unserem engeren Vaterlande weiterzusühren, erscheint gewiß geboten. Dies muß zur möglichsten Fernhaltung extrem­politischer und socialer Richtungen drängen. Roth thun uns ruhige, verständige, arbeitssreudige Männer, welchen das Wohl des großen und engeren Vaterlandes höher, als Partei­getriebe steht! Der jüngst verabschiedete Landtag hat eine große Reihe wohltätiger gesetzgeberischer Arbeiten im Verem mit der Großh. Staatsregierung zu Stande gebracht, er hat eine Menge förderlicher Einrichtungen theils angeregt, theils durch seine Zustimmung ermöglicht. Wir erwähnen nur bei­spielsweise die Landesseuerlöschordnung, die Brandversicherungs­anstalt für Gebäude, die Einführung der .Landescreditkasse, die Aushebung des Gesetzes über die Wahl von Forensen u. a. Mit innerer Genugtuung gedenken wir der vielfachen Thätig­keit des Landtags und insbesondere aus dem landwirtschaft­lichen Gebiete, so namentlich aus Anlaß der landwirthschaft- lichen Enquete, bei welcher Gelegenheit gerade unsere Partei aufs Entschiedenste dem Wuchergeschäft entgegengetreten ist, der Erhöhung der Staatsbeiträge zu den Schulhausbauten und der weiteren Entwickelung der Uebernahme von Schul­lasten auf den Staat. Die von dem Landtag beantragte Herabsetzung der Stempel und Gebühren auf Immobilien, Inventarien und Hypotheken wird allerwärts mit Freuden begrüßt werden. Die nothwendigen erhöhten Ausgaben für die höheren Lehranstalten haben stets unsere volle Zustimmung gefunden. Die Hebung des Volksschulwesens durch bessere Besoldung der Volksschullehrer und zwar ohne Erhöhung der Beitragspflicht der Gemeinden wird dem Lande sicherlich gute Früchte tragen. Die von unserer Partei beantragte bessere Unterstützung der ländlichen Localgewerbevereine und Hand­werkerschulen, welche in dem nächsten Staatsvoranschlage zum Ausdruck gebracht werden wird, ist geeignet, dringende Be­dürfnisse zu befriedigen und zur Hebung des Handwerker­standes beizutragen. Ganz besonders aber dürfen wir aus die reichen Bewilligungen des Landtags zur Erbauung der wichtigen Nebenbahnen in allen drei Provinzen des Landes mit gerechtem Stolze Hinblicken und freuen uns, daß wir ein großes Feld der Segnungen des Landes durch Aufschließung

seiner an Eisenbahnen noch unberührten Theile eröffnet und damit zur Befriedigung so vieler gerechter Wünsche und Be­schwerden und zu einem großen Werk ausgleichender Gerech­tigkeit beigetragen haben. Möge Alles zum Heile des Vater­landes ausschlagen! An Euch, Mitbürger, geht wiederum unser Ruf, national und liberal gesinnte, bewährte, hervor­ragende, dem öffentlichen Wohl sich mit Freude hingebende Männer in den hessischen Landtag zu wählen. Der Ernst der Lage macht sich bedeutsam geltend. Der Gegner haben wir Viele. Der hessische Landtag hat für das Wohl und Wehe des engeren Vaterlandes seine große Bedeutung! Thue jeder Wähler seine Schuldigkeit. Darmstadt, im Juli 1890. Der Landes-Ausschuß der nationalliberalen Partei im Großherzogthum Hessen. Dr. Osann I-, Rechts­anwalt."

* Darmstadt, 16. Juli. Die zweite Gesellenprüfung des Ortsgewerbevereins Darmstadt sand am Samstag den 13. Juli mit der Ueberreichung der Gesellenbriefe in der Aula des Real­gymnasiums ihren würdigen Abschluß. Zahlreiche Bürger der Stadt wohnten der Feier bei, und wohl den meisten Theil- nehmern ist der Eindruck geblieben, daß es ein werthvolles und segensreiches Beginnen ist, wie in früheren Zeiten blühen­den Handwerks den Zeitpunkt durch einen Merkstein zu be­zeichnen, an welchem der Lehrling so viel gelernt hat, um nun freier Selbstbestimmung in seiner Weiterentwickelung als Geselle überlassen werden zu können. Wir sehen von Neuem die Ordnung einziehen im gewerblichen Bildungswesen, die leider schon zu lange einseitigen Theorien zum Opfer gefallen war, hier speciell den Lebensabschnitt der ersten tastenden Versuche im Handwerk, den wir Lehre nennen, deutlich ab­gegrenzt von dem späteren Kamps ums Dasein und ordnungs­mäßig zugewiesen der verantwortlichen Leitung der kundigen Hand des Lehrmeisters. Nicht ganz leicht ist , es, den Grad eines geprüften Gesellen zu erreichen. Aber die ausgestellten Gesellenstücke, welche unter Aufsicht der Schaumeister, ausge- sührt sind, legten Zeugniß ab, daß die durchschnittlichen Leistungeit den berechtigten Anforderungen wohl entsprechen. Mit ernsten Worten leitete der Vorsitzende der Gesellen­prüfungscommission, Herr Professor Lincke, die Verkeilung der Gesellenbriese ein; ihm folgten kurze und kernige An­sprachen des Herrn Spenglermeisters Rockel und des Herrn Weißbindermeisters Kinckel im Namen des Vorstandes des Ortsgewerbevereins. Alle Redner legten den jungen Leuten ans Herz, daß sie nicht glauben sollten, nun schon etwas Fertiges zu sein, sondern daß das rechte und selbständige Lernen nun erst angehen solle. Möchte die Feier mit dazu beitragen, dem gemeinnützigen Unternehmen, dessen Ausbrei­tung über das ganze Großherzogthum im Werke ist, immer mehr Freunde und opferwillige Männer, namentlich aus den

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$ en erleuchtet waren. Plötzlich i p die Stadt herab, es knatterte Lui, Jedermann wußte, daß e- nriüjt. So war es auch.

des iwrrn MetzgniMMs L, entlang weiter, [prang auf d-° ... ,mBaben. Zwar ®tb"

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berufenen Kreisen, zuzuführen, damit wir auch in dieser Rich­tung mit unseren Nachbarstaaten Schritt halten können.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst-

7. Sonntag nach Trinitatis, 20. Juli.

Frühgottesdienst in der Kirche: Vormittags 73/* Uhr.

Pfarrer Dingeldey. _ ~ ,

Vormittags 9Vi Uhr: Reisepredrger Wagner aus Darmstadt Collecte für die innere Mission.

Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Vormittags 8«/2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer Schlosser. (Zugleich Christenlehre für die confirmirten Realgymnasiasten und Realschüler).

Katechismuslehre für die confirmirten Mädchen in der Fried­hofscapelle Vormittags 11 Uhr. Pfarrer Dingeldey.

Mittwoch den 23. Juli, Vormittags 10 Uhr: Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission. Festprediger Frohn- Häuser aus Mainz.

Die Pfarrgeschäite in der Woche vom 20. bis 26^Juli besorgt Pfarrer Dingeldey. Derselbe wird auch in der Woche vom 27. Juli bis 2. August die Pfarrgeschäfte übernehmen.

Katholische Gemeinde.

8. Sonntag nach Pfingsten, 20. Juli.

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit z«r hl. Beichte; um d Uhr Austheilung der hl. Communion; um W Uhr Frühmesse; um 3/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vr3 Uhr sacramentalische Bruderschaftsandacht mtt Predigt.

Gottesdienst in der Synagoge.

20. Juli.

Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr, Samstag Abend 85» Uhr.

Zur Feier des Namensfestes unseres hochwürdigen Herrn Decanes Dr. Elz ladet der Unterzeichnete die Mitglieder der Gemeinde zu einer geselligen Zusammenkunft bei einem Glase Bier auf Sonntag den 20. l. Mts., Abends 8 Uhr, in Lonys Felsenkeller ergebens: ein. 6036

Der Vorstand der katholischen Kirchengemeinde.

Temperatur der Lahn «nd der Lust

am 18. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 14 Gr.

Rübs am en.

0. M., E. W., Fr. G., L., G. W. in Berlin. IhremEin­gesandt" müssen wir die Ausnahme verweigern. Wollen Sie durch­aus die Begeisterung der Berliner für die fremden Schützen beweisen (wir selbst zweifeln ja nicht daran), so wenden Sie sich an die IFrkf. Ztg.", der wir frag!. Artikel entnahmen.

Versteigerung

SamStag berr IS. Juli b. IS.- Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Markt­platz 20 dahier:

115 Damenhüte, 93 Kinderhüte, ver­schiedene Goldwaaren, 2 Spiegel­schränke, 2 Schreibsecretäre, 1 Sopha, 4 Betten, 2 Commoden, 2 Kletder- schränke, 1 Küchenschrank mit Glas- aufsatz und 4,50 Meter ©omnur= Buxktn-

Versteigerung theilweise bestimmt, ins­besondere bezüglich der zuletzt genannten Sachen-

Born,

6033 Großh- Gerichtsvollzieher.

Montag den 21. Juli,

Nachmittags 2 U6r,

«ersteigere ich Marktplatz 20 dahier:

5 vollständige Betten, 2 Sophas, 2 Spiegel, 2 Tisch-, 1 Kleiberschrank, 2 Commoden, 1 Nähmaschine, 1 Brand- ktst- u. a, Sachen.

Versteigerung voraussichtlich sicher.

Born,

6034 Großh- Gerichtsvollzieher.

Jlfues yninkern

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Näheres in der Exoed. d- Bl.

GesangvereinEintracht"

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feiert Gonntag den 20. Juli d. I. fein

23jahriges Stiftungsfest

imDeutschen Hof".

Coneert und Tanzmustk, ausgeführt von der Gießener Civilcapelle. Es ladet freundlichst ein [6026

_____________________________Der Vorstand.

ersuchen Sie gefl. 455

Schusters Caffee.

Bekanntmachung.

Die Kornernte eines i/2 Morgen haltenden Mrs auf der Warthe,! neben den neuen Klüukbauten, soll

Montag den 21. d. MtS.,

Nachmittags 6 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 18. Juli 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________Gnauth.______6038 Ssmstag den 16. August, Nachmittags 4 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jacob Wacker Ehefra« Susanne, geb. Schmall, in Gießen zustehende ideelle Hälfte an nachbezeichneten Immobilien: Flur I Nr. 32 94 Meter Hofraithe in der Mühlgaffe,

Flur IV Nr. 14 19* 0 Meter Acker am Krofdorfer Weg öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, 4. Juli 1890 Großh. Ortsgericht Gießen

I. A.: Bogt. 5650

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