Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Corrcspondmz-Burcau.
Berlin, 17. April. Der Kaiser begab sich Bor- inittags 83/4 Uhr in Begleitung seiner beiden Flügeladju lauten zum Fcldmarschall Pape, um diesem zum 60jährigen Dienstjubiläum zu gratuliren. Hieraus besuchte er das Generalstabsgebäude, ging mit dem Grasen Waldersce im Thiergarten spazieren lind kehrte um 103/4 Uhr zurück.
Berlin, 17. April. Der Kaiser wohnte gestern Abend einer Zusammenkunft der ehemaligen Stäbe des Generalobersten v. Pape anläßlich dessen heutigen Jubiläums im Restaurant Borchardt bei und schenkte diesem beim heutigen Gratulationsbesuche sein lebensgroßes Oelbild, eine Garde- du-CorPs-Uniform mit schwarzem Küraß, sowie Kreuz und Stern der Großcomthilre des Hvhenzolleru-Hausordens. Der Kaiser nahm dann am Festessen im Casino des zweiten Garderegimcnts Theil. Pape empfing im Laufe des Tages zahlreiche Gratulationen sowie Depeschen gekrönter Häupter. — Im Lustgarten in Berlin werden anläßlich der Geburt einer Prinzessin die üblichen Salutschüsse abgegeben.
Berlin, 17. April. Abgeordnetenhaus. Windt- horsts Schulantrag, betr. die Mitwirkung kirchlicher Organe bei Ertheilung des Bolksschulunterrichts, ist nunmehr eingegangen. Beim Etat des Justizministeriums bringt Rickert die dem Redacteur Bölger zu Theil gewordene Behandlung im Gefängniß zur Sprache, worauf der Minister des Innern, Herrfurth, erwiderte, er werde der Sache seine Aufmerksamkeit schenken, bis jetzt sei ihm nichts davon bekannt. Der Etat wurde hierauf genehmigt. Beim Etat des Ministeriums des Innern bringt Stöcker die Prostitutionsverhältnisse zur Sprache. Minister Herrsurth ist der Ansicht, daß die Dinge seit 12 Jahren sich gebessert haben- jedenfalls seien die Tribüne des Abgeordnetenhauses und Volksversammlungen kein geeigneter Ort für solche Erörterungen. Bruel und Windthorst bringen wiederum die Aufhebung des Welsensonds in Frage und behaupten, dieselbe könne ohne Gesetz erfolgen, was Minister Herrfurth unter Verlesung der gesetzlichen Bestimmungen zurückweist- die Aufhebung der Beschlagnahme könne nur durch ein Gesetz geschehen. Auch der Etat des Ministeriums des Innern, sowie der der landwirthschastlichen Verwaltung und des Gestütswesens werden hierauf genehmigt. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr. Dritte Berathung des Cultusetats.
Berlin, 17. April. Die Einrichtungen zum Schutze der Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter, welche durch die Reichsgesetzgebung für Privatbetriebe jetzt erstrebt werden, sollen im Reichs- und Staatsbetriebe schon vorweg eingeführt werden.
Berlin, 17. April. Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Aushebung der Sperre der Einfuhr von Schweinen in die Schlachthäuser von Beuchen, Myslo- witz, Ratibor und Gleiwitz.
Munster, 17. April. Bischof Dingelstädt reift heute nach Berlin zur Vorstellung beim Kaiserpaar.
Hamburg, 17. April. Die Gesammwirection des Centralvereins deutscher Industrieller wurde gestern vom Fürsten Bismarck empfangen und überreichte diesem eine Dankadresse. Sämmtliche Herren wurden dann zum Diner geladen und kehrten erst Abends nach Hamburg zurück.
Bremen, 17. April. Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers werden gutem Vernehmen nach auch Moltke und die Staatssecretäre Bötticher, Stephan und Maltzahn der Einladung des Senats Folge geben.
Pest, 17. April. Der „Pester Lloyd" enthält eine Berliner Correspondenz, welche die Meinung englischer Blätter, die Leitung des Dreibunds werde nach dem Rücktritt des Fürsten Bismarck aus den Grasen K a l n o k y übergehen, zurückweist. Jeder der verbündeten Staaten habe seine eigenen vollständig unabhängig geleiteten Interessen, die von den gemeinsamen nicht so lösbar seien, daß für die letzteren eine gemeinsame Leitung zulässig erschiene. Auch Fürst Bismarck habe nie innerhalb des Dreibundes die Leitung gehabt. Daß dessen Rath ost entscheidend war, sei eine Folge seines Prestige gewesen; die Vorstellung, daß Oesterreich-Ungarn jetzt vom Dreibunde mehr als bisher in Balkanangelegenheiten zu erwarten habe, lasse gänzlich außer Acht, daß, wie man auch eine solche künstliche Interessengemeinschaft construire, die Selbständigkeit Oesterreich- Ungarns in der Wahrnehmung seiner eigenen Orient- interessen Einbuße erlitte. Auch zu einer Verschlechterung der Beziehungen zu Rußland würde derartiges führen und die Friedenschancen vermindern, die sich auf die friedlichen Neigungen des Zaren stützten. Deutschlands Stellung zu Frankreich ginge dieses andererseits allein an.
Prag, 17. April. Heute Abend sand eine Demonstration der strikend en Bäckergesellen vor der Wohnung des Genossenschastsvorstehers statt, wobei mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden.
Paris, 17. April. Dem „Soir" zufolge genehmigte der Municipalrath die Errichtung des Veterinärsanatoriums von La Villette zur Beobachtung seuchenverdächtiger ausländischer Hammel.
Paris, 17. April. Constans conferirte gestern mit dem Seinepräsecten und dem Polizeipräsecten über die Munizipalwahlen und über den 1. Mai. Aus den Departements sowie aus Algier werden Vorbereitungen zu größeren Demonstrationen unter Theilnahme der socialistischeu Deputaten gemeldet.
Marseille, 17. April. Carnot ist gestern Abend hier eingetroffen und trotz des Regenwetters von einer zahlreichen Volksmenge empfangen worden.
Marseille, 17. April. Carnot besuchte heute noch die Handelskammer. Er drückte, auf eine Ansprache des Handelskammerpräsidenten erwidernd, seine Zuneigung gegen die Stadt Marseille aus und hob hervor, daß sich die Einfuhr und Aussuhr dieses Hafenplatzes verdoppelt habe, seit er als Ingenieur-Eleve in Marseille gewesen sei. Er werde
sich glücklich schätzen, wenn er zum weiteren Gedeihen der Stadt beitragen und derselben eine noch glänzendere Zukunft sichern könne. Stets werde er den ihm von der Marseiller Bevölkerung bereiteten Empfang im Gedächtnis; bewahren.
Toulon, 17. April. Das zu Ehren Carnots hierher entsandte i t a l i e n i s ch e G e s ch w a d e r ankerte gestern vor dem Hafen und traf heute Vormittag auf der kleinen Rhede von Toulon ein. Das Geschwader gab Salutschüsse ab, die vom Fort Couronne her erwidert wurdet!. Der italie- uische Admiral Lovera und sein Generalstab statteten einen Besuch an Bord des sranzösischen Geschwaders ab. Die Franzosen erwiderten denselben später, wobei wiederum Salut geseuert wurde. Am Nachmittage begab sich Admiral Lovera an Land und besuchte die See- und Militärbehörden.
London, 17. April. Fergusson theilte heute im Unter- Ha u s e mit: Angesichts der neuerdings wieder ausgetretenen Gerüchte habe ihm der portugiesische Minister des Aeußeren wiederholt erklärt, daß er zwar keine offizielle Kenntniß von einer portugiesischen Expedition nach dem Shire-Fluß besitzt, daß er jedoch den Rückzug hinter den Ruo-Fluß angeordnet habe, für den Fall, daß sich die diesbezüglichen Gerüchte bestätigen sollten. Gleichzeitig, setzte Fergusson hinzu, habe die britische Regierung neuerdings die positive Versicherung erhalten, die Portugiesischen Behörden würden keine neue Action billigen oder dulden, die mit den englisch-portugiesischen Abmachungen unvereinbar sei.
Petersburg, 17. April. Das „Journal de St. Peters- bonrg" bemerkt, daß gewisse auswärtige Zeitungen auf Kosten Rußlands falsche Nachrichten erfinden und verbreiten, die geeignet seien, die öffentliche Meinung zu beunruhigen, das Blatt hebt mit Genugthuung lobend die Proteste hervor, welche gegen ein solches Treiben selbst in der Presse des Westens laut würden.
Belgrad, 17. April. Die „Agence de Belgrade" erklärt die Meldung eines ungarischen Blattes, die Brüder Karageorgiewitsch hätten um Ausnahme in den serbischen Staatsverband nachgesucht, sowie die Meldung des „Standard", Königin Natalie habe durch Verwendung des russischen Kaisers directen Einfluß auf den König erlangt, für gänzlich unbegründet.
Washington, 17. April. Der Finanzausschuß des Repräsentantenhauses befürwortete eine Tarifvorlage, welche Zucker unter 16 holländisch Standard sowie Melassen auf die Liste der frei einzuführenden Maaren setzt, dagegen rafftnirten Zucker über 16 holländisch Standard mit 4/10 Cents besteuert und heimischem Zucker für 15 Jahre eine Prämie von 2 Cents gewährt.
Darmstadt, 18. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wird in Begleitung des Erbgroßherzogs heute Nachmittag aus Oberhessen hierher zurückkehren.
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Gießen, 18. April.
— Seine König!. Hoheit der Großherzog traf heute Vormittag 8 Uhr, von Romrod kommend, hier ein und reifte mit dem Schnellzuge 8 Uhr 9 Min. nach Friedberg weiter, von wo er Mittags 1 Uhr nach Darmstadt zurückkehrt.
— Sitzung der Stadtverordneten vom 17. April. Anwesend: Herr Bürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, Seitens der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Hoch, Homberger, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Petri, l)r. Ploch, Scheel, Schmall, Schopbach, Simon, Pros. Thaer und Vogt. — Herr Stadtverordneter Wallenfels hat schriftlich mitgetheilt, daß er behufs Herstellung seiner Gesundheit einen vier- bis fünfwöchentlichen Badeaufenthalt genommen habe und während dieser Zeit den Sitzungen fernbleiben müsse. — Von dem Verfasser eines die hydrographischen Verhältnisse des Rheines und seiner hauptsächlichsten Nebenflüsse beschreibenden Werkes ist der Stadt ein Exemplar als Gescksenk überreicht worden, dasselbe wird dankend angenommen. — Das Comite für Errichtung eines Kaiser- Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth hat an die Stadt das Gesuch um Bewilligung eines Beitrages gerichtet. Um ein dem Kaiser Friedrich würdiges Denkmal zu errichten, reicht nach Angabe des Comites die vorhandene Summe von 157 OOO Mk. nicht aus.' Herr Bürgermeister Gnauth bemerkt, daß es sich hier, im Hinblick auf einen früheren ablehnenden Beschluß in Betreff der Bewilligung eines Beitrages für ein Denkmal auf dem Schlachtfelde bei Leipzig darum handle, ob im vorliegenden Falle die Versammlung auf dem damals eingenommenen Standpunkte, aus Mitteln der Steuerzahler einen Beitrag nicht zu bewilligen, sondern dies der privaten Opferwilligkeit zu überlassen, beharren solle.' Herr Beigeordneter Langsdorff bemerkt hierzu, bei all' der hohen Verehrung für den großen Helden und Dulder Kaiser Friedrich müsse er sich auch hier wieder gegen die Bewilligung eines Beitrages aus städtischen Mitteln aussprechen. Er wünsche, daß dem Kaiser Friedrich ein großes Denkmal gesetzt werde, bitte aber die Mithülfe zur Ausbringung der Mittel der Einwohnerschaft zu überlasten und eine Sammlung anzuregen, der er guten Erfolg wünsche. Herr Georgi wünscht den Einwohnern Gelegenheit zu geben, zu dem Denkmal beizutragen, er bittet zu erwägen, ob die Stadtverordneten-Versammlung vielleicht die Sammlung in die Hand nehmen könne. Herr Hornberger spricht sich für Bewilligung eines Beitrages aus städtischen Mitteln aus, indem er glaube, daß der Stadtvorstand einen solchen wohl Namens der Stadt bewilligen könne- eine Sammlung sei umständlich, er glaube zwar nicht, daß Jemand in der Stadt sei, der nicht nach Kräften beitrage, es werde aber auch Niemand etwas gegen Bewilligung eines städtischen Beitrags haben, dies fühle der Einzelne weniger, als wenn er eine Kleinigkeit beifteure. Herr Dr. Ploch spricht sich auch gegen
Bewilligung eines städtischen Beitrages aus, eine Sammlun ergebe jedenfalls mehr, als man in der Stadtverordnetenversammlung bewilligen könne. Herr Grüne berg hat kein Bedenken gegen einen Beitrag aus der Stadtkaffe, würde sich aber auch für den Antrag des Herrn Georgi auösprechep Herr Schmal! spricht sich für Bewilligung eines $eitraqeö aus, es entspreche nicht der Würde der Stadt, mit dem Klingelbeutel herumzugehen, es handle sich um Ableistung einer Ehrenpflicht gegen den Kaiser Friedrich. Herr Lüder spricht sich auch für einen Stadtbeitrag aus, ' desgl. Herr Petri, der in vorliegendem Falle eine Ausnahme zu machen empfiehlt. Die Bewilligung eines Beitrages aus städtischem Mitteln wird abgelehnt. Herr Georgi stellt hieraus den Antrag, auf Veranlassung der Stadtverordneten-Versammluna eine Sammlung zu eröffnen und die Stadtverordneten mit Beiträgen obenan zu stellen. Die Versammlung ist mit dem Anträge einverstanden- Herr Bürgermeister Gnauth wird die Sache in die Wege leiten und demnächst die Zeichnungslisten in Circulativn setzen. — Dem Hilfsverein deutscher Angehöriger in Prag wird auf Gesuch ein Jahresbeitrag von 10 Mk. bewilligt. — Dem Gesuch des Oberhessischen Vereins für Lvealgeschichte um Ueberlassung je eines Zimmers im Bürgermeistereigebäude für einen Tag in der Woche und im alten Rathhause wird statt- gegeben. Das Zimmer im Bürgermeistereigebäude soll zur Durchsicht und Ordnung des städtischen Archivs, durch welche sich der Verein eine reiche Ausbeute an Wissenswerthem namentlich aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges verspricht, außerdem einen freieren Ueberblick über den Inhalt des Archivs zu erhalten sucht, dienen. Das Zimmer im alten Rathhause, seither zur Rathsdiener- wohnung gehörig, soll die bessere Aufbewahrung uni übersichtlichere Anordnung der Sammlungen des Oberhessischen Vereins für Localgeschichte ermöglichen. Die Genehmigung zur Benutzung des Zimmers im Bürgermeistereigebäude soll unter der Voraussetzung erfolgen, daß die Ergebnisse der Sichtung des Archivs im allgemeinen Nutzen Vcrwerthung finden, resp. publicirt würden. — Betr. der im Schlachthause vvrzunehmenden Verwiegungen von geschlachtetem Vieh und Häuten, für welche ein Gebührensatz noch nicht besteht, wird beschlossen, für das Verwiegen eines Viertels Großvieh 10 Pf., eines ausgeschlachteten Schweines 10, eines Kalbes, Schafes ober einer Ziege 5 Pf., einer Haut ebenfalls 5 Pf. Gebühren zu erheben. Das zum Betrieb der Freibank erforderliche Mobiliar und Werkzeug, wie Ladentisch, Waage, Messer, Spalter, Tisch, Hängekrappen, Mulde, Lampe, Firmenschild 2c., soll beschafft, die Lieferung mb händig vergeben werden. — Der zur Beschaffung von k ü n ft l i ch e m D ü n g e r für die städtischen Wiesen vorgesehene Betrag von 600 Mk. reicht zu einer von der landwirthschaii- Üchen Commission für nöthig erachteten nachhaltigen Düngung der Wiesen nicht aus- es wird deßhalb ein weiterer Betrag von 400 Mk. zur Beschaffung von 200 Ctr. Dünger und 5 Gentner Hornmehl bewilligt. — Bei der Löberschm Stiftung werden in nächster Zeit 10,000 Mk. in Kolgc Kündigung vom Darlehen flüssig. Es soll, sofern Hypotheken zu 4 pCt. nicht zu erlangen sein sollten, die Verzinsung dieses Capitols durch die Stadt, und zwar zu 3i/2 pCt., stattsinden. — Der Israelitischen Religionsgemeinde wurde s. Z. zum Preise von 8 Mk. pro Hj Meter ein 132 m Meter großer Begräbnißplatz auf dem städtischen Friedhöfe käuflich iiber- laffen. Nach einem neueren Gesuche bittet der Vorstand der israel. Religionsgemeinde, eine an den israel. Begräbniß- platz stoßende Gräberreihe nicht zu belegen, sondern der Religionsgemeinde behufs später nothwendig werdender Vergrößerung desselben zu reserviren. Es wird dem Commissionsantrage gemäß beschlossen, fragliches Gelände der israel. Religionsgemeinde schon jetzt zu überlassen, anstatt für spätere Erwerbung zu reserviren. Dagegen soll Stundung des Kaufpreises bis 1. April 1892 gewährt, die alsbaldige Eiir sriedigung des betr. Geländes mit Fichten zur Bedingung gemacht werden. — Herr Carl Wenzel hat ein Stück an die Frankfurter Straße stoßenden, früher als Straße im Bauplane eingezeichneten Geländes zwischen den Häusern 36 und 40 in Pacht und darauf einen Garten angelegt. Für dieses Gelände haben sich zwei Liebhaber gefunden, die einen höheren Pachtpreis (Herr Wenzel bezahlt 9 Mk.) zahlen, hauptsächlich aber durch pachtweise Uebemahme des Geländes verhindern wollen, daß dasselbe, wie schon mehreremale, mit Jauche gedüngt und dadurch die Nachbarschaft belästigt werde. Da letzterer Umstand für die Stadt nicht Anlaß zur Kim- digung des Pachtvertrags ist, sondern die Polizei gegen eine derartige Verunreinigung der Luft cinzuschreitcn hat, so kann hier nur der Erlös eines höheren Pachtgeldes für den Beschluß, Herrn Wenzel den Pachtvertrag zu kündigen, maßgebend sein. Da das bisher gezahlte Pachtgeld von der Versammlung als zu niedrig befunden wurde, beschließt dieselbe, den Pachtvertrag für 1. November d. I. zu kündigen- bei einer Neuverpachtung aber die Anlage als Ziergarten nach der Frankfurter Straße hin und die Verwendung künsr lichen Düngers zur Bedingung zu maclM. — Das Gesuch des Herrn Johannes Seibel um Trottoirpflasterung vor seinem Hause an der Frankfurter Straße wird abgelehnt/ da bei der ifotirten Lage des Gebäudes keine Veranlassung zur Trottoirherstellung vorliege. — Herr Löber macht au; die schlechte und gefährliche Beschaffenheit des Pflasters am Tiefenweg aufmerksam. Herr Bürgermeister Gnauth be^ merkt, daß z. Z. eine Colonne Arbeiter mit Ausbesserung dc Pflasters an verschiedenen Stellen der Stadt beschäftigt sei- cr werde veranlassen, daß die schadhaften Stellen am Tiefenweg auSgcbeffert würden. — Herr Scheel empfiehlt, bei einer demnächst vorzunehmenden Trottoirlcgung Versuche ml Cementplatten anzustellen, dieselben schienen sich nach «einen in Frankfurt gemachten Wahrnehmungen zu bewähren.
soll gelegentlich eine Probe damit augestellt, vorerst aber fil' gestellt werden, wie sich Asphalttrottoir, das in diesem die Neustadt erhalten soll, bewährt. — Das Gesuch eme Anzahl Bewohner der Sandgasse um Erweiterung 1 e
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