Localcs «nd provinzielles.
Gießen, 18. Januar.
— Bom städtischen Gaswerk. Vom 1. April 1888 bis 1. April 1889 betrug der Gesammt-Gasverbrauch 653,210 Cbm., er hat gegen das Vorjahr eine Zunahme von 17,585 Cbm. erfahren. Das Gaswerk verarbeitete in dem gleichen Zeitraum 2,431,086 Kgr. Kohlen. Der Gesammt- Gasverbrauch vertheilt sich auf folgende Verbrauchsgruppen: Privatbeleuchtung 419,596 Cbm., Motoren- und Heizgas 41,309 Cbm., Straßenbeleuchtung 153,387 Cbm., Gas- und Wasserwerk 10,084 Cbm., Condensation und Verlust 28,834 Cbm. Die Anzahl der Gasflammen für Privatabnehmer betrug 7836 für Beleuchtung, 399 Flammen für Heizung, die Zunahme gegen das Vorjahr beläuft sich auf 618 Flammen. Die Zahl der Gasmotoren betrug 21 mit 45 Pferdekräften. Die Anzahl der öffentlichen Gaslaternen betrug 418, darunter 147 Richtlaternen. Die Petroleumlaternen verminderten sich um 12 Stück, so daß deren nur noch 34 Stück verblieben. Ein Laternenwärter hat durchschnittlich 52 Gaslaternen zu bedienen. Die Kosten für die Straßenbeleuchtung mit Gas betrugen 19,719 Mk. 79 Pf., mit Petroleum (einschließlich Reparatur und Bedienung) 1924 Mk. 81 Pf. Es stellt sich der jährliche Verbrauch einer Richtungslaterne mit 3559,25 Brennstunden — 569,5 Cbm. Gas auf 73 Mk. 21 Pf., der Verbrauch einer gewöhnlichen Laterne mit 1637,25 Brennstunden — 262 Cbm. Gas berechnet sich auf 33 Mk. 68 Pf. jährlich. Die stärkste tägliche Gasabgabe sand statt am 19. Januar 1889 mit 3157 Cbm., die schwächste am 24. Juni 1888 mit 745 Cbm. — Die Hauptleitung des Gasrohrnetzes erweiterte sich im Rechnungsjahre 1888/89 um 1347 Meter, es betrug am 1. April 1889 die Gesammtlänge aller Haupt- röhren 20,600 Meter, die Länge aller Privat- und Laternenzuleitungen 4000 Meter, so daß sich eine Gesammtrohrlänge von rund 24,600 Meter — 3,28 deutsche Meilen ergiebt. — Die Gesammteinnahmen aus dem städtischen Gaswerk Gießen betrugen im Etatsjahr 1888/89 218045 Mk. 66 Pf. und brachten, nachdem 18766 Mk. 50 Pf. für 4°/0 Zinsen und 12000 Mk. für 3% Amortisation zur Stadtkasse abgeführt waren, einen Ueberschuß von 40245 Mk. 69 Pf. gegen 34844 Mk. 04 Pf. im Vorjahre. Von dem Ueberschuß des Jahres 1888/89 werden laut Beschluß der Stadtver- ordueten-Versammlung vom 26. September 1889 13945 Mk. 69 Ps. weiter zur Schuldentilgung im Betriebsjahr 1889/90 verwendet.
— Die Schuhmacher ganz Deutschlands wollen mit dem 1. April d. Js. mit einem einheitlichen Preisaufschlag vorgehen. Ein in Berlin gebildetes Comite richtet an die Gewerksgenossen in allen deutschen Städten das Ersuchen, Localcomites zu diesem Zwecke zu bilden.
Vermischtes.
* Frankfurt a. M., 17. Januar. Wie man feine Gläubiger los werden kann. Ein hiesiger Sportverein hatte erfahren, daß einer seiner Gläubiger im Wege der Klage gegen ihn vorgehen wolle. Da gerade große Ebbe in der Vereinskasse war, beschloß der Vorstand, eine Generalversammlung einzuberufen und ihr den betreffenden Gläubiger als Ehrenmitglied des Vorstandes vorzuschlagen. Die Generalversammlung fand statt, der Vorschlag wurde beifällig ausgenommen und der betreffende Gläubiger nicht allein zum Ehrenmitgliede des Vorstandes, sondern sogar zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit dem Sitzungsprotocoll in Händen, begab sich noch an demselben Abend die ganze Gesellschaft zu dem Gläubiger, um ihm den Beschluß mitzutheilen. Der Mann war darob so gerührt, daß er nicht blos auf seine Forderung verzichtete, sondern auch noch 100 Mark zum Besten gab.
* Der „Frks. Gen.-Anz. veröffentlicht folgende, augenblicklich besonders angebrachte und deßhalb recht beherzigens- werthe Zehn SanitLtsgebote. I. M e n s ch, ä r g e r e D i ch nicht/ solches ist in Jnfluenzazeiten ganz besonders verwerflich, denn es schwächt die Nervenkraft, die wir sehr nöthig haben. — II. Mensch, ziehe den Hut nicht ab, besonders wenn
sind jetzt reichlich, kleine ausreichend vorhanden, am meisten gesucht sind Mittelwohnungen tm Preise von 700—1200 Mk. Versteift sich der Geldstand noch mehr, so wird ohne Frage die Bauthätigkeit verringert, aber auch solider gemacht- kehren die leichten Geldverhältnisse des Vorjahres wieder, dann wird sich eine ebenso große Bauthätigkeit entwickeln, aber die Unsolidität dürfte immer größere Fortschritte machen und, was die^ Arbeiter mit ihren Arbeitgebern machen, das überlegen sie sich wohl noch in ihren Fachvereinen.
Die bisherigen Sitzungen dieser Fachvereine waren nur spärlich besucht und fast immer beschlußunfähig — eine Folge der Influenza. Jetzt wird das Vereinsleben wieder ein regeres werden, denn die Krankheit ist, wie ärztlicherseits bestätigt wird, in Berlin im Rückgänge. Allerdings wird sie gegenwärtig in erheblichem Umfange durch eatarrhalische und Lungenentzündungen complieirt bezw. abgelöst, so daß jetzt die Fälle von Lungenentzündung, die in hiesigen Krankenhäusern zur Aufnahme kommen, etwa 25 von 100 der Kranken bilden. Bezeichnend für die Verbreitung ist dte Thatsache, daß selbst in Hospitälern Personen, die schon seit Wochen sich dort befanden, von der Krankheit ergriffen wurden. — Eine Maffenerkrankung an der Grippe hat in einer Gemeindeschule Platz gegriffen. Die Zahl der erkrankten Kinder beträgt 52 und ist die Schule in Folge dessen bis auf Weiteres geschlossen worden. Es ist dies der eine Fall, daß im Verlause der Epidemie eine Schule den Unterricht aussetzen mußte. 400,000 Menschen sollen der Krankheit im Ganzen zum Opfer gefallen sein. Es ist demnach immer noch eine Million gesund geblieben. Aber darüber sind Alle einig: Wiederkehren soll sie nimmer, nicht um eine Million.
Heinrich Blankenburg.
Du eine Glatze hast oder warm am Kopse bist, lasse Dich lieber einen Grobian schelten. — III. Bleibe nicht in einem
warmen Zimmer, Mensch, so lange Du einen lieber- zieher oder Pelzrock auf dem Leibe hast und jtoieber auf die Straße gehen willst. — IV. Halte, ob Du alt oder jupg, Männlein oder Fräulein bist, keinen Klatsch an der Straße, insonderheit an zugigen Ecken.—V.Esse und trinke, aber nur einfach und kräftig und schone Deinen Magen. — VI. Wenn Du Volksredner bist, befolge den Rath Luthers: „Tritt fest auf, thu's Maul auf, hör bald auf", denn es kommen sonst zuviel Batterien in den Mund. Willst Du denn Dein junges Leben einem garstigen Bacillus geben? — VII. Du sollst zu Bett gehen, wenn es Zeit ist und nicht die Nacht zu Tage machen. — vni. Du sollst Dir Theuerungszulage geben lassen, falls Du Beamter, Commis oder noch weniger bist, denn ein gutes Beefsteak und ein Glas Bordeaux sind in Jnfluenzazeiten Gold werth. — IX. Du sollst kein Hasen- fuß sein und nicht gleich das Fieber bekommen, wenn Dich eine Blähung sticht. — X. Wähle, wie Du, wenn Du stirbst, wünschen wirst gewählt zu haben. (20.Febr.)
* Der „Frankfurter Zeitung" schreibt man aus Hamburg: Die Auswanderung über Hamburg ist im Jahre 1889 ganz erheblich hinter derjenigen des Jahres 1888 zurückgeblieben, es ist dies wohl relativ eine erfreuliche Thatsache für den Bevölkerungsstand unseres Vaterlandes, allein die aus ein blühendes Auswanderungsgeschäft angewiesenen Transatlantischen Dampferlinien werden wenig' erbaut hiervon sein. — Es sind nämlich über Hamburg befördert worden
im Jahre 1885 69403 Auswanderer, „ 1886 88633 „
„ 1887 71007
„ 1888 88737 „
„ 1889 74343 „
Während also Hamburg im letztverflossenen Jahre eine Abnahme um 14394 zu verzeichnen hatte, ist die Auswanderung über Bremen von 95207 Köpfen im Jahre 1888 auf 102 923 Köpfe im Jahre 1889 gestiegen, diese Thatsachen beweisen deutlich, daß man die bei weitem erheblichen Vortheile der Reise über Bremen allseitig immer mehr anerkennt.
^Marburg, 18. Januar. Das am nächsten Dienstag den 21. d. Mts. hier im Saalbau stattfindende III. Concert des Akad e m i scheu Concer t-Vereins wird gewiß auch für die Musikfreunde unserer Nachbarstadt Gießen von besonderem Interesse sein. In demselben kommen zwei hochklassische Compositionen unserer ersten Tonmeister zur Aufführung. Zunächst das große „Magnificat" von Joh. Seb. Bach für Soli, Chor und Orchester. Ein Werk von eigenster großartigster Schönheit, dessen Solis durch hervorragende Kräfte besetzt sind, und dessen Chöre sich der sorgfältigsten Ein- ftudirung zu erfreuen haben. Als zweites Werk des Abends kommt die „Neunte Simphonie" von Beethoven zur Ausführung. Auch diesem Werke liegt die gründlichste Einstudi- rung unter der bewährten Leitung unseres Univ.-Musikdirectors Herrn Pros. Barth zu Grunde. Auch hierbei wirken in dem Schlußchor hervorragende Solisten mit. Das Orchester besteht aus der Capelle der 83er in Cassel und der hiesigen Jäger-Capelle. Es gehört gewiß zu den Seltenheiten, zwei so bedeutende Compositionen an einem Musikabend zu hören. Die Abendzüge der Bahn haben für einen Besuch von Gießen günstige Ankunsts- und Abfahrtszeiten. Bei dem zu erwartenden zahlreichen Besuch des Concertes dürfte es sich empfehlen, Billets vorher in der Elwert'schen Buchhandlung zu bestellen.
* Es dürfte viele Gewerbetreibende interessiren zu erfahren, daß die dauernde Gewerbe-Ausstellung in Leipzig aller- wärts vielen Anklang findet, weil dafür gesorgt wird, daß in ihr Gegenstände derselben Gattung und von gleicher Ausführung nur durch eine beschränkte Anzahl Aussteller gleichzeitig vertreten sein dürfen. Es ist demnach die Coucurrenz im gewissen Sinne eine beschränkte und gleichzeitig wird hierdurch die Ausstellung abwechslungsreich gestaltet. Ferner ist geplant, neben den gewerblichen Erzeugnissen aller Art eine Schlosserwerk st ätte, ausgerüstet mit allen Werkzeugen und Hilfsmaschinen der Neuzeit, vorzuführen. In gleicher Weise ist die Anordnung einer vollständig eingerichteten Küche und anderes mehr in Aussicht genommen. Im Ganzen läßt sich erkennen, daß die Ausstellung, trotzdem dieselbe eigentlich nicht großartig geplant ist, dennoch ungemein vielseitig und interessant werden wird; außerdem aber, was die Hauptsache sein dürste, auch Nutzen für die Aussteller zu stiften vermag, zumal die Ausstellung unentgeltlich geöffnet sein wird.
* Eine Bewegung gegen das Grüßen durch Hutabnehmen ist in Pest angeregt worden. Nachdem von dem „Pest. L." von ärztlicher Seite eine bezügliche Zuschrift veröffentlicht worden ist, ergreift zu dieser Frage in demselben Blatte nun auch Sanitätsrath Dr. E. Hertzka wie folgt das Wort: „Herr Professor Dr. Stiller hat einem glücklichen Gedanken Ausdruck gegeben, einem Gedanken, den ich schon seit Jahren practisch ausgeführt. Herr Professor Stiller hat es jedoch unterlassen, uns zu sagen, was an die Stelle des Grußes durch Hutabnehmen zu treten hätte, denn man kann ja nicht an Bekannten — von den Damen seiner Bekanntschaft ganz abgesehen — wie ein Fremder vorübergehen. Da erinnere ich mich, daß mein Weimarer College Dr. Pfeiffer, sobald Allerheiligen ins Land gezogen, in die dortige Localpresse zwei Zeilen einrücken ließ: „Vom 1. November ab grüße ich militärisch." Und Jedermann ist zufrieden/ ist ja der militärische Gruß einer der schönsten, und so paradox es klingt, einer der demokratischsten, ein Gruß, der für den Corporal gerade so gleich ist wie für die Höchststehenden in der Armee. Ergänzen wir also die Idee des Herrn Professor Stiller, indem wir allen unseren Bekannten zurufen: „Grüßet militärisch!" — In einem anderen Schreiben an den „P. L." heißt es: „Mit großem Beifall begrüße ich die Zuschrift des Herrn Professor Dr. Stiller in Betreff der widersinnigen Gewohnheit des Grüßens durch Hutabnehmen zur Winters
zeit. Der Gruß mit Hutabnehmen stammt ans der Zeit der Franken. Bei diesem Volksstamme durften nur die vornehmen Personen und Patricier langes Haupthaar, die Plebejer und Diener mußten kurzgeschorcnes Haupthaar tragen. Wenn nun solch ein Plebejer einem Patricier begegnete, war er bei großer Strafe verpflichtet, seine Kopfbedeckung abzunehmen, damit sich der Patricier überzeugen könne, daß sein (des Plebejers) Kopfhaar kurz geschoren sei. In Amerika kennt man diese Art des Grußes gar nicht. Dort grüßt man Winter und Sommer nur durch eine einfache Handbewegung. Es ist wirklich kaum faßbar, wie sich diese schädliche Sitte in unserer aufgeklärten Zeit bei uns so lange erhalten konnte."
* Heppenheim a. d. B., 15. Januar. Ein Fechtbruder wurde kürzlich dahier abgewiesen, weil der betreffende Hausherr Mitglied des Armenvereins sei. „In diesem Falle," sagte der Bettler in strengem Tone, „muß ich Sie bitten, mir Ihre Mitgliedskarte vorzuzeigen." Tableau!
littitxrfWäis -
,, r. Herborn, 15. Januar. Professor Dr. Sachtze. Director des hiesigen theologischen Seminars, hat einen Ruf an dte Universität k°nn als Professor der Theologie an Stelle des verstorbenen Professors Christlieb angenommen.
. ^of. Noroenskjöld machte in der schwedischen Akademie der Wissenschaften die Mittheilung, daß er und Frdr. Oskar Dickson Beihilfe im Jahre 1891 eine schwedische wissen- gastliche Südpol-Unternehmung ausrüsten werden.
Citeratur rrnd Arrrrft.
t , —7 Erläge von Albert Rathke in Magdeburg erschien soeben das Lied für vierstimmigen Männerchor: »Im Hinterland*. «^rtvondemGroßh. Hess. Musikdtrector Herr" Krauße in Gießen. Dasse be durfte für ine Gesangvereine der Provinzen Ober- hessen, Hesfen-Rassau u. s. w. von ganz besonderem Interesse sein pfcblen°4tCn m r ba8 ^esen Vereinen angelegentltchst em-
, . .Die strStzte Auflage aller bestehenden Kunstreitschrifte« ^at dte »Moderne Äunft* (Berlin, Verlag von Rich. Bong) welche gegenwärtig in einer Auflage von 25,000 erscheint Dtesä in kurzer Zett erreichte Resultat beweist, daß das Gute noch immer ferne Anerkennung findet. Dte prächtigen Kunstbeilagen, der reiche Inhalt und die vortreffliche Ausstattung der „Modernen Kunst" haben dem Blatte einen Weltruf verschafft. Der berühmte Kunlt- schrtftsteller Prof. Wilh v Lüdke schrieb vor Kurzem: „Wir sehen Kunst" den deutschen Holzschnitt zu einer Höhe technischer Meisterschaft gediehen, welche ihm die unbedingte Aner- kennung der Kunstfreunde verbürgt und ihn befähigt, jeder Intention des Zeichners und Malers zu ihrem vollen Rechte zu verhelfen "
"rltegende Heft IV ist wieder ein Beweis, wie sehr Redaction und Verlag der „Modernen Kunst" es sich angelegen sein lassen, das Interesse der Abonnenten durch Verbesserungen und Ueberraschungen zu fesseln. u
, t ?*?Escher Comptoirkalender ist für jedes
kaufmännische Geschäft, für jeben tm öffentlichen Verkehr Stehenden ein unentbehrliches Erforderntß. Und doch gtebt es wenige Kalender welche im Stande sind, verschiedenen Bedürfnissen zugleich zu genügen' Als ein solcher kann dagegen der soeben ausgegebene Insertions- Kalender für 1890 der Annoncen-Expeditton von Rudolf Mosse mit Recht bezeichnet werden. Da heutzutage die siebente Großmacht „Presse" in unserem täglichen Leben eine so bedeutende Rolle spielt ist ein Hülfsbuch, das dem Interessenten als zuverlässiger Wegweiser durch das Gesammtgebiet der in- und ausländischen Zeitungs- und Zettschriftenpresse dient, ein wichtiges Erforderntß. Der Mosse'sche Insertions-Kalender zerfällt in zwei Hauptthetle. Neben einem vollständigen Kalendarium des Jahres 1890 enthält er auf gutem Schreibpapier eine Agenda mit hinreichendem Raum für dte täglichen Eintragungen von Notizen. In seinem zweiten Theile dagegen, dem fachmännisch und unparteiisch bearbeiteten Zeitungskatalog, bringt er dte für jeden Interessenten werthoollen Angaben über dte Erscheinungsweise sämmtlicher Zeitungen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz, sowie aller wichtigen Organe des Auslandes, über Auflage, Jnserttonspreis, Spaltenbreite rc.; dte Erscheinungsorte der Zeitungen sind nach Ländern geographisch geordnet, jeder Platz mit der Einwohnerzahl versehen. — In welchem Berufe käme man heute nicht fortgesetzt in die Lage, die Presse als Verkündtgungsmittel zu benutzen, sei es für geschäftliche Anzeigen, fei es auch für Gesuche und Angebote des Prtvatpubltkums. Darum wird auch der Mosfe- sche Insertions-Kalender, welcher als Vorwort eine interessante Abhandlung über dte zweckmäßigste Art des Annonctrens bringt, eil ein nützliches Handbuch überall gern entgegengenommen werden.
Unter den Zeitschriften, welche sich ein dauerndes Heimaths« recht in der deutschen Familie erworben haben, nimmt »Schorers Aamilienblatt" eine der ersten Stellen ein. Diese illuftnrte Zeitschrift besteht jetzt 10 Jahre und hat sich während dieser an sich nicht sehr langen Zett so fest eingebürgert, wie kaum ein anderes Blatt Die Vorzüge von „Schorers Familienblatt" fallen leicht in die Augen. Ist eS doch die vielseitigste und auf allen Gebieten am meisten anregende Zeitschrift, bringt es doch allen Familtengltedern die angenehmste Unterhaltung. An Illustrationen bringt „Schorers Familienblatt" anerkanntermaßen das Beste, was heute geboten werden kann. Es hat deshalb auch für seine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Literatur und Kunst auf der Weltausstellung zu Melbourne den ersten Preis erhalten. Der neue, elfte Jahrgang wird eröffnet durch einen Roman „Glückbeladen" von I. von Kapff-Essenther und eine ;„curtofe" Geschichte „Wenn Zwei sich nur gut sind" von Nataly von Eschstruth.
Vrodpreise
00m 19. Januar bis 2. Februar 1890. Bei den Bäckern. a
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod ..............29
2 „ (4 Pfd.) Weißbrod........... 58
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte . ........27
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sötte ...... 54
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte........ 2-
bei K. Lenz Wwe. 24
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte ......... 50 bei K. Lenz Wwe. 48
3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sötte
bet I. Lein, K. Haas, L. Keil 75
Bei de« BrodverkLrrserrr. a
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod.......... ... 28
1 " (2 * J Schwarzbrod 1. Sötte ‘ * 27
2 , (4 . ) Schwarzbrod 1. Sötte........' 54
3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte • .......—
1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte . 25
2 „ (4 , ) Schwarzbrod 2. Sötte.....‘ ’ 59
3 , (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte........ __
Vietze», den 18. Januar 1890. «rotzh. Polizeiamt Vietze», irefeniig.


