Netz von fubventionirten Dampferlinien über den ganzen Erdball herznstellen, wäre es vielleicht zweckmäßig, auch mit anderen Nationen Abkommen zu treffen. Nichts aber erschwere derartige Unternehmen so sehr nnd nichts setzt das Ansehen der Deutschen im Auslande und im internationalen Verkehr so sehr herab, als die rücksichtslose Kritik, die solche Unternehmungen selbst im Jnlande finden. (Bravo.) Die Regierung ist doch wahrlich dem Drängen des Volkes in der Colonialpolitik nur zögernd und vorsichtig nachgekommen und doch regt sich schon jetzt jenseits des Oceans das Bestreben, sich wieder national zusammenzufassen- sollten wir diese Bestrebungen unbeachtet lassen? Wir würden eine schwere Schuld in der Entwickelung unserer Colonialpolitik aus uns laden, wenn wir diese Vorlage ablehnen wollten. Wir werden unsere Ausgabe in Ostasrika trotz aller Schwierigkeiten durchführen, namentlich auch soweit es sich um die Beseitigung der Sclaverei handelt. Zur Förderung dieser Ausgabe ist die Vorlage nöthig und zweckmäßig. Die technischen Fragen sind genügend erörtert, so daß nur die Berathung durch die Budget- Commission nöthig sein wird.
Abg. Dr. Windthorst ((Str.) hat Bedenken gegen die Colonisirung Ostafrikas, da die Gegend unwirthbar sei und Niemand ohne Schaden für seine Gesundheit dort leben könnte. Der Verkehr nach dort ist noch unentwickelt und die neue Linie wird sich nicht rentiren. Die Hamburger Kaufleute würden die Linie selber Herstellen, wenn sie sich rentirte. Wozu nun auch die Eile? Wir können die Sache bis zur nächsten Session verschieben und brauchen nicht noch in der Agonie des Reichstags für Hamburg eine Subvention von 6 Millionen zu bewilligen.
Abg. v. Helldor ff (conf.) erörtert die kulturelle und humanitäre Ausgabe Deutschlands in Ostasrika. Schon die Ablehnung der ersten Samoa-Vorlage war ein Fehler - wäre sie angenommen, es stände heute besser um die Interessen der Deutschen in der Südsee. Die subventionirten Dampfer in Ostafrika» haben sehr segensreich für unseren Handel gewirkt. Der Export von Maaren ist allein nicht maßgebend für die Beurtheilung der Wirkung der Dampfersubvention- die Dampfer werden in Deutschland gebaut und fördern unseren Schiffsbau. Die Vorberathung durch die Budget- Commission wird genügen.
Abg. Nobbe (Rp.) ist mit letzterem Vorschläge einverstanden. Die Vorlage begrüßt er mit Freuden, da unsere colonialen Interessen gegenwärtig am stärksten in Ostasrika sind, ja es sei nicht zu bezweifeln, daß wir jetzt dort national engagirt sind. Die coloniale Entwickelung ist dort noch in den Anfangsstadien - der Gesundheitszustand ist durch die ungewohnte Lebenshaltung, der die Einwanderer sich unterwerfen müssen, bedingt. Wenn man sieht, wie andere Nationen das Prineip der Dampfersubventionen in weit höherem Maße befolgen als wir, so werden wir nicht zögern können, hier die geforderte Subvention zu bewilligen. Zu erwägen wäre, ob die Linie nicht über Zanzibar weiter zu führen wäre bis zu den portugiesischen Besitzungen. Die beste Begründung enthalten die Motive der Vorlage. Hoffen wir, daß der Handel der Flagge folgt. Im Laufe der Jahre wird der Handel sich bedeutend heben.
Abg. Dr. Virchow (dsr.): Wir haben stets die rner- cantile und die politische Frage auseinandergehalten und nach diesem Princip unsere Stimmen abgegeben. Wir können froh sein, daß wir uns auf Samoa nicht festgesetzt haben, denn wir wären dort doch nur der Puffer zwischen England und Amerika geworden, derenJnteressen dort rivalisiren.Viel dankbarer würde eine Verbindung mit Brasilien sein. Mit dem englischen Colonialbesitz in Indien kann Ostafrika nicht verglichen werden. Was England in Indien gewonnen, werden Sie in Ostafrika nicht erreichen. In der That ist denn auch der coloniale Enthusiasmus, der ja sehr seicht war, vollständig verschwunden. Einen deutschen Bauernstand werden Sie in Ostafrika jedenfalls nicht schaffen, wie etwa die Boeren in Südafrika. Der Handel wird auch mit den subventionirten Dampfern nur ein mäßiger sein. Aber will man Ostafrika nun einmal festhalten, so muß man auch den Handel unter»
Gießen, selbst nur miethweise, zu erwerben, bleibt den lieben Gießenern nichts anderes übrig, als sich weiter in ihren vier Anlagen zu bewegen, nachdem der letzte Rest der alten Schoor verschwunden sein wird. Mit der Aussicht auf einen Stadtpark, und wäre es auch nur ein auf 15 Jahre ge- mietheter, ist es Essig. Die gegenwärtige Generation wird sich darüber Hinwegsetzen, sie geht auch spazieren ohne Stadtpark, die künftige Generation aber wird per Pferdebahn — mit der es zur Zeit dito Essig ist — entferntere Lustgärten aufsnchen und sich höchstens darüber wundern oder ärgern, daß die Alten inmitten der Stadt nicht einmal einen Platz ließen, auf welchem dem Einen oder Anderen von ihnen ein Denkmal gesetzt werden könnte. Wir werden in nächster Zeit mindestens 1 bis 2 Denkmäler erhalten, daß es bei diesen bleibt, ist nicht wahrscheinlich und es wird der zukünftigen Großstadt Gießen wie jeder anderen Großstadt gehen, es wird sich — es soll hier nur auf Frankfurt verwiesen werden — ein Mangel an Standorten für Denkmäler solcher Personen geltend machen, die es jetzt schon nicht unterlassen können, sich um Staat, Stadt und Gesellschaft verdient zu machen. Wenn sich nicht bald Jemand findet, der da sagt: „Hier habt Ihr ihn", Schülers Garten nämlich, so wird es schon nach wenigen Jahren heißen: Hier war einmal u. s. w. (Anfrage des Setzerlehrlings: Läßt sich denn der Schülers Garten vielleicht nicht ä la Schloßfreiheit mittelst einer Lotterie erwerben, oder — ausknobeln?)
* Zanuar Tochter. Ein altes Prognostikon für im Januar geborene Töchter besagt: „Ein Töchterlein, das Januar bescheert, hat in der Haushaltung großen Werth - es hält seine Pfennige hübsch zu Rathe, vertändelt sie nicht im Flitterstaate - ist einfältig, gut, wie die liebe Natur und küßt ihren Liebsten als Hausgespons nur."
stützen. Man wird gut thun, sich in Ostafrika nicht eine zu große Aufgabe zu stellen, nicht ein zu großes Gebiet in Angriff zu nehmen. Redner ist gern bereit, die Interessen des Handels zu unterstützen.
Abg. Oechelhäuser (nl.) sucht darzulegen, daß die klimatischen Verhältnisse in Ostafrika keineswegs so ungünstig seien, wie Abg. Virchow behauptet habe.
Die Debatte wird geschlossen. Die Vorlage geht an die Budgeteommission.
Es folgen Petitionen.
Eine Petition von Rechtsconsulenten wird dem Reichskanzler als Material für die Civilprozeßordnung überwiesen.
Eine Petition Von Wittwen früher kurhessischer Beamten und Offiziere bezüglich ihrer Wittwenbezüge wird dem Kanzler zur Berücksichtigung überwiesen.
Nächste Sitzung Samstag 1 Uhr. — Jnitiativ-Anträge.
Schluß 5 Uhr.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 17. Januar. Der Kaiser empfing heute Nachmittag das Präsidium des Herrenhauses, welches die Con- stituirung des Hauses meldete und das Beileid aus Anlaß des Todes der Kaiserin Augusta ausdrückte.
Berlin, 17. Januar. Die B udget-Commisson des Reichstags beriet!) die Anträge Ow, Richter, Baumbach, Kalle, betreffend die Verbesserung der Lage der unteren Beamten. Sie lehnte die Anträge nach längerer Debatte ab und nahm den Antrag Huene an: Der Reichskanzler wolle: 1) spätestens in der nächsten Session einen Nachtragsetat vorlegen, demzufolge bereits für das Etatsjahr 1890—91 eine angemessene einmalige Erhöhung der Bezüge der unteren und mittleren Beamten eintrete- 2) demnächst eine dauernde Ausbesserung der Bezüge dieser Beamten von dem Etatjahr 1891—92 ab herbeiführen.
Berlin, 17. Januar. Der Reichstagsabgeordnete Geh. Commereienrath Ziegler in Dessau ist gestorben.
— Der Abgeordnete Frhr. v. Frauckeustein hatte zwar eine unruhige Nacht, der Husten und das Fieber haben sich aber im Lause des Tages vermindert. Die Entzündung hat sich nicht weiter gesteigert.
Königsberg, 17. Januar. Emin Pascha dankte der philosophischen Facultät der hiesigen Universität auf telegraphischem Wege für feine Ernennung znm Ehreudoctor.
Dresden, 17. Januar. Nachdem die Königin einige Tage hindurch fieberfrei geblieben war, trat vorgestern Abend abermals eine geringe Fiebersteigerung ein, die sich gestern Abend wiederholt hat. Die katarrhalischen Erscheinungen seitens der Lunge hatten sich in nicht unerheblicher Weise gebessert, insbesondere war der Husten weniger lästig. Neuerdings hat sich aber Schnupfen eingestellt und der Husten ist seit voriger Nacht wieder etwas vermehrt.
Wien, 17. Januar. Ein Erlaß des Justizministers verfügt, daß die gerichtliche Correspondenz mit Elsaß-Lothriugen lediglich auf diplomatischem Wege zu erfolgen hat.
Wien, 17. Januar. Die heutige Ausgleichs-Confer en z tagte von 1 bis Uhr und beriet!) die Frage der Errichtung nationaler Curien im böhmischen Landtage und der Revision der Landtagswahlordnung. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr.
Paris, 17. Januar. Der Kriegsminister Freycinet bestimmte, daß dieses Jahr das 1. und 2. Armeecorps unter Billot gegeneinander manövriren - außerdem soll während der Herbstmanöver bei mehreren Armeecorps rauchloses Pulver in Anwendung kommen.
London, 17. Januar. Kaiser Wilhelm telegraphirte an den Herzog von Cambridge anläßlich des Todes Lord Napiers und drückte seine tiefgefühlte, aufrichtige Theilnahme aus für die Königin und die ganze britische Armee. In Napier habe die englische Armee einen ihrer tüchtigsten Generale und tapfersten Soldaten verloren- fein (des Kaisers) Großvater und Vater hätten die persönlichen und militärischen Eigenschaften Napiers hochgeschätzt. Der Kaiser zeichnete das Telegramm als „admiral of the fleet“. Der Herzog Cambridge telegraphirte dem Kaiser seinen herzlichen Dank für die Kundgebung.
Brüssel, 17. Januar. Die Kammer beschloß, den Antrag Jansons auf Errichtung eines statistischen Bureaus für Gruben- und Bergarbeiten in Erwägung zu ziehen.
Kopenhagen, 17. Januar. Das golfet ljing ist auf den 24. d. M. einberufen worden.
Stockholm, 17. Januar. Der König eröffnete heute den Reichstag. Die Thronrede kündigt die Aenderung des Strafgesetzes, die Fortsetzung der 1885 begonnenen Vervollständigung des Armeewesens, die Arbeiterunfallversicherung und die Fortsetzung des Baues der Nordbahn am oberen Lulea an.
Madrid, 17. Januar. Die Königin hatte gestern eine Unterredung mit Jovellar und Martinez-Campos, welche ihr riethen, Sagasta mit der Reeonstituirung des Cabinets zu beauftragen. Die Königin wird heute eine Unterredung mit den ehemaligen Kammerpräsidenten Martos und Torero haben.
Kairo, 17. Januar. Der Khedive gab zu Ehren Stanleys ein Diner, zu welchem die Minister und die eingeborenen Beamten geladen waren. Nach den Meldungen aus dem Sudan herrscht dort eine große Hungersnoth und die Sterblichkeit ist eine sehr bedeutende. Alle Ansammlungen von Kriegern haben sich in Folge dessen zerstreut. Laut neueren Briefen von Station Bey entbehren die Gerüchte über den Tod des Khalifen jeder Begründung.
totales nnd provinzielles.
Gießen, 18. Januar.
— Der heutige Tag ist ein Merk- und Eckstein des neuen deutschen Reiches. Am 18. Januar 1871 nahm König Wilhelm von Preußen im Spiegelsaale des Versailler Schlosses
die ihm von den deutschen Fürsten bargebotene deutsche Kaiserkrone an und erließ die Proclamation an das deutsche Volk, jenes denkwürdige Actenstück, in dem es heißt: „Wir übernehmen die Kaiserliche Würde in dem Bewußtsein der Pflicht, in deutscher Treue die Rechte des Reiches und seiner Glieder zu wahren, den Frieden zu erhalten, die Unabhängigkeit Deutschlands zu schützen und die Kraft des Volkes zu stärken. Wir nehmen sie an in der Hoffnung, daß es dem deutschen Volke vergönnt fein werde, den Lohn seiner heißen und opferwilligen Kämpfe in dauerndem Frieden zu genießen." Des greifen Heldenkaisers Wunsch und Hoffnung hat sich erfüllt bis zum heutigen Tage.
— Die Stelle des verstorbenen Reallehrers Dietz ist vorläufig dem seither an der Anstalt thätigen Lehrer Herrn Klingelhöffer übertragen worden.
— Wer darf zum Reichstag wählen? Wähler ist jeder Deutsche, der bis zum 20. Februar des 25. Lebensjahr zurückgelegt. Für die Personen des Soldatenstandes, des Heeres und der Marine ruht die Berechtigung zum Wählen so lange, als dieselben sich bei der Fahne befinden. Von der Berechtigung zum Wählen sind ausgeschlossen solche Personen, welche sich unter Vormundschaft oder (Suratei befinden, ferner solche, über deren Vermögen öffentlich der Conenrs eröffnet ist, dann solche, welche eine öffentliche Armenunterstützung beziehen oder im Jahre 1889 bezogen haben oder aber sich nicht im Vollgenuß der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Mithin verlieren Personen, bei denen nach dem Beginn der Eintragung in die Listen, die im Vorstehenden genannten Umstände eintreten, ihr Wahlrecht. Einsprachen gegen die Listen, die übrigens vier Wochen vor dem Wahltage ausliegen müssen, sind binnen acht Tagen nach dem Beginn der Auslegung anzubringen.
— Die Bestimmung des § 53 der Gewerbeordnung, wonach zur Vertheilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken auf öffentlichen Straßen, Plätzen u. f. w. eine polizeiliche Erlaubniß nothwendig ist, tritt von dem Tage der Kaiserlichen Verordnung, welche anordnet, daß die Wahlen zum Reichstag am 20. Februar stattfinden, also vom 8. l. M. au, außer Wirksamkeit. Ebenso bebürfen auch während der Wahlperiode alle auf die Reichstagswahl Bezug habenden Versammlungen, Zusammenkünfte und dergleichen keiner vorgängigen polizeilichen Erlaubniß oder Anmeldung.
Theater. Zur Aufführung am Sonntag ist bestimmt: „Der Leiermann und fein Pflegekind" von Charlotte Birch-Pfeiffer. Das Stück zählt unstreitig zu den beliebtesten und meist gesehenen Volksstücken- neben reichlichen komischen ©eenen kommt auch der Ernst zu seinem Rechte. Die reizvolle Musik von Conradi verleiht dem Werk noch einen besonderen Reiz. Frau Anni Reiners wird in einer großen Rolle (als Pflegekind'» mitwirken. Ebenso existirt für Herrn Director Reiners eine sehr wirksame Partie (Bäckergeselle Striegelmeyer) in dem „Leiermann". Damit sind ja alle Bedingungen zu einer genußreichen Darstellung gegeben, und es wäre zu hoffen, daß die Anstrengungen des Publikums nicht hinter denjenigen der Direetion zurück- bleiben.
— Verkauft wurde heute das Fangmann'sche Haus, Kirchenplatz Nr. 6, nebst Hintergebäude, an Herrn Uhrmacher Fr. Scharmann.
Friedberg, 16. Januar. Die deutsch-freisinnige Partei hat den „Neuen Hess. Volksbl." zufolge in dem Wahlkreis Friedberg-Büdingen Herrn Rechtsanwalt Dr. Gutsleisch zu Gießen als Reichstagscanbidaten ausgestellt und hat derselbe die Candidatur angenommen. Die Chancen sind für denselben nicht ungünstig, zumal die Anhänger der Centrumspartei in den katholischen Orten der Wetterau diesmal schon im ersten Wahlgang für Herrn Gutfleisch stimmen dürsten. Die social- demokratische Partei, welche in unserem Wahlkreis über eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Stimmen, insbesondere in Vilbel und Umgegend verfügt, die bei einer Stichwahl den Ausschlag geben konnten, hat Herrn Cigarrenhändler Prinz zu Darmstadt als Candidat ausgestellt. Die nationalliberale Partei hat noch keinen Candidaten nominirt, doch hört man als solchen den Herrn Grafen Oriola zu Büdesheim bezeichnen, für den auch die (Sonfervativen stimmen würden.
v. Friedberg, 17. Januar. Am 12. Januar schied in stiller Zurückgezogenheit ein Mann aus dem Leben, der es beinahe ein halbes Jahrhundert lang sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Heranwachsende Jugend zu ehrsamen Menschen zu erziehen- es ist dies der pens. Lehrer Ramspeck. Derselbe entstammt der weitverzweigten Familie Ramspeck in Alsfeld. Nach vollendeter Vorbildung für den Lehrerberuf fand er vorübergehend Verwendung in einer Gemeinde des Hinterlandes und wurde darauf an die städtische Schule in Gießen versetzt, wo er gleichzeitig an dem Welker'schen Institut daselbst tljätig war. Diese Versetzung, wie seine später erfolgte weitere Beförderung an die damals neuor- ganifirte Musterschule dahier sind ein sprechender Beweis für die gute Meinung feiner vorgesetzten Behörde von seiner Berufstüchtigkeit und Diensttreue. Gleich seinen ziemlich gleichzeitig mit ihm hier angestellten, ihm im Tode vorausgegangenen Kollegen Storger und Volk hat er die besten Jahre seines Lebens dieser Schule gewidmet und Jahrzehnte lang waren die Namen Storger, Volk und Ramspeck mit der günstigen Entwickelung dieses Schulwesens aufs innigste verwachsen. Den Rest seiner Lebenszeit verbrachte Ramspeck in stiller Zurückgezogenheit, das letzte halbe Jahr in Friedrichsdorf bei feiner Tochter. Einen Ehrenkranz auf fein Grab und Friede feiner Asche!
Schlitz, 14. Januar. Gestern verschied nach kurzer Krankheit der Gräflich Görtz'sche Kammerdirector i. P. Herr E. Eigenbrodt im Alter von 78 Jahren. Der Verewigte war früher lange Jahre Director der hiesigen Spar- und Leihkaffe. B. A.


