Hamburg, 15. August. Heute Mittag 12 Uhr fand durch den Bischof von Osnabrück die feierliche Grundsteinlegung der neuen katholischenKirche in St. Georg statt.
Wien, 15. August. Der Handelsminister verfügte eine siebentägige Beobachtung für Schiffe aus den spanischen Mittelmeerhäfen und den spanischen Häfen westlich von Gibraltar.
Wien, 15. August. Das „Fremdenblatt" bezeichnet die Reise des Kaisers Wilhelm nach Rußland als ein Friedenssymptom, das nicht ohne Einfluß aus die Ausgestaltung der Verhältnisse Europas sein werde. Der Kaiserbegegnung in Rußland folge die Begegnung mit dem Kaiser von Oesterreich in Schlesien, die gleichfalls als werthvolle Bekräftigung der Erhaltung der Völkerruhe erscheint, wobei sich Reflexe der Begegnung in Rußland selbstverständlich geltend machen dürsten.
Wien, 15. August. Der Botschafter Prinz Reuß ist zurückgekehrt und hat die Geschäfte wieder übernommen.
Ischl, 15. August. An dem Diner in der Kaiser- Villa um 4 Uhr nahmen das Kaiserpaar, der König und der Thronsolger von Rumänien, die Prinzessinnen Gisela, Elisabeth und Augusta von Bayern, die Würdenträger und das Gefolge Theil. Um 6 Uhr unternahmen der Kaiser, der König von Rumänien und der Thronfolger eine Spazierfahrt noch Goisern und wohnten um 7 Uhr der Vorstellung des „Zigeunerbaron" bei.
Paris, 15. August. Der „Temps" will wissen, daß der amerikanische Gesandte dem Minister Ribot eine nicht officielle Note zukommen ließ, worin Ersterer, ohne sich auf Einzelheiten einzulassen, erklärt, daß die amerikanischen Consuln übereingekommen seien, der amerikanischen Regierung eine Erklärung zu übermitteln, worin sie um Erleichterung gewisser Formalitäten in der Anwendung der Mc Kinley- Bill nachsucheu.
Paris, August. Es verlautet, die Regierung beabsichtige, demnächst die Herabsetzung des gesetzlichen Zinsfußes von 5 aus 4 pCt. vorzuschlagen.
Paris, 15. August. Der Prinz von Wales ist gestern Abend in Calais gelandet und hat sofort die Reise nach Frankfurt und Homburg fortgesetzt.
— Carnot begibt sich Montag nach La Rochelle zur Einweihung des neuen Hafens und kehrt Mittwoch nach Fontainebleau zurück.
— Heuie sind zur Feier des Napoleonstages eine Anzahl von Banketten organisirt. Dem Hauptbanket im Saale Wagram präsidirt der ehemalige Präsident des Staatsraths Boinvilliers als Delegirter des Prinzen Victor.
Paris, 15. August. Den Morgenblättern zufolge wäre zum Commissär für Festsetzung der Grenzen im östlichen Sudan der Sectionsches des Colonialamts, Haußmann, ernannt worden.
London, 15. August. Dem Parlamente ging die diplomatische Conferenz zwischen England und den Vereinigten Staaten betreffs der Beringhsmeer-Frage zu. Salisbury protestirt hiernach gegen die Beschlagnahme und Vertreibung englischer Fischerboote, widerlegt die amerikanischen Ansprüche und gesteht Amerika dort gleiche Gerichtshoheit zu,- wie England sie Rußland zugestanden hat. Er schlägt die Regelung der Angelegenheit durch ein Schiedsgericht vor.
London, 15. August. Im Unterhaus erklärte Fer- gusson, daß das englisch-portugiesische Abkommen noch unter Erwägung stehe. Er hoffe, man stehe am Vorabend einer befriedigenden ehrenvollen Lösung.
Rom, 15. August. Heftiger ©türm und Hagelschlag verheerten gestern Nacht einen großen Theil der Umgegend von Pavia. Fünfzehn Ortschaften wurden betroffen; die Reisfelder sind vernichtet. In der Provinz Mantua wurden 4 Ortschaften vom Hagelschlag heimgesucht. Der Schaden ist bedeutend. Durch entwurzelte Bäume sind mehrere Personen verletzt worden.
Neapel, 15. August. Gestern Vormittag stürzte die Bad e- anstalt am Strande Marinellas ein- gegen 100 Personen sielen ins Wasser, von denen zwei ertranken- eine wurde verwundet, die übrigen gerettet.
Brüffel, 15. August. Der „Resorme" zufolge bringt Janson beim Wiederzusammenrritt der Repräsentantenkammer einen Antrag auf Revision des Artikels 47 der Verfassung zur Erweiterung der Grundlagen des Stimmrechts ein.
Madrid, 15. August. In den Provinzen Alicante, Badajoz, Toledo und Valencia kamen gestern 55 Cholera- Erkrankungen und 26 Todesfälle vor. — Einer Meldung aus Tanger zufolge erlitt das Heer des Sultans von Marokko den Berbern gegenüber bei Mequinez eine Niederlage. Die Berber machten sich zu Herren von Mequinez und schnitten die Arriöregarde des Sultans ab.
Madrid, 15. August. Die Cholera ist in der Provinz Badajoz fast erloschen, dauert aber in den Provinzen Alicante und Valencia fort. Im Gesängniß von Valencia, wo 1500 Verurtheilte sind, kamen heute zwei Cholerafälle vor, von denen einer tödtlich verlief.
Sofia, 15. August. Aus dem gestrigen Bankett in Widdin hielt Prinz Ferdinand eine Ansprache, in welcher er die guten Beziehungen Bulgariens zu den Souveränen hervorhob und auf den Ruhm, die Größe und den Fortschritt des Vaterlandes, sowie auf dessen treue Diener und die tapfere Armee toastete.
Petersburg, 15. August. Zum Empfange des Kaisers Wilhelm ist in Reval ein russisches Uebungsgeschwader ein- gerroffen, welchem nächster Tage sechs weitere Kriegsschiffe sich anschließen.
Athen, 15. August. Kaiserin Friedrich verweilt hier noch längere Zeit. Das Befinden der Kronprinzessin ist sehr befriedigend. Die Taufe des Sohnes des Kronprinzen findet am 18. August durch den Metropoliten von Athen statt. Die Minister und das diplomatische Corps werden zu derselben eingeladen. Der König wird kurz nach ber Taufe eine Reise nach Kopenhagen, Berlin, Wien und
Paris antreten und vor den Wahlen im October hierher zurückkehren. — In Folge anhaltender Hitze ist eine bedauerliche Dürre eingetreten.
Buenos Ayres, 15. August. Deo Finanzminister erklärte, er werde von der Emission neuen Papiergeldes absehen.
Melbourne, 15. Autzust. (Meldung des Bureau Reuter). Die Offiziere der Handelsmarine stellten in Folge von Meinungsverschiedenheiten mit den Rhedern, die sich weigern, ihre Vereinigung anzuerkennen, den Dienst ein. Es wird befürchtet, daß der Handel im Hafen von Melbourne vollständig lahmgelegt werde. In den Häfen von Sidney, Brisbane und anderen Orten ist die Lage ebenfalls ernst.
Darmstadt, 16. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog reist heute mit dem Erbgroßherzog zum Empfang des Kaisers nach Narwa.
focokf «nd provinzielle»
Gießen, 16. August.
— Der von den Lehrern und Schülern lang ersehnte Samstag ist da, unsere höheren Lehranstalten haben ihren Unterricht für das Sommersemester heute Morgen um 10 Uhr geschlossen. Wir sahen um diese Zeit recht viele fröhliche Gesichter nach Hause eilen, bemerkten aber auch hier und da manches betrübte, dessen Censur wohl die Ursache gewesen sein mag. Möchten diese die langen Ferien nicht ausschließlich der Erholung, sondern auch der Wiederholung des gehabten Pensums — wenn auch nur eine Stunde täglich — widmen, damit sie um die Weihnachtszeit ihre Eltern mit einem besseren Christgeschenk erfreuen können.
— Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, ladet der Schützenverein Gießen seine Mitglieder auf nächsten Dienstag Nachmittag zu einem kleinen Preisschießen ein. Der zu Besuch in vergangener Woche hier weilende Schütze W. Ehren- ford aus San Franzisko hat dem Gießener Schützenverein bei Gelegenheit eines gemüthlichen Beisammenseins hier im Schützenhaus einen Werthpreis gestiftet mit dem Wunsche, denselben am 19. August er., als an seinem 63. Geburtstage, mit einer Ehrenscheibe unter den Mitgliedern des hiesigen Schützenvereins herauszuschießen. Bei dieser Gelegenheit hat sich genannter Herr über die Anlagen des hiesigen Schützenvereins sehr lobend und anerkennend ausgesprochenes dürfte dieses Urtheil einen um so günstigeren Eindruck machen, als Herr Ehrensord ein alter bewährter Schütze und Ehrenmitglied einiger amerikanischer Schützenvereine ist. Möchten deshalb die Mitglieder des Gießener Schützenvereins für die Zukunft den Schießplatz recht häufig benutzen, um demnächst auch einmal als Schützenkönig von einem deutschen Schützenseste heimzukehren.
Butzbach, 14. August. Gestern Morgen gegen 7 Uhr brach in einem der Frau Wittwe I. H. gehörigen Hause in der Badbrunnengaffe Feuer aus, das, Dank den ungeheuren Anstrengungen aller hiesigen und auswärtigen Löschmannschaften und der Garnison, auf einen kleinen Raum beschränkt wurde, so daß nur zwei Gebäude dem verheerenden Elemente zum Opfer fielen. Der Feuerherd war der denkbar ungünstigste. Unsere gesammte Feuerwehr war sofort zur Stelle und es gebührt ihr Dank und Anerkennung, aber auch unserer braven Garnison, die mit allen entbehrlichen Mannschaften ebenso schnell auf der Brandstelle erschienen war und kühn und unermüdlich das entfesselte Element bekämpfen half. — Unsere hier garnisonirenden Leib-Dragoner- Escadrons werden uns am 16. August früh Morgens verlassen, um sich zum Regimentsexerzieren bei Darmstadt zu begeben. Während der Dauer derselben werden die Escadrons und zwar bis zum 3. September im Griesheimer Barackenlager einquartiert - sie kehren dann wieder nach Butzbach zurück, um am 6., 7. und 8. September hier zu verbleiben und dann an den in Oberhessen stattfindenden Manövern theilzunehmen, von wo sie am 23. September wieder nach hier zurückkehren.
Trais-Horloff, 14. August. Der seit dem 7. d. Mts. vermißte G., von dessen Verschwinden ich Ihnen berichtete, ist heute Nacht 1 Uhr wieder in seiner Wohnung angekommen. Seiner Aussage, nach weiß er selber nicht, wo er herumgewandert ist. Er hat zuletzt .‘in der Gemarkung Feldheim unter einem Haufen Korn gelegen. Wie er dahin gekommen ist, weiß er auch nicht.
+ Lauterbach, 15. August. Heute wurde dahier der Großh. Kreisarzt i. P., Medicinalrath Dr. Sartorius, zur ewigen Ruhe gebettet. Der Dahingeschiedene war ein sehr tüchtiger Arzt und betrauern ihn sehr Viele, welchen er geholfen hat. Er war sehr liebreich gegen seine armen Mitmenschen, welche er heilte ohne ihnen etwas abzunehmen. Sein hohes Alter, 78 Jahre, zwang ihn, in den letzten Jahren von der ärztlichen Praxis abzustehen. Ein großer Leichenzug von ca. 300 Personen zeugte von der großen Anhänglichkeit. Friede seiner Asche!
VevMtschtes.
* — Frankfurt a. M., 15. August. Unser Zoologischer Garten, der gestern sein 32. Stiftungsfest feierte, war gestern Abend das Ziel vieler Tausende. Das Gesellschasts- yaus prangte in bengalischer Beleuchtung, im Garten con- certirten zwei Kapellen und eine große Schaar fröhlicher Menschen erging sich in den dichten, prachtvollen Laubgängen. Es war ein anziehendes Bild: diese vielen Lichter, die zahlreichen Hellen Sommertoiletten der Damen, das dunkle Grün der Bänme, dazwischen die lustigen Weisen der Musik, das Lachen der Besucher, das Jauchzen der Kinder. Den Hauptanziehungspunkt bildete wie. immer das Feuerwerk, das diesmal dadurch ein besonders Interesse gewann, daß, als Nr. 6 vorgesehen war: Inmitten eines lebhaften Bombardements erscheint das mit Lorbeeren und Rosen geschmückte
Bildniß des Herrn Dr. Miquel in einem Rococorahmen, iw farbigen Lichtern dargestellt- dazu zwei Batterien römischer Lichtersterne, welche sich in der Lust öffnen und bunte Sträußchen aussenden. Daß diese Nummer gefiel, bekundeten die zahlreichen Ahs und Bravos aus der Zuschauermenge und in der That, das Arrangement war vortrefflich. Aber auch die übrigen Darbietungen des Höchster Pyrotechnikers^. Herrn G. Wassem, durften sich sehen lassen. Das Bouquet von 150 Raketen, der Feuerregen vom Thurm, die bengalische Beleuchtung der Burgruine u. a. m. boten dem Auge einen mehr als alltäglichen Genuß. Das Fest war erst gegen 1/212 Uyr beendet. Die Besucherzahl wird auf mehr als 6000 geschätzt.
Kandwirthschastliche Umschau.
A A«S Oberheffen, 15. August.
Wir sind in der Mitte des August ängelangt, aber die Erntearbeiten haben wahrend dieses halben Monats wenig gefördert, denn eine Gewitter- und Wolkenbruchperiode liegt hinter uns, wie sie glücklicherweise nur selten vorzukommen pflegt und die das Arbeiten auf dem Felde schwierig machte. Zu Anfang des Monats waren es die südlichen Provinzen unseres Landes, welche von Blitz, Hagel und Sturmwinden durchtobt wurden; vom 9. d. M. an wurde aber auch unsere Provinz in Mitleidenschaft gezogen und die Unwetter hausten,, daß man glauben konnte, wir seien in die Tropen versetzt worden. Mehrere Tage lang waren keine Erntearbeiten zu unternehmen, es war ein Kampf mit den entfesselten Elementen, die die Gottesgaben zu verschlingen drohten.
Ein sonderbar Jahr ist das 1890er! Immer sieht der Land- wirth, der Winzer, der Gärtner die Bodenerzeugnisse in selten schöner Entwickelung vor sich stehen und wie er darnach reichen will, kommt ein neidisches Geschick und rückt die Früchte seines Fleißes wieder in die Ferne. So geht es seither mit Weizen und Gerste, die man nach Hause schafft, auch wenn sie nicht hinreichend getrocknet und dürre geworden sind. Muß man nicht riskiren, sie ganz zu verlieren r Also lieber ein halbes Et, als eine leere Schale. Die Drusch^ resrrliate beider Fruchtgattungen sind brrrcharrs befriedigend $ schade daß Kern und Mehl durch das ekliae Regenwetter an Qualität einbüßen mußten.
Der Hafer ist inzwischen reif geworden; er liegt fast glatt auf die Erde gedrückt und der Wiederwachs steigt daraus in die Höhe. Doch der Hafer ist ein robuster Geselle, ihm schaden einige Stöße nicht so leicht.
Von den Kartoffeln muß leider gemeldet werden, daß sie durch die Nässe stark gelitten haben. Bei so feuchtwarmem Wetter schießen die Pilze milliardenmäßig auf und verderben Stengel und Knollen. Die Kartoffel muß im August, besonders in der ersten Hälfte, warm und trocken haben, sonst wird sie gertngwerthig. Nur in ganz leichtem Sandboden bleiben sie gesund; aber: „wenns geräth im Sand, gibts Theuerung im Land", heißt eine Bauernregel für nasse Jahrgänge. Man findet überall kranke Kartoffeln in kräftigen Böden.
Bei den Gemüsepflanzen sieht es besser aus; ihnen schadet der Regen weniger. Nur die Gurken, mitunter auch Bohnen haben nahezu eine Mißernte zu verzeichnen. Die Ranken der Gurken sind mit Mehlthau überzogen oder liegen krank und unthätig auf dem Boden.
Für das Obst sind die stürmischen Tage des August sehr von Nachthell gewesen. Nicht blos, daß die Früchte herabgeschüttelt wurden,, die schwerdeladenen Aeste brachen nieder und sogar ganze Bäume wurden ausgerissen und vernichtet. Sieht man von diesen Beschäm digungen ab, so ist zu bemerken, daß das Obst hinsichtlich seiner Quantität und Größe Fortschritte gemacht hat; aber Wärme und Sonnenschein sind nöthig, wenn es auch qualitativ genügen soll.
Die Firitergewüchse aller Art, altz: Weiße und gelbe Rüben, Dickwurzeln, Klee und Gras haben verhältnißmäßig am meisten durch das feuchtwarme Wetter gewonnen; ihre edlen,Eigenschaften müßte aber die August- und Septemberfonne noch bringen.
Heute scheint ein Umschlag in der Witterung eingetreten zu fein;, wir haben Nordwind, es ist rauh geworden. Heute sind aber auch die 7 Wochen der Siebenschläfer herum, auf deren Tag (27. Juni) es heftig regnete !„ Anhaltend gutes Wetter ist unbedingt noch nöthig, wenn die Halmfrüchte vollends unter Dach gebracht werden sollen! Hoffen wir, daß es besser werden wird! Was verdorben ist, läßt sich nicht mehr verbessern; aber was noch nicht geerntet ist, d. h. das Meiste verdient eine gute Bergung.
SchiffrnaLhrkhten.
Bericht der D««tsch.A»stratischen Dampsschiffs>«esellscha?t in Hamburg für 1890«
Dampfer „Barmtn" von Australien nach Hamburg, hat am 19. Juli die Rückreise von Sydney angetreten.
Dampfer „Chemnitz" von Hamburg nach Australien, am 18. Juli von Suez weitergegangen.
Dampfer „Elberfeld" von Hamburg nach Australien, am 22. Juli in Adelaide angekommen.
Dampfer „Erlangen" von Australien nach Hamburg, am 24. Juli von Colombo weitergegangen.
Dampfer „Essen" von Australien nach Hamburg, am 21. Juli, von Port Said weitergegangen.
8 > Dampfer „Solingen" von Hamburg nach Australien, am 30. Juli von Antwerpen weitergegangen.
Dampfer „Sommerfeld" von Hamburg nach Australien, wird am 20. August die Reise antreten.
Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 14. August wohlbehalten in Newyork anaekommen.
Verkehr, £auö< unö Votkrwirthschaft.
Gießen, 16. August. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 1,10—1,15, Hühnereier 1 St. 6,-2 St. 11 H, Enteneier 1 St.--2 St. -
Käse pr. St. 4—7 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16
Linsen pr. Liter 26 H, Tauben pr. Paar 0,60—0,70, Hühner pr.
Stück JL 0,90—1.30, Hahnen pr. St AL 0,55—0,90, Enten pr. Stück AL 1,40-1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 68-70 H, Hammelfleisch 50—68H, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln pr. 100 Kilo AL 5,00—9,00, Weißkraut pr. St.---Ä, Zwiebeln per Centner AL 6,00—7,00, Milch per
Liter 12—18 H.
— Lauterbach, 14. August. Auf bemheutigen Vtehmarkte waren angefahren ca. 220 Stück Rindvieh und 370 Schweine. Durch den Schottener Sommermarkt war der Handel sehr beeinträchtigt.
— Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von der Knobelgesellschaft im Cafö Leib 2 AL, B. Lenz 2 AL, F. Eurich, Frankfurt a. M., Brauerei Essiahaus 10 AL,. Tribus & Sundheim 20 AL, Stgm. Reinach 1 AL, L. W. 1 AL, B. H. 2 AL, Metzger Meister 20 AL, C. Schwan fen. 10 AL Zusammen 68 AL Jnsgesammt nunmehr 269 AL
Für den bedürftigen Conrad Röhrsheim in Crumbach gingen ferner ein: Von H. W. 0.50 AL, C. H. 3 AL, ,E. R. 2 al» F. Eurich, Brauerei Efsighaus, Frankfurt a. M. 2 AL, L. W. 1 AL, S. F. 3 AL, Schm. 3 Au, 23. 1 AL Zusammen 15.50 AL Jns
gesammt nunmehr 29 AL
Weitere Gaben nimmt gern entgegen
Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
Von Herrn Pfarrer v. Andel in Königsberg abquittirt: Von. Herrn Pfarrer Dr. Haupt in Gießen 6 AL erhalten.
ZÄ-W jial-lbst.
wVf
HÄ« ffl
Helma. • jSfa* *
24 3* .SS 51 Jahre alt, @nfriib Wf
M--l TM W
köpf dahier. 10. Hausbmfche JohM Mel, geb.
Mel dahier. W alt, Tochter von Ba Förster, geb. Schatz' Forster zu WM von Gleiberg. 14 E
I
Wegen Von Montag den 18.
Gießen, b (
Kriimi Berste, bei derSta Montag den 2! den 26, iMmol von Vor Wl bas Grummel scheu Wiesen unb steigert werben, un fc/ag ben w ben Wiesen v am Neuenwegntho «en, Mseäthl Kuch,uml0^Uh ^ünstag der M ben Ochsemvief Mzenmorgen, Ul W und Strangs ‘ Uhr von ben 9 markung Mgen- von ben Wiesen > n Men» K Nifi am - Dienstag den A Mnnnchn.
®lefa, den 15 •* «Ä, „Kill,
'N btt
? köt"
'&1 r
KcretSr- u
Waffe -r'ILr»
leit 12


