Ausgabe 
17.1.1890
 
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llm 10. Januar 1890..

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. v. Ms. benachrichtigen erordneten-Versammlung lg ihrer vereinigten Bau- it,bie Äerkaujsosserle ?f. unter ben gefeilten \en."

war im Wesentlichen Itadtverordneten-Ler- Besrtzthum ohne voü- tere, immerhin nur im wendung desselben sozu- selbst wenn der dabei vkarktwerth zurückbliebe, es jöneii überlassen, zu teilen Interessen eine et- Berzicht auf alle recht­en, wir wollen aber nicht ; in der Stadtverordneten- vertreten ist, daß auch in Ar sie gegebenen weniger Rubber ihr erwachs

der Lage sei» mr e,^ , welcher allenfalls bei 'jein mürbe.

benff Unterzeichnete mcht Besitzern des Anwe.en- d er - m ,-lfcha ^erardneten-Bechrnm- tranlo§t f)Qt' cläj|ig ä-ä

Stabt n»d chr Gnauth.

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Rate gefordert- für einen Frontirungsbau der Artillerie- Kaserne in Darmstadt 150,000 Mk. (gefordert 485,000 Mk.), für eine Älrtitterie-Kaserne in Mainz 350,000 Mk. (statt 477,000 Mk.), für ein Garnison -Lazareth in Mainz 600,000 Mk. (Tgl. Anz.

Den Beamten der Main-Neckar-Bahn ist Non der Direction während der Arbeitszeit in den Bureanx bis ans Weiteres das Rauchen gestattet rporden. Es sott das auf ärztlichen Rath geschehen sein, um das Umsichgreifen der Influenza zu verhüten. Vielleicht dürfte sich als weiteres Schutzmittel gegen Ansteckungsgefahr die Verabreichung eines guten Cognacs an die Beamten empfehlen.

* Darmstadt, 14. Januar. In Folge vorliegender Ver­fügung Großh. Kreis-Schut-Commission wird der Unterricht an den hiesigen Mittel- und Stadtschulen morgen Donnerstag Vormittag 8 Uhr wieder beginnen. Gymnasium, Real­gymnasium und Realschule werden am Freitag den Unter­richt wieder aufnehmen.

* Wetzlar, 15.Januar. Im hiesigen Handelsverein wird am nächsten Freitag (den 17. Januar) Herr Geh. Hof­rath Professor Dr. Oncken aus Gießen einen Vortrag über Bismarck am Bundestage 18511858" halten. Im kleinen Saale desSchützcngartens" findet am Samstag Abend eine allgemeine Arbeiter- und Handwerker- Versammlung statt.

* Marburg, 15. Januar. Ein Bubenstreich niederträch­tigster Art wurde heute Morgen von dem hiesigen Dachdecker­meister D. entdeckt. Als derselbe nämltch sein an einem Neubau in der Haspelstraße angebrachtes Ö3erüft abnehmen wollte, gewahrte er zu seinem nicht geringen Schrecken, daß der dasselbe haltende Strick dergestalt durchschnitten war, daß der Erste, der das Gerüst betreten hätte, unfehlbar in die Tiefe gestürzt wäre. Die Polizei wurde von diesem Vorfälle alsbald in Kenntniß gesetzt. Da die That nur bei Nachtzeit ausgesührt sein kann, so läßt sich annehmen, daß dieselbe von einer mit den Örtlichen Verhältnissen vertrauten Person aus­gesührt wurde.

* Berlin, 11. Januar. Was die Liebe vermag davon gibt ein Ereigniß, das in den Kreisen der Berliner Gesellschaft eifrig besprochen wird, ein glänzendes Zeugniß. Die 38jährige kinderlose Wittwe H. G. war in einen jungen Mann, von dem sie wußte, daß er bereits verlobt ist, dem jedoch Lie Mittel zum Heirathen fehlten, sterblich verliebt. Ihre großen Reichthümer und alle Künste, den Geliebten in ihre Netze zu ziehen, blieben erfolglos. Er liebte seine Braut

und verschmähte das Geld. Dies imponirtc der Wittwe ganz gewaltig und sie beschloß, den Mann, welchen sic über Alles liebte, glücklich zu machen, wenn auch an der Stelle einer Anderen. Vor mehreren Tagen entsagte sie dem weltlichen Leben und kaufte sich einen Platz in dem Frauenstift, in dem sie fortan zu leben gedenkt. Weitaus die größere Hälfte ihres Bcsitzthums jedoch ließ sie dem Mann ihrrs Herzens auszahlen, damit er, wie es darin heißt, endlich das Ziel seiner Wünsche, seine Braut Heimzuführen, erreichen könne. Es handelt sich um eine Schenkung von 210000 Mk. Die Verwandten der hochherzigen Dame, die übrigens nicht Millionäre sind, behaupten nun, die Schenkung sei in einem Zustande von Geistesgestörtheit erfolgt und es dürfe deshalb die Ablieferung des CapitalS an den jungen Mann nicht erfolgen. Es entspinnt sich in Folge dessen nun ein Rechts­streit, der viel von sich reden machen und nicht ohne Interesse sein wird.

* Der Andrang zum Studium des Baufachs hat, wie dieBaugewerkztg." mittheilt, in ganz erheblicher Weise nachgelassen. An Regierungs-Bauführern ist thatsächlich schon jetzt Mangel vorhanden und müssen vielfach die Bauführer­stellen mit Baumeistern besetzt werden, an welchen allerdings noch kein Mangel ist. Dieser Mangel dürste im Laufe der nächsten Jähre noch größer werden, weil nur verhältniß- mäßig wenige Leute sich dem Bausache zuwenden. Die Be dingungen zur Ablegung der Prüfungen sind erschwert worden und das Studium selbst dauert länger als irgend ein anderes. Auch an Privatbautechnikern ist kein Ueberfluß^ die guten Kräfte sind sämmtlich untergebracht und es hält schwer, nach kleineren Städten bautechnische Hilfskräfte zu bekommen. So ist jetzt die Aussicht sowohl für das Staarsbausach, wie für das Privatbaufach gut.

* Die Photographie als Entlastungszeugin. Eine hübsche Anwendung der Photographie hat der Bauunternehmer des vor einiger Zeit beendeten neuen Themse-Tunnels gemacht. Die Besitzer einiger über den Enden des Tunnels am Themse­user gelegenen Häuser strengten eine Klage aus Schaden­ersatz an, indem sie behaupteten, daß gewisse Risse in den Wänden dieser Häuser durch die von den Tunnelarbeiten her- rührenden Erdsenkungen entstanden seien. In der Gerichts­verhandlung wies der Unternehmer nach,, daß er alle über seinen Arbeiten stehenden Häuser in aller Stille vor Beginn der Arbeit hatte photographircn lassen. Die Ausnahme der den Klägern gehörigen Häuser zeigten deutlich dieselben Mauerrisse, welche angeblich erst durch die Tunnelarbeiten entstanden sein sollten. Die Kläger wurden natürlich ab' gewiesen und in die Kosten vernrthcilt.

Welchen schlimmen Einfluß der regelmäßige Genuß größerer Mengen geistiger Getränke auf den Organismus ausübt, beweist ein Ausspruch des berühmten Sir James Paget, daß habituelle Trinker nur ausnahmsweise größere Operationen überstehen, welche Nichttrinkern keine besonderen Gefahren bieten, und daß die Gefährlichkeit mit der Gewohn­heit zu trinken wächst. Für diese Bemerkung hat Heyselder in dem letzten Kriege zwischen Rußland und der Türkei eine interessante Bestätigung gesunden. Während bei den als Muhamedaner keinen Alcohol genießenden Tartaren und Türken sehr complicirte Körperverletzungen ohne Fieber und andere unangenehme Erscheinungen heilten, war 'bei den Russen, obwohl sie in denselben Lazarethen lagen und die­selbe ärztliche Pflege genossen, die Wundheilung eine bei Weitem ungünstigere. Derselbe hob auch mehrfach hervor, daß aus dem gleichen Grunde die Türken den Russen im Ertragen von Strapazen und Witternngseinflüssen bedeutend überlegen gewesen seien.

Schiffsnachrichten.

Bremen, 14. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Eider, Capitän H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. Januar von Bremen und am 4. Jan. von Southampton abgeqangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Allen an Influenza Erkrankten, die sich Erleich­terung und Linderung verschaffen wollen, feien auaeleaentltchst Fays ächte Sodener [Mineral-Pastillen empfohlen. Je 5-6 Pastillen tn heißer Mllch aufgelöst, und in wiederholten Gaden heiß getrunken, üben einen wohlthätigen Einfluß auf bie_ catarrhalisch aificirten Organe aus, bewerkstelligen eine leichte ^-chletmabsonderung und lindern somit die Heftigkeit und die Beschwerden des Eatarrhs. Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen sind in allen Apotheken und Droguen L 85 Pfg. zu Haden.

verkehr, Land- unö Volkswirthschaft.

Limburg, 15. Januar. (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 17.00, weißer Weizen JL 16 80, Korn JL 13.60, Gerste JL 12.45, Hafer JL 7.65, Erbsen JL. 00.00, Kartoffeln JL 0.00.

Frankfurt, 15. Januar. Erbsen ganze per Pfd- 1418 H, do. geschälte 1620 X Linsen 1525 X weiße Bohnen 1620 gelbe Kartoffeln per Gescheid 1416 H, rothe Kartoffeln per Gescheid 12-14 X Butter per Pfd. 0,90-1,00 H, Eier das Stück 79 X Blumenkohl 4080 X Weißkraut das Stück 1220 H, Rothkraut 12-25 X Wirsing 1015 X

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesestschast.

Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, Samstag Nachmittag 300 Uhr, Samstag Abend 515 Uhr

Holz-Versteigerurig.

Dienstag den 21. und Mittwreb den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Oppenröder Gemeindewald, District Lehmkaut und Eichbufch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:

a) Bau-, Werk- und Nutzholz.

273 Nadelstämme von 1337 cm Durchmesser, 815 m lang,

6 Eichenstämme 2429 1215

180 Derbstangen.

680 Reisstangen.

b) Brennholz.

Scheit rin

Knüppel rm

Reisig Wellen

Stock rm

Buche

25

4

300

6

Nadel

115

4675

35

Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde in der Lehmkaute und zwar kommt am ersten Tag das Bauholz, am zweiten Tag das Brennholz zur Versteigerung.

Bemerkt wird noch, daß am zweiten Tag 810 Haufen Bohnen­

stangen zur Versteigerung kommen.

Oppenrod, den 13. Januar 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod.

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Wein-Versteigerung.

Freitag den 17. Januar rr.,

Vormittags 10 Uhr, werden Südanlage 17 die zur Ver­lassenschaft des verstorbenen Canz leirath Clemur gehörigen

Wsine, sämmtlich rein gehalten und meist ältere Jahrgänge, in Gebinden einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. Proben werden vor der Versteige­rung an Kaufliebhaber abgegeben. Gießen, 14. Januar 1890. Großherzogliches Ortsgericht.

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Näheres in der Exped. d. Bl.

Freitag Nachmittag 2 Uhr: Iortsehung der Versteigerung in der Wohnung des verstorbenen Herrn Canzleirath Olemm5 Südanlage 1*7»

Gießen, den 16. Januar 1890.

Großherzogliche- Ortsgericht.

Vogt. [457

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