Hochschule für Musik feierte der Festredner Prof. Dr. Erich Schmidt in einem schwungvollen Vortrage Lessing als Dichter gegenseitiger werkthätiger Liebe, als Phosphoros der deutschen Prosa, als Kämpfer für wahrhaften Fortschritt und nationale Ehre. Nachdem die Hülle des wirkungsvollen Denkmals gefallen, dankte der stellvertretende Vorsitzende des Denkmals- comites Geh. Justizrath Lessing dem Kaiser und der Stadt für die dem Unternehmen gewidmete Förderung und übergab das Denkmal dem Vertreter der Stadt. Oberbürgermeister Dr. v. Forckenbeck erwiderte mit einigen Worten des Dankes und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser. Ein Chorgesang von Mitgliedern der Singakademie schloß die weihevolle Feier, an welche sich eine Besichtigung des Denkmales schloß.
Halle a. d. S., 14. October. Socialisten - Con- greß. In der heutigen zweiten Hauptversammlung, in welcher 410 Delegirte anwesend waren, erstattete Singer Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der socialistischen Reichstagssraction und hob hervor, die Partei könnte dieser Thätigkeit zustimmen und verlangen, daß die Fraction die Forderungen der Partei, soweit dies möglich, erfülle. Die Befürchtung, daß die Partei versumpfe, sei durch die bisherige Thätigkeit derselben widerlegt. Die Fraction betrachte die parlamentarische Thätigkeit als Agitatwnsmittel, die Opposition unterschätze die Intelligenz und die Principiensestigkeit der Fraction, welche durch ihre parlamentarische Thätigkeit der Partei diene. Fischer (London) und Oertel (Nürnberg) beantragten auszusprechen, daß die Thätigkeit der Fraction den in St. Gallen gefaßten Beschlüssen entspreche. Der Parteitag fordert die Fraction auf zu einer rücksichtslosen Vertretung der Partei-Grundsätze und zur Erstrebung der bei der heutigen Form der Gesellschaft möglichen und im Interesse der Arbeiter nothwendigen Reformen, ohne jedoch über die Tragweite der Socialreform irgendwelche Zweifel zu lassen.
Halle a. d. S., 14. October. Socialisten-Con- greß. v. Vollmar beantragt auf die Erweiterung des Coalitionsrechtes sowie daraus hinzuwirken, daß jede Seitens des Arbeitgebers gegen den Arbeiter bei Ausübung seiner gesetzlichen Rechte vorgenommene Bedrohung unter Strafe gestellt werde. An der hieran sich anschließenden Debatte, in welcher der Delegirte Werner den Delegirten Bebel wegen Aeußerungen im Reichstage angriff, welche letzterer richtig stellte, betheiligten sich außerdem noch Singer und Stadthagen. Schließlich wurde die Resolution Fischer-Oertel einstimmig, der Antrag v. Vollmars gegen zwei Stimmen angenommen.
Halle a. d. S., 14. October. Socialisten-Con- greß. In der Nachmittags-Sitzung überbrachten Jules Guesde und das Mitglied der französischen Kammer, Ferroul, in französischen Reden die Grüße des Congresses in Lille, sowie diejenigen der socialistischen Fraction der französischen Kammer. Liebknecht dankte ebenfalls in französischer Sprache. Im Verlaufe der Sitzung erstattete Auer den Bericht über die Parteiorganisation.
Bern, 14. October. Das Uebereinkommen über das Eisenbahnsrachtrecht ist heute unterzeichnet worden. Drei Monate nach der Ratification soll das Uebereinkommen in Kraft treten. In Bern soll nach diesem Zeitpunkt ein Centralamt für den Eisenbahnfrachtverkehr errichtet werden.
Paris, 14. October. Im heutigen Ministerrathe einigte sich der Finanzminister mit seinen College» über die Mittel zur Deckung des Desicits von 19 Millionen im künftigen Budget dahin, daß außer der bereits geforderten Zuschlagssteuer auf Melasse und Reis, die 11 Millionen ergebe, noch eine Steuer auf pharmaceutische und hygienische Speciali- täten, die voraussichtlich 12 Millionen ergeben, gefordert wird, so daß nicht nur das Defizit gedeckt, sondern auch ein Ueberschuß von 4 Millionen erzielt würde.
Paris, 14. October. Der heutige Minifterrath beschloß, den Kammern gleichzeitig einen Maximaltarif für die an Frankreich keinerlei Vortheile gewährenden Staaten und einen
Steuermann," sagte er. „Außerdem wünsche ich Ihnen speciell eine glückliche Heimkehr."
Damit stand er auf und vollzog die Ceremonie des Anstoßens und Austrinkens mit solchem Ernste, als beginge er damit eine religiöse Handlung.
Herr Hippel galt allgemein für einen sehr reichen und dabei auch sehr frommen Mann, der mit peinlicher Gewissenhaftigkeit darauf hielt, daß keines seiner Schiffe an einem Sonntage in See ging. Weniger peinlich war er allerdings in der Ausrüstung der Fahrzeuge und unter den Seeleuten herrschte die Ansicht, daß das Hippel'sche Comptoir grundsätzlich den billigsten und daher auch den mangelhaftesten Proviant an Bord zu senden pflege.
Der Schlepper warf die Trosse los und näherte sich der Bark, um den Lootsen und den Rheder abzuholen. Während der Letztere über die Fallreep kletterte, wechselte er mit Capi- täu Hammer einen s) c'genthümlichen Blick, daß ich mich nicht entrinnen konnte, jema.s über etwas so erstaunt gewesen zu sein wie über diesen Blick.
Die Nordsee brachte uns Nebel und stürmisches Wetter und bald hatte ich heraus, daß Capitän Hammer ein Seemann erster Klasse war. Das Schränkchen mit den Spirituosen blieb verschlossen, nur am Sonntag gab es in der Cajüte eine Flasche Bier zum Mittagessen. Der Schiffer war höflich, ruhig und freundlich, dabei aber schien ihm etwas Schweres auf der Seele zu liegen. Er that seine Pflicht wie ein ganzer Mann, in unbeschäftigten Momenten aber saß er wie abwesend und in dumpfes Brüten verloren.
In einer besonders dunklen Nacht tauchte dicht vor uns im Nebel ein schwerfälliger Kolljer (Kohlenschiff) ans und wir mußten uns erst heiser schreien und Magnesiumlichter und Raketen abbrennen, ehe wir den trägen Gesellen dazu bringen konnten, abzuhalten und uns Raum zu geben.
(Fortsetzung folgt.)
Minimaltari s für die Frankreich auch ihrerseits Vortheile einräumenden Nationen vorzulegen. Beide Tarife sind bereits fertiggestellt. Die Regierung kann nach eigenem Ermessen provisorisch den Minimaltarif solchen Nationen gegenüber anwenden, welche an Frankreich Vortheile gewähren, ür eine endgiltige Abmachung ist jedoch die Genehmigung der Kammer erforderlich.
Lissabon, 14. October. In dem endgiltig constituirten Ministerium gehören der Präsident und Kriegsminifter Abreu e Souza und der Minister des Innern Antonio Can- dido den Progressisten, der Finanzminister Mello Gouvea und der Minister des Aeußeren Barbera Bocage den Con- ervativen, der Justizminister Sa Bjandao und der Minister der öffentlichen Arbeiten Ribeiro der kleinen Gruppe an, welche als nationale bezeichnet wird. Die Minister werden heute den Eid leisten und sich morgen den Cortes vorstellen. Heute werden die conservative Majorität nnd die pro- gressistische Minorität der Kammern zusammenkommen, um ich über ihre politische Haltung gegenüber dem neuen Ministerium zu verständigen.
Gießen, 15. October.
— Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: am 8. October den Privatdocenten Lio. theol. Oscar Holtzmann zu Gießen zum außerordentlichen Professor bei der theologischen Facultät der Landesuniversität zu ernennen.
a-w. Theater. Der „Bureaukrat" ist ein echt Moser- "cher Schwank, durchweht von fröhlicher Laune und reich an comischen Effecten/ die um so zündender sind, als sie hier wirklich einmal aus dem Character der Handelnden und der Handlung entspringen und nicht, wie sonst im modernen Lust- piel üblich, mühsam durch Rcproductionen von Mauern aus den Witzblättern hervorgebracht werden. Die Aufführung ging unter der umsichtigen und energischen Regie des Herrn Max Jaskowski flott von statten. Nicht minder erfolgreich war derselbe als Vertreter der Titelrolle des Stückes, in der er eine nach Maske und Spiel gleich ausgezeichnete, überaus comische Darstellung des verknöcherten Bureaukraten bot. Köstlich war insbesondere der Wechsel zwischen dem ergebensten Devotismus des Rendanten, dem erwachenden Männerstolz vor Präsidententhronen nach der Absetzung und der raschen Wiederbekehrung des neugebackenen Herrn Rech- nungsrathes wiedergegeben. Vollen Beifall fand fernerhin das treffliche Spiel der Frau Marie Jaskowski, die als Caroline Lemke allerdings weniger ^Gelegenheit hatte, heroorzutreten. Als Gertrude war Frl. Martin recht nett, während Frl. R e l l st a b auch gestern wieder zuerst den Eindruck machte, als habe sie sich nicht genügend in die betreffenden Situationen hineingelebt. Herr Schreiner war als Graf Meng nicht übel und spielte seine Rolle mit guter Laune; nur ist an dem Herrn zu rügen, daß seine Haltung, um ein höfliches Fremdwort zu gebrauchen, etwas gar zu nonchalant ist. Ein Graf, wie wir ihn uns wenigstens in Lustspielen denken, darf nicht mit eingesunkenen Knien dastehen, sondern muß bei aller Gemüthlichkeit stramm auftreten. Selbst für einen ganz gewöhnlichen Sterblichen wäre die Haltung des Herrn Schreiner noch zu nachlässig gewesen. Dagegen war Frl. Elisabeth Bischofs nach Erscheinung und Spiel eine gleich liebliche Ella. Nicht völlig können wir hinwider Herrn Fritz sch ler das Wort redens denn wenn er sich auch im Großen und Ganzen mit seiner Rolle befriedigend abfand, so bleibt doch noch zu wünschen, daß er sich eine freiere Haltung namentlich in Bezug aus Kopf und Arme angelegen fein lassen und sich einer einfacheren und .natürlicheren Sprechweise befleißigen möge. Herr Winol^ hatte, wie nicht anders zu erwarten, sein Spiel sorgfältig überdacht und gab eine sehr gut characterisirte Darstellung der höchst undankbaren Rolle des Rechnungsrathes Rosen, lieber Herrn Emil Medak konnten wir kein rechtes Urtheil gewinnen. Denn der von ihm dargestellte Leo Kraft tritt ja stets nur auf, um sofort wieder hinausgeworfen werden zu können. Herr B gebrach und Frl. Roland endlich waren in ihren kleinen Rollen recht gut. Zum Schlüsse möchten wir an die Regie die Bitte richten, den Feuereifer der Souffleuse doch etwas zu bezähmen und für thunlichste Abkürzung der Zwischenpausen Sorge zu tragen.
— Gestern Abend gerieten ein Soldat vom hiesigen Regiment und der Taglöhner Heinrich Gimbel aus Schwarzenborn, welch letzterer als Messerheld bekannt ist, in der Schloßgasse in Streit, wobei Gimbel das Messer zog und dem Soldaten einen Stich in das Gesicht versetzte, so daß die abgebrochene Messerklinge im Backenknochen stecken blieb. Der Thäter ist verhaftet.
— Zwei Fortbildungsschüler, von welchen der eine gestern Abend in der Unterrichtsstunde dem Lehrer fortgesetzt in roher Weise den Gehorsam verweigerte und der andere seinen Unwillen an dem Schulhosthor ausließ, wurden zwecks Mahnung an die Ordnung nach der Sandgasse transportirt.
-d-. Lollar, 14. October. Heute Abend 7 Uhr 4 Min. wurde hier ein außergewöhnlich glänzendes Meteor beobachtet. Vom Sternbild der Krone bis zum Sirius zog sich ein Heller Streifen hin, etwa 6 scheinbare Monddurchmesser lang. Der Lichteffect war blitzähnlich. (Die Erscheinung wurde auch anderwärts beobachtet.)
Bad-Nauheim, 14. October. Heute Nacht brach in dem Ockonomiebau des Gärtners Link mann daher Feuer aus, welches in kurzer Zeit das ganze Gebäude nebst Stallung rc. in Asche legte. Die Ursache der Entstehung des Brandes ist unbekannt.
n. Trais-Horloff, 14. October. Der hiesigen Braunkohlen-Grube und Brikett- Fabrik „Friedrich" steht eine Erweiterung ihres Betriebes in Aussicht. Es sollen nämlich noch zwei neue Dampfkessel und ein Trocken-Ofen in Thätig- 3 feit gesetzt werden - zu dem Letzteren haben bereits schon die
Erdarbeiten zu den Umfassungsmauern begonnen. Gewiß ein ehrendes Zeugniß, daß sich die hiesigen Braunkohlen-Briketts immer größeren Eingang bei der Bevölkerung verschaffen.
verrmrischtes.
* Darmstadt, 14. October. Der Staatsprüfung für das Justiz- und Verwaltungsfach, welche gestern ihren Anfang genommen hat, unterziehen sich 5 Candidaten, 2 aus der Provinz Starkenburg, 3 aus der Provinz Rheinhch'en.
* Darmstadt, 14. October. Ernannt wurde i am 8. October Rudolf Simon in Büdingen zum Gehilfen bei dem Kreisamt Büdingen mit Wirkung vom 1. October l. I. an; am 9. October der Kanzleigehilfe Karl Wahl in Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Oberconsistorium.
Citexatur nnd Knnft
— Meisterwerke der Holzschneidekunst aus dem Gebiete der Architectur, Sculplur und Malerei. 139.—144. Lieferung zu je 1 X Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Die Meisterwerke der Holzschneidekunst haben mit der 144. Lieferung ihren zwölften Band vollendet und ist derselbe in seiner glanzvollen Ausstattung und mit seinem gediegenen Inhalt ein ebenbürtiger Genosse der früher erschienenen Bände. Einer besonderen Würdigung der in dem Bande enthaltenen 82 mustergültig ausgeführten Blätter bedarf es hier nicht. Was der Titel verspricht, das bestätigt der Inhalt: „Meisterwerke der Holzschneidekunst". Der Inhalt ist wie in den früheren Bänden ein möglichst vielseitiger und gegenständlich durch Nachbildung der vorzüglichsten Werke der Baukunst, Bildhauerkunst und Malerei bestimmt. Daß die Erzeugnisse der letzteren besonders ausführlich berücksichtigt find, ist eine Folge der in jedem Jahre veranstalteten Kunstausstellungen, auf denen gerade die Malerei nach den verschiedensten Richtungen hin vertreten war. So sind das namentlich die großen Kunstausstellungen in München und Berlin, deren Schätzen wir in ben „Meisterwerken" begegnen, welche im Hinblick auf die gegenständliche Auswahl des dargebotenen Stoffes zugleich einen Einblick in die Geschichte der modernen Malerei eröffnen. Hierdurch wird mit dem Unternehmen ein doppelter Zweck erreicht: einmal werden dem Künstler und kunstliebenden Publikum gute Originale in Reproduction, sodann aber sorgfältig und meisterhaft durchgesührte Proben der Holzschneidekunst geboten. Die Künstler, welche ihre Werke so trefflich vervielfältigt sehen, müssen der Verlagsanstalt dafür zu Dank verpflichtet sein und der deutschen Holzschneidekunst erwächst eine willkommene Förderung damit, daß ihr Gelegenheit zu so ausgedehnter Thätigkeit geboten wird. — Der Preis für das einzelne Heft stellt sich auf 1 X Die Verlagshandlung hat auch für den soeben vollendeten Band eine Einbanddecke anfertigen lassen, welche reichen Gold- und Schwarzdruck auf Deckel und Rücken zeigt und 4 X kostet. Es beginnt der dreizehnte Band der „Meisterwerke", welchem in nicht geringerem Matze wie den früheren das Interesse der kunstliebenden Welt sicher ist.
Verkehr, £and> tinö L>»lk»wirthschaft
— Das Amtsblatt des Reichs-Poftamts enthält folgende amtliche Mitthetluug, betreffend Anaobe des Grirn-eS der Nachnahme ans -er Antzenseite -er Nachnahmebriefsen-nngen, vom 30. September: Das Reichs-Postamt will mit Rücksicht auf die vorgetragenen Umstände nachgeben, daß bei Nachnahmebriefsendungen nach Orten innerhalb des Deutschen Reichs-Postgebiets der Grund der Nachnahme in gedrängter Kürze auf der Außenseite angegeben werde, z. B. „Bezugspreis für das 3. Vierteljahr 1890", „Mitgliedsbeitrag für den Verein N.", „Einrückungsgebühren", „Gerichtskosten", „Schreibgebühren" u. s. w. Voraussetzung ist jedoch, daß die bezüglichen Angaben einschließlich der sämmtlichen nicht die Beförderung betreffenden Vermerke rc. in ihrer Ausdehnung etwa den sechsten Thetl des Briefumschlags nicht überschreiten und am oberen Rande des Briefumschlags auf der Porderseite oder Rückseite sich befinden.
* Stuttgart, 4. October. Allgemeiner Deutscher Ver- sicherungsoerein. Im Monat September 1890 wurden 349 Schaden- fälle durch Unfall angemeldet. Von diesen hatten 4 den sofortigen Tod und 22 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben in diesem Monat 31. Neu abgeschlossen wurden im Monat September 1710 Versicherungen. Alle vor dem 1. Juni 1890 der Unfall-Versicherung angemeldeten Schäden incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle sind bis auf die von 13 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. Auf Grund der Haftpflichtversicherung wurden 40 Forderungen gestellt. ___________________
Frankfurt, 13. October. Viehmarkt. Es waren angetrieben 415 Ochsen, 35 Bullen, 393 Kühe, Stiere und Rinder, 242 Kälber, 356 Hämmel und 286 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1- Qual, auf X 71—74 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. X 65—67, Bullen X 58—6 , Kühe und Rinder 1. Qual. X 63—66, 2. Qual. X 54—58, Kälber 1 Qual. 75—80 2. Qual
65-70 Hämmel 1. Qual. 64—66 2. Qual. 50—55 H per
Pfd., Schweine 1. Qual 67—69 H, 2 Qual. 65—66 pr. Pfd- Schlachtgewicht.
Frankfurt, 13. October. Fruchtbericht. Weizen hiesiger und Welterauer X 19 25 bis —fremder X 21.50 bis 2250, Roggen hiesiger X 16.75 bis —, Hafer prima X 14.50 bis 15 50, mittel X —.— bis —.
Teiden Damaste, schwarze,weißen, farbigem Mk.2.36 bis Mk. 12.40 p. Met. (ca. 35 Qual.) — versendet roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-D6pöt G. Henneberg (K. u K. Hoflies.) Zürich. Muster umgehend- Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 8547
?>* Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen mit Vorliebe d. HollLn-. Tabak von B. Becker in Seesen a. H., 10 Pfd. lose in 1 Beutel fco. 8 X 156
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen
41. Woche. Vom 5. Octoder bis 11. October 1890.
Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 15,2 f'/oo.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1.Lebensjahr: 2.—15.Jahli
Diphtherie 1 — — 1
Lungenschwindsucht 2 2 — —
Bauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) — —
Tuberkulöser Hirnhaut
entzündung 11 — —
Unbekannter Ursache 1__________—_________1______ —
Summa: 6 (1) 4 (1) 1 1
Anm. Die in Klammern gefegten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in her betreffenden Krankheit auf von AuswärlS nach Gießen gebrachte Kranke kommen
Briefkasten.
Herrn G. Ihre Flohwette eignet sich nicht zur Veröffentlichu.J im Anzeiger. Sie klingt doch gar zu unwahrscheinlich in Anbetrach, der dabei betheiligten Persönlichkeiten.
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Die als Au Maschen SubnHonslvege 27. Oktober, kesser zu Gieße ein. Die Gebote besonderes Blatt, Forstverwaltung z zureichen und tön Die gewünschten D näher anzugeben. Gegen genügende gewährt- Nähere Verwaltungen für
I. Gräflich Eichen'Grubenhol Gerüste und ho; Grubenholz.
II. Fürstli 235 fm Eichen-C Scheiter, 50 fm Stangenholz, 24{
D[. Fürst 100 fm Eichen- 100 nn ErlenH
IV. Gräsl 900 fm Buchet Stammprügel,- 4 stangen, 100 fm
V. Großer 2h' und Gruben 1000 Fichten'Hopf Ä.x VL W ElcheN'Schmllen' prügel, 600 fm !
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VIII. Gri HO fm Schnitt, unb § Ich-Iholz, 30 f Wenstangen, Schwellenholz.
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