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er. hier haben die sämmt- i Betrieb eingestellt und ihre i, nach vorausgegangener .gewöhnliche Vorgang ist aus :en: Die Cigarrenarbeitel ■Zeitgebern eine Lohnerhöhung «sicht aus die gegenwärtige Hatsache, baß bic Cigarren- itcr in @fd)WSe 'eicn' abl ner hatten die Fabrikanten ellt, um angeblich weiteren ubeuQcn, aus dem Bremer auszutreten. In Eschwege iffung ober Zahlstelle dlejes n Cigarrenarbeiter ihm an. r von di-!°r F°rdermg, d'- ichts willen, auch bestrnide« Una, jowie belfert SBeyH infolge d-ßeu h-den |4 tte^urnchl°l»-C'S°E
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Gießen, 14. October.
Einiges über das «nmmetgeschirr der Pferde.
Auf einem Spaziergange, den ich vor wenigen Wochen nach der Wcllereburg machte, begegnete mir an der Steigung der Straße ein einspänniges Fuhrwerk. Dasselbe war nach meiner Meinung nicht übermäßig belastet, denn die ganze Ladung bestand aus mehreren kleinen Fäßchen und etlichen Körben. Allein das Pferd versuchte doch mehrmals an der Steigung auszuruhen, woran es aber von seinem gefühllosen Lenker stets durch kräftige Peilschenhiebe verhindert wurde. Das arme, schon etwas alte Thier dauerte mich und bei näherer Betrachtung der Sache bemerkte ich, da das Pferd in meiner Nähe stehen blieb, ganz deutlich, daß es eine offene, etwa thaler- grotze Wunde auf der Brust hatte, und als ich den unbarmherzigen Quäler über diese wahrhaft empörende Schinderei zur Rede stellen wollte, benahm er sich sehr ungezogen, peitschte weiter aus das Piero los und jagte im Trab davon. Wenn wir nun bedenken, welch namenlose» Schmerz ein solches Geschöpf, das bei einer Wunde an der Brust noch eine Last ziehen soll, auszustehen hat, so müssen sich doch wohl alle Menschen, die ein Herz für die gequälten Thiere haben, aufgefordert fühlen, solchen qualvollen Erscheinungen mit allen Kräften entgegen zu arbeiten, indem sie namentlich die Verhinderung derselben zu bewirken suchen. ±
Ich habe mit einem hiesigen sehr tüchtigen und unter seinen Fachgenossen hoch geachteten Oeconomen, der zur Bewirthschaftung seines Gutes vier Pferde nöthig hat, Rücksprache über genannten Gegenstand genommen, und dieser erfahrene Mann erklärte mir, daß Geschwülste und Wunden an der Brust der Pferde tn der Regel nur von schlecht passenden Kummeten herruhrten. Demnach tragt das schlechtsitzende Kummetgeschirr zunächst die Schuld an diesen traurigen Erscheinungen und martert die armen Pferde aus eine ganz abscheuliche Weise; aber die Hauptschuld trifft diejenigen Personen, denen die Pferde anvertraut sind, wenn sie nicht sofort beim Putzen des Pferdes selbst die kleinste Geschwulst entdecken und ihrem Herrn davon Anzeige machen, denn dieser kann dann vielleicht Abhilfe schaffen und die größeren quälerischen liebel dadurch verhüten, indem er das Kummetgeschirr an der Stelle, an welcher es übermäßigen Druck auf die Brust ausübt, etwas hohllegen läßt, was nach der Aussage des oben erwähnten Oeconomen in den meisten Fällen schon genügt, wenn dies am Unterkummet geschieht. Wird nun das gedruckte Pferd etwas geschont und werden auf der Brust desselben fleißig kalte Waschungen vorgenommen, so kann dadurch das kleine Nebel gehoben werden, aber wenn die Geschwulst dicker wird, oder vielleich gar schon eine aufgeriebene Wunde vorhanden ist, so erscheint es dringend ge-
5 ch i ffstt adg richten.
Hamburg, 10. October. Der Hamburger Doppelschrauben- Schnelldampfer „Augusta Victoria", Capitän Albers, welcher am 3. October von Southampton abnegangen, ist am 10. October, 1® Uhr Morgens wohlbehalten in New-York angenommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 8 Tage 2 Stunden 25 Minuten. Oceansahrt nur 6 Tage 21 Stunden 30 Minuten.
Hamburg, 10. Ocibr. Das Hamburg-Newyorker Post-Dampfschiff „Gellert", Capitän Kaempff, ist am 10. October 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Hauses an der Blumenstraße am Bachgelander umher kletterte, in den Stadtbach gefallen und unterirdisch fortgeschwemmt worden, wobei er mitunter sehr starkes Gefall passiren mußte. Im Ganzen stak der Knabe nahezu 16 Stunden in dem unterirdischen und ziemlich tiefen Canal.
* Lieder hat die Lerche wohl, aber . . . Der „Reichsanzeiger" bringt folgendes Inserat: „Für die neue Hoftracht: Weiße und schwarze Herrenstrümpfe, Wattonstrümpfe zur Ausgleichung von Jnnormalitäten der Beine. Mechanische Strickerei, Hannover." Die Besitzer von innormalen Geh- Werkzeugen werden sich hoffentlich diese Gelegenheit zu einem befriedigenden „Ausgleich" nicht umsonst empfehlen lassen.
* Im Brockenbuche findet sich neben manchem anderen Schönen auch folgender Vers:
„Ich dachte auf dem Brocken
Die Sonne zu erblocken,
Doch war dies nur ’ne Fabel, Denn ich sah nichts als Nabel.
Ein Candidat der Theologie."
Darunter hat ein anderer Brockenbesucher geschrieben: „Studir Du Deine Bibel Und halt hier Deinen Schnibel."
Land« rind
— Offen zu bestellende Telegramme. Es scheint wenig bekannt zu sein, daß es gestattet ist, Telegramme offen bestellen zu lassen. In diesem Falle fügt man dem Telegramm die Bezeichnung R 0 (d. ist rendu ouvert) bei, welche als ein Taxwort zu zählen ist. In zahlreichen Fällen enthält das Telegramm fein Geheimniß; im Gegentheil ist es oft wünschenswerth, daß in Abwesenheit des Empfängers dessen Angehörige, Geschäfts- ober Dienstpersonal vom Inhalt des Telegramms Kenntniß erhält, um danach die entsprechenden Verfügungen zu treffen, insbesondere zu beurteilen, ob die Nachsendung nöthig ist. Wie viel unnöthige Sorge und Verlegenheit könnte vermieden werden, wenn der Absender eines Telegramms die offene Bestellung beantragt. Gerade unter den gegenwärtigen Taxverhältnissen, wo im internen Verkehr das billigste Telegramm 10 Worte enthalten darf, ist es gewiß oft leicht möglich, die Bezeichnung R 0 ohne Verteuerung bcizusügen.
Gießen, 14. October. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 0,90—1,00, Hühnereier 1 St. 7-8, 2 St. — Enteneier 1 St.--H, 2 St. -
Käse pr. St. 4—8 Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück X 0,90—1.00, Hahnen pr. St- X 0,60-0,90, Enten pr. Stück X 1,50-1,70, Ochsenfleisch pr. Psd 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 H, Schweinefleisch 70-80 Hammelfleisch 62—68 H, Kalbfleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 3,40-7,00, Weißkraut pr. St- 4—6 .Ä, Zwiebeln per Centner X 6,00—6,00, Milch per Liter 12-18 H.
boten, einen Thierarzt zu Rathe zu ziehen, denn uns sind Fälle bekannt, daß Pferde, welche in dieser Beziehung vernachlässigt wurden, monatelang zur Arbeit nicht verwendet werden konnten.
Wir bekennen mit großer Freude, daß wir sehr viele schöne, sogar mit netten Verzierungen ausgestattete Kummete gesehen haben, und wir dürfen wohl mit Recht daraus schließen, daß bei Anfertigung derselben auf ein gutes Passen an Hals und Brust des Pferdes besonders Rücksicht genommen wurde. Daß aber noch recht viele mitunter mehrere Jahrzehnte alte Kummete im Gebrauch sind, bet welchen von einem guten Passen durchaus keine Rede sein kann und die für die Pferde geradezu eine Marler sind, das wird wohl nicht zu leugnen fein. Da es aber in der Schöpfung fein andres Thier gibt, das treue, rnuthige, tiuge, fromme, gelehrige und stets zur Arbeit willige Pferd zu ersetzen, so verdient das edelste unserer Nutzthiere gewiß nicht den abscheulichen Leiden eines schlechten, drückenden Kummets ausgesetzt zu sein, und wir bitten daher recht inständig nicht allein alle Pferdebesitzer, sondern auch noch weitere Kreise das Kummetgeschirr recht eingehend in Beachtung zu ziehen.
Schließlich möchten wir noch auf die stellbaren paten- tirten Kummete, die ein Fachmann in einem Correspondenzblatt des Berliner Thierschutzvereins für recht gute erhärte, aufmerffam machen. Dieselben können auf eine einfache Weise um 8 bis 10 Centi- meter verlängert und um 5 bis 6 Zentimeter erweitert werden, und sie bieten daher dem Besitzer den großen Vortheil, daß sie für große und kleine Pferde passend gestellt werden können. Im Interesse der armen, vielgeplagten Pferde wäre es wohl zu wünschen, daß die Herren Pferdebesitzer bei Neuanschaffung von Kummeten in erster Linie auf die stellbaren Geschirre Bedacht nehmen sollten.
Curschmann.
Hamburg, 11. Octbr. Das Hamburg-Newyorker Postdampfschiff „(Scanbia", Capitän Kopfs, ist am 10. October, 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angefommen.
Bremen, 10. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnellbampfer Werra, Capitän C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. September von Bremen unb am 1. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in 91 empört angekommen.
Bremen, 11. October. fPer transatlantischenTelegraph.) Der Schnellbampfer Saale, Capitän H. Richter, vom Norddeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 1. October von Bremen und am 2. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
- Oeffeutliche Urtheile. Die „Jllnstrirte Handwerker- Zettung" unb bie „Handels- unb Jnbustrie-Zeitung" schreiben wörtlich: „Neue Erfindungen. Herr Plüß-Stauser, Östringen (Schweiz) hat einen Kitt erfunben, ber sich für Glas-, Porzellan- unb Steingutwaaren, sowie für alle möglichen anberen zerbrochenen Dinge vorzüglich eignet, wie wir uns selbst überzeugt haben. Die mit biesem Kitt roieber verbunbenen Stücke haften schon nach einigen Tagen so fest aneinanber, daß bie reparirten Gegenstänbe eher an einer anberen Stelle zerbrechen als an ber alten. Kaltes Wasser ist ohne Einfluß auf bie mit biefem Universal - Kitt behanbelten Gegenstänbe unb auch heißes Wasser löst ben Kitt nicht, wenn sie nicht gar zu lange in solchem liegen. Es ist bieser Kitt somit erfahrungsgemäß bas beste Mittel, um zerbrochenes Tafel- unb Küchengeschirr zu flicken. Wir machen daher nicht nur bie Glas- unb Porzellanwaaren - Hanblungen auf biefen Plüß-Staufer'schen Universal-Kitt aufmerksam, fonbern möchten bemfelben auch in jeher Werkstatt unb Haushaltung Eingang verschaffen."
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