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Der Viceadmiral Paaschen toastete auf den Kaiser von Oesterreich, der Erzherzog Stephan, der Commandeur des Panzerschiffes, aus Kaiser Wilhelm.
Bruck a. d. Mur, 13. August. Gestern Nacht wurde durch ein heftiges Gewitter und das Austreten der Flüsse Folz und Aflenz sowie des Thärlbaches im Hochschwabgebiete großer Schaden angerichtet. Aus der Reichsstraße Kapfenberg Aflenz wurden 13 Brücken abgerissen. Der Betrieb der Eisenwerke ist eingestellt.
Pest, 13. August. In Folge eines Hauseinsturzes in der Feldgasse wurden mehrere Personen getödtet und viele verwundet.
Triest, 13. August. Zwei bosnisch-herzegowinische Infanterie-Bataillone sind hier eingetroffen und festlich empfangen worden.
Luzern, 13. August. Die Begnadigung des Vatermörders Kaufmann durch den Großen Rath zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe erfolgte mit 74 gegen 49 Stimmen.
Paris, 13. August. Der Gesandte Whitelaw-Reid theilte Ribot mit, er habe einen Bericht über die Conserenz der amerikanischen Generalconsule betreffend die Mac Kienley- Bill an seine Regierung gerichtetderselbe enthalte die Wünsche, welche die Conferenz für die mildere Anwendung der Bill in Uebereinstimmung mit den Forderungen einiger französischer Handelskammern ausgesprochen hat.
— Aus Lagos wird gemeldet: Die Soldaten des Königs von Dahome näherten sich in der Nacht des 12. August den Verschanzungen am Kotonu. Die Schiffe „Najade" und „Roland" beleuchteten die Küstenebene electrisch; die Eclaireurs der Garnison gaben mehrere Schüsse ab und die Besatzung marschirte gegen den Feind aus. Des Morgens wurden Blutspuren entdeckt und ein Verwundeter gefangen.
Paris, 13. August. Vertreter der Lederindustrie ersuchten den Hundelsminister, ihre Industrie gegen die Schädigung zu schützen, von welcher dieselbe durch die jüngst von dem höheren Ackerbaurathe votirten Zölle bedroht würde. Der Minister erklärte, er werde im Einvernehmen mit dem Ackerbauminister in dem der Kammer vorzulegenden General- taris die freie Einfuhr von Leder und rohen Häuten zunächst aufrecht erhalten.
Der Kriegsminister ordnete an, daß die Chasseurs zu Fu ß nicht mehr Bataillone von Armeecorps bilden, sondern in Grenzgebiete entsendet werden sollen.
Paris, 13. August. Cardinal Lavigerie ist hier eingetroffen, um den unter seinem Vorsitz am 15. October hier stattfindenden Antisclaverei-Congreß vorzubereiten.
Bordeaux, 13. August. Aus der Strecke Bordeaux-Bayonne entgleiste bei Igor gestern Bormittag der Expreßzug. Zwei Bahnbeamte blieben tobt; vier Reisende wurden schwer und viele leicht verletzt.
London, 13. August. Der Polizeichef Sir Edward Bradford wurde heute bei einem Spazierritt vom Pferde geworfen,- er kam beim Sturze unter dasselbe zu liegen und wurde bewußtlos vom Platze getragen.
Madrid, 13. August. In den Provinzen Valencia nnd Toledo ist eine leichte Abnahme der Cholera bemerkbar. In der Provinz Alicante kamen einige Cholerasälle vor.
Madrid, 13. August. Aus der Carolineninsel Dap überfielen Eingeborene unbewaffnete spanische Truppen. Ein Lieutenant und 27 Mann wurden getödtet. Ein zur Züchtigung der Eingeborenen nach Dap entsendeter Dampfer lief auf- zwei ausgesandte Boote mußten sich wegen heftigen Widerstandes der Eingeborenen zurückziehen. Die spanische Regierung befahl nun die Entsendung zweier Kriegsschiffe zur Bestrafung nach Dap.
Malaga, 13. August. Berichten aus Melilla zufolge befinden sich in der Nähe Melillas mehrere Tausend Araber. Im Uebrigen herrscht Ruhe.
Petersburg, 13. August. Der Botschafter Schuwalow, welcher hier kurze Zeit verweilte und auch vom Kaiser empfangen wurde, begab sich dieser Tage wieder auf seine Güter in Finland. Er reist zum Empfange des deutschen Kaisers am 16. August von dort direct nach Narwa.
Petersburg, 13. August. Die neuesten Bestimmungen über die Anwesenheit des Kaisers Wilhelm lauten: Ankunft in Narwa am 17. August, Nachmittags 5 Uhr, Abends Diner - am 18. August Fest des Preobraschensky- Regiments, Kirchenparade,' 19. August und 20. August Manövertage,' am 21. August Ruhetag - am 22. August voraussichtlich Ende des Manövers. Vom 17. August bis 21. August residirt der Kaiser in Narwa, am 22. August in Gomontow,- vom 23. August bis 24. August in Petersburg. Am 24. August erfolgt die Rückreise auf dem Seeweg.
Kairo, 13. August. Meldung des Bureau Reuter. Gestern starben in Djeddah 45, in Mekka 83 Personen an der Cholera.
RewZork, 13. August. Depeschen aus San Salvador kündigen den Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Honduras und San Salvador als bevorstehend an.
Buenos Ayres, 13. August. Reuter-Meldung. In Folge des Gerüchtes, daß die Nationalgarde durch die Regierung der Provinz Cordova mobilisirt wurde, entstand große Beunruhigung. Es verlautet, der Minister des Innern ertheilte dem Gouverneur der Provinz (der bekanntlich ein Bruder des früheren Präsidenten Celman ist) den nachdrücklichsten Befehl, seine Stelle niederzulegen.
tmö provinzielle».
Gießen, 14. August.
— Zwei Mitglieder der hessischen Reblauscommisfiou find soeben in unserer Provinz aus der Suche nach dem gefährlichen Rebenschädling und haben auch in hiesigen Gärten Nachforschungen angestellt, bis jetzt zum Glück umsonst. Sie werden sich eingehender mit den Weinbergen Büdingens zu beschäftigen haben.
— Das Museum des Geschichtsvereins bletbt von nächsten Sonntag an während der Ferien bis auf Weiteres geschlossen. Die Wiedereröffnung wird angezeigt werden.
— Ein Taglöhner von Gleiberg, Namens Heinrich Reineck, wurde heute Vormittag unterhalb des Hardtbergs in der Nähe des Valentin'schen Steinbruches, in einem Graben liegend, tobt aufgefunden; jedenfalls liegt ein Unglückssall vor.
Friedberg, 12. August. Das Unwetter in der Nacht vom Sonntag aus Montag hat in der ganzen Umgegend vielfachen Schaden angerichtet. Ueberall sieht man überschwemmte Felder, abgeschlagene Aeste, entwurzelte Bäume. Das Obst liegt am Boden und mehrfach wurde geschnittene Frucht weggeschwemmt. Durch den Hagel ist namentlich dem Nauheimer Park arg mitgespielt worden. Hunderte von kleinen Vögeln: Nachtigallen, Meisen, Bachstelzen, Distelfinken lagen am Montag Morgen todt im Park. Die Ufa ist angeschwollen und sührt trübes, lehmiges Wasser. Stark mitgenommen wurde auch die Gemarkung Steinsurth und Wiffelsheim.
D Aus der Wetterau, 13. August. Auf der Linie Gießen-Gelnhausen wirken die Bremsen an den Waggons, wahrscheinlich durch zu rasches Anziehen, so heftig, daß der Waggon in eine äußerst unangenehme ruckweise Bewegung geräth, welche bei den Reisenden Schrecken und sogar Uebel- keit • hervorruft. Letzteres war gestern bei einer mit dem Einsender reisenden Dame der Fall, welche ein Gefühl hatte, als würde sie seekrank. Die verehrliche Direction erlaubt man sich aus den Mißstand aufmerksam zu machen, mit dem Anfügen, daß das reisende Publikum sehr dankbar sür Abstellung sein wird.
O Ruppertsburg, 13. Juli. Unser sonst so stiller Ort wurde gestern in lebhafte Bewegung versetzt, als ganz unverhofft eine Zigeunercarawane mit etwa einem halben Dutzend Fuhrwerken bei uns eintraf. An den Wagen waren hinten überall Pferde angebunden und die Fuhrwerke schienen über und über mit Menschen jeden Geschlechts und Alters überfüllt zu sein. So war es auch wirklich. Der Zug wählte außerhalb des Dorfes einen Lagerplatz; bald wimmelte es von schwarzen Gesellen jeder Gattung und es entwickelte sich ein Zigeunerleben ä la Preciosa. Vierzig bis fünfzig Personen mögen es gewesen sein, darunter Personen, die eine Hautfarbe hatten, so dunkel wie eine Roßkastanie. Die braunen Gesellen waren höchlichst erbost darüber, daß man sie kurzer Hand von dem Schottener Sommermarkt abgeschoben hatte, wo sie eine reiche Beute zu ergattern hofften. — Alsbald nach Ausschiffung aus ihren Fuhrwerken begannen sie im Dorfe so zudringlich zu fechten, daß man sich ihrer nur mit Mühe erwehren konnte. Dabei rauchten besonders die Weiber Cigarren und Pfeifen. Es wurden alsbald zwei Mann zur Bewachung bei der Bande postirt und Nachts legten sich verschiedene hiesige Bürger als Schutzwache in die in der Nähe befindlichen Fruchthausen, um sie vor den braunen Raubvögeln zu schützen. Die Hunde der Bande knurrten die ganze Nacht, weil sie die Wächter witterten. Durch diese Wachsamkeit und Vorsicht ist kein Unfug vorgekommen. Heute ist die Bande nach Hungen weiter gezogen, wo man sie aber auch gleich weiter befördert hat. Das Gesindel ist zur jetzigen Zeit, wo nur Kinder und alte Leute zu Hause sind, sehr gefährlich für die Landbewohner.
Vermischtes.
* Mainz, 12.August. HerrPr. Perröt, der bekannte Urheber der Packetporto - Reform, der Sammel-Ladungen im Güterverkehr, der Zonentarife und anderer gemeinnütziger Fortschritte, wird, wie Mainzer Blätter berichten, schon Ende dieses Monats Mainz und Deutschland verlassen, um dem Rufe einer böhmischen Bahn zu folgen und sich nach Prag zu begeben. Die böhmischen Bahnen führen bis zum 1. October den Zonentarif ein. — Die „Monatsschrift" des Herrn Dr. Perrot wird, wie man hört, weitergeführt. Soeben ist das 5. sehr reichhaltige und interessante Heft erschienen.
* Marburg, 13. August. Aus dem Dorfe Sterzhausen, hiesigen Kreises, wird mitgetheilt, daß daselbst ein Reservist durch Erschießen seinem Leben ein Ende gemacht habe.
x Wilduugen, 11. August. Die in Bad Wildungen erscheinende „Waldecker Zeitung" schreibt: Der hiesigen Lieder- tasel ist in diesen Tagen die Freude zu Theil geworden, den Gießener „Sängerkranz", mit welchem sie seit Jahren sreundschaftliche Beziehungen unterhält, hier als Gast begrüßen zu können. In fast voller Stärke traf der Gießener Verein am Sonnabend mit dem Nachmittagszuge hier ein und wurde von Mitgliedern der Liedertafel aus dem Bahnhofe empfangen und zur Stadt geleitet. Viele alte Bekannte trafen wieder zusammen und feierten das Wiedersehen in einer Harmonie, wie sie nur unter Sängern üblich ist. Nachdem die auswärtigen Herren, welche fast sämmtlich in Privatquartieren Ausnahme gefunden, den Reisestaub abgeschüttelt und unter Führung der hiesigen Sangesbrüder dem Badeorte einen kurzen Besuch abgestattet hatten, sanden dieselben sich Abends im Saal des Hotel Zimmermann zusammen, woselbst um 9 Uhr ein von der hiesigen Liedertafel den Gästen gegebenes Souper seinen Anfang nahm. Eine ungemein herzliche und vergnügte Stimmung belebte die den ganzen Saal einnehmende Tafelrunde. Dieser Stimmung gab Herr Photograph Fath beredten Ausdruck, indem er auf die seit Jahren bestehende Verbindung zwischen der Wildunger Liedertafel und dem Gießener Sängerkranz hinwies, den Gästen ein herzliches Willkommen zurief und auf das Gedeihen des Gießener Vereins ein Hoch ausbrachte, was nach kurzer Pause von dem Vorsitzenden des Sängerkranzes, Herrn Berg, erwidert wurde. Im weiteren Verlaus des Abends brachten beide Vereine abwechselnd eine Reihe von Liedern zum Vortrage, die zu der angenehmen Unterhaltung der Festgesellschaft wesentlich beitrugen. Die Rücksicht aus das am folgenden Tage vom Gießener Sängerkranz, als letztes Zusammenwirken mit feinem seitherigen Dirigenten, Herrn«^)r. Haym, stattfindende Concert nöthigte die Gießener HerrW zu
einem frühzeitigen Aufbruch. — Nachdem am gestrigen Vormittag im Kursaal eine Probe mit Orchester vorangegangen, fand Abends ebendaselbst das Concert, welches in allen Nummern in dem dichtbefetzten Saale des Kurhauses reichsten Beifall sand, zum Besten des hiesigen Kriegerdenkmals statt. An das Concert schloß sich ein gemüthliches Beisammensein der Mitglieder der hiesigen Liedertafel und deren Damen mit den Gießener Sangesbrüdern an, wobei auch dem Tanz in ausgiebigster Weise gehuldigt wurde. Herr Freiherr von und zu Egloffstein nahm Veranlassung, Namens des Krieger- denkmalcomites den Sängern Dank auszusprechen für ihre zu einem guten Zweck gewidmete Mitwirkung und brachte schließlich ein Hoch aus den genannten Verein aus. Der Vorsitzende des Sängerkranzes, Herr Berg, antwortete mit einem Hoch auf die Stadt Wildungen und ihre Bewohner, nachdem er für die dem Verein zu Theil gewordene gastliche und herzliche Ausnahme seinen Dank zum Ausdruck gebracht hatte. Erft lange nach Mitternacht fand das Vergnügen, das manche früher angeknüpfte Beziehungen neu belebt hat, seinen Abschluß. Heute srüh unternahmen die Gießener Gäste Ausflüge in die Umgebung der Stadt und zwar hatte sich der größere Theil dem schönen Helenenthale zugewandt. Nachdem noch am Nachmittage ein Abschiedsschoppen mit einem großen Theil der Mitglieder der hiesigen Liedertafel im Hotel zur Königsquelle getrunken, verließen die Gießener Sangesbrüder mit dem Nachmittagszuge unsere Stadt. Allen Anzeichen nach hat es den Gästen während ihres Verweilens in unserer Stadt recht gut gefallen und wird dieser Besuch jedenfalls dazu beitragen, die zwischen beiden Vereinen bestehenden angenehmen Beziehungen auch für die Zukunft fester und inniger zu gestalten.
* Crefeld, 12. August. Nach unsäglich mühevoller Arbeit ist es nunmehr auch gelungen, die letzte Leiche unter den Trümmern herauszuschaffen, so daß man jetzt mit Bestimmtheit die Zahl der Opfer, welche das Unglück gefordert, auf 26 angeben kann. Es sind dies 3 Männer, 3 Frauen, 3 sonstige erwachsene weibliche Personen und 17 Kinder. Eine Frau liegt noch im Krankenhaus, die ihren Mann und 6 Kinder verloren hat. Sämmtliche Leichen sind im Todten- hause auf dem neuen Friedhöfe untergebracht. Heute Nachmittag fand eine außerordentliche Sitzung des Stadtverord- neten-Collegiums statt, in welcher über die hinsichtlich der Hinterbliebenen zu treffende Fürsorge, sowie über das Be- gräbniß der Verunglückten berathen wurde. Herr Oberbürgermeister Küper erwähnte zunächst des traurigen Ereignisses und theilte der Versammlung mit, daß das Begräbniß morgen (Mittwoch) Nachmittag 5 Uhr in möglichst feierlicher Weifte auf Kosten der Stadt stattfinden soll, welcher Vorschlag von der Versammlung einstimmig angenommen wurde.
* Eine in England übliche schöne Sitte scheint nunmehr auch in Deutschland Aufnahme zu finden. Alljährlich werden von der Königlichen Gartenbaugesellschaft zu London einige Taufend Topfpflanzen an arme Kinder unter der Bedingung verschenkt, daß diese von den Kindern gepflegt werden. Zur weiteren Aufmunterung findet dann im Laufe des Winters .eine Ausstellung der von den Kindern behandelten Pflanzen statt, welche mit einer Preisvertheilung verknüpft ist. Der erzieherische Werth dieser schönen Sitte ist von ganz außerordentlichem Belang. Nun hat der Gartenbau-Verein in Apolda vor einigen Tagen 100 Kinder der dortigen Bürgerschule, 50 Knaben und 50 Mädchen, eingeladen und an jedes je zwei Blumenpflanzen vertheilt. Um unter den Kindern Interesse an der Blumenzucht zu erwecken, sollen die damit erzielten Erfolge in einiger Zeit sestgestellt und Prämien an die Züchter der schönsten Stücke vertheilt werden. Eine kurze Belehrung über Zucht und Behandlung der Pflanzen wurde den Kindern mit aus den Weg gegeben. Sollte unser reicher Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich preußischen Staaten nicht in der Lage sein, dem gegebenen Beispiele zu folgen? Gewiß würde sich unter den zahlreichen Handelsgärtnern in und bei Berlin eine ganze Reihe bereit finden, die eine oder die andere Pflanze zu diesem Zwecke, dessen menschenfreundliche Seite Niemand in Abrede stellen wird, unentgeltlich herzugeben, sodaß es nur geringer materieller Unterstützung seitens jenes großen Vereins bedürste. Voss. Z.
Universität»»Nachrichten.
Marburg, 13. August. Das bereits seit Wochen auftauchende Gerücht, daß Herr Professor Braun, der Dtrector der htestaen chirurgischen Klinik, einen Ruf nach Königsberg annehmen werde, bestätigt sich jetzt. Sollte nunmehr auch die ebenfalls gerüchtweise verlautende Berufung des Herrn Professor Marchand, Dtrector des pathologischen Instituts, nach Berlin zur Wahrheit werden, so stehen unserer Hochschule wieder recht harte Verluste bevor. (O. Z)
verkehr, £anö» unö volkrwirthschah
Limburg, 13. August. (Fruchtmarkt). Rother Weizen (neu) v* 17.25, weißer Weizen JL —, Korn (neu) JL 12 50, Gerste JL —, Hafer A 950, Erbsen , Kartoffeln JL —.
vWliye ani fertige 6tiötn8effe .
direkt aus der Fabrik von von Elten & Keuffen, Crefeld. s
also.aus erster Hand in jedem Maast zu beziehen, 1------'----
Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten.
— Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von H. F. 1 A Spengler Moll 2 A Frau Rechtsanwalt Dornseiff 5 A H. B. 0.50 Zusammen 8.50 Jnsgesammt nunmehr 175.50 vN.
Für den bedürftigen Conrad Röhrsheim in Crumbach gingen ferner ein: Von S. 0.50 A Ungenannt 1 Zusammen 1.50 v*L Jnsgesammt nunmehr 13.50 JL
Weitere Gaben nimmt gern entgegen
Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
Temperatur der Lahn und der Lust
am 14. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17, Lust 15 Gr.
Rübs amen.


