Franz Hewei,
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von 4,*su rvcerer ~__. . 15A
je Kaan jun«^ Kremplo^lO»
2727
Course der Frankfurter Börse.
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großer Th-U geht aus Couto der unver- antwortlicben Weife in welcher bei der egyptiichen Eonoerston die Interessen des Publikums vernachlässigt werden. Nach jahrelangen Verhandlungen mit den ver- Siebenen Mächtm. welch- nöthlg waren, um deren Zulttmmung zu der-n und sür ft* nickt aesetzlicken Eonversion zu erlangen, erlaubt sich die egypttfche dregierung Bedinaunaen zu stellen, wie sie noch von keinem Staat seinen Gläubigern zugemuthet word"n sind Auf achttägige Frist kündigt man die 1888er Aule he zur Pari-Hemr- rabluna der 5 o/0tflen Anleihe wird die Conversion in eine 3 /zO/oige oder Patt- Rückzahlung fretgestellt, aber derart, daß von allen Bondsbesttzern, welche nicht binnen 10 Tagen ihr Capital zurückfordern, die stillschweigende Anerkennung der Convecsionsbedtngungen angenommen wird. Daß solche Fristen für fo vorzüglich classirte Anleihen, wie die in Frage stehenden, vollkommen unzureichend sind, leuchtet jedermann ein Ebenso ist aber auch der Grund dieser kurzen Frrstbestimmung durchsichtig genug; es ist für das Emissionshaus die einfachste Art, den größten Th-ll d-r übernommenen 3 '/«»/eigen Anl-th- °biust°ß°n und das R stko des hohen non sick abzuwalzen; denn dieses Risiko ist ketneSfaus gering.
Es kann kaum zweifelhaft sein, daß eine 31/20/0 Egyptische Anleihe deren Gestehungs- vreis sich auf 93—94 % stellt, für den deutschen Markt zu hoch ist, wenigstens in esirem Augenblick, da dessen Aufnahmefähigkeit selbst für die besten heimischen^Werthe vollkommen erschöpft ist. Der hohe Cours der pttoilegirten Egypter mag Manchen noch darüber Hinwegtäuschen, aber die Erkenntniß kann nicht lange auf sich watten lasten und wird besonders unter Berücksichtigung der Art und Weise der Durch führung der Conversion eine tiefgehende Verstimmung des Marktes Zur Folge haben Bisher lag in dem Erwerb selbst zweifelhafter fremdländischer Staatsanleihen ke^ besonderes Risiko, weil für dieselben eine stets steigende Nachfrage bestand Die Wiederholung solcher Vorfälle würde sicherlich das Capital wieder auf die^Anlage in heimischen Werthen hinführen. Mancherlei andere Vorgänge haben dam beigettagen, die Börse zu verstimmen. Die geplante Finanzreform, verbunden mit der Aufnahme einer neuen Anleihe scheiterte und der Minister ""dm seine Entastung, von 50/0 Italiener Rente sollen in letzter Zett Stücke mit fortlaufenden Nummern zur Ablieferung gekommen sein, woraus man schließen wollte, daß ein Tbeil der im Portefeuille der Regierung befindlichen 240 Mill. Rente unter der Hand begeben worden sei, endlich erhielt sich in letzter Zeit hartnäckig das Ge« hnfc eine namhafte Erhöhung der Börsensteuer geplant sei. Merkwürdiger Weise blieb der Montanmarkt fest und zwar auf die überraschende Motivirung, daß da ia neuerdings die deutschen Eisenverbände eine bedeutende Ermäßigung ihrer Verkaufspreise beschlossen hätten, nunmehr eine Wiederkehr des lebhaften Geschäftsbetriebes zu -rwatt-n fd. jrft Elnlg£n zachen ble Berichte °°m Arnertkonischen
Eisenmarkt günstiger; wie weit man aber berechtigt ist, diese Vesferung auf den deutschen Markt zu übertragen, entzieht sich der Beurtheilung. Umfalls ist es anaezeigt- nach wie vor die größte Vorsicht walten zu lasten, man weiß, welche gewissenlose Hände in diesem Markt regieren und welche iahen Tendenzwechsel der- Wi,C Vantm6bHeb^niau*inrb?eier23oct)e ziemlich unverändert, nur Wiener Neben- werthe namentlich Länderbank und Bankverein-Actien zeigen Besserungen, die zum ^^?n^baÄ^S^“mttteti^bme der Busch.herader und Dur-r Actien von welchen namentlich die Steigerung der ersten mit 13 fl. auffallt, alle anderen litten ziemlich beträchtlich unter Realisationen, di- M auch auf Schweizer Bahnen trotz der Subscrtptton auf Jura-Simplon-Actien erstreckten.
Unter den Renten sind namentlich Ungarn, ^ttlUner, © OTPter en
aedrückt. Der Verkauf der prioilegirten Egypter erscheint dringend rathsam, so langt» her Cours sick noch über Pari d. t. ca. 102 bewegt.
<\n Türken bestehen zweifellos in Paris große Haussepositionen, und von Zett zu Zeit kommen von dort immer wieder sttmulirende Nachrichten, letzter Zeit ist viel die Rede von der Gründung einer Trustcompagnte, durch welche etN-be-
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Noch deutlicher als in der vorangegangenen Woche war die^nal ersichtlich, in welcher Abhängigkeit von den fremden Märkten sich die deutschen Man hatte die internationalen Rentenwerthe $u 10110^66560^11 erhob6N, mell 6s dadurch möglich wurde, die Spannkraft der für die heimischen zu verwerthen. Das war allerdings nur angängig unter VerMt aus die eigene Selbstständigkeit; aber unter damaligen Umstanden war das ein Gewinn. Heute kann es nicht mehr dafür gelten; denn jede Abschwächung an fremden Börsen kommt jetzt unvermindert in den heimischen Coursen, zum Ausdruck,^und zu den Verlegenheiten, welche der Montanmarkt der Börse bereitet, tritt nun noch die Unsicherheit des internationalen Marktes. Es ist heute kaum mehr rweifelhaft, daß die Renten der Haussemeinung nicht mehr dienen können ; aber es wird schwer sein, einen Ersatz dafür zu finden, und die Zukunft des Marktes erscheint daher höchst unaewiü Es ist in früheren Berichten mehrfach daraus htnstewiesen worden, daß firf? die Äufwärtsvewegung im Rentenmarkt vollzog trotz steigender Geldsatze, und daß ^dies nur geschehen konnte unter Beihülfe der emittirenden Finanrhan er. Zweifellos haben auch jetzt noch hervorragende Firmen große H.uusietnteressen, und diese werden ^sicherlich einer rückläufigen Bewegung leben möglichen Widerstand leisten; aber wie stark die stützenden Hände auch mögen, es ist nickt aus- ge chlossen, daß die Verhältnisse sich starker erweisen, als sie. . Ju den letzten Tagen haben sick die Verkaussauftrage außerordentlich gehäuft, so daß die Course bereits um^ein^Befrächtltches zurückgewichcn sind. An diefer Zunahme der A^."EÄr
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