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vinzielles.
Gietzeu, 14. Januar.
d. Tümmler hier wurde philosophischen Faeultät
Kammer von hier wurde er Großh. Oberrechnungs-
ig auf unsere gestrige dies- erläffiger (Beite mitgetfjeilt, t fei. Weder bie Nationalgen hätten bereits ihre nehr seien beide Parteien tdidaten.
hat auch die Mergefell- :s bis aus Weiteres ver- n'ächsten Donnerstag, den g ab, gelegentlich welcher c wird und Neuwahl des ieiten fiii den Boothaus- [ und dürste bei gßnfriger M* der Rohbau unter
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Punkt 3 der Tagesordnung ergriff der Gerbergehilse Ludwig
Bücking das Wort und regte die Gründung eines Arbeiter- ? ^Anforderungen genügen konnten.
welche von etwa 50 erschienenen Arbeitern an-
vereins an,
genommen wurde, die sich durch Namensunterschrift verpflichteten, demselben sofort beizutreten.
der Erkrankungssälle dürfte von unseren Aerzten wohl am freudigsten begrüßt werden, welche, selbst zum größten Theile von der Krankheit mehr oder weniger heftig ergriffen, nur mit dem Aufgebot ihrer ganzen Willenskraft und Hintansetzung ihrer eigenen Gesundheit den plötzlich so colossal gesteigerten
der Mittel soll durch eine allgemeine Sammlung in hiesiger Stadt erfolgen.
— In der auf Sonntag hier anberaumten Arbeiter- Versammlung, zu welcher auch die Arbeitgeber und die hiesigen Bäckermeister geladen waren, um gemeinschaftlich mit ihnen über die Verbefferung der Lage der Arbeiter, resp. Preisermäßigung des Brodes zu unterhandeln, waren die Arbeitgeber und die Bäckermeister nicht erschienen. Bei
vermischter.
* Darmstadt, 12. Januar. Wie der „Tägl. Anz." nach an gut orientirter Stelle eingezogeuer Erkundigung mittheilt, hat die seit Mitte December vorigen Jahres in unserer Stadt aufgetretene Jnfluenzaepidemie mit dem Ende der verflossenen Woche ihren Höhepunkt erreicht. Mau nimmt m maßgebenden Kreisen an, daß etwa drei Viertheile der Be
völkerung an Influenza erkrankt waren,- es ist dies eine so I überaus große Verbreitung, wie man es glücklicherweise niemals von einer Krankheit in unserer Stadt erlebt hat und hoffentlich erleben wird. Die nunmehr eingetretene Abnahme
Verkehr, Land- und volkswirthschaft.
Gießen, 14. Januar. sMarkt bericht.] Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 0,8o—0,85, Hühnereier 1 St. 8-, 2 St. —. H, Enteneier 1 St. 0— H, 2 St. — H, Gänseeier — Käse pr. St. 4—7 H, Käsematte pr. St. 3
Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen vr. Liter 32 4, Tauben pr. Paar X 0,60—0,70, Hühner pr. Stück X 1,20—1,70, Hahnen pr. St. X 1,50-2,00, Enten pr. Stück X 1,70—2,00, Gänse pr. Pfd. 64—62 4, Ochsenfleisch pr. Pfd 66-72 4, Kuh- und Rindfleisch 56—60 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—66 4, Kalbfleisch 56-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,00-0,00, Weißkraut pr- St. 6—8 4, Zwiebeln per Centner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 12-18 4
Möcheutliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«.
2. Woche. Vom 5. Januar dis 11. Januar 1890.
Einwohnerzahl: 20 200 (fad. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 51,4 °/M.
Kinder
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen
Es stnrbm au: Zusnmmm: Erwachsene:
im vom
Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
1.
Diphtherie
1 (1)
—
- 1 (1)
Lungenschwindsucht
5 (3)
5 (3\
Lungenentzündung
5 (1)
5 (1) .
— —
Lungenerweiterung
1
1
— —
Gehtrnschlagfluß
1 (1)
1 (1)
—— ——
Gehirnerweichung
1
1
— —-
Krämpfen
1
—
1 —
Nierenentzündung
1 (1)
1 (1)
— —
Altersschwäche
2
2
— —
Unbekannter Ursache
2
—
1 1
Summa:
20 (7)
16 (6)
2 2 (1)
In einem Falle von Lungenschwindsucht wurde durch das Hinzutreten von Influenza der Tod beschleunigt, bei den an Lungenentzündung Verstorbenen wurde ein Zusammenhang mit Influenza nicht angegeben.
Bekanntmachung.
Im Genoffenschaftsregister des unterzeichneten Gerichts ist eingetragen, daß der Consumverein der Main-Weser- Hütte zu Lollar den Zusatz „eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht" in seine Firma ausgenommen und laut Beschluß vom 28. November 1889 folgende Statutenänderungen beschlossen hat:
1. Gegenstand des Unternehmens k ist: Einkauf von Lebensbedürf- niffen im Großen und Verkauf derselben im Kleinen gegen Baarzahlung;
2. Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter deren Firma, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern ;
3. das Geschäftsjahr beginnt mit 1. Juli und endet mit 30. Juni jeden Jahres;
4. Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen; die Zeichnung geschieht durch Beifügen der Namensunterschriften zu der Firma der Genoffenschaft.
Ferner ist eingetragen, daß der Vorstand nunmehr aus folgenden Personen besteht:
Franz Feller zu Lollar, Heinrich Blgge daselbst, Karl Schiemangk daselbst.
Gießen, 7. Januar 1890.
Großh. Amtsgericht.
Kullmann. 461
Bekanntmachung.
Das Concursverfahren über das Vermögen des Carlo Heinrich Schreiber in Zwickau, vormals in Gießen, wird eingestellt, da sich ergeben hat, daß eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Maffe nicht vorhanden ist.
Gießen, am 10. Januar 1890. Großh. Amtsgericht das.
Kullmann.______460
Stammholz verkauf.
Die am 9. d. M. im Beuerner Gemeinde-Wald abgehaltene Versteigerung ist nicht genehmigt und soll deshalb sämmtliches vorhandene, circa 30 fm Eichen- und circa 150 fm Nadel-Stammholz, darunter von beider Gattung viel Schnittholz, im Submissionsweg vergeben werden.
Schriftliche Angebote sind unter Bezeichnung „Submission auf Stammholz" versehen bis zum Eröffnungstermin, den 20. Januar d. I., Vormittags 11 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen.
Nähere Auskunft ertheilt der Forst- wart Dort, sowie der unterzeichnete Bürgermeister.
Beuern, den 12. Januar 1890.
Großh. Bürgermeisterei Beuern.
__ Otto._________482
Versteigerung.
Donnerstag de» 16. Januar und die folgenden Tage, jedesmal Vormittags 11 Uhr, sollen im Pfandlocal Schreib- Lecretäre, Commoden, Kleiderschränke, Tische, Stühle, Uhren, Waschtische, Oeco- »omiewaaen, ein Landauer, Sophas, ein Tafelclavier u. a. m. gegen Baarzahlung versteigert werden. [488] Horn.
466] 30—40 Centner gute- He« iu verkaufen.
Lehrer Heldach, Königsberg.
Mittwoch Nachmittag 2 Uhr: Fortsetzung der Versteigerung in ber Wohnung des verstorbenen Herrn Canzleirath Clemm, Südanlage 17, und kommen neben den schon angezeigten Gegenständen zum Ausgebot:
Goldene Brillen, eine neue Deeimalwaage mit Gewichten, eine Stempelwaage (ganz neu), mehrere noch nicht gebrauchte Neisekoffer, gerahmte größere Bilder gute Stiche, Fenster- Vorhänge und Rouleaux, 3 Wafchbütten von Eichenholz und viele andere Haushaltungsgegenstände. 457
Gießen, den 14. Januar 1890.
Im Auftrag:
Großherzogliche- Ortsgericht.
Vogt.
Holzversteigerung
im Gietzener Stadtwalde.
Montag den 20. Januar 1890, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Blumenberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau-, Werk- und Nutzholz.
5 Buchenstämme mit 5,15 Festmeter, 29 Eichenstämme „ 12,95 „
B. Brennholz.
Scheith. Kuüppelh Stockh. Rr sh Rmtr. Rmtr. Rmtr. äßeüen.
Buchen 190,4 38,5 44,7 2248
Eichen 28,3 16,7 28,7 742
Erlen — 1 — —
Die Zusammenkunft ist an der Alten-Tischwiese.
Gießen, am 13. Januar 1890. Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 459
Dienstag den 25. Februar L A,
Nachmittags 2l/z Uhr,
soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Restaurateur Heinrich Schieferstein und Ehefrau in Gießen zustehende ideelle Hälfte an nachbenannten Immobilien: Flur 40 Nr. 161-Via — 691 Meter Hof- raithe im Gartfeld bei der Stadtmühle,
Flur 40 Nr. 162« 10 - 2163 Meter Acker daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 13. Januar 1889.
Großh. Ortsgericht.
Bogt. 486
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