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9 997 730 Mk. Einkommen versteuert. Die Stadt Giesten weist an Steuerpflichtigen auf: 3301 erster, 953 zweiter Abteilung. Es beträgt das Einkommensteuercapital in der zweiten Abtheilung 287 765 Mk., in der ersten Ab- theiluna 842135 Mk. Es werden versteuert Einkommen mit 500 Mk. 433, 600 Mk. 765, 750 Mk. 636, 900 Mk. 331, 1100 Mk. 300, 1300 Mk. 209, 1500 Mk. 167, 1700 Mk. 189, 2000 Mk. 141, 2300 Mk. 130, 2600 Mk. 135,

2900 Mk. 86, 3200 Mk. 105, 3600 Mk. 83, 4000 Mk. 75,

4500 Mk. 71, 5000 Mk. 76, 5500 Mk. 44, 6000 Mk. 39,

6500 Mk. 25, 7000 Mk. 29, 7500 Mk. 25, 8000 Mk. 20,

8500 Mk. 10, 9000 Mk. 14, 9500 Mk. 15, 10000 Mk. 23, 11000 Mk. 17, 12 000 Mk. 9, 13 000 Mk. 4, 14 000Mk. 6, 15 000 Mk. 3, 16 000 Mk. 5, 18000 Mk. 4, 19 000 Mk. 6,

20 000 Mk. 4, 22000 Mk. 2, 23000 Mk. 3, 25000 Mk. 2,

30000 Mk. 2, 36000 Mk. 1, 42000 Mk. 1, 48 000 Mk. 1,

52 000 Mk. 1, 58 000 Mk. 1, 65 000 Mk. 1, 71000 Mk. 1,

73000 Mk. 1, 75 000 Mk. 1, 78000 Mk. 1, 80000 Mk. 1,

117 000 Mk. 1, 130,000 Mk. 1, 632000 Mk. 1.

Teresa Tosti ist jetzt die Fashion, das Ereignist der Saison. In allen musikliebenden Städten Deutschlands feiert Teresa Tosti Triumphe und Jeder will die Tosti gehört haben. Sie ist aber auch ein Gesangsphänomen. Stimmen wie die ihrige waren stets auch in derilBlüthezeit der italienischen Gesangskunst selten und sind jetzt überhaupt nicht mehr zu finden, denn ihre Stimme ist Sopran und Alt zugleich. Man betrachte nur ihr Concertprogramm, in welchem sie z. B. inQuesta tomba von Beethoven undDer Tod und das Mädchen" von Schubert singt und dann am Schluß, um den staunenerregenden Umfang ihrer Stimme zu zeigen, singt sie die Proch'schen Variationen für Sopran, welche den Stimmen­umsang von 3 sage drei Octaven umfassen, dabei klingt das hohe des ebenso schön und klar wie das tiefe des. Sie har auch einmal in einer kleinen schlesischen Stadt imMessias" die Altpartie und die Sopranpartie übernommen, den dortigen Musikdirector, dem die Sopranistin erkrankt war, aus der Verlegenheit helfend, gleichzeitig ein Beweis ihres großen musikalischen Könnens.

Was in der Kunstwelt Marcella Sembrich als Sopranistin gilt, dasselbe gilt Teresa Tosti als Altistin und wer so glück­lich war, beide Königinnen desbei canto* zu hören, wird auch folgenden Teresa Losti gewidmeten Dichterworten Wilhelm Jordans beistimmen:

Was die Ohren besticht, ist Schulung der Kehle, Was zum Herzen spricht, daS kommt aus der Seele."

Ebenso zahlreich wie der erste Vortragsabend des i Herrn A. Egts überDie Maschine in der Elektrotechnik rc." war auch der gestrige besucht. In über zweistündigem, durch > eine kurze Pause unterbrochenen Vortrage erläuterte Herr > Ggts sehr eingehend die chemischen Wirkungen des electrischen Stromes, die Stromsammler (Accumulatoren), die Möglichkeit der Stromversendung, die electrischen Kochapparate und Heiz­vorrichtungen, das Lontactglühlicht, die Wirkung der Contact- lampen, electrische Kronleuchter, eleetrische Centralstationen, die Uebertrager (Transformatoren) usw. und führte am Schlüsse nochmals die electrische Eisenbahn vor.

Kaiser-Panorama. Die Besucher des Panoramas haben schon jetzt Gelegenheit, einen Frühling zu schauen, wie er in seiner goldenen Pracht eben nur in der Riviera und an den blumigen Gestaden des Mittelmeeres zu Hause ist. Ein ewig blauer Himmel lacht hier hernieder, spiegelt sich wieder in der tiefblauen Fluth, läßt Gram und Sorge aus unserem Herzen entweichen und senkt in unsere Brust das beseligende Gefühl des Friedens mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen. Recht interessant sind die Städte­bilder, die die Serie uns zeigt: Marseille, Toulon, Villa- sranca und vor Allem das reizende Nizza, das als Badeort bekanntlich einen Weltruf besitzt. Großartig sind die Kriegs­häfen von den beiden erstgenannten Städten- wichtige Dampfer­linien nach allen Himmelsrichtungen und von hoher Bedeutung für Handel und Verkehr haben hier ihren Ausgangspunkt. Echt südländisches Temperament kennzeichnet die Bewohner dieser Uferländer- rascher, feuriger rollt das Blut durch die ° Adern und von kalter Ueberlegung bis zur aufbrausenden Leidenschast ist oft nur ein kleiner Schritt. Von besonderem Interesse dürsten die Spielorte Monacco und Monte-Carlo sein- in diesen Höhlen hat nach unheilvollem Roulette- oder Pharao-Spiel manch blühendes Leben ein tragisches Ende gesunden. Die Zahl der Selbstmorde an diesen Plätzen steigt von Jahr zu Jahr. Alte Baudenkmäler erinnern uns an die Zeit, wo die Kunst auf diesem schönen Stückchen Erde wahr­scheinlich eine größere Anzahl Jünger ihr eigen nannte, als wie jetzt. Auf grauen, altersschwachen Pfeilern ruht manch uralterthümlicher Bau mit verblichenen Freskos, zerbröckelten Heiligenbildern, Thürmchen, Erkern und Gittersensterchen; der Anblick wäre fast zu wehmüthig, wenn nicht die Natur diese abgestorbenen Steine mit neuem Leben erfrischte, wenn nicht süße Weinreben jene gebrechlichen Pfeiler, wie die Jugend das Alter, innig und zärtlich umrankten. Mag ein Jeder den Zauber der Serie persönlich auf sich toirken lassen- der Genuß ist ein überaus großer.

Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 26. October bis 1. No­vember in Mainz mit Castel 24, in Darmstadt 21, in Offenbach 11, in Worms 10 und in Gießen 8, zusammen 74, darunter 17 im ersten Lebensjahre. Die Todesursache anlangend, verstürben an Scharlach 1 (Mainz), an Nachenbräune 1 (Darm­stadt), an Keuchhusten 4 (Worms 2, Mainz und Darmstadt je 1), an Unterleibstyphus 3 (Mainz 2, Worms 1), an Diarrhoe und Brechdurchfall 3 (Darmstadt 2, Worms 1), an Lungen­schwindsucht 10 (Mainz 4, Darmstadt 3, Gießen 2, Offenbach 1), an entzündlichen Krankheiten der Athmungsorgane, einschließlich Influenza 9 (Mainz, Offenbach, Worms und Gießen je 2, Darmstadt 1), an Gehirn-Apoplexie 4 (Mainz und Darmstadt je 2), gewaltsamen Tod 3 Personen (in Mainz 2, in Darmstadt 1).

x «penrod (Kr. Alsfeld), 12. November. Die Diph- . theritis herrscht in unserer Gemeinde so stark unter den j Kindern, daß seit dem 5. d. M. die Schule geschlossen wurde. Bereits vier Kinder sind der furchtbaren Krankheit erlegen. Dem hiesigen Bürgermeister Joh. Reich hold wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog das Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste verliehen und von Herrn Kreis­rath von Grolmann persönlich überreicht.

Ulrichstein, 12. November. Unter einem zahlreichen Trauergefolge wurden heute die sterblichen Reste des hiesigen Chirurgen Herrn Sauer zu Grabe getragen. Der Ver­storbene, im 81. Lebensjahre stehend, stand bei seinen Mit­bürgern in hoher Achtung und erfreute sich allgemeinen Be­liebtseins.

):( Wohnbach, 12. November. In unserem Orte wird nächstes Jahr ein neues Schulhaus erbaut werden und sind zu einem solchen etwa 34 000 Mark vorgesehen worden. Da unser Ort einen zweiten Lehrer anstellen muß und hierzu die Räumlichkeiten des alten Schulhauses nicht ausreichen, ist dieser Neubau nothwendig geworden.

8. Trais-Horrloff, 12. November. Aus der Braunkohlen­grube und BrikettssabrikFriedrich" herrscht auch diesen Herbst wieder ein äußerst lebhafter Verkehr. Täglich werden außer zahlreichen Fuhrwerken ca. 20 bis 25 Waggons mit Briketts und Zuckerrüben beladen, welch' erstere sowohl in das Inland wie auch in die größeren Städte des Auslandes, vorzugsweise nach Oesterreich und der Schweiz gehen. Neuerdings ist man bemüht, den Betrieb der Fabrik zu ver­größern. In der Nähe der Fabrik haben sich vor einigen Jahren aus versunkenem Boden zwei Teiche gebildet, in welche Fische gesetzt wurden, die sich auch vermehrt haben. Dieses Teichwasser will man nun auch, da es rein und klar ist, zur Speisung der Kessel verwenden. Wenn auch durch diese Braunkohlengrube wohl ein beträchtlicher Complex Ackerland verloren geht, so ist doch dieses Bergwerk für unsere Arbeiterbevölkerung zu einem wahren Segen geworden. Ein Monatslohn von 100 Mark ist bei einem tüchtigen Arbeiter nichts Seltenes.

E. Orteuberg, 11. November. ImBüd. Anz." macht ein Freund der Sonntagsruhe seinem Unwillen über das Ver­laden von Vieh auf hiesiger Eisenbahnstation in folgendem dichterischen Ergüsse Luft:

O r t e n b e r g.

Der Sonntag ist des Herrnrtag, Damit ein Jeder ruhen mag, Da gibts kein Schaffen noch Gewerr, Dennoch aber stört oaS entsetzliche Kälbergeblärr, Am frühen Sonniaasmorgen vor dem Gottesdienste schon, Lus der Eisenbahn Der Ortenberger Station.

* Babenhausen, II. November. Einige Pferde der hiesigen Dragoner sind schon seit einigen Wochen unter aus­fallenden Symptomen erkrankt und erlag auch ein Pferd der Krankheit. Nach den angestellten Ermittelungen wurde als Krankheitsursache constatirt, daß die betreffenden Pferde an den am Mainufer in Seligenstadt angepflanzten Akazien genagt hatten, als vor zwei Monaten daselbst Schwimm­übungen vorgenommen wurden. Die Akazie scheint demnach giftige Substanzen zu bergen, weßhalb Vorsicht geboten ist.

* Bickenbach, 10. November. Allgemeines Aufsehen erregte dahier die am 2. November stattgefundene Trauung eines noch jungen Paares. Die Braut, im Alter von 19 Jahren, schon längere Zeit leidend, war an dem betreffenden Tage so schwach, daß sie aus dem Wege zur Trauung öfters ausruheu mußte, um sich zu erholen. In der Kirche mußte ihr sofort ein Stuhl zum Sitzen beigegeben werden. Zu Hause an­gelangt, mußte sie bald daraus das Bett hüten, woselbst sie schon am Samstag Abend, also sechs Tage nach der Trauung, verstarb. Das Vermögen der Frau, welches sich auf ungefähr 3300 Mk. beläuft, fällt ihrem Hinterbliebenen Ehe­gatten zu.

* Frankfurt a. M., 11. November. Letzten Sonntag sand in einer hiesigen Bürgersfamilie eine Taufe statt, wie wohl selten eine vorkommen dürfte. Der Vater des Täuf­lings ist Israelit, die Mutter Protestantin. Das Kind er­hielt zwei Pathen, resp. einen Pathen und eine Pathin. Der Pathe war ein geborener Israelit, welcher später ausgetreten und freireligiös geworden war. Die Pathin zählte zur katho­lischen Kirche und der Täufling selbst wurde in die reformirte Gemeinde ausgenommen.

*= Frankfurt a. M., 12. November. Prof. Robert Kochs Heilverfahren. Herr vr. Libberitz, ein geborner Frankfurter, welcher zu den vertrauten Mitarbeitern Prof. Robert Kochs, des Entdeckers des Schwindsucht-Heilverfahrens, gehört, weilte vorgestern in unserer Stadt und machte tu der vr. Herxheimer'schen Klinik, Friedberger Landstraße 57, einen Versuch mit dem Koch'schen Mittel an einer 16jährigen Patientin, welche an Lupus leidet. Schon nach 24 Stunden waren an dem Krankheitsbild wesentliche Veränderungen wahr­zunehmen und keiner der vielen anwesenden Aerzte zweiselt nach dem Geschehenen an der Wirksamkeit des Koch'schen Mittels. Die hiesigen Blätter fahren natürlich fort, über den Fall aufs Eingehendste zu berichten. Das Jntereffe an der Entdeckung Kochs und an der Wirkung seines Heilmittels ist in den Kreisen aller Gebildeten ein so nachhaltiges, daß selbst die kleinste Einzelheit große Bedeutung gewinnt. Die Aerzte hiesiger Stadt dürsten ausnahmslos die genannte Klinik besucht .und sich von dem Fortschreiten der Genesung überzeugt haben. Die betreffende Patientin ist vollkommen fieberfrei und bei bestem Appetit. Die tuberkulöse Hautparthie ist ver­schwunden. An deren Stelle sind Borken getreten, die trocken geworden sind und abzufallen beginnen. Eiterung war nicht vorhanden. Es hat sich eine Menge von seröser Flüssigkeit entleert, offenbar hat ein Zerfall (Necrose) der Gewebe statt- gesunden. In der Frankfurter Armenklinik wurde heute Vormittag ein neunjähriger Knabe, der seit seiner frühesten Kindheit an Lupus leidet, geimpft. Dr. Vohsen spritzte die Flüssigkeit am Rücken ein. Der Knabe ist schon mehrmals

operativ behandelt worden. DerGen.-Anz." schließt seinen Bericht mit dem Bemerken, daß Koch die HülfSmittel für seine epochemachenden Entdeckungen, abgesehen von den Brieger'scheu Forschungen, zum guten Theile seinem Freunde, dem am hiesigen Senckenbergischen pathologischen Institut wirkenden Prof. Carl Weigert verdanke, welcher sich durch seine Methoden der Bacreriensärbung, ohne welche solch Mne Microorganismen kaum sichtbar gemacht werden könnten, längst einen Weltruf erworben habe. Welche Geißel der Menschheit die Tuberculose ist, erhellt aus einer Mittheilung derBoss. Ztg.", welche angibt, daß in 40 Jahren- 343 953 Menschen in Preuße« an der Cholera starben, die Tuberculose dagegen jährliä) 91 350 Opfer fordere. Im Deutschen Reiche sterben jedes Jahr 160 000 Menschen an Lungenschwindsucht. Wahrlich eine erschreckende Ziffer!

* Aus Bayern, 11. November. Das Schwurgericht in Straubing hat in der gegenwärtigen Sitzungsperiode be­reits zwei Todesurtheile gefällt. In dem einen Fall hat ein 60jähriger Wittwer seinem neugeborenen unehelichen Sprößling den Hals abgeschnitten, in dem anderen eine Frau ihren Mann vergiftet. In Bayern sind in diesem Jahre bis jetzt 7 Todesurtheile gesprochen worden

* Magdeburg, 11. November. Ein schweres Brand­unglück, mit dem auch der Verlust eines blühenden Menschen­lebens verknüpft ist, hat sich hier zugetragen. Im oberen Stockwerk eines Hauses am Lemsdorserweg brach Feuer aus, welches das Stockwerk und das Dachgeschoß vollständig ein­äscherte. Die Feuerwehr wurde binnen kurzer Zeit Herr der Flammen und schon war man froh, tu dem stark bewohnten Gebäude noch so verhältnißmäßig gut sortgekommen zu sein, als die Feuerwehr bei den Ausräumungsarbeiten die Leiche eines jungen Mädchens und zwar unter einem Bette entdeckte, während ein Koffer tu der Thür des Zimmers stand. Man kann annehmen, daß das Mädchen angesichts des Feuers einen Fluchtversuch hatte unternehmen wollen, daß Feuer und Flam­men ihm jedoch den Weg verlegten, sodaß das Mädchen um- kehrte und sich unter das Bett flüchtete, jedenfalls in der An­nahme, dort sicherer geborgen zu sein. Unter dem Bette ist es dann elendiglich umgekommen, durch den Rauch erstickt.

* Aus Schlesien, 10. November. Einem Zollbeamten am Grenzübergange war der große Hut ausgefallen, den die Frau des Schneidermeisters P. aus Rosdzin trug, als sie zollfreies Mehl aus Sosnowice herüberholte. Eine nähere Untersuchung ergab, daß Frau P. alsChignon" ein Kilo­gramm Kalbfleisch unter dem Hut hatte. Wegen Einfuhr frischen Fleisches erkannte die Strafkammer in Beuthen gegen die Frau auf einen Tag Gefängniß.

* Ans der Pfalz, 10. November. In Albersweiler wurde gestern Abend die Bevölkerung durch einen Mord in Auf­regung versetzt. Der Ackerer Abraham Drumm wurde zu einem Nachbar Sold gerufen, der erkrankt war, um bei dessen Verbringung in's Bett Hülfe zu leisten. Der Sohn deS Erkrankten, Johannes Sold, der mit seiner Familie Zank wegen der bevorstehenden Erbschaft gehabt hatte, fing mit dem Drumm Streit an und folgte diesem in seine Wohnung, wo er ihn überfiel und mit einem Prügel nieder­schlug. Dann ergriff Sold ein Meffer uyH schnitt dem am Boden liegenden Drumm den Hals durchs" sodaß der Tod sofort eintrat. Der kranke Vater deS Mörders gerieth bei der Nachricht über die That derart in Aufregung, daß er kurz darnach gleichfalls starb. Der Getödtete war ein allgemein beliebter braver Mann und hinterläßt vier Kinder. Johannes Sold wurde sofort' in Haft genommen.

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Nach den zur Zeit bei den Preußischen Staatseisenbabne« bestehenden Bestimmungen ist das Tabak- ««d Eigarreirrarrche« itt >tt ersten WagenNaste insofern nicht besondere RauchcoupLs dieser Klasse im sZuge vo,bM»den sind, nur dann geftattet, wenn sämmiliche Mitreisende in demselben Coup« damit einverstanden sind. Zur Vermeidung der daraus entstandenen Unzuttäglichketten sind nunmehr von dem Minister der Preußischen StaatSetsenbahn-Ver­waltung folgende genau p.äcisnte Bestimmungen erlaffen roorben: 1. Befinden sich in einem Zuge zwei Coupös erster Klasse, so ist je eins für Raucher und für Nichtraucher zu bestimmen. 2. Sind tu einem Zuge mehr als zwei Coupös erster Klaffe vorhanden, so ist nicht mehr als der dritte Theil der vorhandenen Coupös als Rauch- coupss, die übrigen Coupää sind als Nicht,auchcoupüs zu bezeichnen soweit nicht auch die Einrichtung von DamencoupoS in Frage kommt! 3. In den Nichlrauckcoupes und in den Damencoupvs erster Klaffe ist, wie in den betreffenden Coupäs der übrigen Klaffen, das Rauchen auch mit Zustimmung der Mitreisenden nicht gestattet. Bet den Curswagen, welche nur ein Coups erster Klaffe führen, bleibt das bisherige Verfahren bestehen.

Friedberg, 11. November. Fruchtpreise. Weizen 19.00 bis 19.25, Korn JL 17.50-00.00, Gerste JL 17.7518.00, Hafer ** 14 0014.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollpfund.

Friedberg, 12 November. Buttermarkt. Butter kostet per Pfd. «X 0.850 90, Eier 1 St. 9 H, 2 St. 17

Limburg, 12. November. Fruchtmarkt. Rother Weizen ** 1710, weißer Weizen vM 16.90, Korn JL 13.20, Gerste JL 10.50 Hafer JL 7.15, Erbsen JL, Kartoffeln JL.

Berlin 10. November ^chlachtviehmarkt. Auftrieb und Marktpreise nach Schlachtgewicht, mit Ausnahme der Schweine, welche nach Lebendgewicht gehandelt werden. Rinder. Austrieb 3161 Stück (Durchschnittspr. für 100 Kg.) 1. Qu..l. 120124 JL. 2. Quak' 112116 <X, 3. Qual. 106110 4. Qual. 98102 JL

Schweine. Auftrieb 10691 Stück. (Durchschnittspr. für 100 Kg) Mecklenburger 118 Jt, Landschweine a. gute 112116 b. gerir gere 96-110 JL bei 20 pCt. Taro, Balony 92 <X bei 2530 Kg. Tara Pro Stück. Kälber. Auftrieb 1257 Stück. (Durchschnittspr. für 1 Kg.) 1. Qual. 1,301,34 Jt, 2. Qual. 1,201,28 JL, 3 Qual 1,00-1,18 JL - Schafe. Auftrieb 5727 Stück. (Du.chschniktsvr' für 1 Kg.) 1. Qual. 1,08-1,24 Jt, 2. Qual. 0,92-1,06 JL 3. Qual.'

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