Ausgabe 
14.9.1890 Zweites Blatt
 
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!- unb ausländischen Gesetze tollen Literaturvertrage in m, ist seit langer Zeit der unb der gebildeten Kreise § jetzt bei G. Hedeler in ias Urheberrecht im Ju­le« LitteratmvertrLgeir Verlagsrecht. Die vor­deutschem Textabdruck die i Teutschland, Oesterreich, inten, Bereinigte Staaten, Lochen sch'.ießm wnd. w seinen internationcuen Be- riet worben, stehl doch mi

Lchutz der geistigen Arbeit Zusammenhang. Dieoor- li adrnehmung dieser Schutzes ng und bei den Bestrebungen, an1uMen,.eme *** inne Interest-, .mlches der M in jeoer grotzeren Hand-

12. Herr E? ßenen schreibt: Zu & SiVSÄ» Sbsä*? mb MiWrL October ls Kohlen-

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des Marktes am 9. October nicht anderweitig verkauft werden. Auf den Obstmärkten wurden bisher die denkbar höckiten Preise für gutes Tafelobst erzielt und hier möchte für jeden Obstzüchter der gute Rath am Platze sein, auch für eine sorgfältige Verpackung und elegante Aufstellung Sorge zu tragen, denn diese trägt viel bei, das verkäuf­liche Obst verlockender für den Käufer zu gestalten unb wird hierin . die Marktcommission den Ausstellern zur Seite stehen. Das für Ausstellung und Obstmarkt bestimmte Obst wird am besten emztln in Papier gewickelt und in Körbe oder Kisten auf weicher Unterlage dicht zusammengepackt, damit es nicht fleckig wird. Zum Ausfällen der Zwischenräume dienen Papierschnttzel oder gutes Grummetheu. Im Interesse einer glatten Abwickelung des Obstgeschäftes soll die Probe, die etngeschlckt wirb, eine durchschnittliche sein. Wer Früchte ersten Ranges ausstellt, muß auch Früchte ersten Ranges liefern, wenn Verkäufe abgeschlossen werden. Biete jeder Obstzüchter der Wetterau namentlich die Mitglieder des Vereins die Hand zu diesem Unternehmen, welches, wenn es glückt, für den Wetterauer Obstbau von hervorragender Bedeutung ist.

Verkehr,anb. unb Volkomirthschaft.

* Stuttgart, 5. Septbr. Allgemeiner Deutscher Ver­sicherungs-Verein. Im Monat August 1890 wurden 354 Schaden­fälle durch Unfall angemeldet. Von diesen hatten 2 den fofortigen Tod und 26 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben in diesem Monat 23. Reu abgeschlossen wurden im Monat August 1703 Ver­sicherungen. Alle vor dem 1. Mat 1890 der Unfall-Versicherung angemeldeten Schäden incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle sind bis aus die zwei von noch nie.t genesenen Personen vollständig regulirt. Auf Grund der Haftpflichtversicherung wurden 20 Forderungen gestellt. __

ObstarrSstellurrg und Obstmarkt in Friedberg vom 2. bis 8. October d. I.

Der Welterauer Odstbauverein hat seit der kurzen Zeit seiner Lebensdauer, jetzt ein unb einhalb Jahr, schon manchen Erfolg zu verzeichnen. Als wichtigsten barf man wohl ben bezeichnen, baß das Interesse am Obstbau in seinem Bereich, den Kreisen Friedberg und Gießen, mehr geweckt worden ist und dies erkennt man an der besseren Pflege der Obstbäume. Wenn der Obstbau aber für die Zukunft sich noch mehr heben soll, ist noch viel, sehr viel zu thun übrig. In erster Linie muß mit manchem alten Schlendrian auf­geräumt werden unb als solchen mutz man bie bisher übliche Ver- werthung des Obstes ansehen; die Sortenkenntniß ist sehr mangelhaft, weil nur in ben seltensten Fällen ber Landwirth sich bie Mühe ge­geben hat, die gepflanzten Bäume zu verzeichnen. In vielen Fallen war dies zwar nicht möglich, denn der Bezug von Händlern unb

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Die Pflasterung einer Strecke in der Bahnhofstraße, veranschlagt zu 2875 <//£ 70 H, soll mittelst Sub­mission vergeben werden, wofür der Voranschlag nebst Uebernahmsbedin- gungen aus dem Stadtbauamt ein- zufehen und die Angebote bis zum 17. I Mrs, Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind.

Gießen, 12. September 1890.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7557 Gnauth.

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auch so manchen unsoliden Baumschulen haben großentheils Schuld an dem herrschenden Sortenwirrwarr und an der Unkenntnitz der Sorten. Dies muß für die Zukunft anders werden, Jedermann muß sicher roiffen, was er pflanzt, sonst nehmen die geringen, minder- werthtgen Sorten überhand zum Schaden der Einkünfte. Deshalb sollen sowohl Ausstellungen von Obst nicht nur einen Ueberbück geben von den guten ober geringeren Sorten, bie in ber Wetterau vorhanben sinb, auf betn mit ber Obstausstellung verbundenen Obst­markt soll namentlich für besseres Tafelobst ein größerer Ertrag für ben Probucenten erzielt werben. Wo ein Markt bereits in den letzten Jahren abgehalten wurde, ist der Erfolg ein ganz namhafter gewesen unb aller Orten rührt man sich, aus ben anberswo gemachten Er­fahrungen Nutzen zu ziehen. Der beutsche Pomologenverein airmtßirt olche Märkte im Großen, einzelne Bezirksvereine gehen selbstständig vor So etn Nachbaroerein im Wiesbadener Bezirk, ber in Hom­burg v. d. H. nächstens eine Ausstellung mit Obstmarkt veranstaltet, auch ber Gartenbauverein für Schleswig-Holstein erstrebt ^dasselbe, wie der Wetterauer Obstbauoerein. Ter gute Ruf, den bie Wetterau hinsichtlich ihres Obstes genießt, darf nicht schwinben, die Wetterau darf sich nicht überflügeln lassen; deshalb richtet sich das Mahnwort an alle Bewohner der Wetterau, durch reiche Beschickung ber Aus­stellung sowohl, als wie namentlich bes Obftmarktes zu zeigen, daß man ihnen ben Vorwurf ber Trägheit, ber Gleichgültigkeit gegen ben Fortschritt auf diesem auch einträglichen Gebiete zu machen, nicht berechtigt ist. Für bie Ausstellung senbe man von ben hauptsäch­lichsten Sorten je 35 Früchte ein, wähle nicht immer bei größerem Vorrath nur bie allerschönsten, sondern schöne, reine, gut ausgebildete Exemplare, bezeichne sie mit den ortsüblichen Namen ober wo solcher nicht existirt, mit unbekannt. Die Anmelbung geschehe aber 1 obalb wie möglich an bie Geschäftsstelle bes Wetterauer Obstbauvereins in Friebberg. Anmeldeformulare können von da bezogen werben, wie auch solche für ben Obstmarkt. Für benselben werden Durckschnitts- proben von 3 bis 5 Kilo eingeliefert unb das verkäufliche Quantum der Marktcommission angegeben. Dieses Quantum darf bis Schluß

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