Ausgabe 
14.9.1890 Erstes Blatt
 
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Darmstadt, 12. September. Der Geburtstag des Großherzogs wurde heute durch ein Festessen im Saal­bau gefeiert, an welchem sich Beamte und Bürgerschaft in großer Zahl beteiligten. Den enthusiastisch ausgenommenen Toast aus den Großherzog brachte der Staatsminister Finger aus.

Netteste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau.

Berlin, 12. September. Major Wißmann empfing nach­stehendes Telegramm:

Bagamoyo, 11. Sept. Ihrem verehrten Comman- danten übersenden zur Vollendung des Kabels bis Baga- rnoyo die herzlichsten Glückwünsche und hoffen aus baldiges Wiedersehen.

Die Offiziere der Schutztruppe: Schmidt."

Berlin, 12. September. DemReichsanzeiger" zufolge wurde die Einfuhr lebender Schweine aus Steinbruch und Bielitz-Biala in den Berliner Schlachtviehhos widerruflich gestattet. Die Bedingungen der Einlassung werden der Re­gierungspräsident in Oppeln und das hiesige Polizeipräsidium bekannt machen.

Berlin, 12. September. DerReichsanzeiger" bringt die Mittheilung, daß die Erledigung der Geschäfte für die ost afrikanische Schutztruppe fortan der Colonial- abtheilung des Auswärtigen Amts obliegt.

Köln, 12. September. In der Versammlung der Altkatholiken, welche von 200 Delegirten der Gemeinden Deutschlands, der Schweiz, Hollands, Italiens, Frankreichs und zahlreichen Anderen besucht ist, wurde beschlossen, alle zwei Jahre einen internationalen Congreß der Altkatholiken Deutschlands, der Schweiz und Hollands abzuhalten. Der nächste soll 1892 in der Schweiz stattfinden. Morgen findet eine Delegirtensitzung und Festessen, Sonntag Gottesdienst und öffentliche Versammlung statt.

Kiel, 12. September. Oberpräsident Steinmann ver­öffentlich einen kaiserlichen Erlaß, worin der Kaiser seine und der Kaiserin Befriedigung und Anerkennung für die Kundgebungen der Ergebenheit während ihres Aufenthaltes in Schleswig-Holstein ausdrückt.

Breslau, 12. September. Auf dem gestrigen Pro­vinzial ständefeste brachte der Herzog von Ratibor den Toast auf das kaiserliche Paar aus, worin er der Freude über die Anwesenheit der Kaiserin, die ihre früheste Jugend­zeit in der Provinz verlebt habe und den Gefühlen der Ehr­furcht und Anhänglichkeit an das Kaiserpaar den wärmsten Ausdruck gab. Der Kaiser dankte für das ihm und der Kaiserin bereitete schöne Fest. Der Kaiserin sei ein lang­ersehnter Herzenswunsch erfüllt, indem sie endlich einmal in der Provinz Schlesien sein könne, wo sie chre Kindheit und Jugend voll schönster Erinnerungen verlebt habe. Der Kaiser betonte, daß kaum eine Provinz so eng und fest mit dem Hohenzollernhause verbunden sei, wie Schlesien,- er erinnerte an den Weg von Tilsit und Memel bis Breslau, an die Zeit liefster Erniedrigung bis zur Zeit erster Erhebung und von da an fort bis jetzt. Die Provinz Schlesien fei ein leuchtendes Beispiel von Treue und Hingebung, von Tapferkeit bis zum Tode. Er wisse, daß diese Gesinnung der Provinz sich von Geschlecht zu Geschlecht vererbe und stets den Edelstein in der Krone dieser schönen Provinz bilden werde. Er trinke auf das Wohl und Gedeihen Schlesiens.

Das von der Provinz gestern dem Kaiserpaare gegebene Fest verlief glänzend. Das Kaiserpaar wurde am Eingänge der Festhalle von dem Herzog von Ratibor und dem hohen schlesischen Adel empfangen. Er unterhielt sich längere Zeit mit dem Bischof Kopp. Heute sind im Schloß Gesangsvorträge von Fischers Conservatorium. Um O^Ufyr erfolgt die Fahrt zur Parade.

Breslau, 12. September. Die Parade des sechsten Armeecorps sand in Gandau vor dem Kaiser und der Kaiserin Iheils bei strömendem Regen statt. Der Kaiser nebst Ge­folge ritt die Fronten während eines Regengusses ab. Der Kaiser trug die Uniform der Leibkürassiere. Die Kaiserin fuhr in einem verdeckten Sechsgespann. Vor den Tribünen sand der Parademarsch statt: der Infanterie regimenterkölonnen-, der Kavallerie schwadronenweise, dann folgte Artillerie und Train. Die Kaiserin führte das Leibkürassierregiment dem Kaiser vor. 12,000 Mitglieder von Kriegervereinen sind an­wesend. Nach Beendigung der Parade, die von 3/410 bis V2I2 Uhr gedauert hat, strömte die hurrahrusende Menge zusammen. Der Kaiser und sein Gefolge konnten nur müh­sam vorwärts kommen.

Leipzig, 12. September. Im Prozesse des wegen Mordes zum Tode verurtheilten Schneiders Klausin (Berlin), ver­warf das Reichsgericht die Revision.

Dresden, 12. September. Die regelmäßige Schiff­fahrt auf der Elbe ist wieder hergestellt.

Hamburg, 12. September. Der zweite Gegenstand der Berathungen des deutschen Anwaltstages betraf Fest­setzung der Rechtsstellung des Anwalts gegenüber dem Elienten im bürgerlichen Gesetzbuch. Den vom Referenten Dr. Löwenfeld-München aufgestellten Sätzen gab die Versammlung im Allgemeinen ihre Zustimmung. Dem Schluß der Sitzung um 3 Uhr folgte eine Rundfahrt auf der Alster und Elbe, um 6 Uhr ein Festdiner.

Straßburg, 12. September. DieStraßb. Corr." meldet, durch Verfügung des Unterstaatssecretärs Schraut sei die Einfuhr italienischer Schweine für das Schlachthaus zu Mül­hausen bis auf Weiteres gestattet.

Wien, 12. September. Bürgermeister Prix wies im G em eind erath e auf die bevorstehende Ankunft des deutschen Kaisers hin, erinnerte an den glänzenden Empfang des Kaisers von Oesterreich in Berlin und erklärte, daß Wien nicht nachstehen dürfe. Ec forderte hierfür einen un­bestimmten Credit, welchen der Gemeinderath einstimmig genehmigte.

Basel, 12. September. In Bellinzona ist die Nacht ruhig verlaufen. Die Bevölkerung ging heute ihrer Be­schäftigung nach. Die bewaffneten Bürger wurden verabschiedet. Das heute ankommende Berner Bataillon soll mit Musik empfangen werden; die Stadt ist beflaggt.

Bern, 12. September. Die bisherige conservative Tessiner Regierung bot in Locarno Truppen auf und ersuchte Uri und Luzern um Hilfe. Die neue Regierung setzte die Abstimmung über die Revision der Verfassung für nächsten Sonntag fest.

Glasgow, 12. September. Als der DampferState- Georgia" heute nach Newyork abgehen sollte, verließ die Mannschaft plötzlich das Schiff, weil sich ein Bäcker an Bord befand, der, obgleich Mitglied des Bäckerverbandes, nicht dem Verbände der Seeleute und Feuerleute angehörte.

Konstantinopel, 12. September. Die Provenienzen aus Nikolayew und Taganrog werden ärztlich untersucht. Die Quarantäne für Provenienzen aus Obermesopotanien ist auf fünf Tage herabgesetzt.

Dokohama, 12. September. Eine gestern hier stattge­habte zahlreich besuchte Versammlung von Ausländern nahm einstimmig Resolutionen gegen die bedingungs­lose Bewilligung der Forderungen Japans in der Frage der Revision der Verträge mit den fremden Mächten an.

Buenos Ayres, 11. September. Nach Depeschen aus den inneren Provinzen ist die Lage noch keine zufrieden­stellende. Nach der Provinz Entre Rios ist abermals ein Regiment entsendet worden.

Cocates «n0 provinzielles.

Gießen, 13. September.

Bei dem gestern zur Feier des Allerhöchsten Geburts­tages stattgehabten Festessen imEinhorn", an welchem über 50 Personen Theil nahmen, brachte Herr Rector Prof. Dr. Philippi das begeistert aufgenommene Hoch auf Se. König­liche Hoheit den Großherzog aus. Telegraphisch huldigte die Festversammlung unserem Landesherrn, worauf noch spät Abends aus Jlinskoe bei Moskau die telegraphische Antwort einlief:Ihnen Allen meinen herzlichen Dank. Ludwig."

Im Anschluß an unsere gestrige Mittheilung über die von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog hiesigen Herren verliehenen Auszeichnungen tragen wir nach, daß die Herren Regierungsrath I 0 st und Oberamtsrichter Fresenius das Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens, Herr Rendant Platz das Ritterkreuz 2. Klasse und Herr Bürgermeistereisecretär Demuth das Silberne Kreuz desselben Ordens erhielten. Ferner wurden ausgezeichnet: Herr Prof. Dr. Heß von der Landes-Universität mit dem Character alsGeheimer Hof­rath", Herr Locomotivführer Dam bi er mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für treue Dienste", Herr Hauptmann Weimer vom 2. Großh. Hess. Jnfanterie-Regt. Nr. 116 und Herr Hauptmann Busch von der Landwehr- Infanterie 1. Aufgebots mit dem Ritterkreuz 1. Klaffe des Philippsordens.

Ueber die zwölf hübschen Wiener Sängerinnen des Componisten Gothov-Grüneke, die am Montag den 15. Sep­tember im neuen Theater desCafe Leib" zum ersten Mal auftreten, schreibt dieFrankfurter Zeitung" vom 9. d. M.: In unserer Stadt tritt seit einigen Tagen eine Künstlerinnen­schaar auf, deren Leistungen wohl die Beachtung weiterer Kreise verdienen. Es ist das von früheren fahren her hier schon Vortheilhaft bekannte Ensemble des Herrn Gothov- Grüneke, zwölf junge Damen, die unter Leitung ihres treff­lichen Dirigenten sowohl im Ensemble- wie im Sologesang Mustergültiges leisten. An dem Eröffnungstage wurden die feschen jungen Wienerinnen, unter denen sich die Damen Hellbach, Günther und Baudis nicht nur durch ihre stimm­lichen Vorzüge auszeichneten, mit Beifall geradezu überschüttet. Sie hatten ihn redlich verdient, denn sie sahen reizend aus in ihren gleichartigen geschmackvollen Kostümen und sangen mit Bravour. Den Abschluß der Concertabende bildet regel­mäßig ein kleines Singspiel, daF den einzelnen jungen Künst­lerinnen mehr Gelegenheit gibt zur Entfaltung individueller Vorzüge, als der Ensemblegesang. Am Samstag wurde Wiener Kadetten" gegeben, eine hübsche musikalische Kleinig­keit von Gothov-Grüneke, die ausnehmend gut gefiel." Wir können den Besuch dieser Vorstellungen auch Damen bestens empfehlen, da die Vorträge nach unS vorliegenden Zeitungs­stimmen trotz ihres Humors äußerst decent sind.

E. Aus Oberheffen, 12. September. Anläßlich des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs wur­den den nachbenannten Personen folgende Auszeichnungen ver­liehen: dem Schullehrer Wilhelm Loos zu Södel, dem Stationsvorsteher der Oberhesf. Eisenbahnen Heinr. Fischer in Grünberg, dem Bezirksfeldwebel Griesheimer vom Landwehrbezirk Friedberg das Silberne Kreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmüthigen, dem Districtseinnehmer Rendant Chr. Weigel in Friedberg das Ritterkreuz 2. Cl. desselben Ordens, dem Gefangenwärter Jacob Welker in Alsfeld das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste", den Bahnwärtern Joh. Klug und Heinrich Noll bei den Oberhesf. Eisenbahnen das Allge­meine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für treue Dienste". Herr Dr. Rouge in Hungen erhielt den Character als Medicinalrath", Herr Oberförster Am en dt in Treis a/Lda. den Character alsForstinfpector", Herr Steuer-Cornmissar Snell in Hungen den Character alsSteuerrath".

Verrntschtes.

* Marburg, 12. September. Auf Veranlassung einiger Mitglieder des landwirthschaftlichen Kreisvereins Marburg traten gestern, nach vorangegangener Berathung im Restau­rant Kloppe nachstehende Viehzüchter zur Bildung eines Rindvieh-Zuchtvereins für Simmenthaler Neinzucht zusammen: Gutsbesitzer Ruth-Bellnhausen, Gutsbesitzer

Grebe - Niederweimar, Gastwirth Ruth - Frohnhausen,- H. Ludwig, Anton Ludwig und Bürgermeister Scherer, sämmtlich in Dagobertshausen, Gutspächter Schlabach- Stedebach, Bäckermetster I. Carle-Nehbrücke, Bürgermeister Hermann- Hermershausen, Oberamtmann Brenner- Kaldern und Gutspächter Roth-Cyriaxweimar. Die end- giltige Ausarbeitung der Statuten des Zuchtvereins soll bis zum Erscheinen des vom landwirthschaftlichen Centralverein in Aussicht gestellten Normalstatuts verschoben werden. Weitere Anmeldungen zur Mitgliedschaft sind an Herrn Guts­besitzer Gr e b e»Niederweimar zu richten. Es ist dieses der' erste Versuch, die Rindviehzucht im Kreise Marburg in ge-- regeltere Bahnen zu lenken.

Frankfurt a. M., 12. September. sVerbandstag des Freien Deutschen Bäcker- Verbaudes.j Gestern, wurde in den Mauern unserer Stadt der erste Verbands­tag des Freien Deutschen Bäcker-Verbandes er­öffnet. Die Sitzungen sanden int Zoologischen Garten statt, den Vorsitz führte Herr Schwindt-Karlsruhe. Etwa 250 Mit­glieder sind anwesend. Aus den gestrigen Berathungen ist zu erwähnen, daß das 15 Paragraphen umfassende Verbands­statut mit einigen redactionellen Aenderungen angenommen wurde. Als Ort für den nächsten Verbandstag wurde Heidel­berg gewählt. Bezüglich der Sonntagsruhe im Bäckergewerbe wurde beschlossen, sich der Petition der Hamburger Bäcker- Innung anzuschließen, die im Wesentlichen dahin geht, die Verhältnisse so zu regeln, wie sie jeder einzelnen Stadt an­gemessen erscheinen. Eine absolute Aushebung der Sonntags­arbeit betrachtet die Petition als von den allernachtheiligftew Folgen begleitet. Eine Petition des Constanzer Genossen­schafts-Verbandes an den Reichstag, welche auf die Schäd­lichkeit des bestehenden Zolltarifs bei der Einfuhr von Brok und Mehl, insbesondere für an der Grenze wohnende Bäcker hinweist, wird zu unterstützen beschlossen. Einen weiteren Be- rathungsgegenstand boten die Consum-Vereine bezw. die Schä­digung des Kleingewerbes durch dieselben. Der Gegenstand hat die Württembergische Bäcker-Genossenschaft zur Abfassung einer Denkschrift veranlaßt, welche die Beschränkung der Con­sum-Vereine anstrebt. Der Vorsitzende bezeichnete die Denk­schrift als völlig aussichtslos, denn die Consum-Vereine be­ständen auf Grund eines Genossenschaftsgesetzes, seien wie andere Gewerbe besteuert und ließen sich nun einmal nicht aus der Welt schaffen. Andere Gewerbetreibende würden auch durch Consum-Vereine geschädigt. Die Drucklegung und Verbreitung der Denkschrift wurde übrigens beschlossen. Dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß der Verband ca. 2200 Mitglieder zählt. Der Kassenbericht weist 1630 JL Einnahme und 886 Ausgabe auf. Schwindt-Karlsruhe wurde auf weitere 2 Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Nachmittags fand im Zoologischen Garten Festessen, Abends- imWintergarten" Commers statt. Heute wurden die Sehens­würdigkeiten Frankfurts in Augenschein genommen und Nach­mittags ein Ausflug nach Wilhelmsbad gemacht.

* Bonn, 12. September. Die bekannte Schreibwaaren- Fabrik F. Soenneckens Verlag in Bonn erhielt auf der Münchener Stenographischen Jubiläums-Ausstellung ein Ehren- Diplom für die Vortrefflichkeit ihrer Schreibfedern und Gold­füllfedern.

* Türkische Mildth'ätigkeit. Das Gebot der Barmhersig- keit steht dem Türken höher, als die Gebote höflicher Courtoisie. Von diesem Gedanken liefe sich kürzlich der türkische Gesandte in Athen leiten, als er am Gedächtnifelage des Regierungs­antrittes seines Souverains das übliche Diner für das diplo­matische Corps au^faüen und dafür 50 arme in Athen wohnende rnuharnedanifche Familien in dem Garten der Ge­sandtschaft bewirthen liefe. Dem griechischen Minister des Aeufeern gegenüber, welcher dem türkischen Gesandten die Glückwünsche seiner Regierung überbrachte, erklärte er, er habe von dem diplomatischen Diner Abstand genommen, da die Herren die Annahme der Einladung zu solchen officiellen Fest­essen doch stets als einen unangenehmen Zwang ansähen, während den Armen der muselmännischen Gemeinde eine große Freude damit bereitet würde.

Literatur ttttv Attnft.

Vom neuen, siebeulen Jahrgang der beliebten Familienzettschrift rUntotrfnm" ist soeben das zweite Hell erschienen, das an Reiche Halligkeit der illuslrirten Au^staU.mg, joroie an Auswahl und Ge- dtegenhett des Textes dem glänzenden ersten Hefte nicht nachsteht. Neben dem sensationellen RomanDombrowsky" von Ernst Eckstein enthalt das Helt die Fortsetzung der stimmungsoollen humoristischen NovelleDas Pedigree der Bulterfrau" von Eufemia Gräfin Balll- strem und dazu abgeschlossen eine reizende PlaudernooelleAber- ^0Cfnr Mchel. Der erste reich illustrtrte Artikel des Heft^ ist der Insel Rügen gewidmet, bekanntlich noch vor Kurzem der Sommerausenthalt der deutschen Kaiserin. Sehr beherztgens- werth ist der ArtikelDer Schlaf" von Dr. med. H. Klencke, dem dann ein gerade letzt ungewöhnlich interessanter ArtikelSchwarze Soldaten von Th. Gandert folgt, sowie ein andererBilder aus dem Jndianerleben von Max Horwitz. Zeitgemäß und anziehend 'tn& auch die Beitrage derRundschau", deren Spitze ein bto- oraxhischcr Artikel über den Finanzminisier Miquel lmit dessen PorlraU) einnimmt. - DasUnioetfium" ist eine Zeitschrift non liebem und bleibendem Weuhe und kann dem lesenden Publikum, nur warm empfohlen werden.

, - soeben ^schien im Verlag der G. M. Alberti'schen Hof­buchhandlung in Hanau in geschmackvoller Ausstattuna Uns-i? Fremdenbuch, Blätter der Erinnerung an unsere GLste^ Der Gedanke, ein Buch zu schaffen, welches das Gedächmiß an unsere Gäste e,halten hilft, ist hier nach unserer Ansicht in ebenso an- sprechender als eleganter Form »um Ausdruck gebracht Ein Gedickt auf bem burd) Kunstlerhand geschmückten Wtdmungsb^ttbietet dem Gaste den Gruß und bittet ihn zugleich, ein Zeichen der Erinnerung dmch Etn- zeichnen seines Namens oder eines onsttgen Wortes au neben ^ebe Seite ist farbig eingefaßt und trägt am Kopfe einen altdeutschen Spruch, der in Beziehung zur Bedeutung des Buches siebt Die äußere Ausstattung des Buches ist reich und wirkt durch das sinn­reich entworfene Titelbild des Einbandes besonders freundlich Bei dem mäßigen Preise von 4 können wir das Fremd?nbuck ! ist'Gastlich^' tn Mfen ^Spruch gilt:Des Hauses Ehl

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- Für die durch Hagels aingm sernn ein: Don R. K. MUebettiag 42.90 vM Jnsg

Für den bedürftigen ( gingen seiner ein: Von N. N gelammt 15.30 JL

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