Ausgabe 
14.1.1890
 
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Holzverkauf ! aus dem Gemeinde - Walde Witzmar, Distr. Reuschling. Kaltenbach, Kuhbachsdell und Winterberg Freitag den 17. d. M., von 9 Ubr ab, im Locale des Wirths L. Lanz in Wißmar und zwar:

1) Stammholz, a. Eiche«: 1 St II. Kl- mit 1,27 Festm-, k0 St. III. Kl­arst 10,04 Festm, 552 St. IV. Kl- mit 55,47 Festm-, b. Kiefern r 79 St. III./IV. Kl- mit 29,40 Festm. 2) Nutzholz: 8 rm Buchen rc-Felgen 3) Brenn- Holz, a Buche« rm: 403 Echt., 173 Kpl , 143 Stöcke, 845 Reis-, b. Gifte« rm: 9 Echt., 43 Kpl., e. Kiefer« rm: 2 Echt-, 3 Kpl, 60 Reis., d gemischte Reiser: 500 rm.

Crofdorf, am 11 Januar 1890-

417 Das Bürgermeisteramt.

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Vertreten durch C. Th. G-laesener.

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) Interessenten an der Ber­nden. Die ersten Exemplare mmtx in der neulich stattge- ls vor. Aui Antrag aus der die handMmnier, auch die itm entstehenden Druckkosten lersabren, was Anertennung Casteler Handelskammer das g des Projectes nimmt.

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Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich einge­tragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Ver­kauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt

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Bekanntmachung.

Die Landbriefträger führen auf ihren Bestellgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Poftanstalt übergebenen Sendungen mit Werthangabe, Emschrew- sendunaen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packete und Nachnahmesendungen bestimmt sind und zur größeren Sicherheit für die richtige und rechtzeitige Ablieferung dieser Gegenstände dienen. Will der Absender die Eintragung selbst bewirken, so hat der Landbriefträger demselben das Buch vorzulegen. Bei Eintragung des Gegenstandes seitens des Landbriesträgers muß dem Absender nuf Verlangen durch Vorlegen des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden.

Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung immer noch nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird auf das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht.

Darmstadt, den 4. Januar 1890.

Der Kaiserliche Ober-Postdirector.

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Holzverstrigermrg.

Montag den 20. Januar werden aus den Districten Belters- hainerwald, Steinkaute, Neuhofstannen, Neuhofsheege, Wirberger Waldlache, Steinweg, Hain, Kaulhain, Laubachskopf, Alterhaag^Ochfenstall und Sohl, wald der Forftwartei Reinhardshain versteigert: Stamm«: 2 Eichen mit 1,5 Fstm, 24 Fichten mit 7 Fstm.; Derbstang«»: 827 Fichten mit 33 Fstm.; R.iSstangen: 260 Fichten mit 4 Fstm.; Sliter Rm : I Buche, 4 Eiche, 52 Nadelholz, 4 Aspe; Knüppel Rm.: 2 Buche 99 Eiche, 550 Nadelholz, 15 Eile, Aspe; Neifig Nm.: 4 Buche,'9S Eiche, 421 Nadelholz; Stöcke Rm.: 5 Nadelholz.

Zusammenkunft Vormittags >/,9 Uhr im District Kaulhain auf der Staatsstraße von Beltershain nach Geilshausen. Nur das in den Districten Kaulhain, Ochsenstall und Sohlwald befindliche Holz wird bei der Ver­steigerung vorgezeigt und wollen Äaufliebhabsr das übrige Holz vorher einsehen.

Grünberg, den 12. Januar 1890.

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Die autzerordentUche Auszeichnung, welche unser Fabrikat 1889 tn Paris gefunden hat, indem dasselbe als das vorzüglich st e anerkannt und mit der Goldenen Medaille prämiirt wurde, hat auf einen in Fäcamp (Frankreich) wohnenden Destillateur eine erschüt­ternde Wirkung hervorgebracht, und scheint unter dieser Wirkung in erster Reihe das Rechtsgefühl desselben ge­litten zu haben, denn nur diesem Um­stande können wir eszusLreiben,wenn dieser Herr sich erdrecktet, unsere An gaben, betreffend die Prämiirung un­seres Fabrikats 1889 Paris als «« wahr zu bezeichnen und zu behaupten, I daß wir in Parts 1889 überhaupt nicht vertreten waren, also nicht ausgezeich­net werden konnten! [447

Wir wollen diesem Herrn Franzosen in erster Reihe bemerken, daß deutsche Fabrikanten in Bezug auf Wahrheit L I doch anderen Grundsätzen huldigen, I als unsere französischen Nachbarn. I Es beweist dies wiederum einmal, wie I wenig die Franzosen in ihrem eigenen I Lande zu Hause sind, denn wie überall I bekannt, gab es 1889 in Paris eine I

Grande Exposition universelle, zu Idemsch:GrosseWeltausstellung,

und eineExpositioninternationale de produits alimentaires et hygi6-1 niques, JU beutlet):Internationale I Ausstellungvon Nahrungsmitteln u. I hygienischen Erzeugnissen,

also, wie jener Herr behauptet, n u r I eineExposition internatio- I naie gab es überhaupt nicht. I

Auf Grund dieser plumpen französi I scheu Verdächtigung mußten wir uns I entschließen,die im Jahre1889 in Paris I an uns erfolgte Verleihung derGolde-1 nen Medaille in nachstehendem Attest I notariell conftatir?n zu lassen.

Wir werden auf die unverfrorenen I Herausforderungen des von uns so-1 wohl in Qualität als auch im Umsatz der Waare vollständig besiegten franzö-1 fischen Concurrenten nicht mehr ant-- wortenund überlassenes dem deutschen Publikum, den richtigen Namen zu fin­den für dieses neueste in Devtschland ausgeführte Manöver, unternommen zu dem Zweck, ein »Deutsches Aahri- 1 tat* zu schädigen.

Waldenburg i. Schl.

Deutsche

Benedictine-Liqueur-Fabrik

Waldenburg i Schl.

Notarielles Attest:

Auf Grund des mir im Original voraeleaten und wie folgt: Ville de Paris, Concours International de Pro- duits Alimentaires üderschriebenen DlplomS, de dato Parts, den 15. Sep tember 1889, und der dazu gehörigen mir ebenfalls vorgelegten Goldenen Medaille, befcheintge ick hierdurck, daß der Deutschen Benedictine-Li- "queur-Fabrik zu Waldenburg von der Jury der vorbezeichneten Ausstellung die

Goldene Medaille

zuerkannt worden ist.

Waldenburg tSchl., 3 Januar 1890. (DL.) Hermann Behrends,

Königl. Preuß. Justizratb u. Notar.

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