en
Der
' Offerten mit
"rm sub c. S**
sucht.
?<?**•« (W*Ö lbe3mttgefud)t gegen
t He <^tb. i>. U
x drei Morm U-n» 1 >u schien gesucht. u der Exped. d. Bl.
braver Junge zum Aus- k Backwaarrn gesucht. «il Noll, Äwengasse 23, tüchtige Dtenstm-gd auf eter gegen hoben Lohn gesucht.
Neuemeg 33.
[)0 Reiche -W ’’’ Tamm "M
iifciuBeT^mta. Herren et unter bnbtnlbai Ti^- Wtft buMlencraUliucv J’5« itlin SW. 61. Pvilo 20 K^8
379
in-Weine:
mer pr. U- 0.80,
r n n ii 1' •
Jer ,/ ,, « ^.20,
leimer „ „ n
jin.)
lt. Rheinweine:
« Gold. Silber u. Ä* Wilhelm, Hochheimer, MMssumderRothw-md tuosen, Liqueure und
en eM>M
» W M« W 'Mutter, ^roßmuttet
Anzeige- je Mutter, hmidi-
11. I-"«-- . 116 t i Mitt-g
JoU. UUHäl
>n ist-
Unterblieb""'- uar 1^90.
»N*s •**
1890
Rr. 11
Gießener Anzeig er
Kenerat-Wnzeiger
Dienstag den 14. Januar
Redaction, Expcditio» und Druckerei:
Kchutßraße Ar.I.
Fernsprecher 51.
Vierteljähriger MonrrementspreiBr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.
Die Gießener
A««rittenStLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Der
Hleßeaer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS.
Amts- und Aiizeigeblatt für den Avers Gietzen.
Gratisbeilage: Gießener IamitienöläLLer
erfolgen.
v. Gagern.
Meldungen entgegenzunehmen und dieselben unter Begutachtung der Gesuche an den Unterzeichneten spätestens bis zum 1. Februar d. I. einzusenden, damit die Gesuche dem Ausschüsse zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden können.
Zugleich ersuche ich Sie weiter, sich zu bemühen, geeignete Zöglinge für die genannten Obstbau-Curse ausfindig zu machen und zur Anmeldung zu veranlassen.
Jost.
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Arrsland.
Zara, 11. Januar. Die Influenza ist hier sowie in Spalata und Ragusa im Zunehmen begriffen. Die Schulen sind geschlossen.
Mailand, 11. Januar. Italienische Stärkefabrikanten reichten Petitionen um Erhöhung des Stärkezolles ein, weil derselbe zu dem Reiszoll in keinem richtigen Ver- hältniß stehe.
Madrid, 11. Januar. Die letzten Nachrichten über das Befinden des Königs lauten beruhigender. Heute Morgen 2i/2 Uhr celebrirte der päpstliche Nuntius in der Hauscapelle der Königin-Regentin eine Messe für die Wiedergenesung des Königs, welcher die Mitglieder der königlichen Familie beiwohnten. Die Königin-Regentin kniete betend am Bette des Königs. Um 4 Uhr Morgens weckte man den König, um demselben etwas kräftigende Nahrung zu reichen, welche er auch zu sich nahm. Um 41/2 Uhr zog sich die königliche Familie zurück, um zu ruhen. Die Regentin verblieb auf dem Sopha neben dem Bett des Königs.
Madrid, 11. Januar. Nach dem ärztlichen Bulletin von heute Nachmittag 1 Uhr ist der Zustand des Königs nach wie vor ruhig mit Neigung zum Schlaf. Das Fieber ist verschwunden.
Madrid, 11. Januar, Abends 7 Uhr 30 Min. Nach den letzten ärztlichen Bulletins ist der Zustand des Königs derselbe wie den Tag über.
Madrid, 11. Januar, Nachts. Dem ärztlichen Bulletin von 10Uhr Abends zufolge ist der König ruhiger geworden und kann auch leichte Nahrung zu sich nehmen, die er mehrere Male dringend verlangte.
Madrid, 11. Januar. Im Senat und in der Kammer verlasen die Präsidenten ein Schreiben der Regierung, nach welchem die beiden Häuser angesichts der gegenwärtigen Lage sich vertagen sollen. ’ Die Conservativen erklärten, die monarchische Partei des Parlaments werde die Regierung unterstützen, was auch dem Lande widerfahren möge. Die Sitzungen wurden unter lebhaften Hochrufen auf die Königin-Regentin geschlossen.
Madrid, 11. Januar. Der König genoß im Laufe des gestrigen Tages kräftige Brühe und Weine. Ein gestern Abend spät ausgegebenes Bulletin besagt, das Fieber sei vermindert und der allgemeine Zustand unverändert. — Bis heute Morgen 2 Uhr hielt die Ruhe an und war keinerlei Verschlimmerung eingetreten.
Lissabon, 11. Januar. Der Kaiser von Brasilien ist nach Pau abgereist, woselbst er morgen früh 5 Uhr Eintreffen wird. Von dort begibt er sich nach Cannes.
Newyork, 11. Januar. Dem „Newyork Herald" wird aus San Francisco telegraphirt, ein daselbst am 10. ds. eingelaufener Dampfer habe gemeldet, daß der deutsche Dampfer „Duburg" aus der Fahrt von Singapore nach Amoy mit 400 chinesischen Passagieren an Bord während eines Orkans untergegangen sei.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondcnz-Bureau.
Berlin, 12. Januar. Dem Gedächtnißgottes- dienst in der Schloßcapelle mit Predigt Kögels wohnten das Kaiserpaar, die Kaiserin Friedrich, die badischen Herrschaften, der Großherzog von Weimar, Franz Ferdinand von Este, die Fürstlichkeiten, die Prinzen, die Generalität,
Gießen, am 11. Januar 1890. Betr.: Ausbildung von Obstbaumwärtern.
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen
an die Groüh» Bürgermeistereien des Kreises.
Der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen hat in dem Voranschlag pro 1889/90 eine Subvention von 700 für junge Leute, welche an einem Obstbaumwärter-Cursus Thell nehmen, in Ausgabe vorgesehen. Der Betrag von 300 JL ist zu diesem Zwecke dem landwirthschastlichen Bezirksvereme von der Sparkaffe zu Grünberg unter der Bedingung zur Verfügung gestellt worden, daß auch jungen Leuten aus den zum Sparkaffebezirk Grünberg gehörenden Orten zum Besuche eines Obstbaumwärter -Cursus die entsprechende Subvention bewilligt wird. _ , .
Bewerber um Bewilligung dieser Subventionen aus den rum Kreise Gießen und den zum Sparkaffebezirk Grünberg gehörenden Gemeinden der greise Alsfeld und Schotten werden zur alsbaldigen Einreichung ihrer Gesuche und etwaigen Zeug- niffe bei der betr. Bürgermeisterei unter dem Anfügen auf- gesordert, daß unter mehreren Bewerbern die Priorität der Anmeldung Anspruch auf vorzugsweise Berücksichtigung gwt und daß die Subvention namentlich unbemittelten Personen zugewendet werden wird; zugleich ist von den Bewerbern anzugeben, welchen Obstbaumwärter-Cursus sie besuchen wollen und welcher Subvention sie zu diesem Behuse bedürfen
Der Lehrcursus für Obstbaumwärter bei Baumschulenbesitzer Th. Jäger zu Bensheim a. d. B. beginnt im Monat März und endet im Monat Mai 1890. Der Sommer-Cursus beginnt daselbst im Monat August und dauert 3 Wochen. Die Unterrichtszeit dauert daher 2 Monate und 3 Wochen in Bensheim. Der ObstbaucursuS an der Ackerbauschule zu Friedberg dauert nur 8 Wochen, von welchen 5 Wochen aus die Zeit von Anfang April bis Mai und 3 Wochen in den Monat August fallen. _ . .
Junge Leute, die an dem Obstbaumwarter - Cursus m Bensheim Theil nehmen, erhalten daher eine höhere Subvention (bis zu 100 eX) als Diejenigen, die an dem Obstbau- Cursus zu Friedberg Theil nehmen (70 bis 80 X).
Die Großh. Bürgermeistereien werden ersucht, dieser Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu verschaffen, An-
sraß Klage geführt. Die Arbeiten zur Frühjahrsbestellung könnten genügend vorbereitet werden.
Berlin, 11. Januar. Der Verband der oberschlesischen Walzwerke lehnte den Antrag der rheinisch-westfälischen Gruppe auf Erhöhung der Walzeisenpreise um l^Mk. ab, um die Gefahr einer ausländischen Concurrenz zu vermeiden.
München, 11. Januar. Der Prinz r ege nt ordnete die Ausführung des Baues der Luitpold-Brücke unterhalb des Mapmilianeums auf seine Kosten, die 300,000 Mk. betragen, an. — Der „Allgem. Zeitung" zufolge schrieb v. Dö llin g er vorgestern an seinem historischen Werke, als ihn ein Schlaganfall traf- er erhielt von Prof. Friedrich die Sterbe- sacramente.
München, 11. Januar. Im Finanzausschuß lehnte Minister Crailsheim die Ermäßigung der Kohlentarife ab, mit der Begründung, daß sie nur Zwischenhändlern nütze und die Staatskasse schädige. Die allgemeinen Unificirungs-Tarifvorschriften würden erwogen, aus böhmische Kohlen finde der neue Tarif keine Anwendung, die inländischen Kohlen bleiben geschützt.
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Januar. Die heutige Trauerfeier in der Schloßkapelle, welcher die Majestäten, die anwesenden Mitglieder des königlichen Hauses, sowie die fremden Fürstlichkeiten, die Vertreter fremder Höfe, Hofstaaten, Minister, Behörden rc. beiwohnten, leitete der Domchor ein mit Gesang: „Ich weiß, bajs mein Erlöser lebt, Christus, der ist mein Leben", worauf der Geistliche folgende Sprüche verlas: Psalm 90, 2, 3, 10, 12, Marcus 14. 6, 8a, ersten Timotheus 5. 5, Epheser 2, 8—10, Matth. 5, 7, Offenbarung 22. 17 und fortfuhr: „Selig sind die Todten, die im Herrn sterben, von nun an!" worauf der Domchor antwortete: „Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach." Nachdem die Gemeinde den Choral: „Was Gott thut, das ist wohlgethan" gesungen, hielt Oberhofprediger Generalsuperintendent Dr. Kögel die Gedächtniß- rede unter Zugrundelegung des Textes: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an im Gebet!" Die Gedächtnißrede schloß mit den Worten: „Und nun, Weimars edle Fürstentochter, Preußens pflichtgetreue Königin, Deutschlands erste Kaiserin aus dem Hohenzollernhause, ver- ständnißvolle Gefährtin eines unvergeßlichen Monarchen, begnadigtes Gefäß und Werkzeug einer großen Zeit, Diaconissin im Purpur, Bekennerin des Kreuzes deines Herrn und Heilandes, ziehe hin zu deinem Gott und zu unserem Gott, zu deinem Heiland und zu unserem Heiland! Amen." Hierauf folgte ein Gebet, das mit dem „Vater unter" schloß. Die Gemeinde sang nunmehr die beiden Choralverse: „Wenn ich einmal soll scheiden" rc. und „Erscheine mir zum Schilde" rc. und der Domchor schloß sich an mit den hehren Klängen aus Grauns Tod Jesu: „Wie herrlich ist die neue Welt" rc. _ Der Oberhofprediger ertheilte den Segen und der Domchor schloß mit dem „Heilig, heilig ist der Herr!" Damit erreichte die erhebende Feier ihr Ende. Nunmehr setzte sich der Zug in der programmmäßigen Form in Bewegung, verließ das Schloß an dem dem Dom zunächst gelegenen Portal und wandte sich der Straße Unter den Linden entlang dem Brandenburger Thore zu. Die Straße war eingerahmt von einer theilnahms- vollen Menge, die sich Kopf an Kopf hinter den Gewerken, Hochschulen, Corporationen, die mit ihren in Trauerflor gehüllten Fahnen im Spalier Aufstellung genommen hatten, drängte. Ehrfurchtsvoll entblößten Hauptes harrten sie des feierlichen Zuges^ der, so bald auf dieser Strecke sich wiederholend, an jenen Wintertag gemahnte, da man den greisen Heldenkaiser, ihren Gemahl, ihr voraustrug. Die Häuser hatten sämmtlich Trauerschmuck angelegt und Halbmast geflaggt. An der Kreuzung der Siegesallee mit Charlottenburger Chaussee löste sich der Zug auf. Die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften bestiegen die Wagen zur Fahrt nach Charlottenburg, während der Leichenwagen, escortirt von Garde du Corps und Königinkürassiren (Pommersches 2.) seinen Weg fortsetzte. Die Krone und Insignien wurden durch militärische Escorte nach dem Schloß zurückgebracht. Am Mausoleum stand die Leibcompagnie ersten Garde-Regiments zu Fuß- mit dem Sarg betreten nur die Majestäten und nächsten Anverwandten, sowie der persönliche Dienst die letzte Ruhestätte der ersten deutschen Kaiserin an der Seite ihres Gemahls und inmitten dessen unvergeßlichen Eltern.
Berlin, 11. Januar. Der „Reichsanzeiger^ veröffentlicht die Bekanntmachung, daß seitens des Ministers des Innern der Termin für den Beginn der Auslegung der Wählerlisten auf den 23. d. M. festgesetzt ist.
Berlin, 11. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Eröffnung des Landtags imWeißen Saale am 15. Januar, Mittags 12 Uhr, nach den vorherigen üblichen Gottesdiensten.
— Die Uebersicht des gegenwärtigen Saaten stand es in der preußischen Monarchie ergibt, daß in Folge der günstigen Witterung die Herbstbestellung fast überall gut und rechtzeitig erfolgt ist. Die Wintersaaten sind bei dem milden Wetter im Allgemeinen gut ausgegangen, günstig entwickelt und meist kräftig bestockt. Der gegenwärtige Stand ist daher als ein guter, strichweise sogar als ein vorzüglicher zu bezeichneli. Teilweise wurde über Mäuse und Schnecken-
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr.
Amtlicher Theil.
Gießen, den 13. Januar 1890. Betreffend: Die Neichstagswahlen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grotzh. Bürgermeistereien des «reifes.
Nachdem die Wahlen zum Reichstag zufolge Kaiserlicher Verordnung am 20. Februar d. I. vorzunehmen sind, ist das zur Vorbereitung des Wahlgeschäfts Erforderliche unverzüglich ins Werk zu setzen.
Wir übersenden Ihnen daher mit nächster Post die hierzu erforderlichen Formularien (Wahlprotokoll und Wählerliste) unter dem Auftrag, die Wählerliste sofort in doppelter Ausfertigung auszustellen, jedoch vorerst nicht abzuschließen. Einlagebogen zur Wählerliste sind nach Bedarf mit der Feder herzustellen. , „
Zu Ihrer Instruction verwesten wir eie aus aus i—rf und 7 des Gesetzes vom 31. Mai 1869 (Bundesgesetzblatt 1869 Seite 145) und §§ 1 und 7 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 (Bundesgesetzblatt 1870 Seite 275) und bemerken hierzu noch, daß die Stimmberechtigten nach Vor- und Zuname, Alter, Stand oder Gewerbe und Wohnort in alpha- beti cher Ordnung in die Wählerliste einzutragen sind.
Die Offenlegung der Wählerliste (§ 2 des Wahlreglements) hat unfehlbar Donnerstag den 23. bs. Mts. zu be- ginncn. „.
Wir weisen Sie daher an, Montag den 20. und Dienstag den 21. ds. Mts ortsüblich bekannt machen zu lassen, vaß die Liste der Wähler von Donnerstag den 23. Januar bis Donnerstag den 30. Januar, beide Tage einschließlich, auf dem Gemeindehause bezw. dem etwa sonst von Ihnen hierfür bestimmten Locale Vormittags von 9—12 Uhr und Nachmittags von 2—5 Uhr zu Jedermanns Einsicht ausgelegt seien, und daß Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste innerhalb acht Tagen nach Beginn der Auslegung bei Meldung des Ausschlusses bei Ihnen vorzubringen seien. ■
Weitere Anweisung wegen des Wahlgeschäfts roirb noch


