Ausgabe 
13.8.1890
 
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das

Wetter.

Hungen, 11. August. Aus hiesigem Hofgute befindet sich gegenwärtig eine Fruchtmähmaschine in Thätigkeit, | welche alle hiesigen wie auswärtigen Landwirthe interessirt. Diese Maschine ist durch Vermittelung der Firma A. Buch dahier von der Straßburger Landwirthschastlichen Ausstellung zunächst zur Probe hierhergebracht worden, ist jedoch, wie man hört, bereits von dem derzeitigen Pächter Herrn v. Oven käuflich erworben worden. Die Maschine, welche neuester Construction ist, mäht und bindet zugleich mittelst Bindsaden das Getreide. Dieselbe arbeitet sehr exact und sauber, tote ich selber Gelegenheit hatte, mich zu überzeugen und wird deren Leistungsfähigkeit aus 1520 Morgen pro Tag ge­schätzt. Mehrere auswärtige Gutsbesitzer beabsichtigen glerch- falls die Anschaffung einer solchen Maschine.

= Aus der südlichen Wetterau, 11. August. (Die Unwetter vom Samstag und Sonntag.) Wie in dieser Zeitung schon einmal des Näheren ausgeführt wurde, daß die Monate des laufenden Jahres in ihrem Witterungs- character verschoben erschienen, so zeigt der August ebenfalls einen anderen Character als in früheren Jahren, indem die heftigen Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen, tropische Hitze, seuchtheiße Treibhausluft eher auf den Juli als auf den August schließen lassen. Seither war unsere Provinz von Schadenwettern ziemlich verschont- sie tobten in den beiden südlichen Provinzen Starkenburg und Rheinhessen. Vorgestern und gestern jedoch brachen einige Unwetter herein, die nicht minder heftig und schädlich waren, wie diejenigen in Starken­burg und Rheinhessen. Es war am Samstag (9. er.) außer-

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Der diesjährige das ist der 20jährige Gedenktag des Sedantages wird in allen Gauen des deutschen Vaterlandes I festlich begangen. Auch in unserer Stadt welche bei patriotischen Festen niemals zurückgeblieben ist soll der Tag sestlich begangen werden. Zu diesem Zwecke hat sich, aus Anregung des Kriegervereins, gestern Abend ein Comitö, zusammengesetzt aus dem Stadtvorstand, den

Schulvorständen und den verschiedenen Vereinen Gießens, gebildet, welches die Leitung des Festes in die Hand ! nehmen will. Das Fest soll ein Volksfest im vollsten Sinne des Wortes werden. Jedermann hat ungehinderten, unentgeltlichen Zutritt. Um nun die Kosten zu decken, wird in den nächsten Tagen eine Liste zur Zeichnung von Beiträgen in unserer Stadt circuliren. Niemand möge glauben, er müsse sich bei der Zeichnung der Beiträge über Gebühr an­strengen. Die kleinste Gabe ist willkommen und Geschäfte sollen keine gemacht werden. AllenfallsigerUeberschuß soll der Unterstützungskasse des Kriegervereins anheimfallen. Was das Fest betrifft, so soll dasselbe auch das diesjährige Jugendfest, welches ausgefallen ist, dadurch ersetzen, daß sich die Jugend an dem Festzuge betheiligt und aus die Bedeutung des Tages aufmerksam gemacht wird. Aus dem vorläufigen Programm können wir mittheilen, daß am 1. September Abends ein Fackelzug durch die Stadt, Abbrennen eines Freudenseuers auf der Hardt und dann Zusammenkunft im Cafe Leib geplant ist. Am 2. September, Vormittags, Ge- dächtnißfeier an den Kriegergräbern und Schmückung derselben. Nachmittags Festzug durch die Stadt und allgemeines Volksfest in Steins Garten. Dem patriotischen Unternehmen aber rufen

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h. Gem'älde.Ausstellung. Ob gerade jetzt, wo schöne Wetter mächtig ins Freie und zur Erholungsreise lockt, wo die Schulserien vor der Thüre stehen, die Zeit zu einer Gemälde-Ausstellung für Gießen besonders günstig sei, bleibe vorerst dahin gestellt. Der Besuch läßt sich allerdings mit gutem Gewissen empfehlen. Einige der ausgestellten Werke sind es schon werth, daß man um ihretwillen die Treppen des alten Hofgerichtsgebäudes hinaufsteigt und die 20 Ps. Eintrittsgeld entrichtet. Und wie so ost ist es auch diesmal nicht die große Leinwand, aus der sich das Schönste und künstlerisch Reifste zeigt, sondern aus einer Menge räumlich anspruchsloser Bilder tritt uns jene Stimmung entgegen, die dem Beschauer Genuß bereitet und zu weiterer Besichtigung Muth macht. Das Historische, das wie immer auf solchen kleineren Ausstellungen mager ist, wird durch ein umfang­reiches Bild von Frind vertreten, welches Rudolf von Habs­burg an der Leiche des Gegenkönigs Ottokar von Böhmen zeigt und in der Hauptsache den tragischen Ernst der Situation, sowohl was die Anordnung der Gruppen, die Haltung der Hauptfigur und auch die Beleuchtung anlangt, energisch zum Ausdruck bringt. Kraft und Ausdruck, Eigenschaften, welche man dem Frind'schen Gemälde zusprechen darf, fehlen total auf dem religiösen Gemälde von Radtke (Blankenburg), welches die Errettung der Susanna durch Daniel darstellt. Es ist trotz der Fülle der Figuren inhaltlich ungemein leer. Von diesen ledernen alttestamentlichen Gestalten wenden wir uns ausathmend zu der heiteren, lustigen Gesellschaft, die uns Marie Laux (Prag) als Spatzenclub vorführt, ein Bild, das im Ton überaus reizvoll ist. Auch in dem BildeBuchsinkenpaar" zeigt die Malerin, daß sie sich auf das Vogelgenre trefflich versteht. Von Pros. L. Braun

ordentlich heiß und schwül- das Athmen wurde beschwerlich und in den Gliedern fühlte man eine Bleischwere. Fast ur- plötzlich stiegen Nachmittags 5 Uhr im Westen Wolkenballen empor- es fing an zu blitzen und zu krachen, und Waffer- massen stürzten hernieder, daß man glaubte, die Sundfluth wäre gekommen. In erster Linie tobte es in Altenstadt. Die Fluthen stiegen sußhoch in den Straßen- aus dem Felde rissen sie Garben und ungebundene Früchte mit fort- da­zwischen schwammen Ackergeräthe, Holz und Baumäste, ^n Langenberg heim und Eckartshausen rissen die Fluthen den Baugrund der Aecker bis zu einem Fuß tief weg und flößten die Gewächse mit fort. Der Glauberghöhenzug bei Lindheim scheint das Unwetter in zwei Thelle gespalten zu haben. Der eine zog das Thal der Nidder hinauf gegen Ortenberg, der andere zog das Seemenbachthal hinauf über Düdelsheim und Rinderbiegen nach Waldensberg und Spielberg. Hier gab es Hagel, der empfindlichen Schaden anrichtete. Der Höhenzug zwischen Rinderbiegen, Waldens- berg, Breitenborn und Haingründau hatte den stärksten An­prall auszuhalten. In Breitenborn entstanden cyclon- artige Wirbel, welche Bäume entwurzelten und wegschleuderten. Das Dors Haingründau liegt am Fuße des vorbezeich­neten Höhenzuges, im Rothsandsteingebiete. Plötzlich erschie­nen aus dem Walde schmutzigrothe Wellen, die sich wie herab­rollende Fässer ansahen. Hieraus kann man auf die gewal- ! tige Wassermasse und auf das Urplötzliche des niedergegangenen I Wolkenbruchs schließen. Heute Nacht (vom 10. auf den

11. er.) entstand wieder ein Gewitter- die Erscheinungen dabei sind aber mehr durch ihre electrische Entladung merk- I würdig zu nennen, denn es waren oft minutenlang keine

einzelnen Blitze zu unterscheiden, sondern es war ein Feuer- und Blitzmeer, wodurch die Zimmer erhellt wurden. So­eben erfahre ich, daß das Unwetter vom Samstag auch in I den weiter westlich gelegenen Orten Bönstadt, Assen- heim, Florstadt, Wickstadt und verschiedenen anderen

arg aehaust habe.

Aus dem Vogelsberge, 11. August. Die Eselstreiber und ihre Grauthiere müssen sich oft von ihren Wutmenschen hänseln lassen, sie wissen sich aber mitunter recht witzig und ergötzlich zu revanchiren. Davon hat derG. A." kürzlich ein Beispiel gebracht. Ein selbsterlebtes mag hier solgen. Einsender ging mit einem jovialen alten Herrn, der gerne sein Späßchen machte, die große Straße von L. nach O. hinab, als ein Treiber mit seinem Esel daher kam.Wo wollt Ihr zwei denn mit einander hin?" fragte mein Begleiter.

An Euch zwei vorbei!" versetzte der Eselsjunge mit bos­haftem Grinsen und schritt fürbaß.Da bin ich schön rinn­gefallen," bemerkte Freund R.,aber doch nicht so schlimm, wie unser guter Z. Es ist nicht so lange her, daß ey eine Bergparthie gab - die Herren stiegen zu Fuß hinauf, die Damen benutzten Esel und folgten dem Fahrwege. Nur das korpulente Weibchen unseres Z. hatte sich darauf capricirt, die Tour zu Fuß zu machen. Anfangs ging es leidlich - beim letzten Ausstieg wollte es aber nicht mehr voran kommen, Das Weibchen hing an Z.s Arm, es schnaufte, transpirirte

I und pustete und kam endlich oben an, als die Uebrigen schon längst da waren und sich bereits wieder ausgeruht hatten. Alles umringte die Ankömmlinge- die Freundinnen zankten in liebevoller Weise über das Wagniß, entsetzten sich über das blanrothe Gesicht und die Eine meinte:Warum hast Du Dir denn aber nicht auch einen Esel genommen?"Wosm habe ich denn meinen Mann!" war die schlagfertige Antwort des sparsamen Weibchens. Die nervenerschütternde Wirkung der Antwort mag sich der sreundliche Leser selber ausmalen.

-ck. Vom Vogelsbrrg, 11. August. Der Kornschnitt ist beendet und das Korn bis auf wenige Ausnahmen in die I Scheuer gefahren. Der Landmann sucht in diesem wetter- I wendischen Sommer so bald wie möglich die Garben unter I das schützende Dach zu bringen. Daß bei dieser Hast manch I unreife oder vielmehr nicht trockene Garbe nach Haus komm!, ist leicht erklärlich. Der Ausfall der diesjährigen Kornernte I ist im Quantum sehr gut, in der Qualität im Ganzen gut. Der Körnerertrag bleibt hinter dem Strohergebniß erheblich zurück. Beim Weizen, mit dessen Schneiden bereits begonnen wird, dürfte gleichfalls ein gutes Resultat zu verzeichnen sein. Die Sommerfrucht, Gerste und Hafer, sind sehr voll­kommen gewachsen und werden reichen Ertrag liefern. Auch die Kartoffelfelder berechtigen nach dem Stand der Sträucher und der seitherigen Witterung zur besten Aussicht. Friih- | kartoffeln holt man bereits allgemein- sie sind dick und meh!-i reich, der Frost hat ihnen doch nicht in dem Maße geschadet, wie man anfänglich befürchtete. Im Garten allerdings häl' sich das Ergebniß nicht auf der gleichen Stufe des voriger Jahres, das bekanntlich ein Ausnühmsjahr war, wenn aid Gemüse und andere Küchengewächse recht üppig gedeihen Man erntet eben hier weder Bohnen noch Gurken, sie stehci noch in der Blüthe, während sie im verflossenen Jahre schor um Johanni Früchte ergaben. Der Bienenzucht, die wob Heuer am meisten durchden Wäsche haltenden Somme / gelitten hat, sind die letzten heißen Tage sehr zu statten o * kommen. Die Bienen, welche eine gar armselige Honigtta hatten, haben den blühenden Sommersamen (Sommerrap. den Flachs 2C. benutzen können und sind zu ihrem Winter auskommen gelangt, was namentlich von den Schwärme gilt.Ende gut, Alles gut", das gilt wie von Allen hauptsächlich auch von der Ernte und dem sie begleitende

vermischtes.

* Mainz, 11. August. DieMainzer Nachrichteit zeigen an der Spitze ihrer heutigen Nummer an, daß I aufgehört, Organ der socialdemokratische Partei zu sein. Das Blatt ist erst vor einigen Woche in den Dienst der Socialdemokratie getreten. Nach De Wahlsiegen der Socialdemokraten hatten sich die hiesige Führer der Partei großen Hoffnungen für ein eigenes Patte organ hingegeben und haben mit dem Verleger des genannt Blattes einen Vertrag vereinbart, wonach die ehedem parke'

wir ein freudigesGlück auf" zu.

weiß-goldenen Band ein donnernd Hoch, in welches die ganze Festversammlung einstimmt. Der Vorhang fällt, um sich so­fort wieder zu erheben und ein lebendes Bild zu zeigen, welches die Huldigung des alten Herrn und der sämmttichen Studirenden an die Starkenburgia und gleichzeitig den Triumph der letzteren über die besiegt zu ihren Fußen liegen­den bösen Geister darstellt. Die Musik fällt etn und die ganze Festversammlung singt das Bundeslied des Corps:

Starkenburgia Dir gehör ich, Dir bleib ich ewig hold, Auf Deine Fahne schwör ich, Die Fahne roth-weiß-gold, Starkenburgia falls beweisen, Durchs Wort und durch die That, Daß stets ihr Herz und Eifen, Gleich brav geschlagen hat.

Donnernder Applaus und Hervorruf lohnten die Dar­steller und den Verfasser, und es kann wohl die in jeder Beziehung gelungene Aufführung dieses von der Elite der Gießener Gesellschaft dargestellten Festspiels als der Glanz­punkt des ganzen Festes bezeichnet werden.

Der letzte Theil des von Herrn Dr. moä. Muh l- berger arrangirten Gartenfestes konnte insofern nicht ganz programmmäßig abgehalten werden, als während des Fest­spiels ein Gewitterregen eingetreten war, welcher das wettere Verweilen im Garten unmöglich machte, so daß die dritte Abtheilung des Concerts im Saal ausgeführt werden mutzte. Auch mußte nothwendig das Arrangement des nach dem Concert stattgehabten Tanzvergnügens unter dem Umstand etwas leiden, daß wegen der ungünstigen Witterung die sehr zahlreiche Gesellschaft nicht im Freien verweilen konnte, sondern in die inneren Räume des Stein'schen Etabltsie- ments gedrängt wurde. Das hinderte aber nicht, daß Jung und Alt bis in den frühen Morgen hinein in fröhlichster Stimmung der Muse Terpsichore huldigte.

Am Sonntag Vormittag 11 Uhr fanden sich noch zahl­reiche Festtheilnehmer mit ihren Damen zu einem gemüth- lichen Frühschoppen auf Lony's Bierkeller ein, an eichen sich, der Katzenjammerstimmung entsprechend,^ein Gänsemarsch der Studirenden vom Bierkeller nach dem Hotel zum Rappen, wo die Activen des Corps mit ihrem Besuch das Mittags­mahl einnahmen, reihte. Am Nachmittag fanden sich die letzten Nachzügler noch zu einer zwangslosen Vereinigung auf der Textor'schen Hardt zusammen. Die meisten Festtheilnehmer aber hatten bereits mit den Nacht- und frühen Morgen­zügen die alte Musenstadt mit dem frohen Bewußtsein ver­lassen, wieder mit vielen liebwerthen Bekannten das alte Freundschaftsband erneuert und in schöner Erinnerung längst vergangene Jugendtage nochmals durchlebt zu haben. Jeder Festtheilnehmer, der jetzt zu ernster Berufsarbeit an den häuslichen Herd zurückgekehrt ist, wird sicherlich noch lange der schönen Festtage an dem Strand der Lahn gedenken und diese Erinnerung wird Jedem die Sorgen und Lasten des täglichen Lebens erleichtern. Gar viele alte Freunde schütteln sich bei dem Abschied die Hand, mit dem Ruf: Auf Wieder­sehen in fünf Jahren am Fuß der Starkenburg in Heppen­heim und hoffentlich später auch wieder in Gießen.

Schließlich wollen wir nicht verfehlen, noch folgendes zum Fest von Herrn Amtsrichter Seeger (Büdingen) ver­faßtes Gedicht zum Abdruck zu bringen.

Ein neues Banner! Seht in ihm erscheinen Die Farben, die mit Stolz und Lust Ihr tragt, Da fünfzig Jahre unter ihm sich einen, Ihr Alle halst, daß heute hoch es ragt.

Die Farben hoch! Auf der Mensur vermischen Sich bittrer Ernst mit junger Kräfte Spiel. Den Schläger hoch! Die scharfen Hiebe zischm. Der Farben Ehre ist des Kämpsers Ziel.

Wer sich bewährt! Wer festen Augs im Auge Dem Gegner stand mit seiner flinken Wehr, Ihr sehts ihm an, ob er ins Leben tauge.

Leid, Haß und Neid erschreckt ihn nimmermehr.

Beim frohen Fest! Die vollen Farben flammen, Beim Sang, beim Tanz, beim Salamanderschlag; Die Herzen schlagen froh und frei zusammen; Ein ftoh Gedenken folgt dem srohen Tag.

Das Banner hoch! Es möge um sich werben Auf weite Zeit etn edles Geschlecht!

Und Glanz und Reinheit sollen sich vererben, Roth, weiß und gold, den Farben hehr und echt!

aus München ist ein kleines, feingearbeitetes Bildchen aus- oestellt, das sein Motiv dem 30jährigen Kriege entlehnt und eine Attaque kaiserlicher Soldaten auf schwedische ^nfanterte ebenso klar als lebendig schildert. Sympathieen empfindet man auch gegenüber dem Genrebildchen von Klaus Ehrt ft Angenehmer Besuch",welches Deffregger'sche Bahnen wandelt. Sehr zahlreich sind die Landschaften und das Meiste darunter ist gut. Wundervolle Stimmung athmen zugleich die Bilder von Leonhardi:Schmuggler im Walde" undMotive aus Loschwitz bei Dresden". Sehr lieblich wirkt auchVor­frühling" von Schlette. Was von Mali (München) vor­handen:Am Chiemsee",Abend" ist wie alles, was aus diesem Pinsel fließt, fein und duftig. Erwähnenswerth sind nochHelgoland" von Wenz (München), ,Mm Morgen" von Stützei,Am Achensee" von CH öd (Wien),Aus dem Losbachthale bei Büdingen" von H. Hofmann (Frankfurt a. M.). Von den Portraits läßt sich leider nicht viel Gutes melden. Was in diesem Genre ausgestellt ist, trägt dermaßen den Stempel des unsicheren Dilettantis­mus, daß wir am Besten mit Stillschweigen darüber hinweg- geben. Unbegreiflich ist es uns ieboi), wie H. Dietz, der mit einigen Studienköpfen und Copien alter Meister ja ganz respectable Proben seines Talents ablegt, solchen Proben Portraits zur Seite stellen mochte, welche aus einer bedeutend geringeren Werthstuse halten und uns weder durch Auffassung , noch Behandlung Interesse abgewinnen können. Wie wir hören, hat der Maler seine Studien in Düsseldorf gemacht. Schwerlich aber käme wohl Herr Dietz auf den Gedanken, mit dergleichen Arbeiten in den Kunstsalons von Schulte- Briesen und Morschheuser zu erscheinen. Gar oft sind junge Maler in der irrigen Meinung besangen, in kleineren Orten, die abseits von den großen Kunstcentren liegen, sei das Ver- ständniß für bildende Kunst so wenig entwickelt, daß man sich bei Ausstellungen nicht sonderliche Mühe zu geben brauche und das, was für Düsseldorf, München, Berlin zu gering, sei z. B. für uns in Gießen noch lange gut genug, eine Auffassung, gegen die wir hiermit auss allerentschiedenste Protest erheben möchten. Höchst wohlthuend sühlt sich der Beschauer berührt von den Bildern, mit welchen E. Dingei­de i n die Ausstellung beschickt hat: ein Stillleben, zwei Blurnen- stücke und ein Genrebild. Da ist in jedem Zuge schlichte An- muth und frisches, natürliches Leben!Im Kücheuwinkel , Der Herbststrauß" und derKorb mit Flieder" sind im Ton so reizvoll und im ganzen Ausbau so graziös, daß sie jeder größeren Ausstellung zur Ehre gereichen würden. Marie Wagner (Mainz), von welcher wir hier schon öfters Sachen gesehen hahen, ist diesmal nur mit einem Studienkopf ver­beten , der aber auch das Characterisirungsverrnögen der Malerin deutlich erkennen läßt.

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