Hamburg, 10. Mai. Die Schuppenarbeiter am Amerikaquai legten die Arbeit nieder, weil sie sich weigerten, die Schutenarbeiten auszuführen, welche den Ewersührern zukämen.
Greiz, 10. Mai. Die Webereiarbeiter verlangen zehnstündige Arbeitszeit, Wiederherstellung des Lohntarifs von 1882, eine besondere Lohnerhöhung von 15 Procent für complicirte Arbeir und die Einführung von Lohnbüchern. Der Verein der Fabrikanten geht hierauf nicht ein; er lehnt es ab, mit dem Arbeitercomite, das aus Führern der Socialdemokraten besteht, zu verhandeln. Ein Theil der Arbeiter legte in Folge dessen die Arbeit nieder.
Arrslairv.
Befieges, 10. Mai. In dieser Nacht versuchten Unbekannte, die Ventilatoren mehrerer Gruben abzustellen. Die Ingenieure bemerkten und verhinderten rechtzeitig das Attentat. Das Massenmeeting der Bergleute beschloß, den Aus st and bis zum Aeußersten durchzusühren. Die Belegschaft von Grandcombe arbeitet vollständig. Die Ruhe ist vollständig.
Sofia, 10. Mai. Der Präfect von Phillippopel, Dimitrow, ist zum diplomatischen Agenten in Belgrad ernannt worden, wohin er im Lause des Monats Mai abreist.
Bukarest, 10. Mai, Die Kammer nahm mit 93 gegen 55 Stimmen die Vorlage, betreffend die Fortification s- cred ite, an, nachdem der Ministerpräsident und der Minister des Aeußern erklärten, daß die Fortificationen nur einen defensiven Charakter trügen und keineswegs eine politische Tragweite in sich schlössen. Catargiu erklärte die gestrige, für die Allianz mit dem Dreibund plaidirende Rede Earps als ein Motiv für die Ablehnung des Fortisicationscredites.
Konstantinopel, 10. Mai. Djevdet Pascha wird durch den Minister Risa Pascha ersetzt. An dessen Stelle tritt der gegenwärtige Minister der öffentlichen Arbeiten, Zihni Pascha, welcher durch den Director der indirecten Steuern, Rais Pascha ersetzt wird. An die Stelle des Letzteren tritt Hassan. Der Gouverneur von Pera, Emroulah Effendi, ist abgesetzt worden- sein Nachfolger ist Nazim Bey, Hussein Bey, einer der Secretäre des Sultans und Präsident der Munizipalität von Pera, ist zum Gesandten in Bukarest anstatt Feridum Bey ernannt worden, welch Letzterer den Gesandten in Belgrad, Nahmud Neddim ersetzt, der sich nach Athen begibt.
Neueste Nachrichten.
WolfiS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 11. Mai. Um zu vermeiden, daß nach dem Ablauf des Socialistengesetzes eine größere Schaar Ausgewiesener auf einmal zurückkehrr, werden, dem Vernehmen der „Köln. Ztg." nach, die Ausweisungen nach und nach aufgehoben. In Hamburg ist in diesem Sinne bereits verfahren.
Berlin, 12. Mai. Der „Reichsanzeiger" meldet: Gegen die Hagelversicherungsgesellschaft „Germania" in Berlin wird wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten nächstens das Verfahren der Concessionsentziehung eingeleitet werden. Es wird als wünschenswerth bezeichnet, daß dies öffentlich bekannt werde, da in der Presse fortwährend Ankündigungen erscheinen, die Landwirthe zum Beitritt zur Gesellschaft auffordern.
Dresden, 11. Mai. Hierselbst ist heute die Bildung eines Orts-Ausschusses für Errichtung eines Bismarck-Denkmals erfolgt. Ober-Bürgermeister Dr. Stue bel und Geheimer Hofrath Ackermann wurden zu Vorsitzenden gewählt.
Hamburg, 11. Mai. Der hiesige Verband für Eisenindustrie macht durch Inserat bekannt, daß sich der größte Theil der Betriebe auf dem Gebiete der Eisenindustrie im Strike befinde, und bittet die Auftraggeber deshalb um Nachsicht. Die Polizeibehörde hat eine Bekanntmachung erlassen, in der sie die Arbeiterkreise darauf aufmerksam macht, die Polizeiwachen und Patrouillen seien angewiesen, den Nicht- Srrikenden gegen etwaige Störungen oder Belästigungen bei der Arbeit jederzeit Schutz zu gewähren.
€ocak> und provinsiclics.
Gießen, 12. Mai.
— Die von uns für Samstag Abend gemeldete Durchreise Ihrer Königl. Hoheiten Prinz und Prinzesfin Heinrich von Preußen erfolgte, da die Abreise verschoben wurde, erst Sonntag früh 8 Uhr 3 Min. Auch Se. Durchlaucht Fürst von Waldeck kam gestern Morgen 5 Uhr 9 Min. hier an und reiste 5 Uhr 21 Min. nach Balduinstein weiter.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Dienstag den 13. Mai 18 9 0, Nachmittags 4 Uhr:
1. Organisation der Feldpolizei. 2. Gesuch des Lahnthal- Sänger-Bundes um kostenlose Ueberlassung des Gases an den Festtagen. 3. Die Prüfung des Gases, hier Normalkerzen. 4. Vergrößerung des Verwaltungsgebäudes der Gassabrik. 5. Decretur von Kostenrechnungen. 6. Ausübung der offenen Armenpflege.
— Gießener Concertverein. Das sechste Eoncert des Gießener Concertvereins setzte sich aus einem sehr reichhaltigen orchestralen Theil und Gesangsoorträgen von Fräulein Lina Hilß aus Frankfurt zusammen. Die erste Stelle nahm die Ls-äur-Symphonie von Mozart ein, die unter dem Namen Schwanengesang zu den populärsten des Meisters gehört. Von allen Mozart'schen Symphonien kommt sie Haydns Art am nächsten, nicht nur hinsichtlich der Form und Technik, sondern namentlich auch mit Bezug aus ihren geistigen Inhalt. Hauptsächlich wirksam zeigt sich Haydns Borbild in dem marschartigen Character des Andante und dem srohgemuthen und leichtbeschwingten Finale-Allegro, während wir durch den schwermülhigen Schluß des einleitenden
Adagios an den Don Juan gemahnt werden und das darauf folgende Allegro eine gewisse Heldenmäßigkeit zeigt, wie sie Haydn fremd ist. Ein Kind ähnlichen Griftes ist die Suite op. 113 in d-moll von Fr. Lachner, während die Ouvertüre zum „Wasserträger" von Cherubim und das Vorspiel aus „Manfred" von Reinecke ein ganz anderes Gepräge tragen. Die Ausführung sämmtlicher Nummern erfolgte mit der Sorgfalt und Schönheit, die die orchestralen Aufführungen des Concertvereins unter Leitung des Herrn Universitätsmusikdirectors Adolf Felchner schon immer auszeichnen. Alles klappte und ging vorzüglich, die Einsätze erfolgten klar und bestimmt, plastisch traten die Themen hervor, eine energische und schwungvolle Auffassung trug das Ganze. Lebhafter Beifall lohnte die trefflichen Leistungen, namentlich auch nach dem reizenden Vorspiel aus „Manfred".
Der solistische Theil -fand dadurch ein erhöhtes Interesse, daß Fräulein Lina Hilß mit seiner Ausführung betraut war. Die Dame ist dem Gießener Publikum keineswegs unbekannt, sondern steht mit ihren Liedervorträgen noch vom vorigen Jahre her im besten Andenken. Sie hat inzwischen behufs weiterer Ausbildung im Gesang, dem sie sich ganz zu widmen gedenkt, das Conservatorium in Frankfurt bezogen. Daß Fräulein Hilß, von der schon damals der Referent des „Gießener^Anzeiger" schrieb, „daß sie sich wie wenige in die Herzen der Menschen zu fingen verstünde", in der kurzen Zeit seitdem noch ganz erhebliche weitere Fortschritte gemacht hat, bewies ihr Auftreten am Samstag. Ihre glockenreine Intonation und muftergiltige Textaussprache haben wir von jeher hervorzuheben gehabt. Ihre Stimme hat an Umfang und Größe noch ganz bedeutend gewonnen, ohne daß dadurch der süße Wohllaut, der dem Organe von Fräulein Hilß seinen ganz eigenen Reiz verleiht, irgendwie Abbruch erlitten hätte, und ebenso entzückt die Sängerin nach wie vor durch ihre nunmehr noch vertiefte und verinnerlichte Auffassung und ihre poetische und duftige Vortragsweise. Durch die seelenvolle Wiedergabe der Arie aus „Tannhäuser" und derjenigen aus „Samson und Delila" von St. Säens bekundete Frl. Hilß, mit welchem Erfolge sie sich das Studium des dramatischen Gesanges angelegen sein läßt. Von den überhaupt reizend gelungenen Liedern, zu denen Frl. G r o o s die Begleitung geschickt ausführte, seien das Brahms'sche „Immer leiser wird mein Schlummer", das zu ergreifendem Ausdruck gelangte, und das allerliebst vorgetragene Hildach'sche „Mein Liebster ist ein Weber", das Frl. Hilß auf lebhaftes Verlangen zugab, besonders hervorgehoben. Das animirte Publikum spendete dem Gesänge der jungen Künstlerin lauten Beifall und sprach damit für fein Theil den Wunsch aus, diese recht bald wieder hier begrüßen zu können.
— Der Lahnthal - Lehrerbund, zu welchem die Bezirks- Lehrervereine Marburg, Frohnhausen, Gießen, Lollar und Wetzlar gehören, hält seine diesjährige Frühjahrsversammlung Mittwoch den 14. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im Restaurant Hoffmann in Marburg ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Lehrers Steitz-Marburg über „Die Reformbestrebungen auf dem Gebiete des deutschen Unterrichts". Lehrer und Freunde der Schule sind herzlich willkommen.
— Lebensmittel-Preise Ende März 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten:
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Städte mit
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Darmstadt
70
64
70
72
66
14
12
89-99
17
6-8
Mainz
72
50
70
70
65
15
13
94-103
19
5-6
Offenbach
70
60
70
70
60
15
14
96-105
22
5-7
Worms
70
64
70
72
60
13
12
99-108
16
6-8
Gießen
70
60
60
68
65
14
12,5
97—103
17
5-6
Städte ohne
Octrot
Bingen
70
65
60
70
70
13,5
13
99-120
19
5-7
Bensheim
64
60
64
70
60
12,5
10
84-101
17
7-8
Alzey
65
60
70
70
70
15
12
88- 98
17
6-7
Friedberg
70
60
60
64
50
14
13,5
90-100
16
6
Alsfeld
60
55
55
60
—
14
12
94
14
5
Lauterbach
56
56
50
64
50
15,5
12
100
14
4
-c- Lich, 11. Mai. Heute Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr brach in der gemeinschaftlichen Scheuer des Imkers K. und Landwirths L. Feuer aus. Diese Scheuer ist bis auf die Grundmauer nieder- und die angrenzende Scheuer des Landwirths R. angebrannt. Heber die Entstehungsursache ist bis jetzt noch nichts bekannt. Vor einigen Wochen brannte in einer der jetzigen Brandstätte gegenüberliegenden Hofraithe ebenfalls eine Scheuer ab.
■+ Laubach, 11. Mai. In unserer Stadt rüstet man sich allmählich zu der am 22. Juni d. I. stattfindenden Einweihung unseres neu errichteten Kriegerdenkmals. Von Seiten des hiesigen Kriegervereins sind bereits die Einladungen an die auswärtigen Kameraden ergangen. Das Denkmal wird in der Eisengießerei des Herrn 'Römheld auf der Friedrichshütte bei Laubach verfertigt. Es erreicht die Höhe von 8 Metern und trägt die mehr als lebensgroße Figur der Germania, desgl. die Büste des Kaisers Wilhelm I. und das Bild unseres allverehrten Großherzogs Ludwig IV.
t Hungen, 12. Mai. Für die am 29. Mai in Hungen stattfindende Haupt-Versammlung des Vogelsberger Höh en-Clubs ist folgendes Programm festgesetzt worden:
I. Empfang der Zweigvereine am 29. Mai, Morgens, an den Bahnzügen um 7 Uhr' 50 Min. aus der Richtung von Gießen und 8 Uhr 44 Min. aus der Richtung von Nidda. Von 9—11 gemeinsames Frühstück im Gasthaus zur Traube — bei günstiger Witterung im Garten. Musik.
II. Von 11 Uhr an Hauptversammlung. Dieselbe wird sich u. A. mit folgenden Anträgen beschäftigen:
a. Antrag des Vorstandes des Gesammtvereins auf Verwendung des Taufstein-Thurmbausonds zum Ankauf des neuen trigonometrischen Signals auf dem Taufstein, sowie zur besseren Besteigbarmachung. desselben durch Herstellung von Treppen.
b. Antrag des Zweigvereins Alsfeld auf Bewilligung eines Beitrags von 200 Mk. aus der Kaffe des- Gesammtvereins behufs Errichtung eines Aussichtsgerüstes auf dem Baumgartskopf.
III. 2 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen im Gasthaus zum Solmser Hof. — Musik, Gesang und gesellige Unterhaltung. (Gedeck mit Wein 2.50 Mk.) Zur Bestreitung der Kosten werden von den teilnehmenden Herren je 50 Pfg- gegen Aushändigung eines Festzeichens erhoben.
□ Vom Vogelsberg, 11. Mai. „Es blüht das fernste^ tiefste Thal — das Blühen will nicht enden." In reichster Blüthenfülle prangen die Obstbäume, namentlich die Birnbäume. Die Kirschbäume, die gleichfalls reichen Blüthenansatz zeigten, haben ' bereits abgeblüht. Die Apfelbäume und Zwetschenbäume, die ihre Blütheuknospen noch nicht gesprengt, haben dagegen geringen Blüthenansatz. Eine ganz eigen- thümliche Erscheinung macht sich Heuer in der Zeit des Blühens verschiedener Bäume und Sträucher bemerkbar. So blühte der Schlehdorn noch vor und theilweise mit den Kirschen, während er doch gewöhnlich erst nach diesen und oft viel später blühte, so um die Zeit der drei Eisheiligen, so daß man hier stets von einem „Schlehenwinter" sprach. Hoffen wir, daß die drei Eismänner, die heute mit Mamertus ihre vorübergehende Anwesenheit eröffnen, uns mit ihren gefürchteten Nachtfrösten verschonen. Auch die Eiche treibt vor der Esche, was sagen soll, dann hält der Sommer große Wäsche. So unwahrscheinlich ist ein nasser Sommer gerade nicht, da der Winter sehr wenige atmosphärische Niederschläge gebracht hat- Ein nasser Sommer brächte auch ein schlechtes Bienen- jahr, was ebenfalls nicht unwahrscheinlich ist, da das verflossene Jahr ein ausgezeichnetes für den Imker war, zwei gute Bienenjahre in der Regel aber selten aufeinander folgen. Bis heute allerdings sind die Aussichten für den Bienenzüchter die besten. Die Bienen entwickeln sich vortrefflich und tragen reichlich Honig ein, so daß in Bälde zahlreiche Schwärme zu erwarten stehen.
-f Inheiden, 12. Mai. Dem Pfarrer unseres Kirchspiels, Herrn Dekan Wahl zu Trais-Horloff, wurde die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Florstadt übertragen. Kurz nach Pfingsten wird derselbe seinen Umzug nach dorten bewerkstelligen. Während seiner 12jährigen Amtsthätigkeit bei uns hat sich Herr Dekan Wahl die Liebe und Verehrung der Gemeinde- wie Dekanatsglieder in vollem Maße erworben.
* Mainz, 10. Mai. Die Schuhfabrikanten von Mainz und Umgegend erlassen eine öffentliche Erklärung, nach der sie heute ihrem sümmtlichen Personal kündigen, weil ein großer Theil der hiesigen Arbeiter gesetzwidrig geftrift hätte. Die Lohncommission erkennen die Schuhfabrikanteu nicht an und wollen Unterhandlungen nur mit den Arbeitern ihrer Etablissements, nicht mit dieser Commission führen.
*= Frankfurt a. M., 11. Mai. Das Maimeeting des Rheinischen Rennvereins, welches sich auf den gestrigen und heutigen Tag erstreckte, ist leider nicht ganz ohne Unfall verlausen. Bei der großen Steeple-Chase um den Ehrenpreis des Kaisers stürzte gestern Premierlieutenant Hanson mit „Philemia" und wurde besinnungslos vom Platze getragen. Glücklicherweise har die ärztliche Untersuchung im städtischen Krankenhause, wohin der Verunglückte gebracht worden ist, ergeben, daß die Verletzungen nicht lebensgefährlich sind. Immerhin scheint es, daß der Offizier erheblich beschädigt ist. Auch der heutige Tag brachte zwei kleine Unfälle. Beim Verkaufs-Hürdenrennen brach ein Pferd dicht vor dem Ziel zusammen und beim Corps-Jagdrennen stürzte ein Jockei an der vorletzten Hürde. Beide Unfälle gingen- ohne ernsten Schaden ab.
* Berlin, 7. Mai. *Nur immer nobel. Ein großer Finderlohn sollte dem Fuhrherrn Woschne bescheert sein, welcher neulich in dem Hinterverdeck seiner Droschke erster Klaffe Schmucksachen im Werthe von 36,000 Mark gefunden hatte und dieselben sofort in dem Polizeirevier Albrechtstraße ablieferte. Eigenthümerin dieses Schmuckes ist eine Schauspielerin , welche dem glücklichen Finder 9 Mark, in Worten Neun Reichsmark, als Finderlohn bieten ließ!! Als man aber auf dem Polizeibureau der Dame resp. ihrem Vertreter erklärte, daß der gesetzliche Finderlohn in dem vorliegenden Falle 495 Mk. betrage, wollte die Besitzerin des Schmuckes sich nicht zu deren Zahlung verstehen, so daß der Fuhrherr Woschne jetzt den Klageweg gegen die Dame beschreiten muß-
£lt«atu< und Knnft
— Das Journal für moderne Möbel (Renaissancestil), herausgegeoen von praclifchen Fachmännern, das im Verlag von W. Kohlhammer in Stuttgart erscheint, beginnt mit dem uns heute vorliegenden 1. Hefte eine neue, nämlich seine siebente Ab- theilung. Diese Abtheilung wird 6 Hefte (jedes um 1.50 Mk. in jeder Abtheilung zu haben) umfassen und mit Jahresschluß vollständig vorliegen; alle 2 Monate erscheint ein Heft. Das 1. Heft enthält eine vollständige Schlafzimmereinrichtung: Zwei Bettladen, großen dreitheiltgen Kleider- und Wäscheschrank, zwei Weißzeug- schränke, Waschcommode, Wäscheschränkchen, Nachttischchen, Stuhl; es ist somit außerordentlich reichhaltig. Betgegeben sind genaue Grundrisse und Settendurchschnitte, Zeichnungen aller Details in natürlicher Größe auf zwei großen Doppelbogen und genaue Preisüberschlage. Die Maße sind in Centimetern angegeben, Maßstab 1 : 10. Wir können jedem Interessenten, sei er nun Meister oder Geselle, ein Abonnement auf diese Abtheilung warm empfehlen; auch gewerbliche Fortbildungsschulen und ähnliche Anstalten werden sicher mit Nutzen diese Vorlagen verwenden können.
Verkehr, £anö» rind Volkrwirlhscbaft.
M. Lauterbacher Frrrchtnrarktpreise vom 10. Mai. Angefahren waren: 1350 Kg. Gerste, 17,25 Jt, 200 Kg. Erbsen, 18.- A 50 Kg- Wicken, 16.- A 400 Kg. Kartoffeln, 3.- Handel flau.


