Herzogtum tzeffeu statt, au welcher die Vertreter der größeren Stabte des Großherzogthums theilnahmen, die Vertreter von Gießen und Worms hatten indeß ihr Nichterscheinen entschuldigt. Die Mitgliederzahl des Kunstvereins betrug 954 mit 1000 Aetien, eS entfallen davon 319 Mitglieder aus Darmstadt, 246 aus Offenbach, 104 auf Worms, 80 aus Gießen und 205 auf Mainz. Die Einnahmen des Vereins betrugen im Vorjahre Mk. 14223, die Ausgaben Mk. 10350. Die Ausstellungen des Vereins sanden in Mainz, Offenbach und Gießen statt. Das Bestreben der Zwergvereine muß ernstlich auf Erlangung von Localen zu ständigen Ausstellungen gerichtet sein. Nach Erstattung der weiteren Theile des Jahresberichts wurde des Verlustes gedacht, den der Verein im Vorjahre durch den Tod zweier verdienter Vorstandsmitglieder, Prof. Dr. von Ritgen und Oberbürgermeister B ramm in Gießen erlitten, deren ersterer bei Gründung des Gießener Zweigvereins wesentlich mitgewirkt, demselben als Präsident vorgestanden hat und der allen Vereinsgenoffen an seinem künstlerischen Sinn und Verständniß ein leuchtendes Vorbild gewesen ist. Die Versammlung ehrt das Andenken der Dahingeschiedenen durch Erheben von den Sitzen. Ueber die beabsichtigte Gründung eines Vereinsblattes konnte bei dem Fehlen der Gießener und Wormser Vertreter nicht endgültig beschlossen werden. An Stelle der in Folge Todes aus dem Verwaltungsrathe ausgeschiedenen Mitglieder in Gießen wurden auf Vorschlag des Gießener Vereinsvorstandes die Herren Bürgermeister Gnauth und Vergolder Leib gewählt.
— In der gestrigen Sitzung der Strafkammer hiesigen Landgerichts wurde der Taglöhner Heinrich Möckel, welcher am 11. Februar die Scheuer des Schuhmachers Hoffmann in Heuchelheim in Brand steckte, in eine Gefängnißstrase von 3 Jahren verurtheilt.
— Gestern Abend IO1/* Uhr verkündeten die Sturmglocken und ein großer Feuerschein den Ausbruch eines Brandes aus der „Schönen Aussicht". Der als Scheuer dienende Theil des in Brand geratenen Gebäudes brannte vollständig nieder, von dem bewohnten Theile wurde das obere Stockwerk zerstört, das untere, in welchem ein Brauer wohnte, beschädigt. Das Mobiliar des Letzteren konnte gerettet werden. Es wird Brandstiftung vermuthet.
Vermißtes-
*— Frankfurt, 11. März. Wie hiesige Blätter melden, beschäftigt man sich in angesehenen Kreisen unserer Stadt mit der Schaffung einer Reconvalescenten-Anstalt für Arbeiter. Anstoß zu dieser Idee soll die Erkenutniß gegeben haben, daß der Arbeiter in den seltensten Fällen in der Lage ist, bis zur völligen Gesundung im Krankenhaus zu verbleiben, sei es, weil seine materielle Lage ihm dies nicht gestattet, sei es, weil die Ueberfüllung der Hospitäler es ihm unmöglich macht. Es wird aus Berlin, Leipzig, München und Straßburg verwiesen, woselbst derartige Einrichtungen bereits bestehen und überaus segensreich wirken. Die hiesige Presse, welche das Unternehmen nach Kräften zu fördern verspricht, fordert die Träger des Gedankens auf, einen Ausruf zu einer constituirenden Versammlung zu erlaßen. Man hält den gegenwärtigen Zeitpunkt für die Verwirklichung der Idee um so günstiger, als ein zweckmäßig gelegenes Grundstück mit verhältuißmäßig geringen Kosten erworben werden könne. Der Unterstützung der Stadt glaubt man sicher zu fein.
— Vor längerer Zeit wurde, veranlaßt durch den hiesigen demokratischen Verein, eine öffentliche Versammlung einberufen, welche eine Commission zur Vorbereitung des Krankenkassenzwanges für Handlungsgehülfen niederfetzte. In dieser Commission waren fast alle hiesigen Vereine und Kaffen vertreten, auch ein außerhalb aller Organisation stehender Kaufmann, zwei Aerzte und ein Fachmann für Kassenangelegenheiten gehören ihr an. Diese Commission bat den Magistrat unter Einreichung der öffentlich gefaßten Resolution um Einführung des Kassenzwanges und der Magistrat entsprach auch dieser Bitte. Gleichzeitig bat sie über das auszuarbeitende Statut und die Organisation der zukünftigen Kasse gutachtlich gehört zu werden.. Der Magistrat hat darauf gar keine Antwort gegeben, sich auch nach keiner Richtung mit der Commission in Verbindung gesetzt. Diese hat daher, wie der „Fr. Ztg." geschrieben wird, durch nachstehenden Beschluß ihre Arbeiten eingestellt' „Die von allen hiesigen kaufmännischen Vereinen sowie zwei Aerzten und einem Fachmann für Versicherungswesen gebildete Specialcommission für Berathung des Krankenkassenzwanges für Handlungsgehülfen stellt ihre Arbeiten ein, nachdem es der Magistrat nicht für nöthig gehalten hat, mit dieser Commission als Vertreterin aller betroffenen Kreise behufs sachgemäßer Förderung der zu treffenden Maßnahmen in Verbindung zu treten."
* Cottbus, 9. März. Großes Concurrenz- Kr äh en. Am Tage der Eröffnung einer hier stattfindenden Geflügel-Ausstellung fand ein allgemeines Züchter-Essen statt. Als Merkwürdigkeit erwähnt der „Cottb. Anz." von demselben, daß der Vorstand ein „Concurrenz-Krähen" ausschrieb und Preisrichter dazu ernannte. Die Versammelten hatten einer nach dem andern ihre Fertigkeit in der Nachahmung des Hahnenschreies vor den gestrengen Sachverständigen zu erweisen. Die beiden siegenden „Haupthähne" waren ein Spremberger und ein Cottbuser, denen als Preis je eine Flasche Rothwein zufiel.
— Von einer bedeutenden Lebensfähigkeit eines Huhnes wurde in Jördensdorf nachstehender Fall conftatirt. Bei einem Gastwirth wurde beim Heuverpacken auf dem Heuboden ein lebendes wohlgenährtes Huhn durch Versehen mit unter daS Heu verpackt- es blieb dem Thiere durch einen Zufall ein leerer Raum von etwa einem halben Cubikmeier zur Verfügung- hier saß es ohne Licht, Futter und Wasser volle 29 Tage, bis endlich der tägliche Gebrauch des Heues es
befreite. Das Huhu lebt, nimmt Nahrung zu sich, jedoch versagen die Füße bisher noch ihren Dienst.
* Den neuesten Beitrag zum Kapitel der Nnssifizierung ' der Ostseeprovinzen hat der Polizeimcister von Riga geliefert, indem er der dortigen „Freiwilligen Feuerwehr" verboten hat, in Zukunft bei Feuerschäden die Commandos noch in deutscher Sprache zu ertheilen. Die „Freiwillige Rigaer Feuerwehr ist eine alte rein deutsche Einrichtung, deren Mitglieder nur zum allerkleinsteu Theil der russischen Sprache mächtig sind. Ihre Leistungen sind stets gelobt worden, wohingegen die russische „Kronfeuerwehr" sehr viel zu wünschen übrig lassen soll. Durch die Einführung russischer Commandos wird nun voraussichtlich ein Wirrwar entstehen, der den Leistlingen der bisher zuverlässigen Truppe unmöglich förderlich sein kann.
* Leipzig, 10. März. Heute entschied das Reichsgericht in der Feststellungsklagsache, welche bekanntlich auf Veranlassung der „Germania" in Stettin im Jahre 1888 von den Herren Dunker u. Gen in Stettin gegen die Gothaer Lebensverficherungsbank wegen der von dieser Anstalt eingeführten unentgeltlichen Mitübernahme der Kriegsgefahr wehrpflichtiger Versicherter angestrengt worden war. Wie neulich in der gleichen Klagsache des Dr. Pausa wider die Lebensversicherungsbank, so wurde auch hier die klägerische Revision kostenpflichtig verworfen. Es ist also durch zwei oberstrichterliche Entscheidungen anerkannt, daß der Vorstand der genannten Anstalt bei Erlaß der angefochtenen Verfassungsänderungen seine verfassungsmäßigen Befugnisse keineswegs überschritten hat. Darüber konnte übrigens bet Denen, welche die vor- und umsichtige Geschäftsbehandlung dieser ältesten deutschen Lebensversicherungs-Anstalt kennen, von vornherein kein Zweifel bestehen. Wir unsererseits sind, da wir die Geschichte und die Verfassung der letzteren sehr genau kennen, überzeugt, daß keines der Organe der Gothaer Lebens- versicherungSbank der mehr als sechszigjährigen Tradition gewissenhaftester Vertragstreue und zuverlässigster Wahrung der Interessen der Versicherten jemals untreu werden wird.
Universität- - Nachrichten.
— Der bisherige außerordentliche Professor der Philosophie an der Universität Bonn, Dr. Theodor Lipps, ist als Ordinarius an die Universität Breslau berufen worden.
Bonn, 11. März. Der Orientalist Professor Gil dem eist er ist gestorben.
^Klei^Nrsachey — große Wirkungen.
MMtWttlt^^^Börsen - Patent - Bureau", Berlin C., Burgstraße 27.)*)
Was die Natur auf so vielen Gebieten ihres gewaltigen Schaffens dem Menschen längst schon gezeigt hat und immer noch deutlicher zeigt: Wie im massenhaften und vereinten Wirken kleinster Kräfte Großes geschafft wird (man denke nur an die länderbildende Wirkung der Korallenthierchen) das macht die schaffende Technik unserer Zeit sich mehr und mehr zu Nutze, und da ist es gewiß nicht uninteressant, an Einzelbeispielen zu erkennen, wie den Winken unserer großen Lehrmeisterin gefolgt wird. — Findet da einst am Strande des Meeres ein Mann mit offenem Blick und Hellern Denkvermögen, daß die dürftigen Fensterscheiben eines kleinen Dünenhäuschens auf der Außenseite auffällig punctirt und mattirt sind. Er sieht sich die Sache genauer an, beobachtet, Überlegt und -- hat den Anstoß gesunden zur Construction des Sandstrahlgebläses, jenes ebenso bewundernswürdigen, wie nützlichen Apparates, der nun schon in der ganzen technischen Welt geschätzt und verwerthet, im großen Publikum aber längst noch nicht genug gewürdigt wird. — Was machte jene Glasscheiben so punctirt und matt? Der Dünensand, dessen feine, harte Körnchen vom Wind und Sturm dagegen geschleudert wurden und in millionenfacher Wiederholung winzig kleine Grübchen in das spröde Glas schlugen, die Scheibe so punctirend und mattirend. — Was der Sturm da erbläst, das, sagte sich der Mann, kann ein gutes mechanisches Gebläse noch besser, denn die Schlagkraft der Sandkörnchen muß wachsen mit der Geschwindigkeit des treibenden Luftstromes, und die Geschwindigkeit des Sturmwindes ist immer noch klein im Vergleich mit derjenigen, die ein Maschinengebläse in engerer Leitung zu Wege bringt. Er probirte und nun wurden bald Wunderdinge erblasen: In Apparaten von immer steigender Vollkommenheit mattirt man ganze Scheiben in beliebiger Körnung vermittelst feineren ober gröberen Sandes, aber man erzeugt auch spielend die prächtigsten mattirten Muster, denn wenn auch die wind- beflügelten Sandkörnchen gezeigt hatten, daß sie das spröde Glas anzugreifen vermochten, so ließen sie doch unbeschädigt, was weich und zähe war: Sie pickten die menschliche Haut, aber sie beschädigten sie nicht- sie trafen die Blätter der Bäume, aber sie zerstörten sie nicht. Mußte da eine Schablone aus zähem Papier, Leder u. s. w. nicht schützend wirken, wenn sie im Sandstrahlgebläse auf eine zu mattirenbe Scheibe gelegt tourbe? Gewiß, unb so war es möglich, bem Sandstrahlverfahren eine unendlich ausgedehnte Anwendung zu geben. Aber man mattirt nicht blos und schleift Muster ein, man schlägt auch durchbrochene Muster durch dicke Glasplatten durch, bearbeitet Marmor und harte Gesteine, schleift Litho- graphiesteine ab, planirt und gravirt- vor Allem aber putzt man auch Metallgußwaaren aller Art, und was sonst der Putzer mit Stein und Bürste nur mühevoll und unvollkommen fertig brachte, das macht er jetzt mit dem Sandstrahlgebläse so gründlich wie rasch, indem dieses den an den Gußstücken festhaftenden Formsand selbst aus den schwerstzugänglichen Vertiefungen fortfegt.“
*) Dieses Bureau ertheilt unseren geehrten Lesern vorläufige Informationen in Patentsachen gratis-
Ueber den söge«. Rathlaus der Schweine, sowie einige Mängel in der Schweinehaltung.
Von Herrn Professor Dr. Kaiser von der Königlichen thierärzttich^ Hochschule zu Hannover.
(Aus der Deutschen Allg. Ztg. für Landwirthschaft.)
Mit dem steigenden Werthe der Schweine ist der Schweinehaltung von Seiten der Landwirthe mehr und mehr Beachtung geschenkt worden, leider aber auch durch den Umstand, daß sich mancherlei Seuchen in den letzteren Jahren fühlbar gemacht, welche den Schweinestand ganzer Ortschaften und Landstrecken sehr erheblich geschädigt haben. Die Begünstigung der Entstehung der Schweineseuchen anlangend, bemerke ich, daß die strenge Stallfütterung und Verfeinerung der Zuchten, sowie die Anwendung von Futtermitteln, die man früher gar nicht kannte, bewirkt haben, daß die Constitution der Thiere bedeutend geschwächt worden, daß mancherlei Krankheiten auftreten, unter denen der sogen. Rothlauf den ersten Rang einnimmt.
Die Schweinekrankheiten überhaupt nehmen im Allgemeinem einen raschen Verlauf, meist wird keine thierärztliche Hülse in Anspruch genommen und wenn es geschieht, kommt sie fast immer zu spät - es wird eben zu lange gewartet. Würde gleich beim Ausbruche der Krankheit, wenn die Schweine Unlust zum Fressen, Mattigkeit u. bergt, zeigen, ber Thierarzt zu Rathe gezogen, so würbe mancher Krankheit sehr wirksam begegnet werben können. Es waren bie Thierärzte früher auch mit schlechteren Mitteln ausgerüstet. Nachbem man jedoch das Thermometer in die Heilkunde eingeführt hat und in neuerer Zeit auch recht viel Mittel entdeckt sind, bie sich durch rasche und prompte Wirkung auszeichnen, steht der Thierarzt kranken Schweinen nicht mehr so machtlos gegen über wie früher, wenn seine Hülse nur recht frühzeitig nach gesucht wird.
Bekanntlich hat unser Hausschwein am längsten seine ursprüngliche Wildheit beibehalten. Durch die Stallsütterunz ist es in seiner persönlichen Freiheit gewaltig eingeschränkt worden- das ist ber schwerste Eingriff in seine normalen Existenzverhältnisse unb hierdurch sowohl, wie burch bie Fütterung unb nicht zum Mindesten burch bie Art seines Stalles ist seine urwüchsige Körperconstitution sehr geschwächt worden, seine Widerstanbssähigkeit gegen krankmachende Einflüsse Hal nachgelassen- es ist das eigentliche Stallvieh unseres ganzen Wirthschastsbetriebes geworden.
Meist sind es dumpfe elende Löcher, die schlechteste Localität im ganzen Hof, ohne Licht- unb Luftzufuhr, oft ftinfenbe Cloaken ohne Abzug ber Jauche. Wer jedoch aus seinen Schweinen eine gute Rente erzielen will, muß gute Ställe bauen mit viel Licht und Luft, jedoch nicht Zuglust. Durch die in den Erdboden ungepflasterter oder mit fester Schutzschicht nicht versehener Ställe dringende unb hier fortwährenb sich zersetzenbe Jauche entstehen bösartige Luftarten, welche bann von ben Thieren wohl ober übel ein- geathmet werben müssen. Durch eine solche pestilenzialische Athmungsluft muß die Blutbereitung aber und der gesawM Stoffwechsel in der nachtheiligsten Weise gestört und folge richtig der Entstehung vieler Krankheiten der größte Vorschub geleistet werben.
Unb wäre vielleicht auch ber Stall nicht so jämmerlicher Art, so ist boch bessen Umgebung oft sehr häufig burch in ben Boden gedrungenen Urin ober Mistwasser versumpft, verjaucht unb in fortwährender Gährung und Verwesung begriffen. Das kann aber doch sicherlich nicht zum Wohlbefinden der im wirklichen Zelleugefängnisse befindlichen Thiere beitragen. Deshalb sorge man vor Allem für einen wirklich guten Stall.
Wer da glaubt, daß das Schwein am liebsten in einen* kothigen, nassen, zugigen Stall liege, ber irrt gar sehr- s« gerne bas Schwein im Freien auch ein Wafferbad nimmt, sich wohl gerne auch einmal naßregnen läßt, auf bie aus gewühlte feuchte Erbe sich legt ober auch im Schlamm nach Nahrung wühlt, — ebenso sehr liebt baffelbe aber im Stallt ein trockenes Lager.
Ein weiterer Umstanb aber, ber bie Constitution bet Schweines so mächtig beeinflußt, ist bie Art ber Ernährung beffeiben. Allerbings ist bas Schwein von Hause aus m sogen. Omnivor, ein Allesfresser unb womöglich Jmmersresser es soll nicht nur bie Probucte der eignen Wirthschaft fresset und in Fleisch und Geld verwandeln, sondern auch noch ein ganzes Heer von gewerblichen Erzeugnissen und Abfällen ver werthen, ja auch Stoffe, die man früher in ländlichen Wirth schäften gar nicht gekannt, werden jetzt sogar mit besondere! Vorliebe als Kraftfutter verwendet.
Sollen bei Schweinen die Krankheiten verhütet werden dann muß deren Haltung eine möglichst naturgemäße sein eine recht üppige Ernährung ist aber noch lange keine natur gemäße Haltung, dazu gehört auch noch die geeignete Ver pflegung und — nochmals fei es gesagt, — ein wirklio guter Stall!
Man darf die zur Zucht bestimmten Thiere sich NM allzu früh begatten lassen, denn wenn das Zuchtschwer' körperlich noch ungenügend entwickelt ist, selbst noch cu Ferkel ist, dann kann es bei all seiner gerühmten oder an geborenen Frühreife ein recht lebensfähiges, kräftiges, eni wickelungsfähiges Junge doch noch nicht zeugen. Daß Vn wandtschaftszucht vermieden werde, ist zwar felbftüerftänW geschieht deswegen aber leider sehr häufig doch noch.
Schon während der Trächtigkeit verlangen die Thltt' vor Allem eine Nahrung, welche das richtige Nährstoffs hältniß hat. .
Man muß also nicht allein Eiweißstoffe verfüttern, au> nickt ausschließlich stärkemehlhaltige Futtermittel 9C^' sondern beide zusammen in bestimmtem Verhältnisse. bestes Mischungsverhältniß empfiehlt sich 1 Theil Eiweiß 5 5 Th eilen stärkemehlhaltigen Stoffen (sogen. Kohlenstoß Hydraten) mit den nöthigen Salzen, namentlich phosph^ saurem Kalk (präparirtes gereinigtes Knochenmehl) un Kochsalz zu geben. Besonders dürfen ber trächtigen diese Salze nicht fehlen, wenn sie kräftigen Nachwuchs


