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an die Turner des 00 in 414 Vereinen - Feststadt Coblenz", letoiB, in den August« rgeht der Ruf: Thut c recht zahlreich zur \i die im Verlage der i Preise von 1 Mark lamhafte Schriftsteller ngerftein in Berlin, Dahn in Breslau, Professor vr. Euler tgen, äaxl Äallen- t in Barmen, Ober- t den Festbauten aus Tagen begonnen. Die che Bauplan noch eine icn fassen. Die Groh- i Eisenbahnen hat die i zum 9. August ver- >MMsgchM°st :ern aui eine einsachk

Tagen.

>elcher sich auf einer von einem Blatte er- cr Universitätsstadt L. Ker Stunde von der ogen sie die W * t hernieder, bis tljnen «aie befindlichen Um- , wte. Es mürben -zzefip, M d-rk" m «den »

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Gerichtliche Entscheidungen.

- Ein Beauftragter (CommissionSr, Bankier), welcher im Auftrage und für Rechnung eines Anderen (Cornittenten), aber in eigenem Namen mit einem Dritten contrahirl und fodann auch die aus diesem Vertrage entstandene Forderung auf Veranlassung seines Auftraggebers (Commtltenten) in eigenem Namen gegen den Dritten eingeklagt hat, begeht, nach einem Urtbeil des Reichsgerichts, dritten Strafsenats, vom 31. März 1890, dadurch keine Untreue im Sinne des § 266 Nr. 2 des Strafgesetzbuchs, daß er zum Nachtheile seines Auftraggebers auf diese Forderung vergleichsweise verzichtet.

Literatur und rinnst.

Hans Wachenhusen, der beliebte und nicht allein im ganzen deutschen Volke bekannte Schriftsteller, hat seine Lebens- ertnnerungen vollendet, welche im Verlage der Straßburger Druckerei und Verlagsanstalt, vorm. R. Schultz u. Co., in zwei stattlichen Bänden unter dem Titel: .Aus bewegtem Leben", Erinnerungen aus dreißig Kriegs- und Friedensjahren, erscheinen und zwar, um die Anschaffung des für die Zeitgeschichte hochinteressanten und werth- vollen Buches Jedermann zu erleichtern, in 12 bis 15 Heften A 50 H. Die ersten Hefte sind vor Kurzem herausgekommen. In farbenreicher Darstellung rollt Hans Wachenhusen in seiner be­kannten packenden und frischen Darstellungsweise Bild an Bild auf und nimmt den Leser völlig gefangen durch seinen angenehmen Plauderton, so daß derselbe nur ungern das ausgelesene Heft aus den Händen legt. Um unseren Lesern von dem reichen und fesselnden Inhalt des neuen bedeutenden Werkes von Hans Wachenhusen eine Probe zu geben, werden wir von Zeit zu Zett mit Erlaubniß der Verlagshandlung den einen oder anderen Abschnitt ausBewegtem Leben" zum Abdruck bringen, verfehlen aber nicht, schon jetzt weitere Kreise auf diese interessante literarische Veröffentlichung aufmerksam zu machen. Das erste Heft ist in jeder Buchhandlung vorräthtg.

Verkehr, £anö- unö Vstkrwirthschafr

Die rothen Eilgutfrachtbriefe werden nach einem Be­schluß desDeutschen Eisenbahn-Verbandes" durch weiße, die mit einer breiten rothen Einrahmung versehen sind, ersetzt.

4- Gaffel, 10. Juli. Verbesserung im Eisenbahn­verkehr. Eine für den gesammten Durchgangsverkehr wichtige Neuerung ist seit dem 1. ds. Mts. auf der Strecke zwischen Cassel und Frankfurt (Matn-Weser-Bahn) zur Einführung gelangt. Der schon seit Jahrzehnten bestehende schnellfahrende Personenzug ab Cassel 1 Uhr Nachmittags, Ankunft Frankfurt 6 Uhr 45 Mtn., welcher bisher nur die I., II. und III. Wagenklasse führte, hat näm­lich jetzt auch die IV. Klasse. Die Passagiere IV. Klasse, welche mit den Zügen von Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Halle rc. um 10 Uhr 40 Min. und 11 Uhr 15 Min. Vormittags hier anlangen, brauchen jetzt nicht mehr wie bisher bis Vi5 Uhr Nachmittags zu warten, wenn sie nach Oberhessen, Waldeck, Frankfurt und dem Süden wetterfahren wollen; sie können jetzt schon um 1 Uhr ihre Reise fortsetzen. Auch der correspondirende Gegenzug, ab Frankfurt 9 Uhr 37 Min. Vorm., Ankunft Cassel 3 Uhr 39 Min. Nachmittags,

welcher bisher ebenfalls nur die drei ersten Klassen hatte, führt jetzt auch die IV. Wagenklasse. Es ist dies eine große Annehmlichkeit und Erleichterung für die Landbevölkerung und die geringeren Volks­klaffen, sie bedeutet gegenüber solchen Fällen, wo man, um nicht stundenlang warten zu müffen, lieber III. Klasse fuhr, eine Erspar- niß von 100 pCt. Die Neuerung verdient daher in weitesten Kreisen bekannt zu werden.

- Vorteile des Einstreuens von geschnittenem Stroh. (Nachdruck verboten.) Ueberall dort, wo eine billige Beschaffung von Streustrohersatzmitteln (Torfstreu, Holzwolle u. s. w.) nicht möglich, das Stroh aber einen Werth repräfenttrt, ist ein Schneiden desselben zur Streubenutzung zu empfehlen, weil eine beträchtliche Ersparniß dadurch bewirkt werden kann. Diese erklärt sich:

1. dadurch, daß bei Verwendung von Langstroh beim Aus­misten des Stalles viel reines Stroh mir auf die Düng­stätte gebracht werden muß.

2. Die flüssigen Theile des Düngers werden besser auf- gesogen.

3. Die Behandlung des Düngers ist eine viel leichtere; er läßt sich 'besser aus dem Stalle schaffen, auf den Wagen laden, auf dem Felde streuen, unterpflügen und wird besser im Boden vertheilt.

Besonders das leichtere Unterpflügen ist ein beachtenswerther Punkt; häufig kann durch das Schneiden des Streuftrohes das Ein­legen des Düngers in die Furche ganz gespart werden.

Erkennung der FleischqualitLt am lebenden Schwei«. (Nachdruck verboten.) Bei einiger Hebung gelingt etz beim lebenden Schwein durch Anfühlen und durch den Augenschein mit ziemlicher Sicherheit die Fleischqualität festzuftellen. Fühlt ein Schwein sich, trotzdem daß es gemästet ist, auf dem Rücken fest an, zeigt dichte Behaarung und eine nicht zu feine Constitution, so kann man über­zeugt sein, daß man vorzügliches festes Fleisch erhält, welches sich auch zum Pökeln gut eignet. Fühlt ein fettes Schwein sich dagegen mehr schwammig an, so ist dieses entweder ein Kennzeichen dafür, daß die Thiere naß gefüttert wurden ober ihnen Futtermittel gereicht sind, welche einen öligen weichen Speck erzeugen. Bei feiner Con­stitution treten diese Kennzeichen besonders hervor. Solche Thiere verlieren beim Schlachten stark am Gewicht; noch größer sind die Verluste im Pökel und beim Räuchern. Der Speck wird leicht thranig, der Schinken zähe.

Verwendung von jungem Fallobst. (Nachdruck ver­boten.) Junges Fallobst, welches als Nahrungsmittel noch keine Verwendung finden kann, wird zweckmäßig auf Obstessig verarbeitet. Es geschieht dieses folgendermaßen. Das Obst wird zu Brei ge­stampft, dieser einige Tage stehen gelaffen, dann durch ein Tuch der Saft ausgedrückt, demselben auf jedes Pfund ca. 60 Gramm Zucker und etwas Weinessig zugesetzt (man achte darauf, daß .man keinen aus Holzessig bereiteten Speiseessig nimmt, denn dieser enthält keine Erreger der Essiggährung) und die Flüssigkeit in einem offenen Gefäße an einem warmen Ort gestellt (am besten ist eine Temperatur von ca. 28° C.). Als Gährgefäß dürfen keine Metall- oder glasirte oder emaillirte Gefäße verwendet werden, weil der Essig diese angreift und so unter Umständen giftig werden kann. Während der Gährung, welche im Durchschnitt drei Wochen dauert, muß öfters der sich bildende Schaum abgefüllt werden, weil dieser Anlaß zu einer fauligen

Gährung geben kann. Nach beendigter Gährung wird der Essig wieder durch ein Tuch filtrirt und in Hie Aufbewahrungsgefäße gethan.

Vertreibung von Fliege«. Von Wohnräumen, Vor­rathskammern u. s. w. hält man die Fliegen am besten fern, wenn man der Oelfarbe, mit welcher die Wände gestrichen werden, Lor- beerol zusetzt. ___________________

Temperatur der Lahn und der Lust am 11. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Lust 13 Gr.

Rubsamen.

Hamburg, 7. Juli. Das Deutsche DampfschiffSorrento", Capitän Jürgensen, dcr Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien- Gesellschast, ist am 6. Juli, 8 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New-Aork angekommen.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag den 12. Juli.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey.

6. Sonntag nach Trinitatis, 13. Juli.

Frübgottesdienst in der Kirche: Vormittags 73/< Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser.

Feier des heiligen Abendmahls im Hauptgottesdienst.

Nach den Gottesdiensten Collecte für die evangelische Ge­meinde zu Weisenau bei Mainz.

Kinderkirche Vormittags ll1/« Uhr: Pfarrer Schlosser.

Katechismuslehre für die Gymnasiasten und StadffchÜler Vor­mittags 3i/z Uhr in der Kleinkinderschule- Pfarrer Dr. Naumann.

Katechismuslehre für die Mädchen Vormittags ll1/* Uhr in der Friedhofscapelle. Pfarrer Dingeldey.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 13. bis 19. Juli besorgt Pfarrer Schlosser.

Katholische Gemeinde.

7. Sonntag nach Pfingsten, 13. Juli.

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vi8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Commmtton; um V-8 Uhr Frühmesse; um 8/40 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vr3 Uhr Christenlehre und Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

12. Juli.

Freitag Abend 7« Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, Samstag Mittag 4«> Uhr, Samstag Abend 9«> Uhr.

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Goldene Medaille.

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Gießen, den 7. Juli 1890.

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folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.

Gießen, 3. Juli 1890.

Großh. Amtsgericht Gießen.

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Versteigerung von Bauplätzen.

Samstag den 12. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, wird die den Theodor Lotz Erben in Gießen zustehende, auf die Ludwigstraße und die Wieseck bezw. Löberstraße stoßende, abzüglich des in die Löberstraße fallenden Geländes noch circa 2800 Meter hal­tende, in vier Bauplätze mit je circa 18 Meter Front und 40 Meter Tiefe zerlegte Wiese an Ort und Stelle unter den daselbst bekannt werdenden näheren Bedingungen einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt.

Gießen, den 4. Juli 1890.

Großherzogliches Ortsgericht.

Eisenbahn - Bau - Inspektion III.

Mittwoch den 16. Juli,

Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Hinterhause des Herrn Kaufmann Kröll, Seltersweg 12, den Nachlaß der Frau Noll, wie: Möbel, sehr gute Frauenkleider und Weißzeug, Betten, 30 Glleu Hausmacher-Tischtücherzeua ein neues Wagentuch und Einmachfäffer re., sowie einen einthür.Kleiderschrank, Com- mode, Tische, Stühle und sonstigeHauShaltungsgegeu- stände.

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Bekanntmachung.

Das Concursversahren über das Vermögen des Metzgers Karl Keiner von Gießen wird nach er­folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.

Gießen, 8. Juli 1890.

Großh. Amtsgericht Gießen.

______L and mann_____5816

Verdingung.

Die Lieferung von 27,35 cbm Tannenholz in 81 Stück Brückenbalken von 2,50 m Länge und 77 Stück von 4,20 m Länge, beide Sorten in einer Stärke von 20 a 26 cm, soll unter Zugrundelegung der in Nr. 295 der Kölnischen Zeitung vom 24. October 1889 veröffentlichten Bedingungen vergeben werden. Verdingungs-Unter- lagen können bei der unterzeichneten Dienststelle eingesehen, auch gegen Ein­sendung von 50 Pfennig von dort bezogen werden.

Äöffnung der Angebote erfolgt am Montag den 21. Juli 1890, Vormittag- 9 Uhr.

Zuschlagsfrist drei Wochen.

Wetzlar, den 7. Juli 1890.

Dienstag den 15. Juli,

Nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung -er Versteigerung im Lind'schen Hause, Katharinengaffe Rr. 11, und kommen insbesondere Klei­der, Möbel, als: Kücheuschrauk, Kleiderschrank, Tische, Stühle u s.w. zum Ausgebot.

Im Auftrag:

5837________F. Hossman«.

Samstag den 9. August,

Nachmittags 4 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Ehesrau des Jacob Wacker in Gießen, Susanne, geb. Schmall, zustehende ideelle Hälfte an nachstehenden Immobilien: Flur I Nr. 32 - 94 Meter Hofraithe in der Mühlgasse,

Flur IV Nr. 14 19( 0 Meter Acker am Krofdorf er Weg

öffentlich meistbietend oerfteigert werden- Gießen. 5. Juli 1890.

Großh. Ortsgericht Gießen.

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