Abg. Dr. v. Freg e (conf.) vertheidigt die Forderungen des Etats und tritt für die Bewilligung der Kaiseryacht ein. Es sei auffällig, daß um dieses einen Schiffes wegen von der Opposition soviel Aufhebens gemacht werde, zu einer Zeit, wo dieselbe für Parteizwecke so bedeutende Summen opfere.
Abg. Dr. v. Bennigsen (natl.): Es sind allerdings nur wenig neue Schiffe über den nothwendigen Ersatz hinaus erbaut. Der Kaiseraviso ist durchaus kein kostbares Prunkschiff. Der „Hohenzollern" hat 2,700,000 Mk. gekostet im Jahr 1878. Berechnet man die Verbesserung der Maschinen, die höheren Arbeitspreise im Jahre 1890, so bleiben noch einige hundert Tausend Mark für die Ausstattung des neuen Schiffes. „Das ist eine gewiß nicht zu hohe Summe, für die Zwecke des Schiffes, das zur Verfügung des Kaisers stehen soll. Es ist das die erste Forderung, welche für den Kaiser an den Reichstag gestellt wird, und im Volke würde man es nicht verstehen, wenn diese Forderung abgelehnt würde.
Die Debatte wird geschlossen.'
Die Positionen 1 bis 20 werden nach den Vorschlägen der Budgctcommission genehmigt resp. die von derselben vorgeschlagenen Streichungen beschlossen.
Bei Pos. 21 „Kaiser-Aviso" betont Abg. Richter (dsr.), daß es sich hier allerdings um einen Luxusbau handele. Solchen Luxusausgaben, die im Widerspruche stehen mit der alten, sparsamen Finanzverwaltung, müsse sofort entgegen getreten werden.
Staatssecretär Heusner bestreitet, daß es sich um einen Luxusbau handele. Der thenere Preis ist durch die technischen Verbesserungen bedingt. Die Ausstattung wird einfacher sein, als die des „Hohenzollern". Letzterer genüge den Anforderungen nicht, die man an ein Commandoschiff stellen muß.
Abg. Gras S t o l b e r g - Wernigerode (cons.): Der Kaiser- Aviso ist kein Luxusschiff, sondern ein Aviso von bedeutendem' praktischen Werth, auch im Kriege. Es ist erfreulich, daß der Kaiser seine Fürsorge auch der Marine zugewendet; das wird ihr zum Segen gereichen und wir müssen die nöthigen Mittel dazu gewähren. Die maritimen Kenntnisse der Herren Richter und Windthorst bedürfen, wie es scheint, noch der Vervollständigung.
Abg. Richter (dsr.): Die kaiserliche Fürsorge für die Marine wird nicht davon abhängen, ob ein Schiff 15 oder 18 Knoten in der Stunde zurücklegt.
Abg. Graf Stolberg-Wernigerode: Es kommt bei Seeschiffen allerdings aus die Schnelligkeit an.
Abg. Dr. Windthorst (Ctr.): Herr Gras Stolberg scheint in Marine-Dingen an der Unwissenheit zu leiden, die er anderen vorwirft.
Der Kaiser-Aviso wird hierauf mit erheblicher Mehrheit genehmigt.
Der Rest des Marine-Etats wird nach den Anträgen der Commission überall genehmigt, auch die vorgeschlagenen Streichungen wurden beschlossen.
Damit ist die zweite Lesung des Marine - Etats beendet.
Bei der sodann folgenden Berathung der Denkschrift über die Ausführung des Anleihegesetzes bemerkt Staatssecretär v. Maltzahn auf eine Anregung des Abg. Scipio (nl.), daß die Einrichtung eines Reichsschuldenbuchs nach Art des preußischen Staatsschuldbuchs bereits zur Erwägung stehe.
Damit ist die Berathung erledigt.
Die Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung der Elberfelder „Freien Presse" wegen Beleidigung des Reichstags wird, dem Anträge der Geschäftsordnungs-Commission gemäß, nicht ertheilt.
Endlich wird die Wahl des Abg. P o l l-Bromberg (nl.) für giltig erklärt.
Damit ist die Tagesordnung erschöpft.
Nächste Sitzung: Montag 12 Uhr. — Militür-Gefetz- Novelle.
Schluß 33/4 Uhr.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 10. Januar. Die Kaiserin Friedrich mit den Prinzessinnen-Töchtern ist heute Morgen 7 Uhr hier eingetroffen. — Das Offiziercorps des vierten Garderegiments (Kaiserin Augusta) versammelte sich gestern Abend im königlichen Palais, um am offenen Sarge Abschied zu nehmen von dem langjährigen Chef des Regiments, der weiland Kaiserin-Großmutter.
Berlin, 10. Januar. Die „Berliner Politischen Nachrichten" schreiben: Anläßlich der jüngsten Hereinziehung des Kaisers in die Bielefelder Wahlangelegenheiten habe der Mißbrauch der kaiserlichen Autorität zur Beeinflussung von Wahlen und die darin liegende Jdentificierung des Kaisers mit der „Kreuzzeitung", die übrigens schon aus der bekannten Veröffentlichung des „Reichsanzeigers" als genügend gekennzeichnet erscheint, das allerhöchste Mißfallen erregt. Der Kaiser hat den Befehl ertheilt, daß die „Kreuzzeitung" in den königlichen Schlössern nicht mehr aufliegen oder gehalten werden soll.
Berlin, 10. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Reichskanzler beabsichtigte, nach Berlin zu kommen, um der Beisetzungsfeier für die Kaiserin Augusta beizuwohnen. Der Kaiser befahl indessen au§ eigenem Antriebe dem Fürsten, daß er sich mit Rücksicht auf Schonung seiner Gesundheit von den anstrengenden Feierlichkeiten fernhalte und seinen Land- ansenthalt in Friedrichsruh nicht unterbreche.
Berlin, 10. Januar. Das zur Beisetzung befohlene com- binirte Bataillon des 4. Garde-Grenadier-Regiments Königin ist gestern 3 Uhr 22 Min. Nachmittags auf dem Bahnhose Friedrichsstraße eingetroffen. Zum Empfang waren
anwesend der commandirende General des Gardecorps General der Infanterie Freiherr v. Meerscheidt-Hüllessem und der Brigade-Commandeur Generalmajor Erbprinz von Sachsen- Meiningen. Um 3 Uhr 48 Min. stand das Bataillon in der Georgenstraße zum Abmarsch bereit, als unerwartet der Kaiser eintras und die Truppen mit einem lauten „Guten Tag Grenadiere" begrüßte. Der Kaiser setzte sich an die Spitze des Bataillons und führte dasselbe nach dem Schlosse. Auf dem Hofe desselben hielt der Kaiser an das Bataillon eine Ansprache, verwies auf die traurige Veranlassung des Befehls zuni Erscheinen und theilte mit, daß das Regiment dabei zu Ehren der entschlafenen Kaiserin fortan den Namen Kaiserin Augusta führen werde, sodaß das Regiment hinfort heißt: „4. Garde-Grenadier-Regiment Kaiserin Augusta".
München, 10. Januar. Der „Allg. Ztg." zufolge ist Pros. Dr. v. Döllinger, der den Influenza-Anfall in den letzten Tagen glücklich überstanden hat, gestern Abend neuerdings schwer erkrankt.
Würzburg, 10. Januar. Der Professor der Ohrenheilkunde Dr. von Troeltsch ist heute im 60. Lebensjahre gestorben.
London, 10. Januar. Der „Standard" meldet aus Lissabon von gestern: Portugal willigt ein, den Forderungen Englands gemäß jede weitere Action am Schire- flusse und im Nyassaland einzustellen und die bewaffneten Streitkräfte aus dem streitigen Gebiete zurückzuziehen.
Rom, 10. Januar. Dem „Capitan Fracassa" zufolge wird der König bei der Leichenfeier in Berlin durch den dortigen italienischen Gesandten vertreten sein, da wegen der Kürze der Zeit sich keiner der Prinzen des königlichen Hauses nach Berlin begeben könne. — Cardinal Rampolla übermittelte dem preußischen Gesandten v. Schlözer das Beileid des Papstes anläßlich des Ablebens der Kaiserin Augusta.
Madrid, 10. Januar. Ein heute Morgen ausgegebenes weiteres Bulletin sagt, daß die mit der Kräfteabnahme des Königs austretenden Erscheinungen befürchten lassen, daß das Centralnervensystem in Mitleidenschaft gezogen werde. Unter den obwaltenden Umständen beschloß das Ministerium, die Geschäfte so weiter zu führen, als wenn es das Entlassungsgesuch nicht eingereicht hätte.
Madrid, 10. Januar, Vormittags 11 Uhr: Der König befindet sich in demselben Zustande wie heute Morgen, jedoch nach dem Ausspruch der Aerzte nicht hoffnungslos. — Nachmittags 1 Uhr: Der König brachte einige Stunden in Ruhe zu.
Madrid, 11. Januar. Wie verlautet, berieth der gestrige Ministerrath auch die eventuelle Thronfolge. Die Minister sprachen sich dahin aus, daß die königliche Gewalt keinen Augenblick unterbrochen sein dürfte, im Falle des Ablebens des Königs würde die Krone unmittelbar auf seine älteste Schwester, die Prinzessin Maria Mercedes, unter der Regentschaft ihrer Mutter Christine übergehen.
Petersburg, 10. Januar. In der heutigen feierlichen Jahressitzung der Akademie der Wissenschaften, die unter dem Vorsitze-.-des Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch stattfand, wurden zu Correspondenten gewählt: Professor Sophie Kowalewstcaja (Universität Stockholm), Maurice Levy (Mitglied des Instituts zu Paris), Professor Heary Balguin (Universität Paris), Professor Camizaro (Universität Rom), Professor Brückner (Universität Berlin).
München, 11. Januar. (Privatdepesche.) Professor Dr. v. Döllinger ist gestern Abend 9 Uhr gestorben.
Locales rrnd provinzielles.
Gießen, 11. Januar.
— Einer Statistik des Kirchen- und Abendmahlsbesuches im Großherzogthum Hessen im Jahre 1888 entnehmen wir von auf das Dekanat Gießen Bezüglichem Folgendes: Die Zahl der Kirchenbesucher im wahrscheinlichen Durchschnitt betrug 6952,o Erwachsene, 3806,2 Kinder, in Procenten der Seelenzahl 24,18 bezw. 26,48, die Zahl der Communicanten 31673. Für die Stadt Gießen stellt sich der wahrscheinliche Durchschnitt der Kirchenbesucher aus 796,g Erwachsene, 241,0 Kinder, oder in Procenten der Seelen 7,n bezw. 4,30, die Zahl der Communicanten aus 4663. — Die Zahl der in der Superintendentur Gießen Getauften belief sich auf 6517, confirmirt aus rein evangelischen Ehen wurden 4886, ans Mischehen 87, Beerdigungen von Kindern unter 6 Jahren ohne Geistlichen fanden 598, von Verstorbenen über 6 Jahren 185 statt. Die Zahl der in der Superintendentur Gießen geschlossenen Ehen betrug 1774, Eheschließungen unter Evangelischen: bürgerlich 1693, kirchlich getraut 1686, gemischte Ehen: bürgerlich ev. 41, Frauen ev. 39, evangelisch getraut: Männer ev. 35, Frauen ev. 29.
— Von der Einführung von Rückfahrkarten vierter Klaffe war vor Kurzem in verschiedenen Zeitnngen die Rede. Wie der „Hann. Cour." mittheilt, handelt es sich hierbei nicht um Rückfahrkarten im gebräuchlichen Sinne (also mit Preis' ermäßigung), sondern um Doppelkarten, welche lediglich zur Erleichterung des Schalterdienstes ausgegeben werden, ebensoviel kosten als zwei einfache Billets und zur Hin- und Rückfahrt am Tage der Ausgabe berechtigen. Eine Preisermäßigung tritt somit durch diese Einrichtung nicht ein, wird auch kaum zu erwarten sein, nachdem der Minister der öffentlichen Arbeiten sich dahin geäußert, daß die Einführung ermäßigter Rückfahrkarten für die vierte Wagenklaffe durch finanzielle Rücksichten verboten werde, auch der Fahrpreis von 2 Pfg. für den Kilometer so niedrig sei, daß eine weitere Ermäßigung nicht angängig erscheine.
x. Theater. Auf die Aufführung des nrcomischen Sonntagstückes: „Robert und Bertram" brauchen wir kaum aufmerksam zu machen. Wer ein Mal einen Abend recht herzlich vergnügt sein und lachen will, der verabsäume die \ Gelegenheit auf keinen Fall.
a v. Theater. Die Zkritik mußte für die nächste Nr. d. Bl. I zurückgestellt werden.
Leihgestern, 11. Januar. Gestern Vormittag brach in der Scheuer des Handelsmanns Adolf Bär dahier Feuer aus, welches, da Hülfe rasch zur Hand war, auf seinen Herd beschränkt wurde. Der entstandene Schaden ist nicht bedeutend.
Hungen, 5. Januar. Schon seit 5 Wochen ist ein hierin der Lehre gestandener Schuhmacherlehrling aus Furcht Vörden Folgen einer Veruntreuung spurlos verschwunden. Die hiesige Feuerwehr durchsuchte nun einen Wald und andere Plätze, jedoch ohne Erfolg.
Queckborn, 9. Januar. In dem in hiesiger Gemarkung gelegenen fiscalischen Basaltsteinbruch verunglückte heute früh der 17jährige Wilhelm Herzberger von hier. Eine Steinmasse rutschte herunter und schlug demselben das Genick ab, so daß der Tod sofort eintrat.
Nidda, 9. Januar. Die Influenza hat sich nun auch hier und in der ganzen Umgegend ausgebreitet. Es giebt nur wenig Familien, welche ganz verschont sind.
In Langsdorf starb dieser Tage in der Trapp'scheu Wirthschaft plötzlich ein 19jähriger Mensch. N. A.
Friedberg, 8. Januar. Nach dem Gemeinde-Voranschlag für 1890/91 beträgt das Gesammtsteuercapital, welches zur Deckung der staatlichen und städtischen Umlagen herangezogen wird, und welches sich aus Gewerbe (40,711 Mk.), Grund (74,137 Mk.), Capitalrente (26,813 Mk.) und halbem Einkommen (102,575 Mk.) zusammensetzt, 346,811 Mk. Die städtische Schuld beziffert sich auf 471,042 M. und erfordert 18,665 Mk. Zinsen. Die Umlagen sind mit 64,400 Mk. eingestellt, Beitrag zur Kreiskasse mit 13,130 Mk., Besoldungen mit 40,097 Mk., Neupflasterung und Canalisirung von Straßen mit 21943 Mk.
vermischtes.
* Die Versammlung der hessischen Bürgermeister, welche am Freitag in Mainz stattfinden sollte, ist anläßlich des Todes der Kaiserin Augusta, sowie im Hinblick auf die Erkrankung des Oberbürgermeisters Ohly-Darmstadt bis auf Weiteres verschoben worden.
* Christliche Liebesgaben für evangel.-kirchliche Zwecke wurden im Jahre 1888 im Großherzogthum Hessen gespendet: Für Vereine und Anstalten christlicher Liebesthätigkeiten 101,458 Mk., Collecten 20,839 Mk., Kirchenopfer für die Armen 33,017 Mk., sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke 184,228 Mk. — Die kirchlichen Schenkungen und Stiftungen, an der Zahl 170, betrugen nach ungefährer Werthangabe 53,649 Mk. — Die Jahreseinnahmen der Anstalten für evangel. -kirchl. Liebesthätigkeit aus freiwilligen Gaben betrugen 113,449 Mk.
* Frankfurt, 8. Januar. Im Schlacht- und Viehhof werden nach dem Voranschlag des städtischen Etats von 1890/91 geschlachtet: 14,460 Ochsen und Bullen, 5740 Kühe und Rinder, 58,000 Schweine, 49,000 Kälber, 22,000 Schafe, 1500 Lämmer und Ferkel, 600 Pferde. Der Verkehr im Viehhof wird folgende Zahlen aufweisen: Rindvieh 49,000, Schweine 78,000, Kälber 56,000, Schafe 30,000, Ferkel 5000. Das sind enorm hohe Zahlen und sprechende Belege für die Rentabilität dieser städtischen Unternehmung.
* Siegen. In den Tagen vor Neujahr sind hier die in den Verkaufsläden ausliegenden Neujahrskarten einer Revision seitens der Polizei unterzogen worden; eine Anzahl Karten wurden, angeblich wegen allzu „derben" Inhalts, confiscirt. Zurückzuführen ist die Maßregel daraus, daß zum Neujahr 1889 sich verschiedene Personen durch den Inhalt anonym zugesandter Karten beleidigt gefühlt hatten.
* München. Verbrannt wurden vom hiesigen Briefpostamr zwei große Waschkörbe voll Chikanekarten, die wegen ihres Inhaltes sich nicht zur Beförderung eigneten.*
* lieber die Haifische schreibt Dr. Sigl im „Vaterland": In der Nordsee haben sich bisher nie bemerkte Gäste eingestellt: riesige Haifische,- ein Paar wurden bereits gefangen. Die gefräßigen Thierchen fühlen sich offenbar von — Preußen angezogen, von dessen Gefräßigkeit sie wohl gehört haben mögen. Sie sind aber so wenig genießbar wie die Preußen meist auch ungenießbar sind. Geräuchert sollen sie aber einen Geschmack wie geräuchertes Rindfleisch haben- wie ein geräucherter Preuß schmeckt, wissen wir nicht- wahrscheinlich aber nicht wie Rindfleisch. (!!!)
* Newyork, 28. December. Die „N. 9). H." schreibt: Das Wetter war in dieser Woche ein für diese Jahreszeit geradezu beispielloses. Erstens herrschte in der ersten Hälfte der Woche vollständiger Sommer- am Weihnachtstage brannte die Sonne so heiß hernieder, daß man bei offenem Fenster sitzend schwitzte, als wenn es ein Maitag gewesen wäre. Das war so eine Art tropische Weihnachten. Zweitens leistete der Witterungswechsel in der letzten Hälfte der Woche Alles, was man billiger Weise verlangen kann. Am Donnerstag hatten wir in einem Zeitraum von zwölf Stunden alle möglichen Jahreszeiten: Morgens eine Wärme, die den Ueberzieher zu einer Last machte- gegen Mittag Gewitter mit Blitz und Donner- darauf Nachmittags Nebel und kühlere Temperatur- Abends Sturm und gegen Mitternacht Frost. Die Folge davon ist, daß die halbe Einwohnerschaft unserer Metropole niest, hustet, fiebert, stöhnt und sich mit dem Rheumatismus in allen seinen „angenehmen" Spielarten herumschlägt. Der Himmel gebe uns bald anständiges Winterwetter! Die Durchschnittstemperatur dieser Woche war 9 Grad Wärme gegen V(2 Grad in der gleichen Woche des Vorjahres.
Utttoerfitäts - Nachrichten.
— Die Universität Marburg hat dem Retchsgerichtsrath v. Specht, welcher mit dem 1. Januar in den Ruhestand getreten ist, die Würde eines Ehrendoctors beider Rechte verliehen.


