Staatssekretärs v. Boettichcr. Vertrauen ist der beste Hüter aller politischen Freiheit und die Arbeiter sind dem Bestätigungsrecht der Regierung gegenüber mißtrauisch. Ohne die Bestätigung werden die Schiedsgerichte viel segensreicher wirken. Es wird ein weites Entgegenkommen von beiden Seiten nvthig sein, um die Vorlage zum Gesetz zu machen.
Die Debatte wird nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Meyer-Berlin geschlossen und die Vorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen.
Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr: Zeugengebühren-Novelle und Nachtrags-Etat. — Schluß 41/4 Uhr.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 9. Mai. Die in der Sperrgeldergesetz- ComMission des Abgeordnetenhauses vom Cultusminister hinsichtlich der Auslassung des Papstes über diese Angelegenheit abgegebene Erklärung ging dahin: Die von der Regierung geplante Regelung des Sperrgelderfonds sei aus einem der Wege, welche der Papst benutzt, um mit der preußischen Regierung in Verbindung zu treten, zur Kenntmß des Papstes gebracht worden. Hierauf sei im März folgende Entscheidung ergangen: Da die'Ansicht besteht, daß die Rentirung des Sperrfonds und die Vertheilung der Rente an die einzelnen Diözesen nach Maßgabe der Provenienz das Höchste sei, was zu erreichen wäre, so wolle sich der heilige Stuhl zwar nicht darüber aussprechen, jedoch könne vertraulich erklärt werden, derselbe werde weder Widerspruch erheben noch Schwierigkeiten machen; der Heilige Stuhl werde ferner dem Centrum freie Hand lassen und ihm eventuell die Verantwortlichkeit für die Ablehnung der Vorlage zuschreiben.
Berlin, 9. Mai. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der preußische Gesandte in Oldenburg, Graf Eulenburg, ist zu anderweitiger dienstlicher Verwendung abberusen worden.
Meerane, 9. Mai. Die Färberei-Arbeiter striken nunmehr sämmtlich.
München, 9. Mai. Der Prinz rezent ernannte den Generallieutenant P a r s e v a l zum Commandirenden des zweiten Armeekorps, den Generallieutenant Hoffmann zum Commandeur der dritten Division.
Saint Etienne, 9. Mai. Morgen wird der Ausbruch eines General-Ausstandes der gesammten Bergarbeiter befürchtet. Die Direktoren lehnen die Aufforderung des Präfekten ab, unter seinem Vorsitz gemeinsam mit den Arbeiter- delegirten eine Verständigung zu versuchen - die Arbeiter-Abordnung erschien allein im Präfeeturgebäude, conferirte mit dem Präfekten und berichtete dann in einer Generalversammlung der Bergleute, die sich für einen sofortigen General- Ausstand aussprach. Auf morgen sind sämmtliche Bergleute zu zwei Massenmeetings eingeladen, wo mit ^Stimmzetteln in geheimer Abstimmung über den Ausstand entschieden wird. Die Bergleute sind vorzüglich organisirt und haben reiche Mittel, Verbindungen und Einfluß. Sie besitzen die Sympathie der Bevölkerung und der Behörden. Von einem Ausstand werden ernste Folgen befurchtet.
London, 9. Mai. Stanley wurde zum Ehrenbürger von Glasgow ernannt.
Rom, 9. Mai. Das Central-Comite des italienischen National-Schützensestes empfing heute ein Telegramm des geschästssührenden Ausschusses des zehnten deutschen Bundesschießens in Berlin, worin den italienischen Schützen brüderlicher Gruß entboten und der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, daß dieselben im Juli zahlreich nach Berlin kommen würden. Das Telegramm schließt mit den Worten: „Es lebe König Humbert, der erhabene Freund des deutschen Volkes, es lebe die verbündete italienische Nation!"
Rom, 9. Mai. Heute Morgen 8 Uhr eelebrirte der Papst im Consistorialsaale eine Messe für die d e u t s ch e n Pilger und empfing später die Pilger besonders in dem Clementinen-Saale, wobei er sich durch die Reihen der Pilger hindurch bewegte und sich mit ihnen unterhielt; der Empfang dauerte bis Mittags.
Bukarest, 9. Mai. Die Kammer nahm mit 80 gegen 35 Stimmen den Handelsvertrag mit Serbien an. Lahovary erklärte, die Frage über die Handelsverträge, die erst nach 1891 abgeschlossen werden sollen, könne jetzt nicht gelöst werden. — Aus eine Interpellation über den Zustand der Armee erklärte der Kriegsminister, die Kammer habe bisher immer die Credite für die Friedenspräsenzstärke angenommen, welche ungenügend sei, um eventuell 120,000 Mann auf den Kriegsfuß zu stellen; er werde demnächst Gesetze Vorschlägen, darunter eines betreffend die Umgestaltung der Cadres.
Sofia, 9. Mai. Der Anklageakt im Prozesse Panitza erstreckt sich auf folgende in Disponibilität befindliche Offiziere: Panitza, Alexander Prizow, Tatew, Abalansky, Tschawdarow, Nojarow, Stamenow, Stefanow, ferner die Capitäne Mollow, Kissimow, weiter die Bürger von Sofia Arnaudow, Demeter, Rizow, Mathelff, Kessimow, endlich den russischen Unterthan und Reserveoffizier Kolobkow. Sämmtliche Angeklagte erscheinen des Complots gegen die Person des Prinzen und gegen einige Minister in der Absicht, einen Staatsstreich auszuüben, angeklagt. Der Anklageakt erwähnt zunächst bei Panitza die mit Beschlag belegten compromittirenden Papiere, die Aussagen des Angeklagten sowie der Zeugen. Der Anklageakt hebt hervor, daß im Jahre 1887 Major Panitza, welcher sich damals in Dienstangelegenheiten in Rustschuc^ befand, über Einladung des Sekretärs der russischen Gesandtschaft in Bukarest, Vilianow, sich nach Giurgevo begab, um sich mit Letzterem zu besprechen. Panitza wurde an Vilianow von Kolobkow empfohlen. Seit der Unterredung mit Vilianow trat Panitza in Unterhandlungen mit der russischen Gesandtschaft in Bukarest, um in Bulgarien einen Staatsstreich auszusühren, wobei Kolobkow als Bevollmächtigter und Agitator auftrat. Dem Anklageakt liegt ein Brie: des Dragoman der russischen Gesandtschaft in Bukarest, ..Jacobson, an Kolobkow bei, welcher obige Umstände bestätigt.
Die Correspondenz zwischen Panitza und der russischen Gesandtschaft in Bukarest wurde durch Kolobkows und Anderer Vermittelung chiffrirt und mit Anwendung fiktiver Namen geführt. Der Anklageakt führt eine Reihe saisirter chiffrirter Briese und Telegramme an, deren Schlüssel gefunden wurde.
Konstantinopel, 9. Mai. Die „Agenee Constantinople" verzeichnet das Gerücht, wonach zwischen den Drusen und Maroniten des Libanon schwere Zusammenstöße statt- gefunden hätten. Der Generalgouverneur hat bei der Pforte um Verstärkungen nachgesucht, die von Salonichi abgegangen sind. Die „Agenee" fügt hinzu, Bestätigungen lägen noch nicht vor.
Zanzibar, 9. Mai. Ein britischer Kreuzer brachte eine Dhan mit 40 Sklaven auf. Ein vollständiger Schiffs- cordon wurde um die Pernbainsel gebildet.
Rewyork, 9. Mai. Ein Armen- und Irrenhaus bei Norwich (Newyork) ist gestern Abend durch eine Feuersbrunst zerstört worden. 13 Personen, darunter 11 Idioten, sind verbrannt.
Darmstadt, 10. Mai. Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog begiebt sich heute Mittag 2 Uhr 50 Min. nach Friedberg, woselbst Sonntags Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen eintreffen.
Cocale» un$ provinzielles.
Gießen, 10. Mai.
— Ihre Königl. Hoheiten Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen werden heute Abend mit dem um 6 Uhr 58 Min. von Cassel ankommenden Schnellzuge aus der Durchreise nach Friedberg dahier eintreffen.
— Den Herren Rechtsanwälten Theophil Baift und Dr. Ferdinand Reatz hier wurde von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog der Charakter als „Justizrath" verliehen.
— § Der schöne Wonnemonat Mai zeigt gegenwärtig so recht seine Reize. Einen herrlichen Anblick gewähren für den Naturfreund die jetzt im üppigsten Grün prangenden Felder, Wälder und Wiesen, überall duftende Blumen, blühende Bäume, singende Vögel. Darum eilen auch die Menschen und insbesondere diejenigen, welche durch ihren Beruf an das Zimmer gebunden sind, hinaus in die Natur, um Erholung und Kräftigung ihres Körpers für fernere Berufsarbeiten zu erlangen, und was könnte auch mehr zur Stählung der Nerven und Kräftigung der Lunge beitragen als zweckentsprechende Bewegung in freier Natur. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend pflegen darum größere Massen von Menschen gerade den Himmelfahrtstag zu benutzen, um mit Familienoder Vereinsangehörigen eine Waldparthie zu veranstalten oder größere Touren zu unternehmen. — Auch der hiesige Turnverein wird am Himmelfahrtstag einen frischen fröhlichen Turngang unternehmen und soll sich derselbe, um */,7 Uhr Morgens von der Lahnbrücke aus beginnend, über Krofdorf— Waldhaus—Altenberg—Staufenberg—Mainzlar—Gießen erstrecken. Nach der bis jetzt schon anzunehmenden Betheiligung dürfte ein gutes Gelingen desselben zu erwarten sein. Diejenigen, welche sich noch an dieser Tour betheiligen wollen, können das Nähere in der Turnhalle bei den Turnwarten erfahren.
Bad Nauheim, 9. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. Mai den praktischen Aerzten Dr. Isidor Grödel und Dr. Ernst Abee, beide hier, den Charakter als „Medicinalrath" zu verleihen.
Vermiete».
* △ Mainz, 9. Mai. Von der hiesigen Kreis-Schul- Commission wird eben der Austritt aus den Schulen der strengsten Ueberwachung unterzogen. Nicht das zurückgelegte 14. Lebensjahr gibt die Berechtigung zum Austritt aus der Schule, sondern die Kreis-Schul-Commission macht denselben von einem bestimmten Grade von Wissen abhängig. Mehrere Schüler der hiesigen Realschule, die diesem Grade von Wissen nicht entsprechen, und glaubten, allein das zurückgelegte 14. Lebensjahr berechtige zum Schulaustritt, wurden letzter Tage eines Anderen belehrt und von Schutzleuten zur Schule zurückbeordert.
* Ein Musterschulhaus. In Mannheim ist mit einem Kostenaufwand von etwa 900000 Mk. ein Musterschulhaus hergestellt worden, das seinesgleichen schwerlich finden wird. Dasselbe enthält 42 Lehrsäle, 2 Zeichensäle, 2 Singsäle, 2 Handarbeitssäle und eine Turnhalle - ferner eine Aula, 2 Zimmer für das Rektorat, 2 Dienerwohnungen, sowie 4 niedliche Karzer. In gesundheitlicher Hinsicht und in Bezug auf Feuersicherheit entspricht der Bau den höchsten Anforderungen. Statt der Holzbalken wurde, die Dacheonftruction ausgenommen, Eisen verwendet. Die Lehrsäle, Zimmer, Gänge und Aula haben Betondecken. Die Fußböden der Lehrsäle bestehen aus Parkett-Riemen (meistens Eichen- und Nußbaumholz), die in Asphalt liegen. Da kann von einer Staubansammlung und Entwicklung von Bakterien wohl kaum die Rede sein. Die Gänge, welche mit Kleiderhaken und Schirmständern versehen sind, haben Terrazzoboden. Als Heizung ist die sogenannte Niederdruck-Dampfheizung benützt. Im Kellergeschoß ist außer der Centralheizung ein Baderaum für Knaben und ein solcher für Mädchen mit je einem Ankleideraum. In jedem Baderaum haben 3 Kinder Platz, so daß 15 gleichzeitig baden können. Endlich ist im Erdgeschoß auch noch ein großer heller Raum zu finden, in welchem den Winter hindurch etwa 900 armen Kindern V4 Liter Milch und ein Weck verabreicht wird. Die Dauer dieser wohl- thätigen Einrichtung ist auf 90 Tage bemessen, es sind hierzu 20 250 Liter Milch und etwa 81000 Wecke erforderlich. Mit verschiedenen Bäckern ist ein Abkommen getroffen worden,
wonach dieselben vierzig Wecke für 1 Mk. liefern. Bei bicfer Gelegenheit sei noch kurz erwähnt, welche enorme Vergrößerung die Mannheimer Volksschule in den letzten zehn Jahren erfahren hat. Vor zehn Jahren besuchten die dortigen Volksschulen 4650 Schüler, jetzt sind es bereits 9220. Vor zehn Jahren unterrichteten daselbst 64 Lehrer und 64 Lehrerinnen,, jetzt 178 Lehrer und 145 Lehrerinnen. (Deutsche Lehrerztg.)
Auszug aus den Stan6esamtsregiftem
der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Mai: 5. Jacob Becker, practtscher Arzt zu Dietzenbach, mit Johanna Henriette Noll von hier. 6. Ernst Hopfner, Schriftsetzer dahier, mit Susanne Zinßer von hier. 6. Theodor Hebstreit von Sonneberg, Schlosser dahier, mit Elisabeth Müller hierseibst. 6. Philipp Sommerlad IV., Steinhauer von Beuern, mit Luise Sommerlad, Dienstmagd dahier. 7. Johann Ludwig Schmidt I, Privatier dahier, mit Caroline Vterheller vom Homberg a. d. O.
Eheschließungen.
Mai: 7. Ludwig Kramer, Friseur dahier, mit Maria Fröhlich von Winterhausen, wohnhaft dahier. 9. Ewald Behm von Bromberg, Schlosser dahier, mit Louise Klingelhöfer von Gladenbach, wohnhaft dahier.
Geborene.
April: 29. Dem Bureaugehülfen Louis Althoff eine Tochter. Mai: 1. Dem Bildhauer Karl Schmidt VIII. eine Tochter, Emilie Anna Auguste. 2. Dem Gerichtsschreiber-Aspiranten Adam Seitz, ein Sohn, Josef Marie Wilhelm. 2. Dem Eisenhändler Wilhelm Häuser eine Tochter, Marie. 3. Dem Rangirmeister Balthaser Becker eine Tochter. 4. Dem Dienstmann Heinrich Münker ein Sohn. 4. Dem Stations-Assistenten Wilhelm Rabes eine Tochter, Louise Wilhelmine Clara. 4. Dem Tapezier Wilhelm Böhling eine Tochter, Marie. 5. Dem Uhrmacher Martin Vogt ein Sohn. 7. Dem Kaufmann Gustav Müller ein Sohn.
Gestorbeue.
April: 16. Philipp Wecht, 11 Monate alt, Sohn von Marie Wecht zu Frankfurt a. M. Mai: 3. Katharine Weiß, geb. Noll, 38 Jahre alt, Ehefrau von Bahnarbeiter Johannes Weiß dahier. 4. Philipp Schmidt, 80 Jahre alt, Privatier dahier. 5. Marie Stäbe, 16 Jahre alt, Tochter von Telegraphen-Assistent a. D. Friedrich Wilhelm Stäbe. 6. Wilhelm Strcckfuß, 2 Jahre alt, Sohn von Schuhmacher Balthafer Streckfuß zu Hochweisel. 6. Anna Kaufmann, l1/« Jahre, alt, dahier, Tochter von Heizer Georg Adolf Kaufmann. 7. Ernst Johann Euler, 8 Monate alt, Sohn von Metzgermeister Hermann Euler dahier. 7. Heinrich Vogel, 44 Jahre alt, Bleicher dahier. 7. Gertrude Schulze, 7 Wochen alt, dahier, Tochter von Optiker August Schulze. 8. Christine Worch, 5 Jahre alt, Tochter von Bierbrauer Peter Worch dahier. 8. Katharine Schultheis, geb. Abö, 48 Jahre alt, Ehefrau von Kürschner August Schultheis dahier. 8. Elisabetbe Seth, 3 Jahre alt, Tochter von Lokomotivführer Johannes Seth dahier. 8. Ein Kind männlichen Geschlechts, 1 Tag alt, Sohn von Kaufmann Gustav Müller dahier.
Auszug aus den rNrcheubüchevn
der Stadt Gieße«.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 4. Mai. Ernst Louis Christian Heine, Bureaugehilfe zu Gießen, und Wilhelmine Rössel, Tochter des verstorbenen Taglöhners Georg Rössel zu Vöhl.
Den 7. Mai. Ludwig Thomas August Carl Hermann Kramer, Friseur zu Gießen, und Maria Margaretha Fröhlich, Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Johann Adam Fröhlich zu Winterhausen.
Getaufte.
Den 3. Mai. Dem Arbeiter Clemens Fink ein Sohn, Ernst Wilhelm, geboren am 1. März.
Den 4. Mai. Dem Bauschreiber Wilhelm Ringel eine Tochter, Kathinka Friederike Auguste Amalie Johanna, geboren am 21. März.
Denselben. Dem Dtenftmann Gustav Schuchardt eine Tochter, Elisabethe Marte, geboren am 13. März.
Denselben. Dem Taglohner Carl Völl eine Tochter, Marie,, geboren am 1. April.
Denselben. Dem Sparkasse-Gehilfen Wilhelm Eisenhauer eine Tochter, Anna Katharine Luise, geboren am 1. März.
Denselben. Dem Kaufmann Friedrich Stooß eine Tochter,, Veronika Luise, geboren am 21. März.
Denselben. Dem Kaufmann Conrad Schmidt ein Sohn,. Ludwig Richard Christian Philipp Theodor Wilhelm, geboren am 30. März.
Denselben. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Sehrt ein Sohn,. Otto, geboren am 1. März.
Denselben. Eine außereheliche Tochter, Lina Johanna Luise Anna, geboren am 26. März.
Den 6. Mai. Dem Schreiner Wilhelm Wacker ein Sohn, Wilhelm August, geboren am 21. April.
Den 8. Mai. Dem Lackirer Joseph Möhl ein Sohn, Carl, geboren am 10. November 1889.
Den 9. Mat. Dem Weißbinder Julius Hoch II. ein Sohn, Hans Heinrich, geboren am 23. December 1889.
Beerdigte.
Den 3. Mai. Heinrich Emmerich, Schreiner, alt 74 Jahre, starb am 1. Mai.
Den 6. Mat. Katharine Weiß, geb. Noll, Ehefrau des Bahnarbeiters Johannes Weiß, alt 38 Jahre, starb am 3. Mat.
Denselben. Philipp Schmidt, Rentner, ein Wittwer, alt 80 Jahre starb am 4. Mai.
Den 7. Mat. Marte Stäbe, Tochter des Telegraphm-Assisteuten a. D. Friedrich Wilhelm Stäbe, alt 16 Jahre, starb am 5. Mat.
Den 9. Mai. Heinrich Vogel, Bleicher, alt 44 Jahre, starb am 7. Mat.
Veodpreise
vom 11. Mai bis 25. Mai 1890.
Bei deu BL<keru
1
2
1
bei W. Löber und L. Keil 28
......... 58
bet W. Löber und L. Kell 56
. .......27
........54
25
bei K. Lenz Wwe. 24 50 bei K. Lenz Wwe. 48
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod
2 w (4 Pfd.) Weißbrod
3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte
bei I. Lern, L. Keil, K- Haas 75
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte . .
(2 Psd.) Schwarzbrot» 1. Sorte ■ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte
(2 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte
Bei de« BrodverkLufer«. «Ä
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod 29
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1 ” (2 * ) Schwarzbrot) 1. Sorte .....27
2 , (4 , ) Schwarzbrot» 1. Sorte 54
3 „ (6 - ) Schwarzbrot) 1. Sorte . —
1 (2 „ ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........25
2 „ (4 , ) Schwarzbrot» 2. Sorte 50
3 , (6 , ) Schwarzbrot) 2. Sorte -*
Stehe«, den 10. Mat 1890. Grohh. Polizeiamt Gießen.
Fresenius.


