Ausgabe 
10.8.1890 Erstes Blatt
 
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itellungs-Ausschuff voll- : )e§ hessischen Geschichts- : nommelt, woselbst Herr ^ußgen kurzen Bericht der Ausstellung gab. e Ausstellung sehr stark 0 OOO Personen besucht | 40 Tage geöffnet blieb, 250 Personen berechnet. _ Aus dem königlichen esitzer, welcher Micher i) bei seinem Nachfolger ethe nicht zahlten, zuy urch seine Auskunst dm

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Der 32 Jahre alle I. aus Batzdorfer Flur stau mittelst Erwürgen in am übernächsten Tage

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Eine stitgemähe Mahnung.

Schreiber dieses hat neulich eine Fußwanderung durch sächsische, böhmische und schlesische Gebirgsgegenden unter­nommen und, um es gleich herauszusagen,, er hat sich jedes­mal geärgert, wenn ihn sein Weg aus einem armen Weber­bezirke in einen Kurort geführt hat, wo gerade die reichen Leute der Städte ihre Ferien verlebten. Tr hat nichts da­gegen, daß die Städter aufs Land gehen, aber daß sie alle ihre städtischen Eitelkeiten uud Vorurtheile mit in die Dörfer nehmen, das verdrießt ihn. Wenn man in der herrlichen Gebirgsluft leben darf, soll man doch seinen Körper kräftig ausarbeiten durch Lausen, Klettern, Springen, auch durch Singen und Jodeln, damit recht viel städtischer Dunst und Kohlenschmutz aus der Lunge heraus- und recht viel reine Luft in die Lunge hineinkommt, da soll man sich einfach und bequem kleiden, daß man von den Dorfleuten nicht zu sehr absticht . . . aber statt dessen sieht man dieHerrschaften" aus schön geebneten Straßen in den neuesten feinsten Sommer­moden langsam und vornehm promeniren, damit es ja Jeder­mann erkennen könne, daß sie den höheren und höchsten Kreisen angehören, daß sie vielleicht gar Berliner sind. Wegen der Erwachsenen ärgerts mich am wenigsten- wenn sie von der lieben Mutter Natur nicht mehr haben wollen, als sie aus diese Weise bekommen, so verdienen sie am Ende nichts besseres. Aber die armen Kinder, die all die steife Eitelkeit mitmachen müssen, können einem leid thun. Mir fällt da stets eine Stelle ein aus Dr. Meinerts vortrefflichem Vor­trage :Wie erhalten wir unsere Lungen gesund?" und ich will sie hier zu gemeinem Nutzen abschreiben, wenn sie auch nicht blos auf die Sommerkurorte Bezug hat, sondern über­haupt auf die Mißhandlung der Kinder durch die Eltern bei Spaziergängen im Freien. Folgendes sagt der be­liebte Arzt:

Mich erfüllt es immer mit Betrübniß, wenn ich draußen vor der Stadt Familien begegne, bei denen es als sittsam gilt, wenn die Kinder gemessenen Schrittes den voran- trottelnden Eltern nachschleichen, um sofort im Unteroffiziers- tone zurückbeordert zu werden, sobald sie sich einmal eine schüchterne Abschweifung ins verlockende Gelände gestatten. Solche bemitleidenswerthe Opfer einer philiströsen Erziehung müssen gewöhnlich außerdem auf einen anderen gesunden Lungenreiz verzichten, der im Leben der Kinder eine große, aber noch wenig gewürdigte Rolle spielt. Siedürfen nicht laut sein".

Welch eine thörichte Forderung! Schon das Neu­geborene schreit sich ins Leben hinein, und wenn es seine Stimme nicht ordentlich ertönen läßt, fürchtet 'man mit Recht, daß die kleine, im Zustande vor der Geburt zusammen- gesaltete Lunge sich nicht genügend aufblähen möchte. Hat das Kind sich soweit entwickelt, daß ihm gemäßigtere Laute zu Gebote stehen, durch die es seine Wünsche zu erkennen gibt, so verfällt es, wie aus plötzlichen Eingebungen, auf gewisse andere, den Luftwechsel in den Lungenbläschen wohl- thätig steigernde Anstrengungen seines Stimmorgans. Lautes Sprechen, Rusen, Lachen, Singen und all die unbenannten Arten des Jubels, welcher die Kinderbrust schwellen macht, sind nur verschiedene Ausdruckssormen des nämlichen Bedürf­nisses. Dienervöse" Mutter ahnt nicht, welche Entbehrungen sie ihren Kindern auferlegt und welche Entwickelungshemmung es für die Lungen derselben bedeutet, wenn sie von früh bis AbendsRuhe?" für ihre schwachen Nerven fordert. Viel­leicht läßt sie sich im Uebrigen das Gedeihen ihrer Kinder außerordentlich angelegen sein. Es erfüllt sie mit Sorge, daß dieselben keinen rechten Appetit haben, keine Farbe und Fülle bekommen, lang aufschießen und sich schlecht halten. Was das für eine erbärmliche Figur für einen künftigen Vaterlandsvertheidiger ist", so schilt sie auf ihren Erstgeborenen. Schultern zurück! Brust heraus!" aber nach 5 Minuten steht der Herr Sohn schon wieder krumm da wie ein Frage­zeichen. Die Eltern begreifen nicht, wje ein gutes Kind die treugemeinten Rathschläge seiner besten Freunde auf der Welt so in den Wind schlagen kann. So ein armes Kind, wie es im Geiste jetzt vor uns steht, ist einem Vogel ver­gleichbar, dem man die Schwungsedern gestutzt hat. Wer wird erwarten, daß der Vogel sich in die Lüfte erhebt? Sie jagen ihn wohl auf, er flattert mit Anstrengung einige Secunden am Boden hin dann aber läßt er müde die Flügel hängen.

Wie in aller Welt kann man solchen Jammergestalten Don Kindern, denen die Muskeln nach jahrelanger Vernach­lässigung wie morsche Bindfäden um die Rippen bangen, zu- muthcn,sich gerade zu halten". Stramme Haltung wird nur durch kräftige Muskeln geleistet. Auch die knochenfesteste Gestalt sinkt hilflos in sich zusammen, wenn nicht derb ent­wickelte Muskelzüge sie in fortwährender Spannung erhalten. Ein Kind, das immer nur, wenn es dazu aufgemumert wird, seine Muskeln in die zur aufrechten Haltung nöthige Spannung versetzt, ist muskelschwach. Denn' ein Kind mit kräftigen Muskeln und normalem ^celett hält sich unwillkürlich auf­recht. Nicht durch das beliebte fortwährende Commandiren strammt man die jungen Rücken und wölbt man die jugend­lichen Brustkästen, sondern durch die frischen und fröhlichen Kraftproben in der freien Gottesnatur, zu denen man täglich seinen Kindern die Gelegenheit verschafft.

Verkehr, Catiö« nnö L>olk»wirthjchaft

Gießen, 9. August. (Marktbericht). Auf dem heurigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 1,051,10, Hühnereier 1 St. 6,-2 St. H, Enteneier 1 St. 67 H, 2 St. Käse pr. St. 58 H, KLsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar X 0,600,80, Hühner pr. Stück X 0,901.30, Hahnen pr. St X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,501,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 6064 A, Schweinefleisch 68-70 H, Hammelfleisch 5068 H, Kalb­fleisch 56-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,00-9,00, Weißkraut pr. St.--H, Zwiebeln per Centner X 7,508,00, Milch per

Liter 12-18 H.

Der Verein Esncor-ia (zur Förderung des Wohles der Arbeiter) mit dem Sitze in Mainz hat im vorigen Jabr ein Preis­ausschreiben erlassen für eine Haushaltungsschrtft für Mädchen aus den ärmeren Elasten. Auf dasselbe sind im Ganzen 42 Concurrenz- arbeiten eingelaufen, welche nunmehr von dem aus den Damen Frau Professor Weber-Tübingen, Fräulein Auguste Förster-Cassel und den Herren Provinzialschulrath Kannegießer-Cassel und Handelskammer- secretär Stegemann-Remscheid bestehenden Preisgericht durchgearbeitet sind. Das Preisgericht hat sich einstimmig dahin ausgesprochen, daß keine der eingelaufenen Arbeiten den Anforderungen des Vereins voll entspreche und beschlossen, den Preis von 1000 Mark an die Verfasser der 5 besseren Arbeiten als ein Entgelt für die aufgewandte Mühe zu vertheilen und zwar in der Weise, daß zwei Arbeiten mit je 300 Mk. und die drei übrigen mit je 140 Mk. bedacht werden.

Aus -er Wetterau, 8. August. Stand der Zucker­rüben. In meinem Berichte vom 1. ds. Mts. über den gegen­wärtigen Stand der landwirthschaftlichen Culturpflanzen waren die Zuckerrüben aus dem Grunde nicht erwähnt worden, weil die­jenigen Orte, bet denen die Rübencultur besonders im Schwünge ist, vorher noch einmal besucht werden sollten, um ein richtiges Ur- theil zu haben. Der Besuch hat nun stattgefunden, weshalb ich mich über den gegenwärtigen Stand äußern kann.

Etwa bis zum Jacobitage (25. Juli) waren die Aussichten auf ein gutes Rübenresultat recht bescheiden. Wohl hatten die Pflanzen eine starke Blättermasse entwickelt, aber in der Erde stack nichts und das Letztere ist doch die Hauptsache. Dabei war der Zuckergehalt der Rüben gering, etwa 7Vs bis 8 Procent, während das Vorjahr um dieselbe Zeit bereits 10 bis 11 Procent aufzuweisen hatte. Frei­lich findet sich ein solches Sonnenschein- und Zuckerjahr wie das 1890er nickt bald wieder. Die 14 Tage von Jacobi bis dato haben aber doch sehr bedeutend gewirkt und es ist wettere gute Witte­rung vorausgesetzt immer noch eine gute Mittelernte zu erwarten. Die in den beiden letzten Tagen herniedergegangenen Wassermassen haben die schönen Fortschritte der vorigen Woche retardtrt. Werth­voll bleibt bei dem Regen die Wärme; feuchtwarm ist besser als naßkalt für die Rübe.

Inzwischen aber hat sich an vielen Orten ein gefährlicher Rübenfeind, der Engerling, entwickelt und gemästet. Dieses gefräßige Jnsect richtet an vielen Orten der südlichen und südöst- licken Wetterau, z. B. Langenberghetm, Rommelhausen, Hainchen, Düdelsheim, Ltndhetm u. a. O. sehr empfindlichen Schaden an. Man sieht Rübenäcker, deren Culturen mitunter von 25 bis 40% abgefressen sind. Aber auch die Dickwurzeln und Kartoffeln werden zerstört und selbst auf den Getreidefeldern und Wiesen zernagt der Engerling die Wurzeln der Halmfrüchte und Gräser. Wenn man an manchen Stellen die Grasnarbe der Wiesen etwas lüftet, kommen 3 bis 4 Engerlinge zum Vorschein. Es wird nichts übrig bleiben, als jene Wiesen eine Zeit! ng unter den Pflug zu nehmen.

Der Schaden durck Engerlinge zeigt sich da am Geringsten, wo tief gepflügt und fleißig gehackt wurde. Das ist das einzige Mittel, den gefräßigen Gast los zu werden: man darf ihm keine Ruhe lassen. Der Dachs frißt dieses Ungeziefer sehr gern; er wühlt den Boden auf, wo j.ch viele Engerlinge aufhalten. Durch das Um­herwühlen verdirbt er dann aber auch gewöhnlich soviel als er nützt. Staare, Dohlen und Raben vertilgen das Ungeziefer, indem sie hinter dem Pfluge herlausen und die Würmer auflesen. Hauptsache ist und bleibt, daß jedes Jahr einerlei ob Flugjahr oder nicht der Maikäfer vernichtet wird, ehe das Weibchen seine Eier ablegt. Nur so ist dem Uebel zu steuern.

Das Stützen der ObflbLume. (Nachdruck verboten.) Uebergroße Last von Früchten auf den Obstbaumen hat jdjon oft zu großem Schaden geführt, einmal erschöpfen sich die Obstbäume derart, daß sie in vielen Jahren keine genügende Ernte mehr bringen können, andererseits brechen die Zweige leicht ab oder reißen ein, was Anlaß zu Wundfäule u. s. w. geben kann. Hat man nicht frühzeitig genug aufgepaßt und die Ueberzahl von Früchten zu einer Zett entfernt, wo sie dem Baum noch nicht viel Säfte entzogen, da stütze man die Zweige wenigstens, damit sie der nächste Wind nicht sammt den Früchten abbricht. Die Stützen müssen aber fest in den Boden gesteckt sein, weil sie ihren Zweck sonst nicht erreichen, sondern beim nächsten Winde umfallen. Die Pfähle aller Obstbäume sind in dieser Zeit zu prüfen, ob sie auch morsch geworden sind, event. sind sie durch neue zu ersetzen, denn die Herbststürme, welche von den belaubten Bäumen ganz aufgefangen werden, stehen vor der Thür.

Die Wichtigkeit -es guten Melkens. (Nachdruck ver­boten.) Es liegen aus der Praxis viele Beweise vor, daß mechanische Reizungen des Euters durch Saugen und Melken von größter Be­deutung für die Ausbildung und Thätigkeit der Milchdrüse sind und es unterliegt keinem Zweifel, daß durch viele Generationen hindurch durchgeführte beständige Anregung des Euters, d. h. durch das Melken, aus den wenig Milch spendenden wilden Rindern unsere jetzigen mtlchreichen Rassen herangebildet sind, und daß die Anlage der Eigenschaft, viel Milch zu geben, durch sorgfältige Züchtung und Gattung in den Thieren erblich geworden ist. So viel Wahres auch das alle Sprichwort:Die Kuh milcht durch das Maul" enthält, so wird es dock häufig mißbraucht. Keiner von uns wird leugnen wollen, daß gute Nahrung nöthtg ist, um gute und viel Milch zu produciren, aber Jedermann wird auch zugeben müssen, daß auch bei der zweckmäßigsten Ernährung und Züchtung die höchste MUchmenge nicht erreicht werden kann, wenn nicht gleichzeitig dem Euter eine angemessene Behandlung zu Theil wird.

Frischer Mist als Vermittler -es GetreidebrandeS. (Nachdruck verboten.) Nur zu häufig ist frischer Mist der Ueberlräger des Getreidebrandes, sodaß wir trotz der sorgsamsten Behandlung des Saatgutes diesen Schmarotzer nickt los werden. Nach neuen Untersuchungen des berühmten Pi-zforschers O. Bitfeld ist nun fest­gestellt, daß sogar eine Vermehrung der Pilze im Dünger statt Hal. Auf der anderen Seite ist festgestellt, daß die neugebildeten Pilze nach einem halben bis einem Jahre die Fähigkeit verlieren, in Nähr- pflanzen Eindringen zu können. Alter Mist kann somit ohne Gefahr auf den Acker gebracht werden.

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Naturgeschichte des Pflanzenreichs. Großer Bilderatlas mit Text für Schule und Haus. Herausgegeben von vr. M. Fünf­stück, Privatdocent am Polytechnikum in Stuttgart. 4. Auflage. 40 Lieferungen ä 50 Pfg. Verlag des Süddeutschen Verlags-Instituts in Stuttgart.

Die vorliegenden 9 ersten Lieferungen zeigen, daß hier ein Pracklwerk im Entstehen begriffen ist, welches wett über das Niveau des Mittelmäßigen heroorragl und alle volhandenen ähnlichen an Gediegenheit und Brauchbarkeit übertreffen wird. Schon das ist ein ausgezeichneter Vorzug, daß auch die für den Welthandel wichtigen exotischen Gewächse, wie Cocos-, Sago-, Dattelpalme, Ingwer, Kar­damom, Vanille u. s. w. ihren gebührenden Platz in Wort und Bild finden. Namentlich seitdem Deutschland selbst Colonien erworben bat, deren Hauptreichthum stellenweise in solchen Producten besteht, ist das Interesse an demselben noch lebhafter geworden. Schule und Familie haben jetzt das entschiedene Bedürfnitz, eine Anschauung von diesen längst verwendeten Erzeugnissen tropischer Breiten zu gewinnen. Ebenso ist die Sorgfalt hervorzuheben, welcke auf einer ganzen Reihe von prächtigen Großfoliotafeln in diesen ersten Heften neben anderen Kryptogamen den Pilzen gewidmet wird. Welcher Natur-, fpeclelX Pflanzenfreund hat nicht schon den Wunsch empfunden, eine geordnete Folge von so naturgetreuen, colorirten Abbildungen dieser schwierigen, gefährlichen und doch so schätzbaren und hochinteressanten Vegetadilien zu besitzen, welche größtentheils gar nicht oder doch nur höchst mangel­haft in Herbarien zu conserviren sind. Der außerdem mit zahlreichen Holzschnitten veranschaulichte Text bringt in sorgfältig geordneter Uebersicht das physiologische und biologische Material und darauf die concis und practtsch gehaltene Determination. Ueberall sind den lateinischen die gangbarsten deutschen Namen hinzugefügt. Mit

großem Interesse sehen wir dem weiteren Erscheinen dteses nützlichem und schönen Werkes entgegen, in welchem das Wissenschaftliche mit dem Practischen so geschickt vereinigt wird, daß es mit gleichem Nutzen von dem botanischen Fachgelehrten und vom bloßen Liebhaber gebraucht, wie auch dem Schüler in die Hand gegeben iderben kann. Wo die übrigens im Verhältniß zu dem Gebotenen geringen Mittel zur Verfügung stehen, bietet sich hier ein ausgezeichnet dienliches Geschenk für solche Kinder dar, welche entweder schon Neigung für dieses anmuthende und edle Studium besitzen oder in welchen man solche zu erwecken wünscht. Für Lehrer, Studirmde, Pharrnaceuten, Landwirthe, Forstleute und alle irgendwie an der Natur Jnteressirten gibt es kein besseres und förderndes Hilfsmittel.

Meys Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen sind aus starkem, pergamentähnlichen Papier gefertigt und mit einem leinenähnlichen Webstoff überzogen, was sie der Leinenwäsche im Aussehen täuschend ähnlich macht. Jeder Kragen kann bis zu einer Woche getragen werden, wird aber, wenn un­brauchbar geworden, einfach weggeworfen und trägt man daher immer nur neue Kragen rc.

Meys Stoffkragen übertreffen aber die Leinenkragen durch ihre Geschmeidigkeit, mit welcher sie sich, ohne den Hals zu drücken, um denselben legen und daher nie das unangenehme, lästige Kratzen und Reiben von zu viel oder zu wenig oder zu hart ge­bügelten Leinenkragen herbeiführen. Ein weiterer Vorzug von Meys Stoffkragen ist deren leichtes Gewicht, was ein angenehmes Gefühl beim Tragen erzeugt. Die Knopflöcher sind so stark, daß deren Haltbarkeit bei richtiger Auswahl der Halsweite ganz außer Zweifel ist. , ,

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Weniger als ein Dutzend von einer Form und Weite wird nicht abgegeben.

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Für die durch Hagelschlag Beschädigten in Königsberg gingen ferner ein: Von G. W. 3 X, N. N. 3 X, A. S. 2 X, F. Weiß 1 X, Heyligenstaedt 10 X, Wilson 10 X, Jost 1X, L.jF. 1 X, M. Hornberger 5 X Zusammen 36 X Jnsgesammt 62 X Weitere Gaben nimmt gern entgegen

Die Expedition desGießener Anzeiger".

Auszug aus -en Stanöesaintsregistern der Stadt Gietzeir.

Aufgebote.

August: 4. Conrad Jacob Koch, Hausbursche dahier, mit Pauline Sahm Hierselbst. 6. Dr. Philipp Franz Kübel, Jnstituts- vorsteher dahier, mit Carolina Theresia Pecoroni zu Neckarsulm.

Eheschließungen.

August: 6. Heinrich Carl Semmler, Kaufmann dahier, mit Theodore Luise Katharine Gimbel dahier. 8. Eduard Obermüller von Paierdstig, Brauer dahier, mit Maria Mohr von Annerod.

Geborene.

Juli: 27. Dem Steuer-Commissariats-Gehilfen Carl Möbus eine Tochter, Amalie. 28. Dem Gärtner Johann Aloys Odenwaller ein Sohn, Wilhelm Friedrich. 28. Dem Fuhrmann Kaspar Schott ein Sohn, Friedrich. 30. Dem Metzger Johann Jacob Matthias Gustav Adolf Koch ein Sohn, Karl Wilhelm. August: 1. Dem Buchhalter Jacob Zeyen eine Tockler, Anna Margaretha. 2. Dem Schlosser Aloen Schnabel ein Sohn, Karl Albert.

Gestorbene.

Auguste: 1. Wilhelm Dern, 6 Jahre alt, Sohn von Zlegelei- b.sitzer Johannes Dern III. dahier. 2 Wilhelmine Schmidtborn, geb. Keil, 67 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Gustav Schmidtborn Dabier. 4. Heinrich Groß, 20 Jahre all, Sattler und Polsterer dahier. 4. Katharine Gregorius, 9 Monate alt, Tochter von Oeconom Philipp Gregorius babier. 6. Wilhelmine Löber, geb. Koch, 80 Jahre alt, Wittwe von Spenglermeister Daniel Löder dahier.

Auszug aus den Tttrchenbücherm der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

Den 6. August. Heinrich Karl Semmler, Kaufmann in Gießen, und Theodore Luise Katharine Gimbel, Tochter des verstorbenen Bahnmeisters i. P. Karl Ludwig Gimbel in Gießen.

Getaufte.

Den 2. August. Dem Wirth Karl Klingenberg eine Tochter, Amalie Johanna Margarethe, geboren den 2. Juli.

Den 3. August. Dem Schuhmacher Heinrich Lepper eine Tochter, Emilie Marie Helene, geboren den 29. Juni.

Denselben. Dem Straßenkehrer Emmerich Schäfer eine Tochter, Anna Maria, geboren den 12. Januar.

Den 4. August. Dem Lokomotivführer Johannes Seth eine Tochter, Mathilde Auguste, geboren den 6. Juni.

Den 7. August. Dem Bahnhofsrestaurateur Jean Kirch eine Tochter, Mimt Julie Erna, geboren den 15. Mai.

Beerdigte.

Den 3. August. Wilhelmine Schmidtborn, geb. Keil, Ehefrau des Kaufmanns Gustav Schmidtborn, alt 67 Jahre, gestorben den 2. August.

Temperatur der Lahn und der Lust am 9. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17, Lust 18 Gr.

Rübsameu.