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M. H. B.) ne eigenartige Erfindung ist nBrög geglückt. Dieselbe nannten Motorwagens, suchen und Verbesserungm ^gehabten Probefahrten als steht aus einem dreirädrigen in welchem süns Personen dient ein kleiner Petroleum- \x Fahrt anbelangt, so legte obesahrt von Marburg nach .eg in 5/4 Stunden zurück, mr auf 50 Pfg. Petroleum es Wagens beliefen fich aus icht auf den billigen Betrieb i der heutigen öffentlichen des Cafes sür die inter- llung wurden geboten: k. 1200, von den Herren . aus die nördliche Bier- ,'s zu München md-PsuiigstadtMtM0h ichenbier nont bürgerlichen ir die Bierhalle «n ®W hip Lieferung von hiesigem LAalsS-i«^ Kedingnißh-st i«* ttn, bit gwt« t' -iner bayenschen Bier-
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dem über unseren Ort herziehenden Gewitter überrascht und wollten dieserhalb Schutz in einer im Hoffmann'schen Park aus der Sandwoogbrücke stehenden Hütte suchen. Kaum waren dieselben durch den den Park umziehenden Drahtzaun hin- Lurchgekrochen, als sie von einem Hirsch angegriffen wurden. Während zwei das Weite suchten und auch fanden, wurde der dritte von dem Hirsch so jämmerlich zugerichteck, baß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Schwerverletzte heißt August Klauderg und stammt ans Sagan.
*△ Schweinfurt, 6. October. Bei dem großen Rückerts eft, das hier anläßlich der Enthüllung des Rückert- Denkmals stattfindet, wird eine literarisch höchst interessante Sammlung die Festbesucher erfreuen. Es ist dies eine Zusammenstellung von 21 Originalbriesen und -Handschriften der ersten deutschen Schriftsteller aus dem Jahre 1878, welche sämmtlich sich in wärmster Weise über die Bedeutung Rückerts äußern. Nur Namen ersten Ranges, wie Emanuel Geibel, Berthold Auerbach, Scheffel, Freytag^, Dahn, Dingelstedt, Brachvogel, Heyse, Lingg, Gerok re. sind vertreten. Die Mappe, in der die Briese aufbewahrt sind, ist ein Festgeschenk aus der Stadt Mainz- Titelblatt und Zubehör ist ebenfalls Mainzer Arbeit, sie sind in der Buchdruckerei von Friedrich Oelhafen dortselbst gefertigt worden. Gewiß wird beim Feste die den Dichter Rückert so hochehrende Briefsammlung, die mit den anderen Nückertaudenken während der Festtage im städtischen Museum zu sehen sein wird, einen Hauptanziehungspunkt für die Festgäste bilden.
UntoerfUäb - N^rchpichteu.
— Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Darmstadt: An unserer technischen Hochschule sind folgende Personal Veränderungen erfolgt: Professor, R. R. Werner ist in den Ruhestand getreten; an seine Stelle wurde Professor Richard Stribeck, bisher an der Baugewerkschule zu Stuttgart, als ordentlicher Professor der Maschinenbaukunde berufen. Privatdocent Dr. Otto Warschauer aus Leipzig wurde zum außerordentlichen Professor der Staatswissenschaften ernannt und in dieser Eigenschaft an die Technische Hochschule zu Darmstadt berufen.
— Aus Heidelberg wird der „Franks. Ztg." vom 1. d. M. geschrieben: Mit dem heutigen Tage ist die schon länger geplante Trennung der philosophischen Facultät in zwei Abheilungen in Kraft getreten. Es wird also künftig, wie an mehreren anderen Universitäten, eine philologisch-histortsch-staatswissenschastlich-philosophische Abtheilung und eine mathematisch-naturwissenschaftliche Abtheilung der philosophischen Facultät geben.
— Aus Straßburg wird berichtet: Der badische Hofrath Professor Fürftner von Heidelberg ist nunmehr an Stelle des nach Berlin übersiedelnden Professors Jolly zum ordentlichen Professor in der medicinischen Facultät der Straßburger Universität und zum Director der psychiatrischen Klinik daselbst ernannt worden.
Gerichtliche Entscheidungen.
— Strafbarkeit ««vereidigter, falscher ArrSfagen vor Gericht. Ein für das große Publikum wichtiges Erkenntntß hat das Reichsgericht erlassen. Dasselbe hat entschieden, daß bereits in dem erfolglosen Unternehmen der Verleitung eines Anderen zu unwahren, uneidlichen Aussagen im Ermittelungsverfahren, um einen Verbrecher der Bestrafung zu entziehen, der Thatbeftand der Begünstigung im Sinne des $ 257 des Strafgesetzbuches zu finden ist. Diese Entscheidung ist insofern von großer Bedeutung, als in dem Publikum leider vielfach die Meinung verbreitet ist, daß man nur vor Gericht unter dem Eide die Wahrheit zu sagen brauche, daß aber gestattet sei, auf der Polizei seine Wissenschaft zu verschweigen und so die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Bekannte oder Personen, welche man durch eine wahrheitsgemäße Aussage aus sonstigen Gründen nicht „unglücklich" machen möchte, thatsächlich zu Hintertreiben. Diese Anschauung findet ihre vollkommene Widerlegung in obiger Entscheidung und ist damit festgeftellt, daß auch die nicht eidliche, falsche Aussage vor Polizeibehörden, wenn sie in der Absicht geschieht, einen Schuldigen der Strafverfolgung zu entziehen, unbedingt strafbar ist.
titeratur und ICnnft
— Unter der großen Zahl giftiger Substanzen animalischer, vegetabilischer und mineralischer Herkunft, die alle ihrer großen Gefährlichkeit wegen von dem Apotheker unter strengem, nur ihm allein zugänglichen Verschluß gehalten werden müssen, sind manche darunter, die die heilsamsten und die verderblichsten Eigenschaften in sich vereinigen. Heber die bemerkenswerthesten derselben handelt ein „Gifte und Gegengifte" überschriebener Artikel von Paul Schwanfelder, der hn 2. Hefte des neuen, 39. Jahrgangs der allgemein bekannten und beliebten ^Jllustrirte« ®cU* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redigtrt von Wilhelm Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) erschienen ist. In eingehender, allgemein verständlicher Art
und Weise bespricht der Verfasser eine Anzahl der befannteflen giftigen Substanzen, zuerst die, welche auch als Heilmittel verwendet werden können, und bann die absolut tödtlichen, und weiß dabei seinem Stoffe eine unterhaltende und zugleich belehrende Form zu geben. Er beginnt mit dem allgemein bekannten und so viel gebrauchten Chloroform, das die heilsamsten und verderblichsten Eigenschaften in sich vereinigt und doch vom Laien gewöhnlich gar nicht als Gift angesehen wird. Dann folgt der Alkohol, der Tabak, Opium oder Morphium, das Kohlenoxyd, die Blausäure u. s. w., bis den Schluß das Tikuna, das Pfeilgift der Indianer, bildet, das angeblich aus mehr als dreißig verschiedenen Kräutern bereitet wird. Es wird Jedem von Nutzen fein, wenn er den betreffenden Artikel aufmerksam lieft. Dergleichen leichtfaßliche und doch gründliche gemein- nütze Aufsätze bringt das schöne Heft neben dem rein Unterhaltenden noch eine ganze Reche und verbindet so in schönster Weise das Angenehme mit dem Nützlichen.
— Die ,M«fttalifche Jirgerrdpoft" hat sich nach dem Urtheil der maßgebenden Krtttk als eine Zeitschrift erwiesen, die das Interesse aller Eltern verdient, die für Weckung und Förderung des musikalischen Sinnes bei Kindern im Aller von 7—14 Jahren eine wirksame Stütze brauchen. Der uns vorliegende dritte Quartalband (Preis 1 Mk.) enthält 14 ausgewählte Clavierstücke für zwei und vier Hände und Lieder, für Geschmack und Hände der Jugend berechnet, sowie 18 allerliebste Erzählungen, Humoresken und Märchen, meist mit musikalischem Hintergrund und zum Theil künstlerisch illustrirt. Daß im Programm eine Reihe werthvoller, belehrender Aufsätze, Gedichte, Spiele, Theaterstücke nicht fehlen, versteht sich bei der bekannten Vielseitigkeit des Blattes von selbst. Im Hinblick aus das demnächst beginnende 4. Quartal theilen wir mit, daß die Verlags- Handlung (Carl Grüninger in Stuttgart) an jede ihr aufgegebene Adresse eine Probenummer gratis und franco versendet.
— Meisterwerke der christlichen Kunst. Erste Sammlung. Ein Großfolioheft mit 21 Holzschnitttafeln auf Kupferdruckpapier. Vierte Auflage. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Preis 2 Mk.
Dies herrliche Werk, dem die Verlagshandlung im Frühjahr d. I. eine „Zweite Sammlung" folgen ließ, enthält ganz ausgezeichnete Holzschnitte aus dem Gebiete der christlichen Malerei, deren Originale sich zumeist in der Dresdener Galerie befinden. Da ist die „Madonna della Sedia" von Rafael, Correggios „Heilige Nacht", „Die Anbetung der heiligen drei Könige" von Rubens, Rembrandts „Hundertguldenblatt" und Lionardo da Vincis „Abendmahl", „Mariä Himmelfahrt" von Murillo, die „büßende Magdalene" von Batoni u. s. w. Die Holzschnitte wetteifern an Schönheit und Klarheit mit einander, und es ist in der Thal ein Museum christlicher Kunst im Kleinen, welches sich derjenige erwirbt, welcher sich diese Sammlung anschafft. Dabei ist der Preis so äußerst billig, daß man kaum begreift, wie es möglich war, dieselbe dafür herzustellen. Elegante Mappen^ in Carton und Leinwand zu 1 und 3 Mk. vervollständigen und erhöhen ihren künstlerischen Werth. Wir irren wohl nicht, wenn wir diese köstliche Weihnachtsgabe bereits im Geiste unter zahllosen Chrtstbäumen liegen sehen. Jn der That, ein passenderes, lieblicheres, schöneres und für Jeden geeigneteres Geschenk dürfte es in diesem Jahre kaum geben.
— JllustrirteS Gartenbarr-Lexikon, herausgegeben von Th. Rümpler, Generalsecretär des Gartenbauvereins in Erfurt. Zweite, neubearbeitete Auflage. Mit 1205 Textabbildungen. Ein starker Band in groß Lexikon-Octav. Berlin 1890. Verlag von Paul Parey. Preis 20 Mk. Gebunden 23 Mk.
Die Zahl guter gärtnerischer Special- und Sammelwerke ist keine kleine; aber trotz aller und neben allen diesen Büchern muß ein „Jllustrirtes Gartenbau-Lexikon" jedem Gärtner und Garten- liebhaber, jedem Gärtner-Gehilfen und Lehrling, jeder gärtnerischen Vereinsbibliothek unb jedem fachlichen Institut eine außergewöhnlich willkommene Erscheinung sein. In zahllosen Fällen erfordert die Beantwortung von Fragen, wie sie sich täglich im gärtnerischen Betriebe aufwerfen, das Suchen und Nachlesen in den verschiedensten Werken; das Gartenbau-Lexikon gibt eine augenblickliche, klare und bündige Antwort, und wo das Wort allein nicht genügt, antwortet zugleich eine Abbildung. Mag es sich darum handeln, irgend eine gärtnerische Verrichtung ober ein Fremdwort erklärt, eine Blumen-, Obst- ober Gemüse-Sorte, ein Geräth beschrieben, bte Biographie eines oerbienten Gärtners, bte Specialität einer größeren Hanbels- gärtnerei rc. ermittelt zu sehen, bas Jllustrtrte Gartenbau-Lexikon — aufgeschlagen an ber betreffenden Stelle bes Alphabets — gibt sofortige Auskunft!
Mit bteser Ankünbigung trat bas Jllustrtrte Gartenbau-Lexikon zuerst vor bte gärtnerische Welt, unb ber ungeheure Beifall, welchen es gefunben, barf als Beweis dafür gelten, baß es im Wesentlichen bas gehalten hat, was Mitarbeiter, Herausgeber unb Verleger erstrebt unb versprochen haben, mußte ihnen aber such ein Sporn sein, jetzt bei ber zweiten Auflage, soweit es in ihren Kräften stanb, alle bie Mängel zu beseitigen, welche sie selbst sowohl, wie Freunde bes Gartenbaues unb bes Werkes darin erkannt haben. Die auf dem Titel genannten Fachmänner haben sich vereinigt, um jeden einzelnen Artikel des Lexikons an ber Hanb ber neuen Resultate von Wissenschaft unb Praxis zu prüfen, neue Artikel einzuschalten, bie blumifttschen unb anberen Neueinführungen ber letzten Jahre, soweit sie sich bewährt, zu berücksichtigen, kurzum eine wirklich in allen Theilen vermehrte unb verbesserte Neubearbeitung dieses unentbehrlichen, bewährten Hausbuches ber Gärtner unb Gartenliebhaber zu schaffen.
Verkehr, Cond» und PotTiuHribfcbaft.
Frankfurt, 8. October. Obstpreife. Die verschiedenen Obstsorten haben im Verkauf in größerer Menge folgende Preise: Zwetschen Mk. 9—12, Pfirsiche Mk. 20-30, Trauben Mk- 25, italienische Mk. 35—40, Kochäpfel Mk. 6-10, Borsdorfer (ital.) Mk. 35, Graureinette Mk. 14—15, Goldreinette Mk. 16, Kochbirnen Mk. 10, Mollebouche Mk. 18—20 pro Centner.
— Aufbewahrung von Weißkohl» Man schlage die Kohlköpfe in trockenem Lande eng aneinander derart ein, daß die Wurzeln nach oben gerichtet sind unb aus der Erbe hervorragen. Bei starker Kälte beckt man sie mit Stroh, Laub rc. zu, welches jeboch bet Eintritt milberer Witterung jebesmal zu entfernen ist.
— Blumen für de« Winter. Eine ber bantbarften Pflanzen, bte währenb bes Winters ihre Düfte spendet, ist bte Reseda. Jedoch nicht nur ihres schönen Duftes wegen empfiehlt sie sich alsZimmer- blume, sondern auch als Schmuck kann sie sich namentlich zwischen anderen Pflanzen sehen lassen. Man säe im October Samen in einige Topfe unb stelle sie an ein sonniges Fenster, weiterer Pflege als ein regelmäßiges Begießen bebarf bie Reseda nicht. Wo man im Garten Resedapflanzen hat, da kann man auch diese in Töpfe setzen, denn auch sie werden bie Arbeit burch viele Blüthen lohnen. Selbst zu kleinen hochstämmigen Bäumchen lassen sich einzelne Reseba- pflanzen heranziehen, zumal wenn man bie Pflege auf mehr als einen Winter ausbehnt._________________________________________________
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Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten.
Sehistrnachriehten.
Bremen, 7. October. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Äoyd in Bremen, welcher am 27. September von Bremen und am 28. September von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in Gießen.
40. Woche. Vom 28. September dis 4. SDctober 1890.
Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 17,8 °/oo.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1.Lebensjahr: 2.—15.Jahr:
Lungenschwindsucht 3 (2) 3 (2) — —
Bauchfellentzündung 1 (1) 1 (1) — —
Schlagflußd. Gehirns 1 (1) 1 (1) — —
Krebs 1 (1) 1 (1) - -
Unbekannter Ursache 1 1 — —
Summa: 7 (5) 7 (5) — —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in ber betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen
Berzeichniß der Mittelpreife der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat September 1890.
Je 50 Kilogramm kosten:
Weizen.....
9
§
82
Kartoffeln. . .
JL
2
§
86
Hafergrütze. . .
19
4
Korn (Roggen).
8
50
Erbsen.....
13
50
Gerstengrütze .
18
—
Gerste......
8
50
Bohnen ....
14
—
Zwiebeln....
5
75
Hafer......
7
75
Linsen.....
18
75
Braunkohlen. .
70
Heu.......
Stroh......
2
2
65
25
Reis......
Graupen, ord-
19
18
50
Steinkohlen . .
1
10
Je V2 Kilogramm kostet:
Butter. . . . Ochsenfleisch. Kuh- unb Rindfleisch. - . .
Kalbfleisch . .
Hammelfleisch Schweinefleisch
JL
—
99
72
Weißmehl. . .
Roggenmehl. .
_
21
17
Schweineschmalz
_
Roggenbrot). .
26
Bier.... 1 hl
21
—
—
62
Kaffee, gebt., in
Branntwein 1 hl
53
—
—
62
Bohnen. . .
1
80
Milch ... 1 1
16
——
6i
Salz......
_
10
Petroleum 11
20
—
76
Speck, geräuch.
—
96
Eier . 10 Stück
—
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