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- Aus Heidelber Mieben: Mit dem he Trennung der phllosophisl getreten. Es wird also Dtrftlilen, eine philologisch Wellung und eine mal her philosophischen Facul^

- Aus Straßbu Professor Fürstner von Berlin übersiedelnden Prc her medicinischen FacM Director der psychiatrisch

ein gemeinsamer, wie der anderen Minister und des Bot­schafters Szechenyi nickt im Programm vorgesehen.

Radmer, 7. October. Bei der heutigen Jagd am Gerstenberg erlegten der Kaiser von Oesterreich einen Hirsch, Kaiser Wilhelm fünf Hirsche, der König von Sachsen einen Hirsch und drei Thiere. Die Rückkehr von der Jagd erfolgte um 2 Uhr Nachmittags. Die Witterung ist günstig. Morgen findet Jagd am Schreibach statt.

Paris, 7. October. In der gestrigen Sitzung des obersten Gesundheitsraths wurde offiziell mitgetheilt, daß in Lusscl und Herault zwei aus Spanien eingeschleppte cholera­artige Fälle vorgekommen, jedoch vereinzelt geblieben sind.

Den Blättern zufolge beschäftigte sich der höhere Kricgsrath gestern mit mehreren Projecten betreffs der Abänderung des Vertheidigungs - Systems an der Südost­grenze.

Paris, 7. October. Das von der Commune zerstörte Palais des Rechnungshofes wird aus Antrag des Arbeitsministers um den Mindestbetrag von 4 300 000 Frs. verkauft.

Anläßlich der Ueberschwemmungen im Süden beabsichtigt der Minister der öffentlichen Arbeiten längs der Wildbäche ein telegraphisches Warnungssystem ein­zurichten.

St. Etienne, 7. October. Die Bergarbeiter von Fir- miny und Roche la Moliere beschlvffen einen Gesammt- strike- derselbe beginnt morgen.

London, 7. October. Eine Depesche aus Glasgow meldet, daß der Strike der Hochofenarbeiter fort­dauert und noch keine Aussicht auf Beilegung desselben vor­handen ist. Die Eisenhändler beginnen ihre Waaren zu ver­kaufen, um die gegenwärtige Lage auszunutzen, wodurch eine Preisreduction herbeigeführt wird. 6000 Bergarbeiter in Fifeshire beschlossen zu striken, wenn die geforderte Lohnerhöhung von 15pCt. nicht bewilligt werde.

Bellinzona, 7. October. Gestern Nachmittag fand in Luigano eine große Kundgebung der Liberalen statt. Sie zogen unter Glockengeläute und Kanonendonner nach dem Riformaplatze, wo sie einen Freiheitsbaum errichteten und Reden hielten. Musik und Gesänge schlossen die durchaus --friedlich verlaufene Feier.

Der Bundescommissar Künzli reist Nachmittags mach Bern, um neuerdings mit dem Bundesrath über die Lage zu conferiren.

Newyork, 7. October. Der Mormonen-Congreß in Saltlake-City beschloß die Abschaffung der Polygamie ge­mäß der Proklamation des Präsidenten Woodruff vom 24. September. In Folge dieses Beschlusses dürften 42 wegen Polygamie eingesperrte Mormonen sreigelassen werden, wofern sie versprechen, sich den Gesetzen der Union zu unter­werfen.

Newyork, 7. October. Die deutschen Bürger der Unionsstaaten feierten gestern in verschiedenen Städten den zweihundertsten Jahrestag der Landung der ersten deutschen Einwanderer.

Melbourne, 7. October. (Meldung des Bureau Reuter.) Infolge des Aus st an des der Bergarbeiter erschöpften die hiesigen Hüttenwerke ihren Kohlenvorrath. Viele Hüttenarbeiter sind bereits entlassen. Ein allgemeinrr Betriebs still­st and ist zu gewärtigen.

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Gießen, 8. October.

Herr Professor Dr. Emil Schürer wurde zum ordent­lichen Professor in der theologischen Facultät der Universität Kiel ernannt.

Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Es ist im In­teresse aller derjenigen Personen gelegen, welchen auf Grund des demnächst in Kraft tretenden Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 vom Eintritte der Erwerbsunfähigkeit oder von Er­reichung des 70. Lebensjahres ab der Anspruch aus eine Rente zusteht, sich schon jetzt die hierfür erforderlichen Nachweise zu verschaffen. Nach Maßgabe des Reichsgesetzes über die Jnvaliditäts- und Altersversicherung sind von männ­lichen und weiblichen über 16 Jahre alten Personen ver­sicherungspflichtig : a) alle unselbstständigen Arbeiter, Gehilfen, Lehrlinge, ohne Rücksicht aus die Höhe ihres Lohnes, ferner Betriebsbeamte, sofern ihr Jahresarbeitsverdienst 2000 Mk. nicht übersteigt,- b) Dienstboten,- c) Handlungsgehilfen und Handlungslehrlinge (ausschließlich der in Apotheken beschäf­tigten Gehilfen und Lehrlinge), deren Jahresarbeitsverdienst 2000 Mk. nicht übersteigt; d) Personen der Schiffsbesatzung deutscher Seesahrzeuge und von Fahrzeugen der Binnen­schifffahrt. Als Lohn nnd Gehalt gelten auch Tantiemen und Naturalbezüge- bloße Gewährung freien Unterhalts da­gegen macht nicht versicherungspflichtig. Die vorgedachten Nachweise erstrecken sich auf die amtliche Feststellung, wie lange die betheiligten Personen seit dem 1. Januar 1886 in einem versicherungspflichtigen Arbeits- oder Dienstverhältniß gestanden. Die Bescheinigungen der bestandenen Arbeits­oder Dienstverhältnisse erfolgen entweder a) durch directe Bescheinigungen der Arbeitgeber, welche zur Ausstellung solcher verpflichtet sind, deren Unterschrift aber amtlich beglaubigt werden muß, oder b) auf Grund der an amtlicher Stelle vorgelegten Arbeits- oder Beschästigungszeugniffe. Es sei deßhalb hiermit allen Arbeitgebern nahegelegt, die bei ihnen beschäftigten versicherungspflichtigen Personen daraus aufmerk­sam zu machen, wie wichtig die Beschaffung eines Beschäs- ligungsnachweises bis zum Jahre 1886 zurück ist, und wie nothwendig es erscheint, insbesondere beim Wechsel des Arbeits- oder Dienstverhältnisses unverzüglich eine Arbeits­bescheinigung auszustellen.

Theater. Donnerstag den 9. October kommt im Neuen Theater das berühmte Concurrenz-Preis-LustspielDie Tochter Belials" von Rudolf Kneisel zur Aufführung. Die Besetzung ist eine gute und machen wir noch besonders

darauf aufmerksam, daß Herr Director Reiners auch wieder einmal beschäftigt ist.

Einem Reisenden, welcher zu sehr vertrauensselig gewesen zu sein scheint, wurde gestern Hierselbst von einem fremden Gauner das Portemonnaie mit ca. 300 Mk. Inhalt aus der Hosentasche gestohlen. Es gelang, den Dieb heute Nacht am Bahnhof dingfest zu machen und in sicheren Ver­wahr zu nehmen.

Einem Recruten, welcher vorgestern Nacht aus feiner Reise nach Berlin sich am hiesigen Bahnhof im Wartesaal einige Zeit aufhielt, wurde das Portemonnaie aus der Tasche gezogen. Ein der That dringend verdächtiger Manu wurde verhaftet und in das Provinzial-Arresthaus abgeliefert.

Friedberg, 5. October. sObstausstellung.'j Nach­stehende Ehren-Urkunden wurden Seitens der Preisrichter erkannt: I. Für Wirthschastsobst resp. au Hochstämmen ge­zogene Früchte erhielten Ehren-Urkunden I. Klasse: Nr. 22 Fürstliche Obstbaumschule Lich,- Nr. 69 PH. Wehrheim XI., Rodheim v. d. H.; Nr. 87 Lehrer Metzler, Nieder-Erlen- bach; Nr. 98 Gemeinde Kloppenheim; Nr. 102 Gemeinde Ostheim- Nr. 114 Gemeinde Oppershofen. Ehren-Urkunden II. Klasse: Nr. 70 M. Hofmann, Nieder-Mörlen- Nr. 72 I. Hensel, Rodheim v. d. H.- Nr. 88 Gemeinde Okarben- Nr. 99 Gemeinde Ober-Wöllstadt- Nr. 113 Gemeinde Gam- bach - Nr. 124 H. Forbach, Butzbach- Nr. 138 Bürgermeister- Jäger, Münzenberg- Nr. 142 Hosgut Wickstadt- Nr. 146 A. Breidenbach, Dorheim. Ehren-Urkunden III. Klasse: Nr. 3 W. H. Bechtold, Nieder-Wöllstadt- Nr. 18 H. Ziegler, Griedel - Nr. 57 W. Kreutz, Nieder - Erlenbach- Nr. 71 H. Reitschmidt, Eberstadt - Nr. 121 H. Keppler, Butzbach- Nr. 129 Obstbauverein Langsdorf- Nr. 145 I. Huber, Nieder-Weifel. Lobende Erwähnung erhielten: Nr. 2 H. Fa­tum, Lindenstruth - Nr. 12 H. I. Hahn, Dorheimer Berg­werk- Nr. 15 Lehrer Jeckel, Ockstadt- Nr. 90 Bürgermeister Beith, Ilbenstadt- Nr. 115 Pfarrgarten Oppershofen - Nr. 123 A. Düringer, Butzbach- Nr. 135 M. Jung, Ock­stadt - Nr. 139 Konr. Schmidt, Fauerbach v. d. H.- Nr. 141 Schimpf, Nieder-Weisel - Nr. 144 Haub VIII., Nieder-Weifel - Nr. 149 A. Damm, Friedberg- Nr. 161 A. Kalbfleisch, Butzbach. II. Für Tafelobst resp. an Zwergstämmen ge­zogene Früchte erhielten Ehren-Urkunden I. Klasse: Nr. 10 Gemeinde Groß - Karben - Nr. 17 Freiherr von Rabenau, Großen-Buseck- Nr. 25 Gebr. Siesmayer, Vilbel- Nr. 28 bis 47 Obstbauverein Bad-Nauheim- Nr. 63 Pomologischer Garten Friedberg- Nr. 67 Gräfliche Hofgärtnerei Assenheim- Nr. 68 W. Graulich, Friedberg- Nr. 104 Jnspector Gabriel, Gießen. Ehren-Urkunden II. Klaffe: Nr. 9 Freiherrlich v. Leonhardi'sche Gärtnerei Groß-Karben - Nr. 23 Reallehrer Lang, Friedberg - Nr. 60 Gemeinde Södel - Nr. 77 H. Dickert, Nieder-Eschbach - Nr. 95 Gräflich von Oriola'sche Gärtnerei Büdesheim- Nr. 152 W. Lamp, Vilbel - Nr. 160 Bürger­meister Feldmann, Lauter. Ehren-Urkunden III. Klasse: Nr. 66 Schlenke, Hardthof bei Gießen- Nr. 84 Th. Breiden­bach, Bad-Nauheim- Nr. 97 Dr. Gebb, Friedberg - Nr. 156 K. Martin, Vilbel. Lobende Erwähnungen erhielten: Nr. 24 H. Geibel jun., Klein-Karben - Nr. 58 M. Scheibe!, Fried­berg- Nr. 126 Gemeinde Hausen. Für Obstbäume erhielten Diplome I. Klasse: 1) Für Formbäume: Gebr. Siesmayer, Vilbel - Ernst Lüttich, Oberursel - 2) für Hochstämme: Goos & Könemann, Nieder-Wallus (in Anbetracht dieser ganz her­vorragenden Leistung bedauern die Preisrichter, keinen höheren Preis zur Verfügung zu haben)- Ernst Lüttich, Oberursel. Diplome II. Klasse: 1) Für Formbäume: Goos & Köne­mann, Nieder-Wallus - 2) für Hochstämme: Gebr. Siesmayer, Vilbel. Diplome III. Klasse: Walter & Lehmann, Stein­furth, für Hochstämme - Reinermer in Cronberg für Hoch­stämme. Geräthe: Diplom II. Klasse: Wagner Wirth in Langsdorf für eine fahrbare Baumleiter. Diplome I. Klasse: Val. Waas, Geisenheim, für Dörren zum Kleinbetrieb - Phil. Maysarth & Co., Frankfurt a. M., für Dörren zum Groß­betrieb. Obstproducte: W. Geh, Vilbel, für Obst- und Beeren­weine- E. Engel, Friedberg, für Apfelwein- Pomologischer Garten Friedberg, für Beerenweine. Haustrunk: Wirth Baß­mann, Okarben, für Apselhesenbranntwein - W. Hensel, Okar­ben, für Johannisbeerwein.

E. Eichenrod, 2. October. Unser Bürgermeiser Jo h. Hansel beging heute sein 25jähriges Dienstjubiläum. Das ihm aus diesem Anlaß von Sr. Königl. Hoheit dem Groß­herzog verliehene Ehrenzeichen wurde dem Jubilar von Herrn Kreisrath Dr. Wolf von Lauterbach überreicht. Das Dors war festlich geschmückt. Namens der Gemeinde wurde dem Jubilar ein Sessel und eine Remontoiruhr durch Herrn Bei­geordneten Weber überreicht.

X X Stockheim, 7. October. Seit acht Tagen ist die hiesige Zuckerfabrik in Thätigkeit. Die Rüben haben seit Beginn des trocknen, warmen Wetters mindestens 2 Procent an Zucker gewonnen. Die große Trockenheit beeinträchtigt das Ernten etwas, weil die Rüben sehr fest in dem harten Erdreiche stecken und leicht abbrechen. Der Durchschnitts­zuckergehalt ist etwa 14 bis 15 Procent, im vorigen Jahre 17 bis 18 Procent. Doch sind auch Rüben vorhanden, welche 18 bis 19 Procent Zucker haben. Man hatte verbreitet, die Rüben hätten 20 bis 22 Procent, was aber Erfindung ist. Der niedrige Wasserstand ist der Verarbeitung hinderlich. Da die Maul- und Klauenseuche hier herrscht und Gemarkungs­sperre angeordnet ist, so können die Kühbauern mit ihren Fuhrwerken nicht zu Stockheim herein.: Im Obstgeschäste geht es immer noch sehr lebhast zu. Es wird ununterbrochen aus den Güterexpeditionen verladen und versandt und die Wagen sind kaum alle aufzutreiben.

Verrutschtes.

Darmstadt, 7. October. sSchwurgericht.j Sitzung vom 6. October. Als der 20 Jahre alte Leonhard Orth von Höchst hörte, daß am 20. Juli d. I. imLamm" Tanz­musik sein solle, nahm er ein langes feststehendes Messer,

welches einem mit ihm im Steinbruch beschäftigten Arbeiter- gehörte, an sich. Er schärfte es aus beiden Seiten, schliff es spitz zu und machte kein Hehl daraus, daß er es mit §ur Musik nehmen wolle. Seiner Mutter, die ihn warnte, sagte er:Wer mir quer kommt, dem steche ich das Herz ab!" Bei der Musik war er denn auch gehörig zu finden, mit Burschen hatte er aber Unglück, denn diese warfen ihn, als er Streit anfing, einfach hinaus. Deshalb suchte er seine Rohheiten an Mädchen auszulassen. Gleich bei der Christine Wenzel von Hetschbach, die er herum riß, kam er jedoch übel an, diese ließ ihn gehörig ablaufen. Das Mädchen brach alsbald mit seiner Freundin, der Anna Maria Hofferberth, aus, um wieder nach Hause zu gehen. Als sie vor das Haus- traten, war Orth, den man trotz der Dunkelheit an seinen weißen Hosen kannte, auch wieder da und rupfte nebst An­deren die Mädchen herum. Die Hofferberth riß sich los und lief davon, hinter ihr her Orth, der sie mit der Wenzel ver­wechselte und im Lausen ihr fünf Stiche, den letzten mitteit durch's Herz, beibrachte. An einer dunklen, einsamen Stelle- brach das Mädchen lautlos todt zusammen. Beim Zurück­gehen begegnete dem Mordbuben ein anderes Mädchen, wel­ches er für die Wenzel hielt und es sofort in die Stirne stach. Es war aber seine Geliebte Katharine Bohländerv Diese beruhigte er leicht, setzte sich später mit ihr auf einen Baumstamm, nahm sie aus den Schoß und verbrachte so längere Zeit mit ihr. Ein Stein war ihm vom Herzen ge­fallen, als das Mädchen auf der Straße seinen Hut fand,, den er vorher bei der Hetzjagd verloren hatte. Natürlich konnte aber seine dunkle That nicht verborgen bleiben, man sand die Leiche und verhaftete den Thäter, der das lange Messer in einen Schuh gesteckt hatte. Er schützt heute Trunken­heit vor und will gar nicht wissen, wie Alles gekommen fei, an einen Mord habe er nicht gedacht. Die Zeugenaussagen lassen aus hochgradige Trunkenheit des Orth nicht schließen, man hat es bei ihm, wie es scheint, mit einem verthierten Menschen zu thun. Die Verhandlung endete heute mit der Verurteilung des Orth zum Tode. (N. H. V.)

* Marburg, 7. October. Eine eigenartige Erfindung ist unserem städtischen Baumeister Herrn B r ö g geglückt. Dieselbe besteht in der Erbauung eines sogenannten Motorwagens, welcher sich nach langwierigen Versuchen und Verbesserungen bei den in den letzten Tagen stattgehabten Probefahrten als brauchbar erwies. Das Vehikel besteht aus einem dreirädrigen Wagengestell von Holz und Eisen, in welchem fünf Personen Platz haben. Zur Fortbewegung dient ein kleiner Petroleum- Motor. Was die Schnelligkeit der Fahrt anbelangt, so legte der Wagen bei seiner gestrigen Probefahrt von Marburg nach Fronhausen den 31/2ftünb)igen Weg in 5/4 Stunden zurück, wobei sich die Kosten der Fahrt nur aus 50 Psg. Petroleum stellten. Die Herstellungskosten des Wagens beliefen sich auf 2500 Mk., dürften jedoch in Rücksicht auf deu billigen Betried nicht zu hoch erscheinen.

* Frankfurt, 7. October. Bei der heutigen öffentlichem Vergebung der Bierlieferungen und des Cafes für die inter- nationale electrische Ausstellung wurden geboten:: Auf das Cafe von Herrn Brandl Mk. 1200, von den Herren- Milan: und Wasserbauer Mk. 1150- auf die nördliche Bier­halle von dem bürgerlichen Brauhaus zu München Mk. 8000,. auf die südliche Bierhalle von Hildebrand-Pfungstadt Mk. 2000j- für die Lieferung von Pilsener Flaschenbier vom bürgerlichen Brauhaus zu Pilsen Mk. 300. Für die Bierhalle am Main,, die Volksbierhalle (Cantine) und die Lieferung von hiesigem: Flaschenbier waren nur zahlreiche Wirthe als Steiglicbhaber erschienen. Da jedoch nach dem Bedingnißheft zunächst nur Brauereien zugelassen werden sollten, die großen Frankfurter Brauereien aber wegen der Zulassung einer bayerischen Bier- wirthschaft sich nicht betheiligten, ]o konnte die Vergebung im. Termine nicht erfolgen. Dieselbe wird nunmehr auf privatenr Wege stattfinden und soll darüber noch eine Bekanntmachung, erlassen werden.

* Die Getreideeinfuhr im Deutschen Reiche betrug im Vergleich zu den hier in Klammern beigefügten Einfuhr­ziffern des Vorjahres im August d. I. 1368 389 (277 932). DoPP.-Ctr. Weizen, 777 037 (708142) Dopp.-Ctr. Roggen, 260 514 (302 513) Dopp.-Ctr. Hafer, 415473 (338 917). Dopp.-Ctr. Gerste, 641465 (235 088) Dopp.-Ctr. Mais und Dari. In der Zeit vom 1. Januar bis Ende August be­trug die Einfuhr 5 101 994 (3 642 383) Dopp.-Ctr. Weizen, 6300436 (7 184113) Dopp.-Clr. Roggen, 1 679 097 (1739 239) Dopp.-Ctr. Hafer, 4187 394 (3 489 317) Dopp.- Ctr. Gerste, 4 391 942 1 930 817 Dopp.-Ctr. Mais und Dari^

* Karlsruhe, 3. October. Das unglückliche Mädchen, die hoffnungsvolle 17jährige Tochter des hiesigen Schneider­meisters Lersch, die bei einer Vergnügungsfahrt auf dem Rhein bei Maxau aus dem Boot fiel und ertrank, ist jetzt, nach zwei Jahren, demBad. Beob." zufolge, gefunden worden. Die Ueberreste waren förmlich in einen Kalkklumpen verwandelt und nur an einem Strumpfe konnte die Identität festgestellt werden.

* Aus Thüringen, 3. October. Schwere Ausschreitungen von Reservisten, die für die Betheiligten böse Folgen nach sich ziehen dürsten, werden aus Coburg gemeldet. Bei der letzten Vorstellung aus dem Kasernenplatze verweigerte u. A. ein Reservist dem Vorgesetzten den Gehorsam, ein anderer ries vor versammelter Mannschaft:Hoch lebe die Social­demokratie !"

* Der Firma Junker & Ruh in Karlsruhe, Fabrikanten der rühmlich bekannten Junker & Ruh-Oefen (Permanent­brenner mit Mica-Fenstern), ist aus der Landwirthschastlichen Jubiläums-Ausstellung in Köln ein Ehrendiplom für vor­zügliche Leistungen zuerkannt worden.

* München, 6. October. Heute wurde die Versteigerung von 350 000 Cbm. Holz vorgenommen, welche infolge der durch die Nonnenraupen angerichteten Verheerungen gefällt werden mußten. Die Gesammtsumme der höchsten Angebote ergab 80 Procent der normalen Holzpreise.

* Eich, 2. October. Zusammenstoß mit einem ' Hirsch. Gestern Nacht wurden drei Handwerksburschen von

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