in
Summa 2 361582 kg ober täglich im Durchschnitt
//
1 (1)
1
28472 Pfund Matte,
Unbekannt. Krankheit 1
HBWCfl
3410
650
600
535
500
4
//
//
1 1
1 (1)
Magermilch, Rahm, Buttermilch, Molken,
(1) 1
1
(1)
auf spec. Gewicht,
im Cremometer,
im Gährprobeapparat,
auf Säure mittelst Titrirapparat,
2 445 543
4 4455/s
176 042
301 333
50130
10 388
348
7 866 20094 31314
477 898 134 413
Acuter Miliar-Tuber- kulose
Nierenentzündung
Altersschwäche
geziefer dieses, die andern jenes Locals- die einen sind befähigt, es von den Blättern und Zweigen zu lesen, die andern aus der Baumrinde zu bohren oder in der Lust abzufangen oder aus der Erde zu scharren.
Alle Landwirthe sollten sich kräftig dafür verwenden, daß jenen nützlichen Thierchen, welche die natürlichen Verbündeten und die treuesten, thätigstcn Freunde des Landwirths Und, derjenige Schutz zu Theil werde, dessen ihre eminenten Dienste in unserem Interesse würdig sind.
Für die Großartigkeit des Vertilgungsgeschästes der Vögel, das alle ähnlichen menschlichen Bestrebungen unendlich weit übertrifft und für die Menschen geradezu mit eine Bedingung des Wohlstandes geworden ist, führt ein langjähriger Beobachter in einem österreichischen landwirthschaftlichen Blatte wirklich frappante Beispiele an. In einem Gewächshause waren drei hochstämmige Rosen von ungefähr 2000 Blattläusen bedeckt. Man holte eine Sumpfmeise herbei und setzte sie auf die Rosenstämmchen- binnen wenigen Stunden verzehrte sie die ganze Menge und reinigte die Pflanzen somit vollkommen von dem Ungeziefer. Weiter wurde der Fliegenfang eines Rothschwänzchens in einer Wohnstube beobachtet und hierbei gesunden, daß dasselbe in einer Stunde ungefähr 900 Fliegen abfing. Ein paar Nachtschwalben vertilgten eines Abends im Zeiträume von kaum 20 Minuten ungeheuere Mückenschwärme. Ein Pärchen der sogenannten Goldhähnchen brachte seinen Jungen in einer Stunde 36 Mal Nahrung von Kerbthieren- die Goldhähnchen sind überhaupt besonders eifrige Verfolger der Kerbthiere und durchsuchen emsig die Rinden der Bäume im Winter wie im Sommer, dabei die Jnsectenbrut äußerst geschickt aus den tiefsten Ritzen heraus- holend. Für die Obstbäume und die Wälder sind auch die Meisen von unermeßlicher Wichtigkeit, indem sie namentlich die Eier des gefährlichen Kiefernspinners verzehren, während sie der haarigen Raupe desselben nicht beikommen können. Ein weiblicher Falter dieses Spinners legt, oft zweimal im Sommer, 600 bis S|#0 Eier, eine Meise aber verzehrt mit ihren Jungen mehrere Tausend solcher Eier , an einem
Temperatur der Lahn und der Lust am 7. Mai, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 121/2/ Luft 16 Gr.
Rübsam en.
Derfd?r, Land« tinö Volkrwirthschäft.
M. Lauterbacher Arrrchtrnarktpreise vom 3. Mai. An- aefahren 250 Ka. Korn, 19 JL, 1150 Kg. Gerste, 18,85 JL, 100 Kg; Hafer, 17 X, 350 Kg. Erbsen, 19,40 JL, 11,600 Kartoffeln, 4,75 JL alles per 100 Kilo.
— Im Monat Mai 1890 finden in Oberhessen folgende MLrtte statt: _
Den 8. in Grünberg Vieh- und Kramermarkt.
Den 12. in Langsdorf Vieh- und Krämermarkt.
Den 13. in Ranstadt.
Den 13. und 14. in Gießen Vieh- und Krämermarkt.
Den 13. in Herchenhatn Vieh-, 14. Krämermarkt.
Den 21. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt.
Den 27. in Bleichenbach Vieh- und Krämermaikt.
Den 27. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt.
Den 27. in Lich Vieh- und Krämermarkt.
Tage. . ,
Ein galizischer Grundbesitzer berichtet: „Vor einigen Jahren hatte im Frühling eine unendliche Menge von Raupen des bekannten Gartenfeindes Bombyx dispar alles Laub von meinen Bäumen gefressen, so daß dieselben ganz bejammerns- werth aussahen. Im Herbste bemerkte ich Millionen von Eiern, die, mit einer haarigen Hülle umgeben, an allen Stämmen und Aesten saßen. Ich ließ sie mit großen Kosten ablesen, überzeugte mich aber sehr bald, daß Menschenhände dieser Plage nicht zu steuern vermöchten und machte mich schon gefaßt, meine schönsten Bäume absterben zu sehen. Da kamen gegen den Winter hin zahlreiche Goldhähnchen und Meisen herbeigeflogen und eine Abnahme der Raupen machte sich sofort bemerklich. Im nächsten Frühling nisteten an 20 Meisenpärchen im Garten und im darauf folgenden Sommer war die Raupenplage wiederum merklich geringer und im folgenden Jahre hatten die kleinen gefiederten Gärtner meine Bäume so gesäubert, daß ich dieselben durch die freundliche Hilfe meiner kleinen Gartenpolizisten den ganzen Sommer über im schönsten Grün sah."
Die Frage, ob der Sperling mehr Nutzen bringe oder aber mehr Schaden anstiste, hat bekanntlich schon zu lebhaften Controverskn geführt und während ihn die Einen in Schutz genommen wissen wollen, bezeichnen ihn die Anderen als einen nichtsnutzigen „Racker", dem erbarmungslos der Krieg erklärt werden müsse. Nun, es ist richtig, daß sich der Sperling vorzugsweise von Sämereien nährt, hauptsächlich von Getreide, auch das Obst sehr gern benascht und bei massenhaftem Auftreten daher recht schädlich werden kann. Aber durch Vertilgung schädlicher Kerbthiere nützt der Sperling dennoch mehr, als er schadet; ein einziges Spatzenpaar trägt seinen Jungen in der Woche durchschnittlich etwa 2000 Raupen zu und dem gegenüber fallen einige Aehrenkolben oder eine Hand voll Kirschen schwerlich sehr ins Gewicht. Die Eulen fangen bei ihren Morgen- und Abenddämmerungsjagden eine ganz gewaltige Menge von Forstinsecten, in erster Linie Dämme- rungs- und Nachtfalter und deren Raupen, ab. Einzelne Eulenarten zeichnen sich, wie die Staare, Dohlen, Saatkrähen, Häher, Würger, vorteilhaft durch Vertilgung der Maikäfer aus. Der englische Naturforscher White beobachtete längere Zeit ein Schleiereulenpärchen und sand, daß es durchschnittlich alle fünf Minuten eine Maus ins Nest trug; ein Steinkauzpärchen brachte an einem Juni-Abend 11 Mäuse den Jungen. Kann man sich eine größere Verkehrtheit denken, als die Verfolgung solcher eminent nützlicher Thiere, welche gewisse Leute öfter noch au ihre Scheunenthore nageln? Die meisten kleineren Vögel nähren sich entweder ganz oder theilweife das ganze Jahr oder aber während der Heckzeit von Jnseeten, Würmern, Schnecken, Spinnen u. dgl., so alle Grasmücken, Würger, Drosseln, Staare, Fliegenfänger, Laubvögel, Rohrsänger, Braunellen, Bachstelzen, Goldhähnchen, Steinschmätzer, Meisen, Pieper, Lerchen, Finken, Sperlinge, Ammer, Schwalben, Spyre, Baumläufer, Nachtschwalben, Mauerspechte u. dgl. Alle diese vertilgen Myriaden von Raupeneiern, Räupchen, Fliegen, Mücken, Käsern, Ameisen, Blattläusen, Nachtfaltern, Würmern u. s. w., und zwar in wunderbar weiser Vertheilung, — die einen mehr diese Klaffe von Ungeziefer, die andern eine andere, die einen das Un-
Ticic verkaufte Waare ergab einen Erlös von 399 227,76 Mk., mithin verwerthete sich 1 kg Vollmilch brutto mit 12,3 Pfg. Die Gesammtbetriebskosten beliefen sich auf 53 033,37 Mk., mithin kamen auf 1 kg eingelieferte Vollmilch 1,63 Pfg. Kosten, woraus sich die Nettoverwerthung von 10,67 Pfg. auf 1 kg Milch ergibt. Die Jahresabrechnung (Bilanz) ergab nach Abrechnung der üblichen Abschreibung, Bezahlung von Zinsen 2C. einen Reingewinn von 13 784,17 Mk.
Die ordentliche Generalversammlung am 4. März beschloß folgende Theilung des Reingewinnes: 5pCt. fließen in den Refervefonds (z. Z. schon 16 000 Mk.), 1500 Mk. werden pro 1890 vorgetragen, Vs Pfg- wird auf die eingelieferte Milch nachbezahlt, der Rest wird der Betriebsrücklage überwiesen.
Ans der Mitgliederbewegung geht hervor, daß von 180 Genossen innerhalb des Jahres 130 ausgeschieden sind. Dies hat folgende Bewandtniß. Von den 180 Mitgliedern der Genossenschaft liefern 25 größere Besitzer ebensoviel Milch wie die übrigen 155 kleineren Bauern. Das Interesse der Lieferanten wurde vor dem 1. October dadurch gewahrt, daß | in den Generalversammlungen re. jeder Genosse für jede gezeichnete Kuh eine Stimme hatte, sodaß die 25 größeren Besitzer ebensoviel Stimmen ungefähr hatten, wie die 155 kleineren Bauern - und dies ist, wie jeder Fachmann gewiß zugeben wird, vollständig berechtigt. Das neue Genoffenschaftsgesetz nun hat durch diese für die Genossenschaft so segensreiche Einrichtung einen großen Strich gemacht, indem § 27 des Gesetzes bestimmt: Jeder Genosse hat eine Stimme. Daß bei der Mitgliederzusammensetzung der fraglichen Genoffenschaft deren Existenz auf dem Spiele stand, war ebenso natürlich, wie es den größeren Besitzern nicht zu verdenken war, daß sie unter den Umständen ihren Austritt erklären wollten. Wenn auch der Geschäftsantheil bei allen Genossen gleich ist, so richtet sich doch die Sicherungsanlage und vor Allem das ganze Interesse nach der Milchlieferung, refp. der Größe des Gutes. Das Gesetz enthält hierbei den Molkereigenossenschaften gegenüber eine Härte, mag die Bestimmung bei anderen Genossenschaften auch voll berechtigt fein. Es ist aber ein Unding, daß die Stimme eines Genossen, der täglich 10 Liter liefert, ebenfoOiel gilt, wie eines solchen, der 800 Liter liefert! Und das war hier der Fall. Deshalb sind 130 Mitglieder ausgefchieden und haben eine „stille Gesellschaft" gebildet. Als solche haben sie gleiche Rechte und Pflichten wie die Genossen, haben aber kein Stimmrecht und keine Haftpflicht. Das Wohl und Wehe der Molkerei liegt nun in 50 Stimmen und wird dabei voraussichtlich ganz anders gedeihen, wie bei 180 Stimmen, von denen die Hälfte weder Interesse noch überhaupt eine Ahnung 'non Molkerei- wesen und Molkereibetrieb haben.
Viehhaltung und Milchwirlhschast.
Geschäftsbericht der Molkereigenossenschaft Fulda-Lauterbach, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.
(Aus der Deutschen Allg. Zeitung für Landwirthschast.)
Die Geuoffenschaft hat 2 Molkereien mit Vollbetrieb, die eine in Fulda mit 4, die andere in Lauterbach mit 3 Separatoren. Der größte Theil der Milch wird zu Butter verarbeitet, die Mager- und Buttermilch wird zu ermäßigtem Preise (2 Pfg. pr. Liter) den Lieferanten zurückgegeben, ein geringer Theil der entrahmten Milch wird zu Magerkäse, ein Theil der eingelieferten Vollmilch zu Fettkäse verarbeitet. Der Verkauf in den beiden Städten Fulda und Lauterbach ist unbedeutend. Der Verkaussladen in Lauterbach erzielte eine Einnahme von 7 600 Mk., das Städtchen ist klein und treiben die Bewohner meist selbst Landwirthschast. Fulda dagegen hat 12 000 Einwohner - der Verkaufsladen und der Verkaufswagen erzielten 30000 Mk.- im Verhälmiß zur Größe der Stadt eine geringe Summe, die ihre Ursache darin hat, daß die Milchlieferanten der Molkerei den Vollmilchverkauf in der Stadt beibehalten haben, fo daß die Molkerei blos auf den Verkauf der Nebenproduete beschränkt ist. Die Magermilch findet beim Volke wenig Anklang.
Es wurde Vollmilch eingeliefert:
8908 kg.
Der durchschnittliche Fettgehalt war in Fulda 3,52 pCt., in Lauterbach 3,72 pCt., insgesammt durchschnittlich 3,59 pCt. gegen 3,52 pCt. in 1888 und 3,47 pCt. in 1887. Bezahlt wurde für die Milch das ganze Jahr hindurch abfchläglich für l pCt. Fett 2,75 Pfg., dementsprechend für 1 kg eingelieferte Milch in Fulda 9,68 Pfg. durchschnittlich, in Lauterbach 10,23 Pfg.- insgesammt für 1 kg Milch im Durchschnitt 9,88 Pfg. (in 1888 9,68 Pfg., in 1887 9,41 Pfg.) Der Fettgehalt wird vermittelst Soxlets Apparat festgestellt und sind die Controllversuche stets zur Zufriedenheit ausgefallen. Es wurden von dem Chemiker der Genossenschaft folgende Untersuchungen ausgeführt:
auf Fett,
Salz — 2 Kali — 4 Aetherprobeu.
Die Gefammtunkosten betrugen 878.90 Mk., wobei der Gehalt des Chemikers blos zur Hälfte berechnet wurde, da er die Hälfte feiner Arbeitszeit auf die Milchabnahme und Buchführung verwendet. Auf 3410 Milchunterfuchungen auf Fett ausgerechnet kostet eine Untersuchung 26 Pfg., wobei die anderen Untersuchungen unberechnet bleiben.
Fulda 2146 226 kg in Lauterbach 1 115 282 „
Wöchentliche Neberficht der Nodesfalle in Gießen.
18. Woche. Vom 27. April bis 3. Mai 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 10,1 o/w.
Kinder
Ts starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Die eingelieferte Milch wird in zwei Kippwaagen, von jeder Melkzeit getrennt, nach Kilo gewogen, während die zurückgehende Mager-, Buttermilch und Molke nach Liter verausgabt wird. Der entstehende Verlust ist ungefähr 3—4 pCt.
Aus der eingelieferten Vollmilch wurden produeirt refp. verkauft:
236 428 Pfund Butter,
62 082 Liter Vollmilch,
Stück Händkäfe,
„ Backsteinkäse, Briekäse, Camembertkäse, Burgkäse, Neufchateller, Lauterbacher Frühstückskäse, Pfund Kochbutter, Flaschen Kefyr.
Summa: 4 (2) 3 (1) 1 (1) —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, .wie Diele der Todesfälle in der betreffendm Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen
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.Niederlagen des Bonisaciusbrunnens in den Mineralwasserh mdlungen.


