wolle er jedoch bemerken, daß das Budget kein ungünstiges sei, eine Mehrbelastung der Einwohnerschaft nicht vorsehe, indem hinsichtlich der Communalsteuer der seitherige AuSschlags- Goeffkient angesetzt fei; eine Vermehrung der Einnahmen ermöglichen die vermehrten Steuercapitalien, die Erträgnisse aus £)ctroi u. s. w. Eine Ermäßigung der Communal- beiträge sei trotz vorgängiger günstigerer Einnahme-Verhält- niffe in den letzten Jahren nicht ins Auge gefaßt worden, es sei aber dadurch ermöglicht worden, eine Art „Spar- psennig", der die Höhe von 40 800 Mk. erreichte, zu erübrigen, welcher trotz im vorliegenden Budget vorgesehener erhöhter Aufwendungen die Erhöhung der Communalsteuer entbehrlich mache, so daß auch für spätere Jahre eine Erhöhung nicht nöthig werden würde. — Der unter Anwesenheit des Herrn Directors Bergen berathene Voranschlag des städtischen Gas- und Wasserwerks für 1890/91 sieht in Einnahme u. A. bei einer Gasproduction von 740000 Cbm. einen Ertrag von 128 728 Mk. vor, an Erlös für Coaks 33429 Mk., für Theer 5324 Mk., Ammoniakwasscr 1500 Mk., für Gaseinrichtungen (unter Einrechnung der wieder in Ausgabe zu stellenden Anschaffungskosten) 18 000 Mk. u. s. w. Unter den Ausgaben figuriren in der Hauptsache die Anschaffungskosten für Kohlen, ausschließlich des noch bis August d. I. reichenden Vorraths, mit 48 000 Mk., für Eoaks 11 457 Mk., Arbeitslöhne mit 13360 Mk., Gehalte 11000 Mk., Zinsen des Anlagecapitals mit 18200 Mk. u. s. w. Einnahmen und Ausgaben gleichen sich nach dem Voranschläge aus mit 263130 Mk. Unter den in obiger Summe einbegriffenen außerordentlichen Ausgaben mit 38 530 Mk. befinden sich 25 575 Mk. für vorgesehene Erweiterung der Fabrikanlagen; insbesondere sind für Umbau und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes 20000 Mk. vorgesehen. Bei diesem Umbau ist die Vergrößerung der Directorwohnung, der Bureauräume, die Schaffung eines Raumes zum Ausstellen von Gaseinrichtungen für den Privatbedars, sowie eines Raumes, in welchem dem Publikum die Anwendung und Zweckmäßigkeit von Beleuchtungs- und Heizungseinrichtungen vorgeführt werden kann, ins Auge gefaßt. Ferner soll neben der Gasmeisterwohnung eine Wohnung für einen Monteur eingerichtetwerden, um einen solchen jederzeit zur Verfügung zu haben. Die Ausdehnung des Rohrnetzes ist mit einem Kostenaufwand von 12 955 Mk. vorgesehen; das Gasrohrnetz soll u. A. ausgedehnt werden aus den Schiffenbergerweg bis an die „fünf Häuser", es sollen bei 540 Meter Rohrlänge 6 Laternen aufgestellt werden; aus der Grünbergerstraße bis an den Ausgang zur Kaserne, hier sollen bei 370 Meter Rohrlänge 4 Laternen aufgestellt werden; aus die obere Ludwigstraße bis zur Actienbrauerei mit 3 Laternen. Ferner sollen behufs Ausstellung von Laternen Rohrlegungen vorgenommen werden in den Eichgärten, in der Flügelsgasse, in der Steinstraße von der Schillerstraße bis zur Dammstraße, in der Eder- ftraße, in der Grabenstraße. Die Verlängerung des Rohrstranges vom Uebergang der Oberhess. Eisenbahnen an der Frankfurterstraße bis zu den neuen Kliniken nebst den erforderlichen Abzweigungen und 6 Laternen wird mit 5700 Mk. veranschlagt; bei den Kliniken, welche eleetrisches Licht erhalten, ist aus einen mäßigen Gasconsum zu Heizzwecken u.s. w. zu rechnen, desgl. hat die Actienbrauerei eine entsprechende Gasentnahme zugesagt. Endlich soll, aus Antrag aus der Mitte der Versammlung hin, die Gasleitung aus 240 Meter in den Wieseckerweg hinein verlängert und 2 Laternen an demselben ausgestellt werden. Durch Ausdehnung des Rohr- stranges aus den Leihgesterner Weg und den Wieseckerweg erhöhen sich die Ausgaben um 2700 Mk. — Der das Wasserwerk betreffende Voranschlag für die gleiche Periode weist an Einnahmen aus 74600 Cbm. Wasserverbrauch durch Private 22 350 Mk. auf, wogegen der Verbrauch für öffentliche Zwecke, Speisung der 28 Ventilbrunnen auf 8479 Mk. bei 70600 Cbm. Wasser angenommen ist. Der tägliche durchschnittliche Wasserzufluß aus den Hauptquellen beträgt 575 Cbm., wozu nach Anschluß der Quellen bei Alten-Buseck noch 190 Cbm. kommen, dieser Gesammtzufluß gestattet einen täglichen Verbrauch von 35—40 Liter pro Kops der Bevölkerung. An Wassermessermiethe sind 3500 Mk. eingestellt. Unter den ordentlichen Ausgaben treten hervor die Kosten der Unterhaltung der Leitung, des Straßenpflasters rc. mit 1100 Mk., Jnstandstellung der Wassermesser mit 950 Mk., Bureaukosten mit 912 Mk., Gehalte und Arbeitslöhne 5959 Mk., Capitalzinsen sür 445000 M. Capitalschuldl 8000Mk.; unter den außerordentlichen Ausgaben 29 200 Mk. für Erweiterung des Werkes, Herstellung von Hausanschlüssen re. Die größte Ausgabe mit 23000 Mk. ist erforderlich sür die Vergrößerung des Hauptreservoirs am Lutherberg, welches
zu einer Aufnahme von 1000 Cbm. Wasser, anstatt der seitherigen 520 Cbm., eingerichtet werden soll. Ausdehnung der Rohrleitung ist vorgesehen für die Sonnenstraße (vom Kreuzplatz bis zur Erlengasse) mit einem Kostenaufwand von 500 Mk., die Löberstraße mit 210 Mk., die Steinstraße mit 240 Mk., die Löwengasse mit Einschluß des Teuselslustgärtchen mit 1040 Mk., die Grünbergerstraße bis zur Wolsstraße mit 300 Mk., die Grabenstraße mit 545 Mk., sür Herstellung der Zuleitungen zu neuen Häuseranschlüssen 2500 Mk., Beschaffung von Waffermessern 2000 Mk. Der Gesammt-Vor- anschlag gleicht sich aus in Einnahme und Ausgabe mit 81639' Mk. Herr Georgi spricht sich für Aufstellung eines Ventilbrunnens in der Steinstraße aus, indem die dortigen Wasserverhältnisse die ungünstigsten seien, desgl. halte er die Ausstellung eines Brunnens in der verlängerten Flügelsgasse für nothwendig, es sei Pflicht der Commune, die ganze Bevölkerung mit gutem Wasser zu versehen, weshalb er sich für möglichste Vermehrung der öffentlichen Brunnen aus- sprechen müsse. Herr Bürgermeister Gnauth bemerkt hierzu, daß man in der Commission gerade gegentheiliger Ansicht gewesen sei, mit der Vermehrung der Häuseranschlüsse, durch welche das Ideal, die Wohlthaten der Wasftrtrirung Allen zu Gute kommen zu lassen, am besten verwirklicht und eine Herabsetzung des Wasserzinses ermöglicht werde, müsse eine successive Einziehung der öffentlichen Brunnen Hand in Hand gehen. Eine Ermäßigung 4>es Wasserzmses zwecks Erleichterung der Einführung in Privathäuser sei auch schon in Erwägung gezogen, mit Rücksicht aus die noch nicht fertiggestellte Leitung von Buseck her aber nochmals verschoben worden. Es entspreche keineswegs dem allgemeinen Interesse, wenn ein Theil der Einwohnerschaft das Wasser bezahle, während der andere solches umsonst beziehe; eine weitgehende Herabsetzung des Wasserzinses ermögliche die Vermehrung und Verallgemeinerung der Häuseranschlüsse, je mehr öffentliche Brunnen eingingen, desto mehr Häuser würden angeschlossen, je mehr Häuser angeschlossen würden, desto billiger würde das Wasser, jeder neu angelegte Brunnen sei ein Hinderniß für die Vermehrung der Häuseranschlüsse und der damit in Verbindung stehenden Verminderung des Wasserzinses. Rach längerer Debatte, in welcher Herr Georgi des Weiteren die Gründe darlegt, aus denen er für Aufstellung weiterer öffentlicher Brunnen, namentlich in der Steinstraße, eintreten müsse, und in welcher sich die Mehrzahl der Anwesenden theils für, theils gegen Einziehung bezw. Versetzung öffentlicher Brunnen ausspricht, wird, nachdem auch Herr Director Bergen über die in der Debatte zu Tage getretenen Ansichten vom technischen Standpunkte aus erläuternd gesprochen, beschlossen, die Berathung über die Aufstellung eines Brunnens in der Steinstraße an die Commission zu verweisen.
— lieber die hiesige höhere Mädchenschule entnehmen wir den Mittheilungen der Centralstelle für die Landesstaistik folgende Angaben: Das Lehrpersonal der Anstalt bestand im Schuljahre 1888—89 aus 14 ordentlichen Lehrern (einschließlich des Directors) und 5 außerordentlichen Lehrern (Hilfslehrern und Lehrerinnen), von den ersteren waren 13 definitiv und 1 provisorisch angestellt. Die Zahl der Schülerinnen betrug im Lause des Schuljahres 431; am Schluffe desselben verblieb ein Bestand von 384 gegen 375 des Vorjahres. Nach der Consession waren 353 Schülerinnen evangelisch, 36 römisch-katholisch, 42 israelitisch; nach der Heimath 420 aus Gießen selbst, 7 aus anderen hessischen Orten, 3 aus anderen Staaten des deutschen Reichs und 1 aus einem nichtdeutschen Staate. 324 Schülerinnen zahlten Schulgeld zu den Normalsätzen, 99 zu ermäßigten Sätzen und 8 waren von solchem befreit. Die Einnahme an Schulgeld bezifferte sich im Ganzen aus 16,406,36 Mk.
* Friedberg, 5. März. Das bekannte Hotel Trapp begeht am 4. April die 50 jährige Erinnerungsfeier seiner Grundsteinlegung.
bei Metz, den „Todesritt von Mars la Tour", der beiden Regimentern die Hälfte ihrer Mannschaften kostete.
* Weißenfels, 5. März, lieber das bereits in voriger Nummer gemeldete Brandunglück berichtet die „Köln. Ztg." : Gestern früh entstand in der Kuhn'schen Schuhwaarensabrik Feuer, welches so schnell um sich griff, daß an eine Rettung des. Gebäudes nicht zn denken war. Die Thätigkeit der Feuerwehr richtete sich namentlich ans die Rettung der Nebengebäude. Dies gelang denn auch, bis man die in dem Fabrikgebäude, das in sich zusammengestürzt war, wohnende Schuhmacher Kramer'schc Familie, bestehend aus Mann, Frau und vier Kindern, von denen das älteste 13 Jahre alt ist, vermißte. Nach Beseitigung der Trümmer fand man denn auch die sechs Leichen gräßlich verstümmelt vor. Die in den obent Stockwerken wohnenden Menschen konnten sich nur über das Dach des Nachbarhauses retten; die Kinder wurden an Leinen heruntergelassen._________________________________
Universität-»Nachrichten.
Königsberg, 4. März. Wie ein Anschlag am schwarzen Brett der Universität zur Kenntniß bringt, ist ein Student der Medtcin durch rechtskräftiges Erkenntniß des akademischen Senats vom 6 v. Mts. wegen unzulässiger Begünstigung der socialdemokratischen Bestrebungen und demgemäß wegen Verletzung der aka. demtschen Sitte und Ordnung mit der Relegation bestraft worde». Der akademische Senat erläßt gleichzeitig eine Warnung an die Studtrenden, sich von jeder Antheilnahme an jenen Bestrebungen sernzuhalten.__________________________________________________________
Eingesandt.
Gießen, 7. März.
In sehr auffälliger Weise machen sich in der Frankfurterstraße bet dem Banketipflaster an dem Uebergang der Oberhessischen Bah» Unebenheiten geltend, welche ein Begehen bei Tag schwierig, am Abend aber gefährlich machen. Kommende Tage, weiche Thauwetter bringen, dürften diese auffälligen Schäden, die unmöglich fortbeftehe» können, bis die Reihe der Asphalttrung an jene Straße herautritt, noch mehr zur unerbetenen Geltung gelangen lassen und wären dir auffälligsten Desecte unschwer durch eine Einstampfung der hervor- ragenden Steine zu verbessern._______________________v. N. z. R.
Verkehr, Land« und VoUrwirthschaft?
Gießen, 5. März. Aus dem heute und gestern dahier ab- gebaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 1484 Stück Rindvieh und 73 Stück Schweine. Die Preise hielten sich durch den lebhaften Handel den früheren gleich. Daß diesmal der Markt mit Schweinen nicht so stark befahren war wie sonst, mag seinen (Sruab in der ungünstigen Witterung haben.
Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. d. A., am letzteren Tage auch Krämermarkt (erster in 1890) ««- studßt an diesem Tage, Morgens 8 Uhr, die Berloosnng der KrLmerstLnde für dieses Jahr statt.
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Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. ~
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Sonntag Oculi, 9. März.
Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittags- gottesdienst.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Kinderkirche, Vormittags UV« Uhr, Pfarrer Schlosser.
Bibelstunde am Montag den 10. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap. 3, von Vers 7 cm, Sendschreiben des Herrn für die Gemeinde zu Philadelphia. Pfarrer Dr. Nau mann.
4 Passionsandacht am Mittwoch den 12. Mär-, Abends 6 Uhr. Pfarrer Dr. Naumann.
Der Nachrnittagsgottesdienst beginnt von jetzt an im 6 Uhr.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 9. bis 15. vUi/ besorgt Pfarrer Schlosser.
vernichte».
* Darmstadt, 6. März. Regimentsjubiläum. Das 1. Großh. Hessische Dragoner - Regiment (Garde-Dragoner- Regiment) Nr. 23, welches den 6. April 1890 die hundertjährige Jubelfeier seines Bestehens begehen sollte, hat dieselbe des Osterfestes wegen um einige Tage hinausgeschoben.
* Der Generallieutenant z. D. von Bredow, Senior des Domcapitels zu Brandenburg a. H. und Mitglied des preußischen Herrenhauses, ist im Alter von 76 Jahren auf seinem Gute Briesen gestorben. Bredow's Name ist bekannt geworden durch die berühmte Attacke seiner Cavallerie-Bri- gade, der Halberstädter Kürassiere und der Salzwedeler Ulanen,
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Katholische Gemeinde.
3. Fastensonntag, 9. März.
Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Ve8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Communion; um V,8 Uhr Frühmesse; um ®/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags mn V»3 Uhr Christenlehre und Andacht. Abends um 6 Uhr Astn- predigt.
Mittwoch: Abends um 6 Uhr Fastenandacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
8. Mär-.
Freitag Wend 680 Uhr. Samstag Morgen 8“ Uhr, Sam-taz Mittag 3” Uhr, Somstag Abend 685 Uhr.
Bekanntmachung.
Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme konfirmanden auf Ostern 1890, bestehend in Knaben-Anzügen von schwarzem Tuch, schwarzem Lachemir, weißem und farbigem Flanell, soll im Submission-wege vergeben werden und find deßsallsige Offerten unter Beischluß von Mustern bi» spätestens zum 12. d. Mts. im Bürgerhospital verschlossen abzugeben.
Gießen, am 6. März 1890.
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
G n a u t h.
Bekanntmachung.
Der Entwurf de- Voranschlag- der Stadt Gießen für 1890/91 liegt acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht eines jeden Betheiligten offen- Gießen, den 7 März 1890.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«.
Gnauth. 1995
Frische Samenkucheu, „ Leinkuchen empfiehlt billigst [1986
Chr. Wallenfels.
Friedrichsdorfer Zwieback per Stück 2
Karlsbader Zwieback
2 Stück 3 H
empfiehlt Fritz Schreiner,
1706 Lindmplatz.
S Frankfurter g Würstel < empfiehlt
Carl Schwaabe
1823 Delioateffenhandlung.
Schürzen.
Durch eine besondere Gelegenheit bin ich in der Lage, eine große Parthie Damen- u. Kinder-Fchürsen,
Haushallungsfchürzen, nur prima Qualitäten, sehr bMg zu verkaufen.
Robert Haas,
Seltersweg 18. 1993
1809] «in Wohuhantz, in Mitte der Stadt, mit geringer Anzahlung zu verkaufen.
Näheres in bet Exped. d. Bl-
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Lober'fche Stiftung.
Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mark jährlich a« einen in Gießen geborenen, verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher „einen guten Ruf besitzen, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt Haden und wahrhaft dürftig sein muß". Anmeldungen werden von heute an bis zum 15. dieses Monats auf unserem Bureau entgegengenomme«.
Gießen, am 4. März 1890.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
Bekanntmachung.
Dar Fabreu der zwei städtische« vierrädrigen Gieß' fäster soll im SubmissionSwege vergeben werden. Die hierauf R^flectirendel wollen ihre Offerten binnen acht Tagen von heute an verschlossen bei der unterzeichneten Stelle, woselbst die Bedingungen eingesehen werden körnen einreichen.
Gießen, am 4. März 1890.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießeu.
Gnauth. 1 lüli


