wohnten als Vertreter des Prinzregenten dessen Generaladjutant Freiherr Freyschlag von Freyenstein, in Vertretung der anderen bayerischen Prinzen deren Adjutanten, sämmt- liche Minister, der Generallieutenant Freiherr von Perfall, der Obersthosmarschall Freiherr von Malten, der preußische Gesandte Graf Rantzau, zahlreiche Diplomaten, Künstler, Gelehrte, Geistliche beider Landeskirchen und eine große Zahl Beamten. Eine Leichenrede wurde, entsprechend dem letzten Willen des Entschlafenen, nicht gehalten. Der Prior Kliegl gab einen Lebensabriß des Verstorbenen und unter Gebet und Gesang des Bürgerchors wurde der Sarg in die Gruft gesenkt. Der Reichskanzler v. Caprivi, Fürst Bismarck und Graf Herbert Bismarck hatten prächtige Kränze gesandt.
Wien, 5. September. Die volkswirtschaftliche Section des land- und sorstwirthschaftlichen Congresses beschloß eine Resolution, worin den. Regierungen die Forderung landwirthschastlicher Interessenvertretungen in für die land- wirthschaftlichen und natürlichen Verhältnisse jedes einzelnen Staates geeigneten Formen empfohlen wird.
Selzaete (holländische Grenze), 5. September. Die holländische Gensdarmerie verhinderte das Duell zwischen Rochefort und T hieb aut. Die beiden Gegner und die Zeugen begaben sich nach Gent.
Madrid, 5. September. An der Cholera sind heute 66 Personen erkrankt und 32 gestorben. — Aus Vittoria wird gemeldet, daß beim Abgang des Eisenbahnzuges, worin sich Canovas befand, der Wagen des Ministers von jungen Leuten mitSteinen beworfen worden ist. Es wurde nichts beschädigt- die Untersuchung ist eingeleitet.
Lissabon, 5. September. Die Krankheit des Königs hat einen günstigen Verlauf- das Fieber ist im Abnehmen.
Christiania, 5. September. Heute wurde Hierselbst der Anti-Alkohol-Congreß geschlossen.
Salouichi, 5. September. Bei einer seit gestern Abend wüthenden Feuersbrunst verhindert gänzlicher Wassermangel alle Löscharbeiten. Die PSmpierö trachten nur, die eigene Habe zu retten. In dem europäischen Dierrel sind das englische und griechische Generalconsulat, das griechische Hospital und die Moschee Hagia Sofia abgebrannt. Die Zahl der Obdachlosen wird aus über 120,000 geschätzt. Das 'Elend ist unbesthreiblich.
Belgrad, 5. September. Die „Agence de Belgrade" erklärt, die auswärts verbreiteten Meldungen von einer beabsichtigten Konversion der serbischen Staatsschuld, sowie von diesbezüglichen Verhandlungen mit Pariser Häusern seien vollständig unbegründet.
Bukarest, 5. September. Der rumänische Gesandte in Paris, Alexandri, ist gestorben.
Rcwyork, 5. September. Der Arbeiter st rike an der Panama-Eisenbahn ist beendet. Die Forderungen der Ausständigen wurden erfüllt.
Washington, 5. September. Der Unions-Vertreter in Guatemala, Mr. Mizner, telegraphirte: Guatemala und San Salvador demobilisirten ihre Truppen und erklärten sormell die Herstellung des Friedens.
— Der Senat vertagte die Discussion des Capitels „Zucker" des Zolltarifs und setzte nach den Amendements der Finanzcommission den Zoll für ungehechelten unappretirten Flachs aus 20, für gehechelten Flachs aus 40, für Werg und Hanf aus 10 Dollars pro Tonne herab.
Ukberschwemmungen.
Vom Main, 5. September. Die Wehre bei Kostheim an der Mainmündung mußten gestern Nachmittag in Folge des hohen Wasserstandes des Rheins niedergelegt werden, und so staut nunmehr der Rhein bis nach Rüsselsheim. — Der Rhein ist bei Mainz heute zwar noch um einige Centi- meter gewachsen, doch dürste, in Anbetracht der günstigen Nachrichten vom Oberrhein, nunmehr bald der höchste Stand erreicht und ein Rückgang nahe sein.
Mainz, 5. September. Der Rhein ist in der verflossenen Nacht nur noch wenig gewachsen. Heute Mittag 12 Uhr zeigte der Pegel 3,30 m, auch die Nachrichten vom Oberrhein und Oberneckar sind günstig. Die offiziellen Wasserstandsnachrichten lauten: Mannheim: Rhein gestern 6,90, heute 7,11, steigt langsam. Oberrhein und Oberneckar fallend. Kehl: Rhein gestern, 5,57 m, heute 5,34 m, fällt. Maxau: Rhein gestern 6,85 m, heute höchster Stand 7,11 in, Stillstand seit heute Morgen 3 Uhr. Waldshut: Rhein gestern 4,60 m, heute 4,43 m, fällt. Worms: gestern 3,93 m, heute 4,43 m, steigt seit heute Mittag nur langsam.
Dresden, 5. September. Die jetzige Ansdehnung und Gewalt des Hochwassers wurde bisher nur von dem im Frühjahr 1845 übertroffen. Der Elbpegel zeigt zur Stunde bereits fünf Meter über Null. Dabei steigt das Wasser noch immer. Viele Straßen und Plätze find nur noch auf Noth- stegen passirbar. Außerdem unterhalten Pioniere mit Kähnen den Verkehr. Der Schaden ist jetzt schon enorm. Die Aufregung in der Stadt ist groß. Um 9 Uhr Abends wurde noch weiteres Steigen gemeldet.
Dresden, 5. September. Die Elbe ist aus 4^2 Meter über Null gestiegen und steigt noch weiter. Auf reißendem Strome treibt massenhaft Holz. Die tiefgelegenen Stadt- theile sind unter Wasser. Auch die Nebenflüsse der Elbe sind über ihre Ufer getreten. Das Wetter klärt sich jetzt auf.
Dresden, 5. September. Das königl. Hoflager mußte von Pilnitz nach Strehlen verlegt werden, da Elbwasser in einige Theile des Schlosses eindrang. — Der Wasserstand zu Leitmeritz war vorige Nacht 5,56, heute früh 5,98 m über Null. Aus Rosawitz sind sämmtliche Schiffe, theilweise mit Menschen besetzt, abgegangen.
Dresden, 5. September. Einer hierher gelangten Nachricht zufolge sind bei Bodenbach sechs durch Hochwasser fort- getrkfcene Zillen zerschellt - von der Besatzung sind 15 Mann ertruntsn.
Schandau a. d. Elbe, 5. September. Alle Hotels und Häuser vom User bis zum Marktplatz stehen unter Wasser-
ebenso die Sendig'schen Villen, das Badehotel, das Kurhaus 2C.
Berlin, 5. September. Der „Post" wird aus Steinau telegraphirt: Die Eisenbahnbrücke der Bahn Oppeln-Neisse ist nach 18stündigem Hochwasser eingestürzt.
Wien, 5. September. Nach einer Mittheilung seitens der Generaldirection der Staatsbahnen ist der Verkehr im ganzen westlichen Böhmen sistirt, ferner auf der Verbindungsbahn, sowie aus den Linien der Lokalbahn-Gesellschaft Mo- dran-Branik und Hannsdors-Ziegenhals, bei letzterer wegen Unterwaschung des Bahndammes.
Wien, 5. September. Das Donauwasser erreichte bereits die Schienen der Donau-Userbahn. Die Bahnmagazine sind nur noch von einer Seite zugänglich. Zwei Magazine des städtischen Lagerhauses sind überschwemmt. In den niedriger gelegenen Theilen der Leopoldstraße und des Bezirks Landstraße sind die Keller überschwemmt. Auf dem linken Donauuser senkte sich der Jnundations-Damm, ist aber durch sofort vorgenommene Anschüttung von Steinen nunmehr wieder vollkommen gesichert. — Nach Privatberichten sind in Folge von Wolkenbrüchen Kamp und Thaya (Nebenflüsse der Donau und March) ausgetreten und richteten vielfache Verheerungen cm. Die Stadt Zwettl in Niederösterreich ist bedroht, Schwarzenau überschwemmt.
Wien, 5. September. Aus Prag werden erschütternde Einzelheiten gemeldet. Brodmangel tritt ein, da die größten Bäckereien überschwemmt sind. Auf der Hetzinsel wurden auf Dächer geflüchtete Familien, darunter 26 Kinder, von Pionieren mit Leitern und Stricken emporgezogen. In den Sommerfrischen bei Königssaal brachten Menschen ganze Stunden auf Bäumen zu. Aus Moldauthein meldet der Stadtrath, daß die Häuser unterwaschen seien und einstürzen- die Bevölkerung sei in wilder Verzweiflung.
Prag, 5. September. Das Wasser fällt jetzt fortwährend. Kaiser Franz Joseph überwies telegraphisch 10,000 fl. zur Linderung der augenblicklichen Nothlage an.
Prag, 5. September. Der befürchtete Einsturz der Franzens-Kettcnbrücke ist nach amtlicher Untersuchung nicht zu erwarten. Das Wasser der Moldau ist seit gestern Abend 9 Uhr im Fallen. Der Stand der Elbe bei Leitmeritz war Mitternacht 5i/2 Meter über dem Normalstand. Das Elb- thal von Raudnitz bis Lobesitz ist gänzlich überschwemmt- das Wasser steigt noch, obgleich der Regen aufgehört hat.
CocaUs und provinzielle».
Gießen, 6. September.
— Der Vorsitzende des Kriegervereins, Herr Postsecretär Mayer, erhielt aus das bei dem Banket zur Sedanfeier von den Versammelten an den Großherzog gerichtete Telegramm folgende telegraphische Danksagung:
Seine Königliche Hoheit der Großherzog lassen für die von den zur Sedanfeier versammelten Vereinen Gießens dargebrachte Begrüßung Allerhöchst Ihren besten Dank sagen.
Im Allerhöchsten Auftrage: Rothe, Ministerialrath.
§— Durch wiederholte Anregung seitens der vor zwei Jahren hier zum Besuch anwesenden Turnvereine von Homburg und Bockenheim veranlaßt, sowie einem schon damals gegebenen Versprechen nachzukommen, beabsichtigt, wie uns mitgetheilt wurde, der hiesige Turnverein in aller Kürze eine Turnfahrt nach Homburg—Bockenheim zu veranstalten und soll dieselbe theils per Bahn, theils zu Fuß ausgeführt werden. Da der damalige Besuch und die Anknüpfung mancher freundschaftlichen Beziehungen noch im Gedächtniß vieler Theilnehmer sein werden, so dürste gewiß eine zahlreiche Betheiligung der Mitglieder, zumal Fahrpreisermäßigung nachgesucht werden soll, zu erwarten sein.
— Wir machen auf das Doppel Couzert der vereinigten Musikkorps der 49. Infanterie-Brigade, der Infanterie- Regimenter Nr. 115 und 116, morgen in „Steins Garten" besonders aufmerksam. Das Programm glänzt mit den Namen unserer Musikheroen, als: Cherubini, Meyerbeer, Rubinstein, Weber, Wagner 2C. Das Zusammenspiel der beiden Capellen bringt uns unter Direction des Stabs- hautboisten Herrn Hilge: „Deutschlands Erinnerungen an die Kriegsjahre 1870—71" von Saro und Armee-Marsch Nr. 209: „Die deutsche Kaisergarde" von Vogt - unter Direction des Musikdirectors Herrn Krauße: Ouvertüre zur Oper „Rienzi" von Wagner und Armee-Marsch Nr. 7: „1. Bataillon Garde 1806". Die vortrefflichen Leistungen der beiden Capellen bürgen für einen hohen musikalischen Genuß.
— Zwauzigpfennigstücke neuester Prägung mit der Jahreszahl 1890 kommen jetzt in Umlauf. Dieselben zeigen auf der einen Seite den Reichsadler, aber in der neuen, von Döpler d. I. entworfenen Form. Die Prägung der anderen Seite ist die alte geblieben.
— Nach einer Berliner Localcorrespondenz. wird Mitte September mit der Ausbildung der Reservisten mit dem neuen Gewehr der Anfang gemacht. Der Reichstag hat hierfür bekanntlich 12 Millionen bewilligt. Die Uebungen sind auf 12 Tage berechnet. Die „Freis. Ztg." schreibt dazu: „Daran schließen sich dann abtheilungsweise Uebungen der Landwehr des ersten Aufgebots, so daß die Uebungen erst Mitte December ihr Ende erreichen."
== Rödgen bei Gießen, 5. September. Die schönen Tage in Aranjuez find nun zu Ende. Der Himmel hat zu , dem prächtigen Verlauf derselben seinen Segen gegeben und uns mit dem schönsten Wetter bedacht, das der vorangegange- - neu feuchten Witterung nur folgen konnte. Die Schuljugend - begann schon einige Tage vor dem 31. August, das statt- i Uche, neue Schulhaus zu schmücken, damit es am Einweihungstage entsprechend prange. In ebenso geeignetem d Festkleide zeigten sich die beiden Wirthshäuser, welche bereit ; waren, ihre Gäste durch Musik und Kirchweihtanz hinreichend
zu unterhalten. Die ganze Gemeinde freute sich schon längst auf den Tag, an welchem die neue Schule eingeweiht werden sollte. Sie hatte genügende Gründe dazu, wie der Geistliche in seiner Rede erwähnte. — Wie erbärmlich und beschwerlich war der Nothbehelf nicht blos für Schüler, sondern auch für Lehrer, die jahraus jahrein in Localen unterrichten mußten^ wo es an Raum, Licht und Luft gebrach, und namentlich für den, der unter solchen Umständen insbesondere zu leiden und- darum manchmal für seine eigene Gesundheit zu fürchten hatte.. Da freut man sich mit Recht, wenn einem endlich ein Gebäude zur Verfügung gestellt wird, das Raum, Luft und» Licht gewährt, darinnen Lehren und Lernen erleichtert tnirbr wo man die schönsten Hoffnungen schöpft für sich und für die Schule. — Um 2 Uhr Nachmittags am 31. August verkündete endlich das Geläute aller Glocken, daß nun die Feierlichkeiten ihren Anfang nehmen. Die hohe Schul-, Kreis- un&- Baubehörde aus Gießen trug viel durch ihre geschätzte Anwesenheit zur Verherrlichung des Festes bei. Die Aufstellung, des Festzuges erfolgte bei der Kirche. Er setzte sich aus der Musik, der festlich gekleideten und geschmückten Jugend, den Gesangvereinen, den Vorständen in der Gemeinde und deren Ehrengästen, der Gemeinde nebst zahlreichen Gästen zusammen. Eingeleitet und durchflochten war das Programm mit Gesängen der Vereine, der Schüler und der Gemeinde. Nach einer warmen Begrüßungs- und sehr gediegenen Eröffnungsrede des Bürgermeisters setzte sich der Zug in Bewegung nach dem alten Schulhaus, woselbst der Geistliche eine treffliche Ansprache hielt. Unter dem Gesang der Schüler setzte der Zug seine Bewegung fort nach dem neuen Schulhofe. Hier erfolgten die begeisternden Ansprachen der Vertreter der Kreisschulcommission und der Regierung, die Uebergabe des Schlüssels von der Baubehörde an den Bürgermeister, der das Schulhaus öffnete, eine Anrede des Lehrers der ersten Klaffe und das Weihegebet. Darnach vereinigte man sich noch bei einem guten Glase Bier und einem ebenso guten Wein. Am Abend und folgenden Tag verlief die Kirchweihe in der schönsten Weise. Diese festliche Stimmung dauerte auch den 2. September noch fort, den man am Abend besonders würdig schloß. Ein großer Zug mit Fackeln bewegte sich nach dem Kriegerdenkmal. Dort hielt der Geistliche eine zündende Rede und die Gesangvereine sangen geeignete Lieder. Unter den Klängen der Musik begab man sich dann aus eine nahe Anhöhe, die das Busecker Thal beherrscht, und brannte ein großes Feuer ab. Gesang, Musik und Freudenschüsse thaten dabei das ihre. Ein Hoch auf den Landesfürsten und den Kaiser machte den Schluß.
inj Lich, 5. September. In der heutigen Nummer dieser Zeitung wird die Mittheilung vom 31. August in Nr. 203 5um größten Theile für Erfindung erklärt. Es wird darauf entgegnet: Von vielen Personen wurde die Ansicht getheilt, daß in der Gewitter- und Sturmnacht vom 27. August ein Blitzstrahl in den Schloßgarten bezw. den dortigen Teich niedergegangen sei. Eine große Anzahl von Personen bemerkte die tobten Fische nach bem schweren Wetter und brachte sie mit dem Unwetter und den electrischen Entladungen in Verbindung. Den schweren Karpsen betrachtete Einsender selbst mit anderen Personen und taxirte das Gewicht höher als Herr —e—. Diesen Thatsachen gegenüber wird die Insinuation des Herrn —e—, „die Mittheilung beruhe auf Erfindung", höflichst abgelehnt, umsomehr, als ja ausdrücklich die Erklärungen Sachverständiger über den Vorfall erbeten waren. Der „colossale Karpfen" „soll" auch nur höchstens 15 Psd. schwer gewesen sein. Aus diesem „soll" folgt, daß Herr —e— das Gewicht nicht „weiß", sonst hätte er es positiv mitgetheilt. Hier stehen sich subjective Ansichten gegenüber, die deshalb noch keine Erfindung zu sein brauchen. Inwieweit daher das Dementi in der heutigen Nummer sowohl nach Inhalt als nach Form die Sache erschöpft, darf wohl unerörtert bleiben, da es von sachverständiger Seite v ermuth et wird, daß die Fische einer Seuche erlegen sind.
§§ Schotten, 5. September. Von einem Bekannten, der am Sedansabend den Hoherodskopf überschritt, erfahre ich, daß der Anblick von dort in die nähere und fernere Umgegend ein ganz prachtvoller gewesen sei. Ueberall habe er Freudenjeucr aufflammen, Raketen in die Lüfte steigen sehen und hie und da habe er auch die Böller vernommen, die in der Umgegend a&gejencrt wurden. Der dunkle, doch wolkenlose Himmel und die reine frische Abendluft haben zur Fortpflanzung des Lichtes und des Schalles wesentlich beigetragen.
Schlitz, 3. September. Am vergangenen Freitag verunglückte in der Hallenmühle ein 15 jähriger Müllerlehrling. Derselbe glitt beim Abnehmen eines Riemens ans und gerieth mit der rechten Hand in ein Getriebe- die Hand,, bis auf den Daumen, wurde vollständig zerquetscht und mußte amputirt werden. — Am Samstag wurde in dem Walde zwischen Fraurombach und Pfordt ein Mann, Namens Heß aus Langenschwarz, erhängt aufgefunden.
*** Büdingen, 5. September. Der Güterverkehr ist in dem hiesigen Bahnhöfe in stetigem Wachsen begriffen, so daß die vorhandenen Localitäten und Geleise dem Bedürfnisse nur noch schwer genügen können. In Folge dieses sehr erfreulichen Aufschwunges sollen demnächst weitere Geleise gelegt und der Flächenraum des Bahnhofes nach der Stadt hin vergrößert werden. Das kürzlich hier erstandene große Dampf- mühlengeschäft stellt eine Schienenverbindung mit dem Bahn- Hose her. Dadurch, daß die Straße in das Seementhal eben rcparirt wird, ist zwar eine kleine Verminderung der Last- [ fuhrwerke erkennbar - sobald die Straße aber wieder in der t Reihe ist, wird der Verkehr sich sehr bedeutend heben.
> Lißberg, 3. September. Wie in früheren Jahren, so> war auch dieses Jahr eine Ferien-Colonie schwächlicher
' Schulkinder aus Frankfurt a. M., bestehend aus 16 Mädchen im Alter von 9—12 Jahren, unter Führung einer Lehrerin bei Gastwirth N. Nies Hierselbst untergebracht. Das Aus-
i sehen der Kinder war bei ihrer Ankunft ein kränkliches, das t sich aber bis zu ihrem Weggang sichtlich in ein frisches uni> ) gesundes verwandelt hatte.
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Meinte zu erwarten. Zwelschenbäume sind rei mag dieses Ergebnis sm sein, im Ganzen ist e vergeblich, warum ein nicht ein Sinken der 3 eben so schlecht, als gi wäre sosort eingetretei Ausschlagen ist man r Abschlagen. — Im Fe seine Schrotslinte hir oder dem eilig Fersec klagen sich aber sehr: ketten. Dem Rebhüh Sommer geschadet, in ging; doch mögen R Feinde gewesen sein, der Hasenbraten dürs saftige Rebhuhn aus finden sein.
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* 4. (
richten. Versetzt wm Ruppertenrod nach Mi commissarius a. D. A
* Mainz, 30. A dem „N. Mzr. Anz? Militärpflichtigen, toel l_eld vorgenommen wu Commission, um über aber hierbei durch bc Gchckmzspsiichtjgen * Beauftragte d W iu gebieten bo ""stehen tarnte, fr W mit den SBorte
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