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Karlsruhe, 5. August. Der Generalstabsches Graf Walder- see und die Gräfin Waldersee treffen heute Abend auf der Insel Mainau ein, um einer Einladung des Großherzogs zufolge einige Tage dort zu verweilen. Morgen früh wird auch der Kronprinz von Dänemark auf Mainau er­wartet.

Wien, 5. August. Fürst Ferdinand von Bul­garien reist heute zum Besuche seines Bruders Philipp nach Ungarn zu mehrtägigem Aufenthalte. Wie dasTele­graphische Correspondenzbureau" mittheilt, wird Fürst Fer­dinand noch vor dem 14. August, dem Jahrestage seines Regierungsantrittes, in Bulgarien eintreffen. Alle Meldungen, daß die Unabhängigkeitserklärung des Fürsten nach dessen Rückkehr beabsichtigt sei, werden nach derselben Quelle als völlig grundlos bezeichnet.

Graz, 5. August. Kaiser Franz Joseph erließ folgendes Handschreiben an den Statthalter:Mein lieber Freiherr Kuebeck! Die culturellen Fortschritte Steiermarks, welche die Landesausstellung auf allen Gebieten des Schaffens darstellt, und die gedeihliche Entwickelung der Landeshaupt­stadt erfüllen mich mit lebhafter Befriedigung. Die treue, loyale Gesinnung Steiermarks hat sich anläßlich meines Auf­enthalts in Graz in zahllosen Beweisen bethätigt. Ich be­auftrage Sie,, hierfür und insbesondere für den wahrhaft herzlichen Empfang, welchen mir die Landeshauptstadt be­reitet hat, meinen innigsten Dank zur allgemeinen Kenntniß zu bringen."

Marseille, 5. August. Der DampferCaledonien" von Jndochina kommend, meldet, daß die Seeräuberei in den dortigen Gewässern fortdauere. Zahlreiche Scharmützel hätten zwischen den Truppen und Seeräubern stattgefunden. In Japan herrsche die Influenza in der bösartigsten Form. In Tokio allein seien 100000 Fälle vorgekommen.

Lmüwn, 5. August. Die Morgenblätter widmen dem Besuche Kaiser Wilhelms sympathische Leitartikel und feiern ihn als Friedenshort, der durch seinen zweiten Besuch in England den englisch-deutschen Freundschaftsbund befestige und damit eine neue Bürgschaft für die Erhaltung des Friedens biete. DieMorning Post" schließt ihren Artikel folgender­maßen:Der Geist, der Kaiser Wilhelm beseelt, ist der einzige, welcher eine Nation groß erhalten kann. Wir bewill­kommnen ihn als den kräftigsten Exponenten der einzigen gesunden Friedenspolitik."Daily Telegraph" sagt:Eng­land betrachte den gegenwärtigen Stand seiner Beziehungen mit Deutschland als in jeder Hinsicht erfreulich befriedigend - dies sei zu hohem Grade dem persönlichen Wirken des Kaisers zuzuschreiben." DieTimes" weist daraus hin, daß der Kaiser in England in einem Augenblick ankomme, in welchem die englisch-deutsche Convention, dieser neueste Beweis der Aufrichtigkeit und der Freundschaft zweier Länder, die stets' Bundesgenossen sein sollten, vom Parlament ratificirt worden sei. Der Kaiser habe alle Erwartungen übertroffen und jedes Vorurtheil besiegt.

London, 5. August. Nach einer Meldung des Bureau Reuter aus Buenos Ayres dauert die Ministerkrise fort. Costa und einflußreiche Mitglieder seiner Partei weigern sich, in das Cabinet einzutreten. Die Nationalbank har ihre Zahl­ungen wieder ausgenommen, die Börse ist geschloffen, und eine panikartige Stimmung hält an. Celmans Politik soll Oppo­sition Hervorrufen. Die Lage werde als ernst, aber nicht als gefährlich bezeichnet.

London, 5. August. Am Diner des Clubs des könig­lichen Dachtgeschwaders zu Ehren des Kaisers nehmen Prinz Heiprich, Senden, Bibrau, Hasencleber und Usedom Theil. Der heutigen Regatta wohnte der Kaiser an Bord derAlina" mit Prinz Heinrich, dem Prinzen von Wales, dem Herzog von Connaught und Prinz Waldemar bei.

Der russische, der österreichische und der türkische Botschafter sind in Osborne angekommen.

Cowes, 5. August. Graf Hatzseldt und der Oberst- Ceremonienmeister Eulenburg begaben sich nach London - sie kehren am Donnerstag hierher zurück.

Cowes, 5. August. Wie verlautet, kommt Lord Salis­bury am Donnerstag hierher. Nach dem gestrigen Diner, bei welchem die Capelle desHohenzollern" spielte, ließ die Königin den Grafen Hatzfeld und das kaiserliche Gefolge nach dem Salon rufen und unterhielt sich mit denselben aus das Leutseligste.

Portsmouth, 5. August. Das Eintreffen des öster­reichischen Geschwaders wird in Spithead unmittelbar erwartet.

Kopenhagen, 5. August. Die beiden Söhne des Kh ediv e sind heute Morgen über Hamburg nach Amsterdam abgereist.

Madrid, 5. August. Graf Bannelos ist zum Bot­schafter in Berlin und Graf Benomar zum Botschafter in Rom ernannt.

Kairo, 5. August. (Meldung des Bureau Reuter.) Es werden sehr strenge Maßregeln zur Verhütung der Ein­schleppung der Cholera in Egypten getroffen. Eine Commission von Aerzten ist ernannt, um sich über die Vor­sichtsmaßregeln zu verständigen. Die große Messe in Tantah ist untersagt.

Newyork, 5. August. Nach Depeschen aus San Sal­vador hat General Trungardy, der Commandant der Revo­lutionäre in Guatemala, die Stadt Chiquimula genommen und die Regierung gezwungen, Truppen bei der Hauptstadt zu concentriren. DerNewy. Herald" meldet vier weitere Siege der Truppen Salvadors über diejenigen Guatemalas.

/"Buenos-Ayres, 5. August. Die politische Lage ist ein^Äußerordentlich gespannte und es ist unmöglich, eine Lösung vo^ÄüAzuseheu. Das Cabinet bleibt unverändert.

'^Buenos Aires, 5. August. Der Minister des Aeußeren un8^^^inanzminister gaben ihre Entlassung.

i3d nag. --------------

Cocalc» ttnfr provinzielles.

Gießen, 6. August.

Der am Donnerstag den 7. August l. I., Abends 8 Uhr, von der Lahnbrücke nach Steins Garten stattfindende Fackelzug des Corps Starkeuburgia wird folgende Straßen passiren: Neustadt, Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter- straße, Seltersweg, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Schul- straße, Neuenbäue, Gartenstraße. Ueber die Ordnung des Zuges können wir folgende Mittheilungen machen: Der Zug geht in drei Abtheilungen. Die erste Abtheilung, welcher die Fahnen aus dem Jahre 1840 vorangetragen werden, wird gebildet aus den Mitgliedern des Corps aus den Jahren 1840 bis einschließlich 1865, sowie aus den Starkenburgern aus der Zeit vor dem Jahre 1840. Die zweite Abtheilung aus den Vertretern der Cartell- und befreundeten Corps, aus den sämmtlichen am Zuge theilnehmenden Studirenden, sowie aus den alten Herren aus der Zeit von 1880 bis heute. Die dritte Abtheilung endlich wird gebildet aus den alten Herren von 1866 bis einschließlich 1879.

+ Herbstein, 5. August. Bei der heute dahier stattgehabten Landtagsabgeordneteuwahl wurde der seitherige Ab­geordnete, Herr Bürgermeister Muth von Salz, mit 19 gegen 16 Stimmen wiedergewählt. Im ersten Wahlgange erhielt Herr Muth 16 Stimmen, Herr Kreisrath Schönfeld von Schotten 12 und Herr Bürgermeister Schmalbach von Crainfeld 8 Stimmen.

U. Schotten, 4. August. Ein bedauernswerthes Un­glück passirte heute Abend gegen 7 Uhr hier auf dem sogen. Neuen Weg. Ein Junge von etwa 9 Jahren, Kind einer Wittwe, trug spielend ein Messer in der Hand und kam da­mit so unglücklich zu Fall, daß ihm das Messer direct ins Herz ging- das Kind war sofort eine Leiche. Der Wittwe verstarb erst vor ungefähr einem halben Jahre der Mann in den 40er Jahren.

§ Nieder-Moos, 3. August. Die heutige, unter dem Vor­sitze des Herrn Bürgermeisters Muth von Salz abgehaltene Versammlung des landwirthschastlichen Bezirksvereins des Gauverbands Nieder-Moos war von ca. 60 Personen be­sucht. Herr Kreiswiesenbautechniker Kunz von Lauterbach hielt einen Vortrag über Wiesencultur und Drainage. Herr Kunz wies auf die Wichtigkeit der Wiesen für die Viehhaltung und Düngererzeugung hin, die zugleich höhere Erträge der Ackerfelder sicherten. Die Wiesen seien oft noch mit Gebüsch und Gestrüpp bewachsen, welches den Graswuchs beeinträch­tige und das Dürrmachen des Heues erschwere. Herr Kunz glaubt, daß früher die Wiesen mitunter besser gepflegt worden seien, denn es fänden sich noch Ent- und Bewässerungsan­lagen, welche verfallen seien. Vor Allem müsse für Ent­wässerung gesorgt werden- dies' könnte geschehen durch Drainage, durch mit Steinen ausgefüllte Sickerkanäle und durch offen Gräben- letztere verdienten bei Wiesen den Vor­zug. Richtig angelegte Bewässerungsanlagen ermöglichten es, den Wiesen die richtige Quantität Wasser zu rechter Zeit zu- zusühren. Redner empfiehlt fernet, das Wasser den Wiesen nicht zu stark zuzusühren, um keine guten Bestandtheile von denselben wegzuschwemmen, auch solle man abtheilungsweise wässern, damit die Wiesen wieder eine Zeitlang trocken würden. Redner unterscheidet vier Perioden der Bewässerung: im Herbst zur Düngung, im Winter die Wässerung einstellen oder nur selten und vorsichtig aussühren, im Frühjahr zur Auflösung und im Sommer nur zur Anfeuchtung zu wässern. Man solle nur gutes Wasser zur Bewässerung verwenden, schlechtes Wasser schade den Wiesen. Auch die Heuernte solle früher, als es hier üblich ist, vorgenommen werden, denn das Heu sei dadurch werthvoller, auch gebe es mehr und besseres Grummet. Herr Kunz kam im weiteren Verlauf seines Vortrags auf die Schädlichkeit des Wassers im Acker­gelände zu sprechen und empfiehlt hier die unterirdische Ent­wässerung durch Drainage, indem er Hauptstränge, Sammel­stränge und Saugstränge unterscheidet. Die Röhren müßten in Wiesen mindestens 5 Fuß, in Aeckern mindestens 4 Fuß tief gelegt werden. Die Kosten könnten 4080 Mark per Morgen betragen. Als Vortheile wurden angegeben: Ent­fernung des Wassers, Erleichterung des Luftzutritts, dadurch höhere Bodenwärme, frühere Bestellung und Ernte, höhere und sichere Erträge. Hierauf ergriff Herr Amtmann Dr. Steeg von Lauterbach das Wort und hob besonders her­vor, welch hohe Bedeutung die Wiesen für den Vogelsberg hätten, die eben noch viel zu nachlässig behandelt würden und doch zur Hebung der Viehzucht, die jetzt besonders an­gestrebt werde, so nothwendig seien. Er stellte den Erlaß einer neuen Wiesenpolizeiordnung für den Kreis Lauterbach in Aussicht, welche hoffentlich recht fördernd einwirken werde. Ferner erwähnte er, daß oft zu viel Vieh gehalten werde und es weit besser sei, weniger und gutgenährtes Vieh zu , halten, es koste weniger Arbeit und liefere einen höheren Ertrag. An der hierauf folgenden Discussion betheiligten sich mehrere Landwirthe, sie trug wesentlich zur Klärung der verschiedenen Ansichten bei.

vermischter.

Frankfurt a. M., 5. August. Aufsehen erregt hier die Verhaftung des Postschaffners, früheren Vice­wachtmeisters Hühner, welcher beim Postamte Nr. 9 ange­stellt war. Veranlassung zu derselben gab das in letzter Zeit häufige^ werdende Abhandenkommen von Packet- und Werth­sendungen, namentlich solcher, die an Militärs gerichtet waren und nach dem Elsaß gingen. Der Verdacht lenkte sich vor­zugsweise auf Hühner und eine bei ihm vorgenommene Haus­suchung förderte auch in der That von den Diebstählen her­rührende Werthgegenstände zu Tage. Höhner, der erst seit 3/* Jahren auf dem Bahnpostamt Nr. 9 ungestellt war, ist verheirathet. Er wurde sofort in Haft genommen.

* Frankfurts reiche Leute. Die Liste der zur classificirten Einkommensteuer veranlagten hiesigen Einwohner erregt immer in weiteren Kreisen Interesse, weshalb dieselbe bei ihrer

Offenlegung allemal von Neugierigen durchgesehen und zum Theil der Oeffentlichkeit übergeben, d. h. diebedeutungs­vollsten" Ziffern genannt werden. Aus der heute aufgelegten derartigen Liste geht hervor, daß 7871 Personen hier klassist- cirte Einkommensteuer zahlen. 1065 davon zahlen 500 Mk. und mehr. Einen städtischen SteuerzuschlaZ von 500600 Mk. zahlen 173, 60700 Mk. 258, 700800 Mk. 2, 800 bis 900 Mk. 123, 900-1000 Mk. 97, 10002000 Mk. 295, 20003000 Mk. 77, 30004000 Mk. 40, 4000 bis 5000 Mk. 23, 50006000 Mk. 16, 60007000 Mk. 17, 7000-8000 Mk. 2, 80009000 Mk. 5 und 9000 bis 10000 Mk. 8 Personen. Obenan steht Freiherr W. v. Roth­schild mit 232 560 Mk., dann folgt Nathan v. Rothschild mit 41040 Mk., Louise Freifräulein v. Rothschild 17 000 Mk., Ludw. Gottl. Friedr. v. Erlanger 27 360 Mk., W. Grunelius 27 360 Mk., Jac. Stern 17 100 Mk., Th. Stern 13 680 Mk., Rud. Sulzbach 13 680 Mk., F. E. v. Erlanger 11 628Mk., Adolf Goldschmidt 11628 Mk., v. Reichenbach 11628 Mk. 137 juristische Personen darunter 19 Versicherungs- Gesellschaften bringen an Steuer 800333 Mk. aus. Darunter nimmt die Metallgesellschaft mit 68 400 Mk. den ersten Platz ein.

* Cobleuz, 4. August. Zum Wettturnen waren heute 251 Wettturner angetreten, wovon bis zum Schluffe 231 mitgeturnt haben. Es wurde vorzüglich geturnt, das Turnen dauerte von Morgens 7 Uhr bis Mittags, ihm folgte nach Inständiger Pause das Wettlaufen, welches gegen 5 Uhr beendet wurde. Auch sand am Nachmittag großes Schüler­turnen statt. Morgen früh 9 Uhr beginnt das große Kür­turnen der geübtesten Turner' des Mittelrheinkreises. Es sind viele Gäste aus anderen Kreisen anwesend, u. A. von der Berliner Turnerschast Prof. Euler und Dr. Angerstein. Das Wetter ist prachtvoll. Nachstehend bringen wir das Ergebniß des Wettturnens:

Preis

Punktzahl

1.

66,75

Ludwig Schäfer, Frankfurt, T.-Gem.

2.

65,7

Carl Schreiber, Hanau, T.-Ges.

3.

63,75

Aug. Horn, Wiesbaden, T.-V.

4.

62,2

Carl Angermeter, Frankfurt, T.-Gem.

5.

61,75

Daniel Planz, Höchst, T.-Gem.

6.

59,75

Carl Winkler, Hanau, T.-Gem.

7.

58,95

Gg. Franke, Wiesbaden, M.-T.V.

8.

58,75

Rudolph Teubner, Frankfurt, T.-Gem.

9.

58,35

Heinr. Dörner, Wiesbaden, M.-T.-V.

10.

58,05

Carl Burger, Hanau, T.-Gem.

11.

57,95

Emil Lorch, Bretzenheim, T.-V.

12.

57,90

Peter Herbig, Coblenz, T.-V.

13.

57,45

Carl Weimer, Wiesbaden, M.-T.-V.

14.

57,35

Franz Schott, Offenbach, T.-Ges.

15.

57,20

Adolf Schmidt, Offenbach, T.-V.

16.

57,10

Wilh. Kranz, Mainz, T.-V.

17.

56,80

Phil. Stumpf, do.

18.

56,55

Theod. Kahles, Frankfurt, T.- u. F.-Cl.

19.

56,50

Rud. Schwab, L>achsenhausen, T.-V.

20.

55,80

Phil. Schauermann, Sachsenhausen, T.-Ges.

21.

55,20

Ad. Honzen, Hanau, T.-Gem.

22.

54.90

Aug. Verschied, Idar, T.-V.

23.

24.

54,45

54,25 |

Carl Hilger, Trier, T.-Gem. Mosella. Adolf Ohlenschläger, Worms, T.-Gem.

Carl Hoffmann, Mainz, T.-V.

25.

54

Jul. Herzberger, do.

26.

53,95

Christ. Hufer, Bornheim, T.-Gem.

27.

53,75

Jacob Steinberger, Castel, T.-T.

28.

53,50

Wilh. Solzer, Bornheim, T.-Gem.

29.

53,35

Franz Bauer, Aschaffenburg, T.-V.

30.

53,25

Heinr. Funk, Sachsenhausen, T.-Ges.

31.

53,20

Franz Veldum, Fechenheim, T.-V.

32.

33.

53

52,75 j

Martin Gärtner, Marburg, A. T.-V. Peter Gerwes, Castel, T.-V.

Emil Kröninger, Idar, T.-V.

34.

35.

52,70

Martin Ritzel, Bieber, T.-V. Phil. Best, Offenbach, T.-Ges.

52 |

51,90

51,75 |

Jordan Anger, Amöneburg, T.-V. Adolf Sckmtdt, Offenbach, T.-Ges. Richard Nagel, Frankfurt, T.-V. Jacob Kreis, Hanau, T.-Ges.

36.

37.

Adam Hellmuth, Coblenz, T.-V.

38.

51,50

Jacob Schmidt, Wiesbaden, T.-Ges.

39.

51,10

Chr. Wüst, Bockenhetm, T.-V.

40.

51

Carl Wienand, Wiesbaden, M.-T.-V.

41.

50,75

Wilh. Hemberger, Bornheim, T.-Gem.

42.

50,60

Georg Maurer, Darmstadt, T.-V.

43.

50,50 !

Carl Röhler, Hanau, T.-Gem.

Joh. Schüßler, Wiesbaden, T.-V.

44.

50,40

Val. Richard, Hanau, T.-Ges.

45.

50,30

Jos. Hänchen, Wiesbaden, M.-T.-V.

46.

50'25 {

Ed. Dreher, Obertiefenbach, T.-V.

Joh. Rathgeber, Biebrich-Mosbach, M.-T.-V.

47.

50,05

Chr. Fischer, Griesheim, T.-Gem.

Univerfitate - Nachrichten.

^ctor der Universität Berlin für das Amtsjahr 1890/91 ist Prof. Tobler gewählt worden.

Mit dem 1. October tritt an der Universität Heidelberg eine Theilung der philosophischen Facultät ein. Die Vertreter der Phrlosophte, Sprachwissenschaften, Geschichte und Volkswirthschafts- lehre bleiben in der auch fernerhin sogen,philosophischen Facultät", dagegen treten die Lehrer der Mathematik und der verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächer aus und bilden eine neue fünftenatur- wissenschaftlich-mathemattsche Facultät".

Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen mit Vorliebe d. Holland. Tabak von B. Becker in Seesen a. H., 10 Pfd. lose in 1 Beutel fco. 8 JL 156

Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.

31. Woche. Vom 27. Juli bis 2. August 1890.

Einwohnerzahl: 20 500 (tncL 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 33 %o.

Es starben an: Zusammen: Erwachsene:

Kinder im vom

Diphtherie

1.

Lebensjahr: 2.15. Jahr:

4 (2)

4 (2)

Lungenentzündung

1

_

1

Lungenschwindsucht

1 (1)

1 (1)

Lungenödem

1

1

Darmentzündung

1

1

Bauchfellentzündung

1 (1)

1 (1)

c_

Wassersucht

2

2

- -

Gehirnentzündung

1

1

Krebs

1

1

Summa: 13 (4) 6 (2) 2 5 (2)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie vte^ der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts I nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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garten baftlbft .. Wegwarten Wtlich meistbietend oerst Gießen, 30. Juli 1890.

Großh. OrtSgericht I. A.:

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