ur.b dreier Unterricht Herrn Dr. Molly übertragen,- zur möglichsten Förderung dieses Unterrichtes verwendeten wir die dem Gewerbverein s. Z. aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums der Handwerkerschule Seitens der Stadt geschenkten 100 Mk. zur Anschaffung von physikalisch-mechanischen Apparaten und Modellen.
Die früher in den Constructionszeichnen-Unterricht en^ geschobene Bauconstructions- und Festigkeitslehre, sowie Baumaterialienlehre und Stylkunde sollen bekanntlich für die Folge in besonderen Unterrichtsstunden vorgetragen werden - bisher war dies nur th eil weise möglich und vollständig getrennte Unterrichtsstunden für diese Fächer werden erst nach Anstellung eines weiteren Lehrers eingesührt werden können, da es für den einen Lehrer thatsächlich unmöglich ist, alle diese Fächer in gesonderten Unterrichtsstunden zu ertheilen. Wir hoffen, diesen Lehrer vom nächsten Wintersemester ab anstellen zu können, wenn wir auch zunächst noch keinen erhöhten Slaatszuschuß, sondern nur den erhöhten Beitrag der Stadt dafür zur Verfügung haben. Um diese geänderte Organisation ohne allzuviele Schwierigkeiten einführen zu können, bedarf es allerdings auch noch genügender Schulräume, die uns hoffentlich mit Vollendung des neuen Schulhauses zur Verfügung gestellt werden- auch zur Unterbringung und zur Nutzbarmachung unserer so werthvollen Bibliothek wären größere Räumlichkeiten dringend erforderlich.
Seitens Großh. Centralstelle wurden wir auch im verflossenen Jahre durch Ueberlaffung werthvollen Unterrichtsmaterials an Vorlagen und Musterzeichnungen ausgiebig uttterstützt.
Uebergehend zu der Rechnungsablage, bemerke ich zunächst, daß unsere Rechnung, entsprechend den Wünschen der Centralstelle, im verflossenen Jahre zum ersten Male vollständig getrennt geführt worden ist, für den Gewerbverein speciell als solchen und für die erweiterte Handwerkerschule. Sie umfaßt die Zeit vom 1. April 1889 bis dahin 1890.
Die Rechnung, die hier vorliegt, ist von 2 Mitgliedern des Vorstandes geprüft und in allen Theilen richtig befunden worden- ich gestatte mir, Ihnen deren Ergebnisse, ohne in die Einzelposten einzugehen, nach ihren verschiedenen Rubriken
mitzutheilen.
Es betrugen im verflossenen Jahre die Einnahmen der erweiterten Handwerkerschule:
1. An Staatsbeiträgen . . 5700.— Mk.
2. „ Beitrag der Stadt . 300.— „
3. „ Schulgeldern . . . 1286.55 „
Summa 7286.55 Mk.
die Ausgaben
1. Für Lehrergehalte...... 5856.— Mk.
2. Für den Schuldiener und das Reinigen und Jnstandhalten der Schullocale . 352.70 „
3. Für Bureaumaterialien, Porti und
Miethe der Gaseinrichtung.... 80.35 „
4. Für Unterhaltung der Vorlagen und Unterrichtsmittel, sowie Buchbinder . 25.69 „
5. Für Drucksachen und Inserate. . . 19.60 „
6. Für Mobilien (neue Schränke) und
deren Unterhaltung, nebst Erweiterung der Gaseinrichtung......317.96 „
7. Für kleine Bedürfnisse und Unvorgesehenes .......' . . 4.95 „
8) Für die neuen Modelle für Physik und Mechanik........ 124.50 „
Summa 6781.75 Mk.
Es bleibt hiernach aus der Rechnung der Handwerkerschule ein Ueberschuß von 504.80 Mk. oder eigentlich, da für die Kosten der physikalischen Modelle der besondere Fonds von 100 Mk. vorhanden war und der Rest von dem Gewerb- vereine bestritten wurde, ein solcher von 629.30 Mk., was hauptsächlich dem Umstande zu verdanken ist, daß die Einnahmen aus dem Schulgelde sehr niedrig in den Voranschlag eingesetzt waren - außerdem haben wir in den Rubriken 3, 4, 5 und 7 im verflossenen Jahre ganz unverhältnißmäßig wenig gebraucht, was aber nicht immer so sein wird, im Gegen- theile wird die große Sparsamkeit an einzelnen Posten im einen Jahre ein um so größeres Bedürfniß im nächsten bedingen.
Auf der Rechnung des Gew erb Vereins als solchen betrugen Sie Einnahmen:
1. An Mitgliederbeiträgen . . 214 Mk.
2. „ Beitrag der Stadt . . 200 „
3. „ „ „ Sparkasse . 200 „
Summa 614 Mk.
die Ausgaben:
1. Für die Bibliothek...... 228.— Mk.
2. „ Drucksachen, Inserate und Porti 149.85 „
3. „ Vorträge und ähnliche Veranstal-
rungen (hier die Ausstellung der Schmiedearbeiten)..... 25.50 „
5. „ Unvorhergesehenes..... 27.30 „
Summa 430.65 Mk.
Es bleibt demnach auf der Rechnung des Gewerbvereins ein Ueberschuß von 183.35 Mk., welcher im Wesentlichen dadurch entstanden ist, daß wir den für Vorträge vorgesehenen Betrag nur theilweise und den für einen Vereinsdiener vorgesehenen gar nicht zu verwenden brauchten. Diesen Ueberschuß können wir, wie vorher erwähnt, im nächsten Jahre zweckmäßig verwenden, um einmal außergewöhnlich viel für Vorträge ausgeben zu können.
Die für nächsten Winter in Aussicht genommene erweiterte Organisation der Schule wird größere Mittel erfordern, als wir bis dahin zur Verfügung hatten — namentlich durch Anstellung eines weiteren Lehrers — und wir hoffen dieselben zu erhalten, einestheils durch die Erhöhung der staatlichen Subvention und anderntheils durch die zugesagte Vergrößerung des Geldbeitrages der Stadt- die wichtigste Aufgabe dabei
wird d:e Gewinnung der geeigneten Lehrkraft zur Unter- | stützung des Hauptlehrers fein.
Ich schließe meinen Bericht mit dem Ausdruck des Dankes ' an die Herren Lehrer der erweiterten Handwerkerschule für die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, mit der sie ihrer Thätig- fett nachg'ekommen sind und mit dem wiederholten Wunsche, daß die Herren Mitglieder des Vorstandes die Schule mitunter besuchen möchten, um einen Einblick in ihre Wirksamkeit und ihre Leistungen zu erhalten.
Möge ihre weitere Entwicklung eine ebenso erfreuliche wie in den letzten Jahren sein und sie durch die beabsichtigte weitere Organisation ihre Ziele in immer vollkommenerer Weise erreichen.
CocaUs «nd ^ovinzielle-.
Gießen, 5. Juli.
— Zur Landtagswahl. Wer ist bei den Urwahlen stimmberechtigt? Stimmberechtigt bei den Urwahlen zur Wahl für die Wahlmänner sind alle Staatsbürger, welche: a. das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, b. seit Anfang dieses Jahres, in welchem die Wahl stattfindet, Einkommensteuer entrichten und mit Entrichtung derselben im Jahre der Wahl sich nicht im Rückstände befinden, c. nicht durch die in dem § 65 Ziffer 2 a—c aufgeführten Mängel von der Stimmberechtigung ausgeschlossen sind. Wer kann als Wahl- manu gewählt werden? Wählbar zum Wahlmann ist jeder stimmberechtigte Urwähler, welcher in der Wahlgemeinde seinen Sitz hat und seit Anfang des Jahres in welchem die Wahl stattfindet, an directen Steuern mindestens den einem Normal- steuer5apital von 40 fl. — 68.60 Mk. entsprechenden Betrag für eigenthümliches oder nutznießliches Vermögen entrichtet. Wer ist wählbar als Abgeordneter zur Zweiten Kammer? Wählbar zum Abgeordneten der Städte und Wahlbezirke sind alle stimmberechtigten Urwähler, gleichviel wo sie zur Zeit'ihren Wohnsitz haben, jedoch mit den in § 81 angegebenen Beschränkungen. Wie wird die Hessische Staatsangehörigkeit durch Aufnahme erworben? Jedem Deutschen, der in einem Bundesstaate um Aufnahme in die Staatsangehörigkeit nachsucht und nachweist, daß er in dem Bundesstaate, in welchem er die Ausnahme nachsucht, sich niedergelassen habe und keine sonstigen Gründe gegen denselben vorliegen, welche nach den §§ 2 — 5 des Reichsgesetzes über die Freizügigkeit vom 1. November 1867 eine Versagung seines Ansuchens rechtfertigen, wird durch eine von der höheren Verwaltungsbehörde auszusertigende Aufnahme-Urkunde die Staatsangehörigkeit ertheilt.
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Vermischtes.
* Berlin, 30. Juni. Der „Verein für Volksbäder" hat heute unter dem Vorsitze des Herrn Dr. G. v. Bunsen im Beisein des Vertreters der Stadt, Herrn Stadtrath Borchardt, seine diesjährige ordentliche Generalversammlung abgehalten. In derselben wurden von dem Schriftführer Herrn Dr. Oscar ß aff ar und dem Schatzmeister Herrn Valentin Weisbach höchst erfreuliche Mittheilungen über das Gedeihen und die Entwickelung dieses gemeinnützigen Unternehmens erstattet. Aus denselben geht hervor, daß die Anzahl der genommenen Bäder sich gegen das Vorjahr um 25 pCt. gesteigert hat. Die Anstalt in der Gartenstrabe (aus dem alten Sophien - Kirchhofe) und die Anstalt in der Wallstraße (Logengarten) sind zusammen von 221 893 Personen frequentirt worden. Der vierte Theil aller dieser Bäder entfällt auf Brausebäder, die übrigen sind in Form von Wannen verabreicht worden. Hervorgehoben wurde, daß leider die zur Verfügung stehenden Brausebäder für Frauen noch nicht hinreichend ausgenutzt werden, obwohl diese wohlthätige Einrichtung gegen den Entgeld von „Zehn Pfennigen" die Verabreichung von einem warmen und kalten Brausebad mit Seife und Handtuch in sich schließt und sich namentlich für Schulkinder in hohem Maße geeignet erwiesen hat. Entsprechend der großen Frequenz, welche in der That alle etatsmäßigen Vorausberechnungen bei Weitem überflügelt, hat sich auch die Mehreinnahme um fast rund 11000 Mk. gegen das Vorjahr gesteigert. Von diesem Ueberschuß sind erhebliche Abschreibungen zur weiteren Fundirung des Betriebes vorgenommen und der Rest verwendet worden, um den Maximal- Anspruch der Obligationen-Inhaber mit pCt. Zinsen und 172 pCt. Amortisation voll und ganz zu befriedigen. Diese Thatsache steht wohl einzig in ihrer Art da. Um der arbeitenden Bevölkerung die Wohlthat ausgiebiger körperlicher Reinigung zu denkbar billigstem Preise zu sichern, ist unter Beihilfe der Stadtgemeinde Berlin ein ansehnliches Capital von opferwilligen Bürgern ä fand perdu hergegeben und damit die Lebensfähigkeit des Unternehmens gewährleistet worden. Nun zeigt sich, daß das badende Publikum von dem Capital durch keinerlei almosenartige Wohlthätigkeit bedrückt wird, sondern im Gegentheil durch reichliche Ausnutzung eine angemessene Verzinsung selbst bewirkt. Dieses Ergebniß ist von weit tragender Bedeutung. Es zeigt, daß die glückliche Erkennung wahrhafter Volksbedürsnisse auch den wirth- schastlich richtigen Weg erschließt, und dem socialen Gleichgewicht zu seinem Rechte verhilft. Hierin liegt der Schwerpunkt der Thätigkeit, welche der „Berliner Verein für Volksbäder" entfaltet.
* Berlin, 1. Juli. Ein „Scherz" hat in verflossener Nacht schreckliche Folgen nach sich gezogen. Die in einer Claviaturenfabrik in der Mühlenstraße beschäftigten Arbeiter, May, Dennert und Sabatke gingen nach Feierabend in eine Destillation. Gegen 12 Uhr Nachts brachen sie auf, um nach Hause zu gehen. Als sie die Unterbaumbrücke passirten, packte Dennert seinen Freund Sabatke im Uebermuth plötzlich im Genick und am Bein und hielt ihn über das Geländer der Brücke mit den Worten: „Na, wie wärs, wenn ich Dir einmal ein Bad bereiten würde?" —■ Da, in demselben Augenblicke — ein Schrei, ein dumpfer Fall ins Wasser, — Sabatke war verschwunden. Dennert hatten die
Kräfte veriassen, er hatte seinen Freund fallen lassen. Trotzdem man diesem sofort den Rettungsball zuwarf, blieb er verschwunden- die Leiche war bis heute Mittag noch nicht gesunden. Dennert ist verhaftet worden, ebenso May, weil man annimmt, daß auch dieser den Tod des Sabatke mit herbeigeführt hat.
* Heilbronn, 27. Juni. Die heutige Verhandlung des Schwurgerichts dahier betraf einen grauenhaften Fall. Am Sonntag den 1. September v. Js. kam der 9 Jahre alte Leonhard Heilmann von Tiefenbach, vor Maulbronn, nicht nach Haufe. Man durchstreifte zwei Tage lang die Umgebung, insbesondere die nahegelegenen Wälder, ohne eine Spur zu entdecken. Wie erhoben wurde, war der 19 Jahre alte Gottfried Sommer (nicht Pommer) von Tiefenbach am Sonntag mit ihm nach dem Walde gegangen und allein zurückgekehrt. Heber den Verbleib des Knaben befragt und in Widersprüche verwickelt, wurde Sommer festgenommen und durchsucht, wobei er einen Zettel Papier rasch zu beseitigen trachtete. Auf demselben waren noch die ersten Zeilen zu entziffern, in welchem der Schreiber klagte, wie schwer ihn seine Schuld darniederdrücke. Nunmehr ließ er sich auch dazu herbei, die Leute zu dem Knaben zu führen. Man fand denselben unweit eines begangenen Weges im Walde, die Hände und Füße gebunden, mit glatt rasirtem Kopf und durchschnittener Kehle entseelt auf dem Rücken liegen. Ein Ohr war weggeschnitten, Strümpfe und Schuhe lagen neben der Leiche, das Hemd des Knaben war über die Hosen gezogen. Irgend welche Spuren, daß an dem Knaben ein weiteres Verbrechen verübt worden, fanden sich nicht. Der Thäter hatte sein Opfer durch ein kleines Geschenk in den Wald gelockt, ihm dort die Haare geschnitten und dann mit einem Nasirmesser den Kopf kahl rasirt, Hände und Füße gebunden und die Kehle durchschnitten. Während er den Knaben rasirt habe, gibt der Angeklagte an, sei der Teufel in ihn gefahren und habe ihn all' dies geheißen. Nach der That zog der Mörder singend nach Hause - auf dem Wege unterhielt er sich scherzend mit zwei Mädchen, die er traf. An der Suche nach dem Kinde betheiligte er sich selbst - mit größter Gelassenheit und Gewandtheit erklärte er den Leuten, wie der Knabe sich von ihm getrennt habe. Die grauenhafte That, zu der kein Schlüssel das Motiv zu liefern schien, mußte zunächst zu dem Glauben führen, man habe es mit einem Verrückten zu thun, weßhalb der Thäter zur Untersuchung seines Geisteszustandes in mehrere Irrenanstalten verbracht wurde. Das Resultat dieser Untersuchung war ein so divergirendes, daß die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens beantragte , welchem Anträge entgegen die Strafkammer das Hauptverfahren wegen Mordes eröffnete. Die heutige Verhandlung verlieh ihr Recht, derni es ergaben sich in dieser neue Momente, welche eine mit dem Kinde verübte oder geplante unsittliche Handlung wahrscheinlich machen. Für diese Erklärung der That hatte sich von Anfang an der Director Dr. Ast aus Schussenried ausgesprochen. Nunmehr bejahten alle Sachverständigen die Frage der Zurechnungsfähigkeit des Thäters, in welchem Sinne dann auch die Geschworenen entschieden. Der Angeklagte wurde zum Tode verurtheilt.
Univerfitäts - Nachrichten.
— Im lausenden Sommerhalbjahre beträgt die Zahl der im- matricultrten Studtrenden aut den neun preußischen Universitäten und der Akademie zu Münster 13,698. Von diesen gehören 2787 oder 20,3 pCt. der evangelisch-theologischen, 570 ober 4.2 pCt. der katholisch-theologischen, 2555 oder 18,7 pCt. der juristischen, 3746 oder 27,3 pCt. der medicti.tschen unb 4040 oder 29,5 pCt. der philosophischen Facultät an. Unter den der philosophischen Facultät angehörenden Studirenden befinden sich 1095 oder 29,2 pCt. Preußen ohne Zeugniß der Reise gemäß § 3 der Vorschriften für Studtrende der Landesuniversitäten rc. vom 1. October 1879. Das Lyceum Hosianum zu Braunsbera konnte in die vorstehende Zusammenstellung nicht einbezogen werden, weil das betreffende Ver- zeichniß noch nicht vorlag.
Literatur und "Ktinft.
— Wassersport, 1890, Nr. 27. Inhalt: Termine. — Unter Amtlicher Theil: Mttthetlungen der Clubs. — Unter Rudern: Amateur-Ruder Regatta des Stettiner Regatta-Vereins. Internationale Ruder-Regatta des Mainzer Ruder-Vereins. Zehnte Amateur-Ruder-Regatta des Wiener Regatta-Vereins. Ausschreibung des Prager Ruder-Wettfahrt Comilös. Meldungen des Münchener Ruder-Club, des Cesky-Äthletic-Club, Raudnitz, und der Societä delle Regale, Triest. Nennungen des Norddeutschen Regatta-Vereins. Nachrichten.^— Unter Segeln: Binnen-Regatta des Martne-Regatta- Vereins. Segel-Regatta des Memeler Segel-Vereins. Interne Frühjahrs-Regatta des Richaer Aacht-Clubs. Zur Vergnügungsfrage. Nachrichten. — Unter Schlimmen: Ausschreibung des Berliner Schwimmerbund unb bes Schwimm-Clubs „Neptun", Spindlers- felb. Nachrichten. — Briefkasten. — Anzeigen.
Milde, wohlschmeckend und seit zehn Jahren bewährt 'st der
Holländ. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz, 10 Pld. fco. 8 JL 156
Verzeichnis^ der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände Inder Stadt Gießen vom Monat Juni 1890.
Je 50 Kilogramm kosten:
Weizen.....
Korn (Roggen). Gerste......
Hafer ..... Heu.......
Stroh......
M.
10
9
9
9
2
2
4 93 2‘ t‘2 3 f 75 65
Kartoffeln. . . Erbsen.....
Bohnen .... Linsen.....
Reis......
Graupen, ord.
v4L
2 14 14 19 20 20
3b
50
75
50 oO
Hafergrütze. . . Gerstengrütze . Zwiebeln.... Braunkohlen. . Steinkohlen . .
M.
21
20
12
1
1 TZZI 1 ^1
Je i/r Kilogramm kostet: ___
Butter.....
Ochsenfleisch . . Kub- und Rindfleisch .....
Kalbfleisch . . . Hammelfleisch . Schweinefleisch.
h i l iiii
8b
7'
61
5b
65 7(
Weißmehl. . • Roggenmehl. • Roggenbrod. . Kaffee, gebr., in
Bohnen. . .
Salz......
Speck, geräuch.
I l -Ul M
§
21
18
27
80
10
9b
Schweineschmalz 1/2 kg
Bier... 1 hl Branntwein 1 hl Milch ... 11 Petroleum 1 1 Eier . 10 Stück
1 1 1 &S2I M
80
16
20
56


