Ausgabe 
6.7.1890 Erstes Blatt
 
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Gümbel, auf das Herzlichste beglückwünscht und ihm die Ehre zu Theil, von zuständiger Seite erfahren zu dürfen, daß das Problem, Saiten aus naturgemäße Weise zum Schwingen zu bringen, in der schönsten Weise gelöst sei. Bei den Spielproben fielen besonders die schönen Baß- und Mittelstimmen-Saiten auf, welche besonders das Orgelspiel beleben und als Gegensatz zum Orgelton besonders günstig und überraschend sich benehmen. Wie wir hören, ist auch Seitens der Marburger Herren Professoren von Fach eine Besichtigung in Aussicht gestellt, welche in den ersten Tagen stattfinden wird» Weiter erfahren wir, daß für die Besich­tigung des neuen Instruments nur noch innerhalb der nächsten Tage Gelegenheit geboten ist und daß am kommenden Sonntag unter Berheiligung guter Orgelspieler eine musikalische Unter­haltung staltfinden soll. Indem wir bei dieser Gelegenheit aus unseren heutigen Jnseratentheil verweisen, sind wir gleich­zeitig in der Lage, aus eigener Anschauung den Besuch der­selben auf das Beste empfehlen zu können.

Wie uns aus Marburg mitgetheilt wird, findet vom nächsten Freitag, den 11. bis zum Sonntag den 13. d. M. daselbst ein großes landwirthschaftliches Fest statt, woraus wir nicht ermangeln wollen an dieser Stelle besonders aufmerksam zu machen. Mit dem Feste ist die General-Ver­sammlung des landwirthschastlichen Central-Vereins für den Reg. Bez. Cassel, die alljährlich wechselnd in einem Kreise des Bezirks abgehalten wird, verbunden. Dieselbe erfreut sich stets eines sehr zahlreichen Besuchs von größeren Guts­besitzern und Landwirthen. Ein ganz besonderes Interesse wird diesesmal bei dem Feste die Vieh-Ausstellung bieten, da ungewöhnlich zahlreiche und hohe Prämien für Rindvieh aus­gesetzt sind, auch Schafe und Schweine erhalten Preise. In der ferner mit dem Fest verbundenen Maschinen-Ausstellung werden die bedeutendsten Fabriken mit ihren bewährten Neu­heiten in landwirthschastlichen Maschinen und Geräthen ver­treten sein. Samstag Vormittag sollen die meisten Maschinen in Betrieb gesetzt werden, und verspricht dieses einen imposanten Anblick. - An demselben Nachmittag findet ein großartiger Festzug von der Bahnhofstraße nach dem Festplatz statt, zu dem bereits viele Corporationen und mehr als 50 geschmückte Wagen angemeldet sind. Aus dem Festplatz ist täglich Doppel- Concerr und Tanzbelustigung. Hoffentlich ist bis zu den Tagen des Festes die Regenzeit vorüber und die Gunst des Wetters Hilst ein Fest schaffen, dessen Besuch nach jeder Seite hin ein lohnender ist.

Zuziehung der Lehrlinge zur Gewerbesteuer. In Folge einer Anfrage weist dasGewerbeblatt für das Großherzog- thum Hessen" darauf hin, daß nach Artikel 14 des Gesetzes vom 8. Juli 1884 Lehrlinge, welche noch nicht zwei Jahre in der Lehre stehew, bei der Veranlagung der Gewerbesteuer in der Regel als Gehülfen nicht angerechnet werden, insofern es sich nicht um Fabriken, Berg- und Hüttenwerke und der­gleichen handelt. Bei diesen werden sie, insofern sie zu den Gehülfen niederer Kategorie gehören, stets mit in Ansatz gebracht. Im Uebrigen kommt es aus das Alter und Geschlecht der Gehülfen nicht an, ebensowenig daraus, ob und welchen Lohn sie empfangen.

Der Gleiberg Verein verliert demnächst eines seiner ältesten Mitglieder. Herr Rendant David von Krofdorf, der auch viele Jahre lang Mitglied des Vereinsvorstandes war, wird am 1. August in gleicher Eigenschaft nach Andernach übersiedeln. Die besten Wünsche seiner Freunde werden ihn begleiten, der Verein aber wird ihm dauernd ein gutes An­denken bewahren.

Neue Dienstaltersschnüre werden neuerdings an die Eisenbahnbeamten vertheilt und zwar erhalten goldene Achsel­schnüre außer Weichensteller noch Bremser, Schaffner und Heizer, bei tadelloser sünfjähriger Dienstzeit eine und bei gleicher zehnjähriger Führung zwei Schnüre.

tocates rrird provittjicllei.

Gießen, 5. Juli.

Gestern fand in Steins Garten eine Zusammen­kunft Seitens hiesiger Professoren- und Fachkreise behufö Besichtigung und wissenschaftlicher Prüfung des bei der daselbst ausgestellten neuen SaitenOrgel zur Anwendung gekommenen Princips statt. Nach detaillirter Erklärung der vorhandenen Modelle schritt man zur Tonerzeugung und zuletzt zu Spiel- Proben. Nach genommener Einsicht wurde der Erbauer, Herr

+ Romrod, 4. Juli. Aus dem hiesigen Schlosse weilt gegenwärtig, wie schon bekannt gegeben, Se. Königliche Hoheit I der Großherzog. Der düstere Ayblick, den das Schloß I mit seinen kahlen Basaltmauern früher gewährte, ist einem I freundlichen, einladenden Aussehen gewichen. Namentlich I tragen hierzu die kunstvoll angebauten Eckthürmchen bei. Auch I im Innern ist das Schloß stilvoll restaurirt worden- wenn I man die mit antiken Möbeln und passenden Malereien ver- I sehenen Räume betritt, glaubt man sich in das romantische I Mittelalter versetzt. Ausgedehnte Waldungen mit gutem I Wildstande liegen in nächster Nähe des Schlosses. Mit Vor- I liebe wählt es deshalb der hohe Gast zu seinem Aufenthalt I während der herbstlichen Jagden. Auch gegenwärtig begibt I sich der hohe Herr in den Abendstunden oft zur Jagd.

E. Ortenberg, 4. Juli. Der 13. Oberhessische Feuerwehrtag findet am nächsten Sonntag den 13. Juli hier statt. Um 9 Uhr Vormittags findet Delegirtentag tm Stern, um 11 Uhr Gesammtübung der Feuerwehr, um i/2l Uhr Festessen, um 2 Uhr Festzug, um 3 Uhr Concert (Gießener Regimentsmusik) und von 5 Uhr ab ^anzver- | gnügen statt. , . .

§ Lauterbach, 3. Juli. Heute Nachmittag wurde der fahrende Schirmmacher Schmidt, gebürtig aus Ilbeshausen, an einen Complicen angeschlossen in das hiesige Amtsgesängniß eingeliefert. Derselbe hatte in Hattenrod 13 Stücke Leinwand von der Bleiche, sowie 2 Pserdegeschirrö gestohlen und war alsdann flüchtig geworden. Dem Fußgendarm Schäfer auv Grebenau war es gelungen, die Flüchtigen dingfest zu machen. Das entwendete Gut wurde auf einem Wagen nachgefahren und ebenfalls hier abgeliesert.

r Aus der Wetterau, 4. Juli. Ihre Nachricht vor circa acht Tagen, daß in Bezug auf landwirthfchaft- liches Versicherungswesen noch Manches zu wünschen übrig bleibt, hat in den betheiligten Kreisen vielseitige Zu­stimmung erfahren. Zur Aufmunterung muß man Beispiele aus der'Praxis vorsühren, die besser wirken, als Vorträge und Aussätze. So hat sich kürzlich im Kreise Büdingen der Büdinger Pserdeversicherungs-Verein" auf

getreten. ,

Christiania, 4. Juli. Der Kaiser und der König besuchten das Schloß Oscarhall aus Bygdo, woselbst sie von der Königin begrüßt wurden. Nachmittags gaben die hier ansässigen Deutschen den Offizieren der deutschen Flotte und dem kaiserlichen Gefolge im SaaleLogebygningen" ein groß­artiges Fest. Der Generalconsul Oertzen toastete aus den Kaiser und den König, der Kausmann Költzow aus die deutsche Marine, Vieeadmiral Deinhardt auf die Kameradschaft der deutschen und der norwegischen Flotte, Contreadmiral Schröder auf die norwegische Marine und der Oberst Hoff auf ewige Freundschaft zwischen den norwegischen und den deutschen Land- und Seetruppen. ,

London, 4. Juli. Das Oberhaus nahm m erster Lesung die Bill, betreffend die Abtretung von Helgo­land, an. Die zweite Lesung findet am Donnerstag nächster Woche statt. ,

Leeds, 4. Juli. Der Ga sarb eiterstrrke tst beendet. Das Gas-Comits bewilligte die Hauptforderungen der Ar­beiter, darunter die Entlassung der jetzt beschäftigten Nicht­unionisten. .

Dublin, 4. Juli. Ein hier ausgebrochener Strike der Kohlenträger veranlaßte Schwierigkeiten im Ausladen der Kohlenschiffe. Bei längerer Dauer dürste auch der Be­trieb der industriellen Etablissements beeinträchtigt werden.

Madrid, 4. Juli. Den letzten Nachrichten zusolge kamen in Gandia 7, in Beniopa 2, in Cuatredonda 1 Cholera- Erkrankung vor. Die Zahl der Todesfälle ist sehr gering.

Sofia, 4. Juli. Die Wahlen zur S o b r a n j e sind aus den 26. August alten Stils anberaumt.

Petersburg, 4. Juli. Die heutige Nummer der Gesetz­sammlung enthält ein kaiserliches Manisest betreffend die Vereinigung des Po st wese ns von Finland mit demjenigen des russischen Reiches, serner ein neues temporäres Reglement für die Vertheilung des Reingewinnes von Eisenbahngesellschasten, resp. über den Modus der Theilung des Reingewinnes behuss Tilgung des Kronguthabens und Verabsolgung der Dividende.

stecken!"

* Die Polizeimacht der Stadt Newyork besteht gegen­wärtig aus 3410 Mann. Davon sind 2273 in den Ver­einigten Staaten und der Rest im Ausland geboren. Anter den Ausländern befinden sich 911 Irländer, 144 Deutsche, 30 Engländer u. s. w.

* Noch vor Kurzem trug eine Warnungstafel in Nord­böhmen folgende Inschrift:Wer über diese Brücke rascher als im Schritt fährt, zahlt 1 fl. 10 kr. Strafe- im Falle der Zahlungsunfähigkeit setzt es zwölf Hiebe. Die Hälfte der Strafe empfängt der Angeber."

. aber ... ich wollte in den Briefkasten . . .

Gegenseitigkeit gegründet. Ob ein solcher Verein zeitgemäß ist, kann am besten daraus beurthcilt werden, daß binnen ganz kurzer Zeit für 80000 Mk. Versicherungen abgeschlossen wurden. Nun hört man gar zu häufig, daß im Juni die Pferde leicht krank werden und warum? Well die Knechte von dem Erbfehler: neues Hen zu füttern, nie curirt werden können. Hätte ich nur rechtzeitig versichert! nef mir vorhin ein Bekannter zu, dem dieser Tage ein pracht­volles Gespann erkrankte und wovon das Sattelpferd, em Thier im Werthe von 8900 Mk., verendete. Für einen solchen Verlust hätte die Prämie viele Jahre lang gezahlt werden können. Wenn die Kuh fort ist, macht man den Stall zu, sagt ein Sprüchwort.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau.

Berlin, 4. Juli. Die Amerikaner feierten heute am 4. Juli das Uuabhängigkeitssest durch ein großes Bankett im festlich geschmückten Kaiserhossaale, an welchem ca. 500 Personen theilnahmen. Weber (Newyork) toastete aus den Kaiser, ihn als Friedenskaiser feiernd, der den Helden- thaten des Krieges die Friedenspalme auffetzt durch seme Fürsorge für die Arbeiter. Phelps dankte in schwungvoller Rede, die deutsche Sitte und die deutsche Jugend feiernd. Forckenbeck dankte ^ür den Toast Webers auf Berlin, und sprach den Wunsch aus, daß die Beziehungen beider Länder den bisherigen Pfad weitergehen mögen zur stetigen Entwick­lung beider Länder, die ein eoinzidirendes Interesse gemein haben. Vivat floreat crescat die Freundschaft zwischen Amerika und Deutschland! Der Schützenpräsident Di er sch dankte den Amerikanern für den Besuch des Festes und trank aus deren Wohl. Wildenbruch feierte in launiger Weise die Geschichte zweier Brüder, deren einer nach Amerika auswanderte, und die sich nach jahrelanger Trennung als ewige Freunde wiedersanden. Wichert toastete aus die Presse, Julius Wolff aus die Damen- Eugen Wolff entschuldigte Wißmann, der, gleich den Deutsch-Amerikanern, Pionier gegen die Selaverei in Afrika, deren College sei. Der Vertreter der Hamburger Packetsahrt-Gesellschaft überreichte einen prachtvollen goldenen Pokal zum Andenken au die Ueberfahrt mit dem DampferWieland". Telegramme wurden an den Kaiser nach Christiania und an den Präsidenten nach Washington gesandt. Fürst Bismarck dankte telegraphisch für die Ein­ladung und lud seinerseits die Independent-Schützen zu einem Besuche nach Friedrichsruh ein.

Friedrichsruh, 4. Juli. Die in Hamburg concerttrende Capelle des bayerischen Infanterie-RegimentsWrede" brachte gestern dem Fürsten Bismarck eine Morgenmusik, wobei dem Publikum der Eintritt in den Park gestattet war. Nach einem Hoch aus den Fürsten und die Fürstin erschien der Fürst unter dem Publikum und brachte ein Hoch aus den Prinzregenten von Bayern aus. Hierauf wurden die Musiker mit Bier bewirthet.

Wien, 4. Juli. Gegen 300 Schützen, darunter 50 ungarische, sind Abends mit der Schützencapelle nach Berlin abgereist. An der Fahrt nehmen auch der Wiener und der Pester Oberschützenmeister, Delegirte der Stadt Wien und zahlreiche andere Personen theil.

Christiania, 4. Juli. Kaiser Wilhelm und König Oscar begaben sich heute mittelst Sonderzuges nach Sand- viken, woselbst eine prächtige Ehrenpforte mit Jagd- und Fischereisymbolen errichtet war. Ein Musikcorps spielte ine Nationalhymne. Von da begaben sich die Herrscher zu Wagen nach Ringerike und per Dampfer nach Skjaerdalen, wo bereits ein Sonderzug wartete, um sie nach Hönefos zu führen. Um 3i/2 Uhr erfolgte die Ankunft in Hönefos. Am Bahnhof waren die Spitzen der Behörden erschienen, weiß gekleidete Mädchen streuten Blumen und die zahlreich herbeigeströmte Bevölkerung begrüßte die Herrscher mit stürmischem Jubel. Die Stadt ist prachtvoll geschmückt. Um 4J/2 Uhr wurde das Diner eingenommen und um 6 Uhr erfolgte alsdann die Rückreise nach Christiania. Feiner Landregen ist hier ein-

,,Ja ... ich wollte ja . . . nur wenn ich bitten dars!"Ja . . . ja nur . . . diesen Brief . .

Dermifd?tes.

* Darmstadt, 2. Juli. Postpersonalnachrichten. Versetzt sind der Postcassirer Runk von Offenbach (Main) nach Hamburg behufs Uebernahme einer Postinspectorstelle, der Oberpostd'irectionssecretär Neumann von Stettin nach Offenbach (Main) behuss Uebernahme einer Postkassirerstelle, der Postassistent Schneider von Hamburg nach Orten­berg (Hessen) behufs Ueberuahme einer Postverwalterstelle.

* Marburg, 4. Juli. Die preußische Regierung har aus einem Specialfalle Anlaß genommen, die Kreisschul- inspeetoren darauf hinzuweisen, daß ein corporatives Hervor­treten der Schulkinder in öffentlichen Kundgeb­ungen in erziehlichem Interesse nicht zu billigen sei. Den Lehrern sei deshalb aufzugeben, derartigen Veranstaltungen in jedem einzelnen Falle von vornherein entgegenzutreten.

* Am Rhein nimmt die Traubenblüthe, soweit die Nach­richten aus den verschiedensten Orten vorliegen, einen günstigen Verlauf und wird in wenigen Tagen vollständig beendet sein. Der Fruchtansatz wird überall als ein sehr günstiger be­zeichnet- in vielen Gemeinden sei er seit Jahren nicht so gut gewesen wie Heuer. Die Hoffnungen der Winzer sind nicht

Der PostdampferNoordlaud" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 3. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Canö« mtö Volkrwirthschafr.

Das Seien der Milch. (Nachdruck verboten.) Da die Milch beim Melken und nach demselben leicht auf verschiedentltche Weise verunreinigt wird, sollte ein Durchseien derselben nicht unter­lassen werden; Acht zu geben ist aber auf das zu verwendende Geschirr. Am besten geschieht das Seien durch die bekannten Mtlch- siebe von versilbertem Kupferdraht. Messingsiebe ohne Versilberung sind zwar auch zu gebrauchen, jedoch müssen dieselben, weil sich leicht Grünspan bildet, mit großer Sorgfalt gereinigt und vor langem Feuchtstehen geschützt werden. Letzteres ist auch bei der Verwendung von Haarsieben zu beobachten. Settücher sind nur dann mit Nutzen verwendbar, wenn sie jedesmal nach dem Gebrauche sorgfältig ge­reinigt werden. Ferner kommen Siebe mit durchlöcherten Metall­platten zur Verwendung, dieselben haben von den Drahtsieben den Vorzug der leichteren Reinigung.___________________

Arr-zrrg aus den Stanöesamtsregiftern

der Stadt «Sieben.

Aufgebote.

Juni: 30. Christian Orth von Lahr, Former dahier, mit Margarethe Hammel von Queck, wohnhaft dahier. Juli: 2. Julius Hofmann, Pastor zu Baltimore, mit Adele Luise Chattn von Ehaux- de-fonds. 4. Theodor Leo, Goldarbetter dahier, mit Julie Wenzel hterselbst.

Juli: 2. Heinrich Spuck von Lauvach, Briefträger dahier, mit Elisabetha Fach von Bettenhausen, wohnhaft dah er. 4. Wilhelm Gebauer, Schlosser dahier, mit Margarethe Schmidt Hierselbst.

Geborene.

Juni: 23. Dem Universitäts-Professor Dr. Goswin Freiherr von der Nopp ein Sohn, Hans Georg Theodor Wessel. 26. Dem Schutzmann Gottfried Dörr eine Tochter. 26. Dem Schuhmacher I Martin Erb ein Sohn, Karl Martin Friedrich. 27. Dem Lacksieder I Friedrich Wilhelm Vetter ein Sohn, Friedrich Carl Andreas. I 28. Dem Fuhrmann Karl Dittmar II. ein Sohn, Karl Ludwig I Friedrich Peter Heinrich. 30. Dem Former Wilhelm Pletsch ein I Sohn, Wilhelm. Juli: 1. Dem Bureaugehülfen Friedrich Lucke ein I Sohn. 2. Dem Restaurateur Karl Klingenberg eine Tochter.

I Gestorbene. _ r .

Juni: 29. Wilhelmine Caroline Luise Jung, geb. Gortz, I 64 Jahre alt, dahier, Wtttwe von Pfarrer Heinrich Christian Jung. I 30. Katharine Wagner, geb. Riemenschneider, 64 Jahre: alt, Ehefrau I von Ackersmann Adam Wagner II. zu Krumbach, Kreis Biedenkopf. 30. Wilhelmine Thtelmann, 4 Jahre alt, Tochter von Schuhmacher I Heinrich Thielmann Wtttwe dahier. Juli: I. Marie Volk, 3/, Jahre I alt, Tochter von Polizetdiener Ludwig Volk XVIII. zu Allendorf an der Lahn. 2. Mathilde Lang, geb. Dieterichs, 54 Jahre alt, Wtttwe I von Oberförster Ludwig Johann Lang dahier. 3. Jacob Wtetzner, I 53 Jahre alt, Landwirth dahier. 3. Heinrich Schraner, 39 Jahre I alt, Bierbrauer dahier.

gering. .

* Berlin, 2. Juli. Ein fatales Mißverstandnrß trug sich kürzlich auf einem hiesigen Bahnhofe zu. Ein Zug steht fertig zum Abfahren und es wird zum dritten Male geläutet, als ganz außer Athem eine dicke Frau herbeigeftürzt kommt. Von dem dienstfertigen Schaffner wird sie gepackt und mit einem Ruck ins Conpö geworfen und fort braust der Zug. Gleich darauf erscheint der Schaffner bei der immer noch nach Athem ringenden Dame. Diese keucht:Ach, ich wollte ..."Nun, nun, beruhigen Sie sich nur, Sie sind ja mitgekommen, und das ist die Hauptsache!"

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