Ausgabe 
6.4.1890 Zweites Blatt
 
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Buckelbauer, als er sich zu dem Gestrengen begibt. Der

Amtmann fährt den Bittsteller zuerst grob an

Die Züge des Ge-

sein Blick aus den Rock des Bauern.

Mieth Wohnungen, in welchem Umfange werden ins­besondere ungesunde oder unzureichende Räume zum Wohnen benutzt?

Wie groß ist die Zahl der Schlafstellen, getrennt nach Logierhäusern und Arbeirer-Miethwohnungen? Welche Mißstände sind hierbei beobachtet worden?

Welche Bestrebungen wurden

a. zur Verbesserung schlechter Logirhäuser und Arbeiter- Mieth Wohnungen,

b. zur Errichtung neuer Arbeiterwohnungen bis jetzt bethätigt, von wem? (von einzelnen Per­sonen, Gesellschaften, Vereinen?) in welcher Weise? (wie wurden insbesondere die Geldmittel gewonnen?) mit welchem Erfolge?

Deutscher Heid?.

Darmstadt, 3. April. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz läßt gegenwärtig durch die Großherzoglichen Kreisämter Erhebungen über die Wohnungs- verbältnisse der Fabrik- und gewerblichen Arbeiter vornehmen.

Es sind insbesondere die Wohnungsverhältnisse dieser Urbeiter in den Städten und den mit den Städten (durch Eisenbahnen rc.) in nächster Verbindung stehenden größeren Ortschaften mit zahlreicher Arbeiterbevölkerung dabei ins Auge gefaßt und es sollen sich die Ermittelungen namentlich

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In letzterer Beziehung wurde von dem Ministerium den Areisämtern noch empfohlen, etwaige Statuten, Prospecte, Jahresberichte und sonstige Veröffentlichungen über diese Bestrebungen demselben einzusenden.

Das von den Kreisämtern vorgelegte Material soll die Grundlage für weitere, eventuell auch gesetzgeberische Maß­nahmen zur Beseitigung vorhandener Mißstände und Einführung von Verbesserungen auf diesem Gebiete abgeben.

Literatur ttttfc Kunst.

Mit dem vorliegenden 13. Foliohefte von rtUfrtt Lattd rrnd Meer" (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, reblgtrt von Otlo Bätsch, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) findet der erste Band des laufenden Jahrgangs dieses mit vollstem Recht so allgemein beliebten Familienjournals seinen Abschluß. Wenn man das beigefügte, ausführliche Jnhaltsverzeichntß durchsieht, so mutz man staunen über die wunderbare Reichhaltigkeit des darin Gebotenen. Spannende Romane, geistvolle Novellen und gemütbltche kleinere Erzählungen wechseln ab mit interessanten Reise- und Jagdbeschretb- ungen, Eultur- und Sittenbildern, Biographien und Chaiacteristiken, Schilderungen aus der Geschichte, Kunst, Literatur, Länder- und Bölkerkunde und aus der Natur. Auch die Freunde der heiteren Mule werden durch eine Reihe prächtiger Humoresken erfreut. Ist so für eine gediegene Nahrung des Gerstes gesorgt, so geht auch da- Auge nicht leer aus.lieber Land und Meer" bietet eine fo erstaun­liche Fülle prächtiger Illustrationen, daß schon allein das Durch­blättern einen Genuß gewährt. Diese schöne Harmonie, welche zwischen der künstlerisch vollendeten äußeren Ausstattung und dem gediegenen geistigen Inhalt besteht, hat dem Journal die große Be­liebtheit in allen Schichten des Volkes verschafft und wird nichtoer­fehlen, den Kreis seiner zahlreichen Freunde und Verehrer stetig zu erweitern. Und alle diese Schätze kann man sich für einen geradezu unglaublich billigen Preis verschaffen, denn ein Abonnement kostet vierteljährlich (13 Wochen-Nummern) nur 3 Mk-, das Foltoheft nut 50 Pfg.

vermischte».

* Mainz, 4. April. Die riachtheiligen Folgen er­kennend, die eine allgemeine Arbeitseinstellung in dem Schreiner­gewerbe nach sich ziehen müssen, ist man von verschiedenen

in folgenden Richtungen bewegen:

1) Welche Zustände bestehen hinsichtlich der Arbeiter-

Seiten eifrig bemüht, die vom Fabrikanten- und Meister­verband angedrohte Eventualität einer allgemeinen Werkstätten­schließung zu verhindern. Neben privaten Bemühungen hat auch die Bürgermeisterei die Sache in die Hand genommen und die streitenden Parteien zu einer gemeinschaftlichen Be­sprechung eingeladen. Von dem Resultat dieser Besprechung wird es abhängen, ob die Arbeitseinstellung eine weitere Aus­dehnung annehmen wird. Zu einer vollständigen Arbeits­einstellung bezw. Schließung aller Werkstätten wird es indeß voraussichtlich nicht kommen, denn der von dem Meister- und Fabrikantenverband gefaßte Beschluß hat nicht bei allen Ver­bandsmitgliedern Anklang gesunden. So hat sich mit Rück­sicht auf eine größere, an Lieferungsfristen gebundene Be­stellung ein bedeutendes Geschäft bereits mit seinen Arbeitern verständigt und wird selbst auf die Gefahr hin, aus dem Fabrikantenverband scheiden zu müssen, unter keinen Umständen seine Werkstätten schließen. Inzwischen hat der Beschluß des Fabrikantenverbandes schon zur Folge gehabt, daß gestern bereits 30 Schreiner der Gastell'schen Wagensabrik die Arbeit .niedergelegt haben.

= Frankfurt a. M., 4. April. Die Lohnbewegung hat in diesem Jahre frühzeitig begonnen. Die Tapezierer haben den Anfang gemacht, aber der ruhige Beobachter kann heute schon versichern, daß andere Gewerbe bald nachfolgen werden. Die hiesigen Zimmerleute, die im verflossenen Jahre strikten, ohne etwas Wesentliches zu erreichen, sind auch bereits in die Lohnbewegung eingetreten und wahrscheinlich werden auch die Führer früher oder später deu Strike erklären, da die Meister es überhaupt verschmähen, mit den Gesellen zu verhandeln. Eine am Mittwoch stattgehabte Zimmerer- Versammlung beschloß, einen Minimallohn von 50 Pfg. pro | Stunde zu verlangen, den 1. Mai als Arbeiterfeiertag zu be­gehen und auf dem deutschen Zimmerer-Congreß durch ihren Delegirten für die Central-Organisation einzutreten. Den Zimmerleuten und Tapezierern werden die Maurer in der I Lohnbewegung voraussichtlich am ehesten folgen, aber auch damit wird die Bewegung schwerlich zu Eude sein- es regt I sich in allen Gewerben, und die Arbeiter scheinen entschlossen zu sein, mit aller Entschiedenheit für ihre Forderungen ein- i zutreten. Ob sie Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten,- I I im vorigen Jahre war derselbe bei den strikenden Brauern und Zimmerleuten gering, wenn auch nicht übersehen werden | dars, daß die Bewegung eine geringe Lohnaufbesserung zur Folge hatte. Was nun den Tapeziererstrike anlangt, so sei zunächst bemerkt, daß derselbe sortdauert. Einige Geschäfte haben die Forderungen der Gesellen, 15 Proeent Lohnerhöhung, bewilligt, die meisten nicht. Namentlich die Jnnungsmeister stemmen sich gegen jedes Nachgeben. Die Tapezierer der I Nachbarstadt Offenbach haben sich mit den hiesigen Gesellen I solidarisch erklärt.

* Goslar, 1. April. Gestern ist unser 10. Jäger- I bataillon von hier nach seiner neuen Garnison Colmar ab­gefahren. Man sah das Bataillon ungern scheiden und es wurden demselben zahlreiche Geschenke und Sympathiekund- I gedungen zu Theil. Auch die Cantinenwirthin, welche im I letzten Kriege Marketenderin des Bataillons war, Frau Jung, I ist mit nach Colmar gezogen. Als sie durch Anzeige im I I hiesigen Loealblatt ein Dienstmädchen suchte, welches mit nach I Colmar gehen sollte, meldeten sich nicht weniger als 65 hiesige Küchenfeen. Auch ein Zeichen für die Beliebtheit der grünen Jungen".

* Weibliche Barbiere. Man schreibt demN. W. T." I aus London: Seit Kurzem sind unter dem NamenToilet- | clubs" hier Rasier- und Haarschneidegeschäfte eröffnet, in welchen Herren die Wahl gelassen wird, jene Verschönerungen von weiblicher Hand zu empfangen. Ein Correspondent begab sich mit einem Freunde dorthin und äußert sich entzückt über die Zartheit und Raschheit, mit welchen drei wohlgekleidete hübsche Mädchen eine ganze Schaar männlicher Kunden be­handelten, ohne in den Fehler männlicher Barbiere zu ver­fallen,die ihre unter dem Messer hilflosen Kunden oft mit alten Anecdoten oder Stadtklatfch langweilen". Der Eigen- I thürner des Geschäftes sagte, daß er jenes weibliche Kleeblatt aus hundert jungen Streberinnen ausgesucht und sie von einem deutschen Meister der Kunst unterweisen ließ, indem er eine zeitlang Arbeiter mit rauhen Bärten umsonst rasiren I ließ, um die Hebung der Mädchen zu steigern. Auch Wasser- I stürz über den Kopf ließen sich Alle umsonst gefallen ein Proeeß über dem Waschbecken, in Englandahampoo* ge­tauft. Diese weiblichen Barbiere erhalten als Wochengage I eine Guinee (13 Gulden).Eine neue Industrie für weib- I liche Wesen" sagt ein Blatt und erzählt, daß in Schweden I weibliche Barbiere schon alte Gewohnheit. Sie stellen beim Eintritt der Kunden die Frage :Daumen oder Löffel in die Backe?" und er erhält je nach Belieben eines jener Hilfs- I Werkzeuge in den Mund zur leichteren Rasur!

* Zwei Fehler. Herr Taupin, so erzählt derFigaro", I liest in seinem Journal die folgende Anzeige:Eine Waise I wünscht sich zu verheirathen. 22 Jahre alt, 100000 Frcs. Mitgift. Zwei Fehler". Hastig begibt er sich nach der I angegebenen Wohnung. Man zeigt ihm dort die Braut, er I ist entzückt. Dann präsentirt man ihm ein kleines Bebe er macht eine saure Miene, aber drückt ein Auge zu und die I Hochzeit wird gefeiert. Nach der Ceremonie sucht Herr Taupin den Heirathsvermittler auf und sagt:Herr Director, I den einen Fehler habe ich gesehen und mich mit ihm aus- I gesöhnt. Wo ist aber nun der andere?"Ah, der andere?" erwidert nachlässig der Agent . . .der andere ist I ein Druckfehler. Man hat eine Null zu viel gesetzt, statt I 100000 Francs müssen sie lesen 10000 Francs".

* Ein falscher Hase ist der Held der folgenden Ge- I schichte. Der arme Buckelbauer aus dem Walddorfe hat ein I Anliegen an den gestrengen Herrn Amtmann. Der Gestrenge I ist grob und rücksichtslos, wird aber .sehr zugänglich, wenn I er irgend ein willkommenes Geschenk wittert. Das weiß der

wattigen erhellen sich, er schmunzelt und betrachtet einen bestimmten Punkt des Rockes mit sichtlichem Wohlgefallen. Die Sache ist schon bewilligt, lieber Mann, hier habt Ihr den Schein", sagt er freundlich.Den Hasen könnt Ihr draußen in der Küche abgeben."Welchen Hasen?" fragt der Buckelbauer recht unschuldig.Nun, den Hasen, den Ihr unterm Rock habt!" Da knöpft sich der alte Pfiffikus ganz erstaunt den Rock auf.Richtig!" ruft er entrüstet,da haben mir meine Rackers von Jungen ein paar alte Hafenpfoten an den Rock genäht!"

* New dort, 30. März. In Lo uisville müssen erst ungeheure Massen Schutt weggeschast werden, ehe sich genau feststellen läßt, welchen Schaden der Wirbelsturm verursacht hat. Die Zahl der Getödteten wird jetzt auf weniger als 200 und der Eigenthumsverlust auf unter 2 Mill. Dollar- geschätzt. Davon kommen allerdings Hunderte von Verletzten. Ein Augenzeuge beschreibt das Anrücken des Cyclons folgen­dermaßen :Die Wolke nahte sich durch eine Lücke in den Hügeln unterhalb Louisvillc, dem Ohio entlang. Dieselbe hatte die Form eines Ballons, welcher sich beständig drehte, mit einem langen Schweif nach der Erde zu. Man hörte eine ununterbrochene Kanonade, mit Donner und Blitz. Das Ganze schien aus einer wirbelnden, schlangenartigen Masse electrischen Stromes zu bestehen, deren Licht für kurze Zeit erlosch und eine schreckliche Finsterniß hinterließ. Die Wolke machte ein furchtbares Geräusch, bewegte sich mit großer Geschwindigkeit über den Fluß und verschwand durch Jeffer- sonville." Folgendes Beispiel von dem plötzlichen Auftreten des Sturmes wird erzählt: Eine Frau klopfte an eine Thür, um Einlaß zu erhalten. Bevor jedoch von Innen geöffnet wurde, entfernte der Sturm die Frau und setzte an ihre Stelle einen Trambahnwagen, so daß die Insassen des Hauses beim Oessnen der Thür erschraken und den aufrechtstehenden Wagen vor sich sahen. Natürlich sind eine Menge wundem barer Rettungen vorgekommen. Ein Mann fiel in einen Keller und entging dadurch der Gefahr, durch ein einstürzen­des Thor zerschmettert zu werden. Ein anderer fühlte den Boden unter seinen Füßen sich bewegen, hängte sich an einen vorstehenden Theil der Wand, welche stehen blieb.Bow­ling Green ist, wie es sich jetzt herausstellt, von den Wirk­ungen des jüngsten Cyclons verschont geblieben, dagegen sind viele Städte und Dörfer in Kentucky, Indiana und Illinois mehr oder weniger beschädigt worden. Auf dem flachen Lande sind viele Meiereien, Scheunen und Viehställe zerstört und deren Insassen, sowie das Vieh getödtet oder verletzt worden. Mehrere Schleppdampfer aus dem Ohio und Mississippi wurden zerstört, wobei einige Mitglieder der Mannschaften umkamen. Kinder wurden vom Sturm in die Hohe geschleudert und weit weggeführt; mehrere Bahnzüge entgleisten, weil Bäume aus die Geleise geweht wurden, und hier und da wurden Bahnbedienstete getödtet oder verletzt. Auch aus verschiedenen Ortschaften in Tennessee liegen Berichte über Eigenthumsbe- schädigung und Verlust an Menschenleben vor.

' T7' Unter Freunden wi'd der vorzügliche HollLnd. Lavak allseitig

Plötzlich fallt empfohlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur btrect bet B. Vetter in SUW»

a. Harz.

rungdtermin rechtzeitig anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren V2 Stunde vor der be­stimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des MusterungSgeschästes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten.

Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krank­heit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Hast befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen.

Den Grobherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, daraus aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen.

Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet

DienStag den 13. April im Gasthaus zum Rappen zu Grünberg.

Kamstag den 19. April in dem früheren Hoft gerichtsgebäude zu GieHen,

Kreitag den 23 April im Rathhaus zu Sich, die Kla^fificirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebots und der Ersatz-Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt.

Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr- männer ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurück­stellung wegen häuslicher Verhältniffe einen Anspruch machen z« können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen.

Gießen, den 22. März 1890.

Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. I 0 st , Regierungsrath.

Verkehr, £an0* und

Vom 1. Mai d. I. werden neue, zum größten Tbetl ermäßigte, in einigen Fällen auch unwesentlich erhöhte Nundkeist» Fahrkarten nach dem Taunus, nach dem Rhein und der Lahn, sowie für die Rundreisen CasfilBebraFuldaHanauFrar» kurt-GießenGuntershausenCassel und umgekehrt und Hanau- FriedbergCasselGuntershausenBebraFuldaHanau und «i* gekehrt eingesührt.

Deutschlands schwimmende Ausstellung. Dicker Unternehmen ist nach einer an bte Weser-Zeuung gerichteten SM«- theilung jetzt gesichert. Es sollen bisher 360 Großindustrielle ipe Betheiligung an dem Unternehmen zugesagt haben. Die Vorarbeiten für den Bau des Ausstellungs-Dampfers sind beendet und ora deutsche Schtffswelfien find aufgefordert worden, Offerten für ven Bau des Dampfers einzureichen. Da, wie Hinzug.fügt wird, va Geld für die Ausführung des Unternehmens vorhanden ist, so pey nichts im Wege, mit dem Bau noch in diesem Sommer zu beginnen. Es war früher beabsichtigt, Hamburg zum Ausgangshafen des öd)tTi zu machen. Davon ist man jedoch zurückg.kommen und hat nunmey Bremerhaven als Ausgangshafen gewählt. Das Comits hat w bereits mit dem Norddeutschen Lloyd in Verbindung gesetzt, der Expedition überwachen und auch die sämmtlichen über Bremen j dirigirendm Nachsendungen durch die Agenturen des Norddeut cv Lloyd an überseeischen Plätzen vermitteln lassen wird. Die Spedtt der für das Schiff bestimmten Güter ist der Bremer Firma J- y Bachmann übertragen worden und ebenso sollen die Proviantlieferung Bremischen Firmen überwiesen werden. _____

em Mann von trefflichem, gediegenem Character, ein Mann, der eine hochgeachtete, unabhängige Stellung einnimmt, groß­herzig, klug, bieder ----" Gattin (begeistert):Du

hör mal, das wär' ein Mann für unsere Hedwig!"

Unsere an das Striken gewöhnte Zeit geht selbst nicht ohne Hinterlassung von Spuren an den Reichstagswahlen vorüber. Angeblich durch den Ausfall der Reichstagswahlen ermuthigt, strikten in Zella St. Blasii die Nacht­wächter. Der Bürgermeister hat folgende Bekanntmachung erlassen:Da der Stadtrath keine Lohnwächter mehr be­schaffen kann, so haben von jetzt ab alle Wahlpflichtigen dsrüger Stadt entweder selbst zu wachen oder für einen Lohn- wachter selbst Sorge zu tragen."

Unserem 1. Hessischen Reichtagswahlkreise wirb folgende Anecdote angehängt: In einer Wahlversamm­lung, welche am letzten Tage vor der Stichwahl in einem Orte des 1. hessischen Wahlkreises abgehalten wurde, hörte ein bejahrter Taglöhner, daß der Redner überBörsensteuer" sprach.Was," rief er,braucht man aach noch Besern- Weuer ? (so hatte er in der That verstanden), alle drei Toag e<; an er verkratzt."

Ueber Reichta gswahl und Tanzmusik läßt Herr Ferb. Leute in Nidda, indem er unter der Versicherung, baßgute Weine nicht fehlen werden," zum Besuche des am zweiten Öfterfeiertage bei ihm stattfindenden Balles einladet, sich imNiddaer Anzeiger" folgendermaßen hören:

»Wo man tanzt und singt,

Guten Rheinwein trinkt, Hat man wen'ger Qual Als bei der RetchstagSwahl."