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06/04/1890 Erstes Blatt
 
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Sydorn. 4. April. (Privatdcpcsche.) Während eines verheerenden Orkans an der Käste der neuen Hebriden scheiterte unter anderen Fahrzeugen auch ein Arbeitcrschiff bei der Nalicoloinsel. Fiins Weiße, dreißig Eingeborene ertranken, dreißig andere, welche das Ufer erreichten, wurden von den Wilden nicdergcmetzelt.

Unsere beiden Slichwahl-Candidsten.

Den in unserem letzten Blatte über Herrn P i ck e n b a ch gebrachten Notizen haben wir nach neueren Mittheilnngen ergänzend beizufügen, daß nun ermittelt worden ist, daß Herr Pickenbach beteiligt ist bei demBank- und Commissions- geschäst" Emil Lucke L Comp., Berlin^., Kronenstraße 23 I. Die Schuld, wegen deren Herr P. iw Jahre 1886 sechs Wochen lang in Folge verweigerten OffenbarungSeibes in Hast saß, ist später bezahlt worden. Dagegen läuft noch die weitere Schuld, wegen deren ebenfalls Haftbefehl gegen Herrn P. erging- doch halten wir uns für verpflichtet, mit- znthcilen, daß gestern Herr P. dem Gläubiger einen Stundungs­antrag mit Ratenzahlungen vorgeschlagen hat. Der frühere Accord mit den Gläubigern des Herrn P. sei, wie man uns beute sagt, nicht von ihm, sondern von dessen Verwandten geschlossen worden. E«

totales und provinzielles.

Gießen, 5. April.

Herrn Professor Dr. Tümmler an der hiesigen Uni­versität ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Dienste ertheilt worden.

Herr Reallehrer Jost ist in gleicher Eigenschaft nach Gernsheim versetzt worden.

Gestern unternahm der Männerturnvereiu Gießen eine Turnfahrt nach Wetzlar, an welcher sich 48 Mitglieder be- theiligten. Der von dem herrlichsten Wetter begünstigte Marsch verlief, wie es bei Turnern sein soll, in fröhlichster Weise. Bis Garbenheim waren die Wetzlarer ihren Gießener Turn­genossen entgegengegangen, um sie in dieAlte Post" zu führen, woselbst ein frisch fromm fröhlich freier Commers, gewürzt mit Vorträgen ernsten und komischen Inhalts in Scene gesetzt wurde und seinen Abschluß erreichte, als die Gießener gegen 11 Uhr an die Heimfahrt denken mußten.

Seit einiger Zeit wurden an hiesige Einwohner Bettel­briefe gerichtet, deren Schreiber sich als ein durch Schicksals- fchläge in größte Noth gerathener Kaufmann, Namens K. v. d. Trappen aus Mörs a. Rh. ausgab, und meistens um das zum Besuche seiner todtkranken Mutter erforderliche Reisegeld bat. In einem Hause, in welchem er sich zu einer bestimmten Zeit einstellen wollte, um die ihm zugedachte milde Gabe in Empfang zu nehmen, wurde ein Schutzmann postirt, dem es auch gelang, den Briesschreiber zu ergreifen. Der Verhaftete ist ein Bursche von ca. 18 Jahren und, wie er wenigstens an- giebt, Schuhmachergeselle Namens Carl Schmidt aus Wetzlar. Sein Metier als Bettelbriesschreiber habe er schon seit No­vember vorigen Jahres betrieben und sich auch seit dieser Zeit ausschließlich von dem Ertrage dieser «Arbeit" ernährt.

Aus Oderheffeu. Der Bericht des Finanzausschusses zweiter Kammer über den Bau von Nebenbahnen ist jetzt sertiggestellt. Die von der Regierung gemachten Vorlagen betreffen: 1) Grünberg-Londorf- der Ausschuß empfiehlt Verwilligung, sieht dagegen zur Zeit von einer Weiterführung nach Lollar ab- 2) Gedern - Lauterbach - aus mancherlei Gründen (große Kostspieligkeit, voraussichtliche Unergiebigkeir, so lange die Bahn keine Weiterführung von Stockheim nach Frankfurt hin habe rc.) empfiehlt der Ausschuß Ablehnung und schlägt an Stelle dessen vor den Bau einer (früher schon projectirten) Linie SalzschlirfSchlitz - 3) Friedberg, nach irgend einem Punkte der oberhessischen Bahn zwischen Hungen und Nidda- diese Vorlage soll mit einigen kleinen Abände­rungen zur Annahme empfohlen werden. Weitere, außer­halb der Regierungsvorlage für Oberheffen liegende Projecte betreffen eine Linie von Nieder-Gemünden durch das Ohm­thal nach Homberg, von Alsfeld über Kirtorf rc.- diese sollen indeß zunächst zurückgestellt sein, während ernstlich der Bau der Linie Stockheim-Frankfurt erstrebt werden soll. (N. H. V.)

Bad Nauheim, 2. April. Gestern brach im westlichen Theile des Johannesberg-Waldes ein Waldbrand aus, der jedoch bald durch in der Nähe befindliche Leute mit Reisern erstickt wurde. Immerhin hat sich das verheerende Element aus eine Fläche von etwa einem Morgen verbreitet.

Grunberg, 2. April. Gestern Abend hatten sich die National­liberalen Grünbergs zusammengefunden, um in würdiger Weise den 7 5. Geburtstag des Fürsten Bismarck zu be­gehen. Indem patriotische Gesänge und die munteren Weisen des Streichmusikvereins mit einander abwechselten, verlief der Abend in der angeregtesten Weise. Die Festrede hielt Herr Pfarrer Koch, der in gewohnter markiger Sprache die un­geheuren Verdienste des vielgehaßten und vielgeliebten Mannes mit dem eisernen Willen gebührend hervorhob. Herr Kreis- baumeister Schnitzel machte den Vorschlag, ein Glückwunsch­telegramm an denBannerträger des Deutschen Reichs" abgehen zu lassen, was allseitige lebhafte Zustimmung sand. Herr Kreisbaumeister Schnitzel brachte dann auch das Hoch auf unseren Kaiser aus, dessen jugendliche Thatkraft mit Vertrauen in die Zukunft blicken lasse. (G. A.)

Meys Stoffkragen, Manschetten und Vorhemdchen find aas itrrk-m, p^gain.nlähntichea Papier gefertigt und mt t einem letnenähnltchen Webstoff überzogen, was sie der Leinenwäsche im Aussehen täuschend ähnlich macht. Jeder Kragen kann bis zu einer Woche getragen werden, wird aber, wenn un­brauchbar geworden, einfach weggeworfen und trägt man daher immer nur neue Kragen rc.

Meys Stoffkragen übertreffen aber die Leirrenkrage« durch ihre Geschm.toigkclt, mit welcher sie sich, ohne den Hals zu drücken, um denselben legen und daher nie das unangenehme, lästige K atzen und Reiben von zu viel oder zu wenig oder zu hart ge­bügelten Lein-nkragen herbetführen. Ein weiterer Vorzug von Meys Stoffkragen ist deren leichtes Gewicht, was ein angenehmes Gefühl beim Tragen erzeugt. Die Knopflöcher sind so stark, daß deren Haltbarkeit bei richtiger Auswahl der Halsweite ganz außer Zweifel ist.

MeyS StoffwLsche steht daher in Bezug auf vorzüglichen Schnitt und Sly, elegantes und bequemes Passen und da- bet außerordentliche Billigkeit unerreicht da. Sie kosten kaum mehr als dos Waschlohn für leinene Wäsche. Mit einem Dutzend Herrenkragen, das 60 Pfennige kostet, (Knabenk>agen schon von 55 Plennlgen an) kann man 10 bis 12 Wochen aus, eichen. Für Knaben, die ja b.kanntiich nicht immer zart mit .hier Wäsche umgehen, sind MeyS Stoffkrage« außerordentlich zn empfehlen, was jede HuuSsiau nach Verbrauch von nur einem Dutzend sofort etnsehen wird.

Für alle Reiser,den ist MeyS StoffwLsche die be­quemste, da erfahrungsgemäß leinene Wäsche auf Rcrftu meist sehr schlecht behandelt wird.

theilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 28. März l. Js. den Mit­gliedern der Freiwilligen Feuerwehr zn Obcr-Hilbcrsheim, Johann Dorwagen und Friedrich Schmitt.

Braunschweig, 2. April. In den Tagen vom 13.16. September hält der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege hier seine diesjährige Hauptversamm­lung ab. Aus der Tagesordnung stehen sehr interessante Fragen u. A.: Krankenhäuser in kleinen und mittleren Städten, Arbciterwohnhäuser, Desinfection, Trinkwasserleitungen u. s. w.

* Ans Württemberg, 2. April. Ein rechtfideles G e- sängniß" scheint sich in Finsterroth zn befinden. Ein Bauer sollte dort wegen straßcnpolizeilicher Uebertretung 3 Tage und natürlich auch 3 Nächtebrummen". Der Finsterrother Kerkermeister ließ jedoch den Gefangenen jedesmal des Nachts nach Hause. Morgens sand sich derGefangene", nachdem er daheim gut geruht hatte, wieder ein und ließ sich wieder 12 Stunden lang einsperren. Er hat infolge dessen wohl 3Tage", aber doch nur die Hälfte seiner Strafe abgesessen. Wegen" eines Verbrechens dervorsätzlichen Befreiung eines Gefangenen" erhielt nun der liebevolle Wärter selbst 3 Monate Gefängniß, aber ohne nächtlichen Ausgang.

cztd Aus Kurhefsen, 4. April. Neues Kupfer und Silberbergwerk am Meißner. Im Lause des Winters sind die Nachgrabungen nach Kupfer und Silber in dem i/3 Stunde von Frankershausen gelegenenKupsbergwerk" am Meißner ins Werk gesetzt und mit allen Kräften eifrigst ge­fördert worden. Ein großer Stollen beginnt etwa 10 Minuten vom Dors Wellingerode und ist bereits in einer recht beträcht­lichen Länge fertig gestellt- ein zweiter Stollen soll vom Höllenthal" aus in das Bergwerk führen, auch sollen natür­lich später noch mehrere Stollen errichtet werden. Wie dem amtlichen Kreisblatt mitgetheilt wird, verspricht das Unternehmen große Erfolge, denn schon jetzt werden massenhafte Kupfererze zu Tage ge­fördert. Das hier znm Abbau kommende sog.Bcilstein- Kupserschieserflöz" soll schon im 15. Jahrhundert im Betrieb gewesen sein, wie historische Documente feststellen. Auch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts ist der Abbau fortgesetzt worden, dann aber, weil angeblich nicht mehr lohnend, ein­gestellt. Nach diesen urkundlich beglaubigten Nachrichten soll es ein reiches Bergwerk gewesen sein, verschiedene Erze und Schiefer gefördert haben, welche Kupfer und Silber enthielten. Landgraf Philipp der Großmüthige soll mit reichem Erfolge den Betrieb des Werkes unterhalten haben. Die näheren Angaben hierüber befinden sich in der Salzwerkrepositnr in Allendorf. Jedenfalls stets es zweifellos fest, daß früher in diesem Bergwerk außer Kupferschiefer auch reichhaltigere Erze gegraben worden sind, sowie daß dieselben in der naheliegenden Schmelzhütte" geschmolzen worden sind, denn dieses Gebäude mit Hof rc. ist noch vorhanden- es ist in ein Försterhaus umgewandelt.

Kaffel, 3. April. Zum Aus stand der Zimmer­leute. Die Arbeitseinstellung der sämmtlichcn Zimmerleute in Kaffel und Umgegend dauert noch immer an. Der Aus­stand dauert nun schon volle vier Wochen und es ist noch immer keine Aussicht vorhanden, daß die Arbeit wieder aus­genommen wird, denn auf beiden Seiten herrscht bis jetzt wenig Neigung, sich entgegen zu kommen; die Arbeitgeber haben sich gegenseitig contractlich verpflichtet, zusammen zu halten, und die Zimmerleute beharren auf ihren Forderungen. Inzwischen bemühen sich die Meister, von außerhalb Ersatz herbeizuschaffen, haben auch theilweise ihre Arbeiten nach außerhalb vergeben. Gestern fand wieder eine große Ver­sammlung der Strikenden statt und wurde darin u. A. fest- gestellt, daß die Ausgaben eines verheiratheten Zimmergesellen, nothdürstigst berechnet, die Einnahmen erheblich übersteigen. Der Verdienst stelle sich durchschnittlich nur aus 646 Mk., die Ausgabe aber ans 1020 Mk. pro Jahr. Um diesen Fehl­betrag zu decken, müßte dann die Fran mit auf Verdienst gehen und die häuslichen Arbeiten liegen lassen. Die Ver­sammlung beschloß, an den gestellten Forde­rungen fest zu halten.

aus

vr. Naumann.

Nach den Gottesdiensten Collecte für die Kirchenkaffe M Vermehrung des Capitaloermögentz der Gemeinde.

Am Sonntag den 13. April: Konfirmation der Gym­nasiasten und Stadtschüler und Feier des heiligen Abend­mahls; Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr. diesem Sonntag Collecte für die Armen der Gemeinde. M

Die Pfarrgefchätte in der Woche vom 6. bis 12. N-m besorgt Pfarrer Dingeldey.

Ostermontag, 7. April-

Vormittags 9«/z Uhr tn der Kirche: Pfarrer Schlosser.

Vormittags9V»Uhrtnd Friedhosskapelle: PfarrerDingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Confirmande» dem Gymnasium und der Stadcknabenschule. Pfarrer

Auszug aus -en SLan-escnntsregistern

ver Stadt (Sieben.

Aufgebote.

März: 29. Johannes Bernhardt, Bauunternehmer dahier, Mit Katharine Elift KUppel zu Butzbach. 31. Friedrich Wilhelm Gustav Keller, Constabllr-ASpirant zu Hamburg, mit Elisabeth Wilhelmine Christine Caroline Kuhl zu Hamburg. 31. Franz Friedrich Gustav Busse, Constabler-Asplrant zu Hamburg, mit Caroline Schneider daselbst. 31. Heinrich Becker IV., Dtenstknecht zu Gießen, mit Katharine Stadel zu Steinbach. April: 2. Albert Rathgeber, Schlaffer zu Eschwege, mit Martha Elisabeth Bäbendorf daselbst. 2. Heinrich Spaar, Posthilfsbote zu Mainz, mit Katharina Döring zu Gießen. 2. Johann Heinrich Schneider, Buchbinder dahier, mit Luise Kreiling dierselbst. 5. Hermann Nagel von Breslau, wohnhaft zu Gießen, mit Karoline Rössel von Vöhl, wohnhaft zu Gießen.

Eheschließungen.

April: 2. Ludwig Spahr von Wmnerod, Taglöhner dahier, mit Auguste Balser hierselbst. 3. Philipp Scheühaas von Rieder- Ohmen, Kutscher dahier, mit Katharine Wehnes dahier. 3. Ludwig Betmborn, Fabrikarbeiter dahier, mit Elisa Maria Engelhardt von Alten-Buseck, wohnhaft dahier.

Geborene.

März: 24. Dem Lackirer Heinrich Bonarius ein Sohn. 24. Dem Cigarrenfabrikanten Georg Schmall ein Sohn. 29. Dem Buchhalter Carl ©lieber eine Tochter. 30. Dem Schmied Friedrich Müller III. ein Sohn. 30. Dem Kaufmann Conrad Schmidt n, ein Sohn, Ludwig Richard Christian Philipp Theodor Wilhelm. 30. Dem Kupferschmied Ludwig Vollmete eine Tochter. April: 1. Dem Lackirer Jacob Ritsert eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine. 1. Dem Glaser Georg Hofmann eine Tochter.

Gestorbene.

März: 28. Christoph Bienstädt, 79 Jahre alt. Rentner dahier. 28. Christine VeSper, 59 Jahre alt, ledig, Prioatin dahier. 28. Karl Albert Otto Kammer, 7 Monate alt, Sohn von Postasststant Wilhelm Kammer dahier. 29. Hermann Wilhelm Gustav U m, 3 Monate alt, Sohn von Weichensteller Carl Ulm dahier. 29. Elise Beck, 4V, Jahre alt, Tochter von Schreiner Georg Beck dahier. 29. August Ruppel, 3«/, Jahr alt, Sohn von HülfSbremser Valentin Rupyel dahier. 30. Anton Müller, 9 Monate alt, Sohn von Schreiner Anton Müller dahier. 30. Marie Koch, 1 Jahr alt, Tochter von Schlosser Friedrich Gustao Koch dahier. 30. Gertrude Elisabeth Koplin, 5 Monate alt, Tochter von Schlosser Eduard Koplin dahier. 31. Lilli Maikomesius, 2 Monate alt, Tochter von Tapezier Heinrich Malkomesius dahier. April: 2. Caroline Kloch, geb. Winheim, 81 Jahre alt, dahier, Wiitwe von Oeconom Ludwig Kloch. 2. Valentin Schlitt, 39 Jahre alt. Postschaffner dahier. 3. Marie Gerecht, 73 Jahve alt, ledig, gtäberin dahier.

Auszug aus den lürdjenbOdjent

ver Stavt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 29. März. Josef Matzner, Braumeister in Darmstadt, und Charlotte Schußler, Tochter des verstorbenen Nagelschmteds Johann Friedrich Schüßler zu Dillenburg.

Getaufte..

Den 30. März. Dem Tapezier Heinrich Malcomesius ecke Tochter, Lilli, geboren den 4. Januar.

Den 1. April. Dem Fabrikant Georg Schmall ein Sohn, Georg Karl, geboren den 24. März.

Den 4. April. Dem Jnsttlutsdiener Heinrich Heilmau« eck Sohn, Theodor Eugen Ernst, geboren am 3. März.

Beerdigte.

Den 30. März. Christoph Breustädt, Rentner, oerwittwet, alt 79 Jahre, gestorben den 28. März.

Denselben. Christine Vesper, Privatin, alt 59 Jahre, gestorben

Den^4.^April. Valentin Schlitt, Postschaffner, alt 39 Jahre, gestorben den 2. April.

Denselben. Karoline Kloch, geb. Winbeim, Wittwe des ver­storbenen Oeconomen Ludwig Kloch in Birklar, alt 81 Jahre, gv stör den den 2. April.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst-

Ostersonntag, 6. April.

Vormittags 91/s Uhr in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumaam

Vormittags 9/2 Uhr in der Friedhofskapelle: Pfarrer Schlossen Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nach den Gottesdiensten Collecte für die Armen der Gemeinde.

Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Bremen, 3. April. sPer ttansatlanttschen Telegraph.l Der Schnelldampfer Elbe, Capt. C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. März von Bremen und am 23. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

verkehr, Canö» un6 volk.wirthschaft.

Gießen, 5. April. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,051,20, Hühnereier 1 St. 6-0, 2 St. H, Enteneier 1 St. 67 H, 2 et. a Gänseeier 1011 H, Käse pr. St. 5114, Käsematte pr. St. 3 T Erbsen pr. Liter 19 H, Linsen pr. Liter 32 H, Tauben pr. Paar X 0,801,10, Hühner pr. Stück X 1,40-180, Hahnen pr. St. X 1,602,00, Enten pr. Stück X 2,002,30, Gänse pr. M. 5060 H, Ochsenfleisch pr. Pfd 6672 H, Kuh- und Rindfleisch 5660 H, Schweinefleisch 6070 H, Hammelfleisch 5668 H, Kalb­fleisch 5260 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,004,50, Weißkraut pr. St- 68 Zwiebeln per Centner X 12,0000,00, Milch per Liter 1218 H.

Nidda, 3. April. Gestern Nachmittag erschoß sich in der Harb am Borsdorfer Kreuz der Häsner Rödling aus Hungen. Die Leiche wurde von Vorübergehenden bald bemerkt und, obgleich schrecklich verstümmelt (der Schuß ging durch den Kopf), auch recognoscirt. Die Motive der That sind unbe= kannt. (N. A.)

VePnrischtes.

* Darmstadt, 3. April. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freimütiger Feuerwehren wurde er-

Wentger als ein Dutzend von einer Form und Weite wirb nicht abgegeben

MeyS Stoffwäsche wird in fast j<ber Stadt in mehreren Geschällen oetfaufi, bic dmch Plakate kenntlich find; auch werden diese Verkaufsstellen von 3 tt zu Zett durctr Inserate in dieser Zeitung bekannt gegeben; sollten dem Leser bMe Verkaufsstellen un­bekannt fein, so kann man MeyS StoffwLsche durch d s Der- sand-Geschäft Mey & Svltch, Leipzig. Plagwitz beziehen, welches aud) bu8 tn t«-i eflante iliuiiiirle Pre» - verzeicbnitz von Meys StoffwLsche gratis und ports^ frei auf Verlangen an Jc0crmann oerfendet, auch die Bezugs­quelle am Orte angiebt. 2000

Katholische Gemeinde.

Ostern, 6. April. ,/Q

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 7i8 w Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenbeit zur yu »eichlr: um >/,7 und um 7 Uhr AuSth-ilung her HI Kommunion, um > ,8 Uhr MilitärgotteSbienft mit Predigt; um-/.10 Uhr H°cha°» mit Predigt. Nachmittags um Uhr Festandacht; nach Beero guug dieser Andacht Gelegenheit zur hl. Beichte. rl

Montag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit «eichte; um '/,7 und um 7 Uhr Außtheilung der hl. Eommuntov um »/i8 Uhr Militärgottesdienst; um ®/410 Uhr Hochamt mit PredM Nachmittags um V»3 Uhr Festandacht.