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srr. 81. Erstes Blatt. Sonntag den 6. April 1890
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Gießener Auzelser erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener
werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt.
Kenerat-Mnzeiger.
vierteljähriger FlöonnemeutsPretOl 2 Marl 20 Pfg. mit Uringerloyn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
-iedaction, Expcditioa und Druckerei:
Kchutstratze Ar.Z. Fernsprecher 51.
Amts- und Anzeigebtntt für den Aveis Greben
chratisöeikage: chießener Jamilienökätter
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zu den ihrigen zu machen.
der Kaiser Wilhelm erwartet wird, be- Tagen des August in der Umgegend werden mehrere Wochen dauern. An Truppen als gewöhnlich theilnehmen, mit rauchlosem Pulver gemacht werden.
welchen Se. Majestät ginnen in den ersten von Petersburg und denselben sollen mehr zugleich auch Versuche
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Lttnahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm fokgmden Tag erscheinmden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr.
Halleluja, Ostermorgen, Sieger du der Dunkelheit, Halleluja, Ostermorgen, jetzt und in der Ewigkeit — Frisches Hossen lasse sprießen, das zu neuem Thun beseelt, Frischen Muth gieß' in die Herzen, d,e da alle leiogequält — D'rum willkommen, Fest des Herren, das du ja der Hoffnung Bild, Sei gegrüßt in deinem Zauber, der uns Alle sroh erfüllt — Laß von gläubigem Vertrauen uns're Seelen miderglüh'n, Mög' in deinem Morgenrothe uns ein neues Glück erblüh'n!
Gefunden: 1 Kinderschuh, 1 Militärmütze, 1 Stroh- Hat, 1 Armband, 1 Patentbleiseder, 1 Zwicker, 1 Vorsteck« madel, 2 Hundehalsbänder, mehrere Schlüffel.
Gießen, am 5. Aprll 1890.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen Fresenius.
e^was höhere Anstnüche an die Qualität der Fasel zu stellen rnd nur solche anzukören, deren alsbaldige Indienststellung möglich ist, weshalb mehr Thiere, besonders wegen zu großer Jugend, zutückgemiefen werden mußten als im vergangenen Äahre.
Gießen, den 2. April 1890.
Großh. Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Alle Annoncm-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
„Rhein.-Wcsts. Ztg." zufolge, stetig. Auf der Zeche „Crone" arbeitet wieder alles. Auf Zeche „Borussia" arbeiten 192 Mann, 120 mehr als gestern. Auf „Bruchstraße" ist die Belegschaft fast vollzählig angefahren- auf „Hamburg" arbeiten 52 Mann mehr als gestern. Auf „Neu-Iserlohn" fuhren 393 von 641 Mann, aus „Rheinelbe" 270, auf „Alma" 267 an. Auf „Graf Bismarck" arbeitet alles.
Gelsenkirchen, 3. April. Eine auf heute früh anberaumte, aber aufgelöste Delegirten-Versammlung der ftrikenden Bergleute wurde in Folge einer beim Landrath sofort eingereichten Beschwerde um 2 Uhr wieder ausgenommen- die Versammlung beschloß, dem am 7. April d. I. in Bochum stattstndenden Delegirtentage nicht vorzugreifen und die dort
Gießen, am 3. April 1890.
Betreffend: Statistik über die Placirung hessischer Staats« papiere.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Kirchenvorstande des Kreises.
Wir sehen binnen 5 Tagen Ihrem Bericht entgegen, in welchem Betrage Grobherzoglich hessische Staats Papiere zum Vermögen Ihres Kirchenfonds gehören und ans welchen Anlehensjahren dieselben herrühren.
Es sind immer nur die Gesammtbeträge aus den ein« zAnen Anlehen aufzusühren.
v. Gagern.
Osteon.
Mit den herrlichen Empfindungen poesievoller Frühlings« freude und weihevoller religiöser Erinnerung feiern wir wiederum das hehre Osterfest. Das Auserstehungsfest in der Natur, die ersten Frühlingsboten unter den Blumen und das erste zarte Grün in Flur und Hain sind uns zu erhabenen Symbolen für die Auferstehung des Heilandes, für den Sieg des Geistes über den Tod und der barmherzigen Liebe über die Sünde und Schändlichkeit dieser Welt geworden. Wie kleinlich, wie nichtig erscheinen uns dieser Zuversicht, dieser großen schönen Hoffnung gegenüber doch alle irdischen Sorgen des menschlichen Daseins. Der Beste, der Reinste, der Erhabenste, der je zu dem menschlichen Geschlechte gezählt wurde, Jesus Christus, der Begründer der christlichen Weltreligioii, erduldete das Schrecklichste, welches teuflische List ersinnen konnte, um einen Menschen zu quälen, und statt der Vernichtung der Person und der Sache, welche in Christus verkörpert war, wurde durch die Marlern und den Kreuzestod des von feinen Feinden geächteten Christus gerade der Sieg und Triumph der christlichen Religion herbeigeführt. Welch ein Trost liegt da doch in der göttlichen Bedeutung des Osterfestes für alle Diejenigen, welche schwer heimgejucht wurden, welche mühselig und beladen durch das Leben gehen! Leidenszeit ist nach christlichem Zeugniß nur Prüfungszeit, und Prüfungen und Heimsuchungen, die ehrbar überstanden werden, können ebenfalls nach christlicher Heilbotschaft nur zu Läuterungen, nur zu reinerem, höherem Leben führen. Welch ein Segen könnte gerade der gegenwärtigen Menschheit aus diesen christlichen Grundwahrheiten erwachsen, wenn sie mehr, als es leider geschieht, beachtet und auf Alles was das Menschenherz bedrückt, angewandt würden! Wie viel Unfrieden, wie viel Unzufriedenheit würden da nicht aus der Welt verschwinden! Mag Gott geben, daß aus dem Osterfeste, gleich wie die Natur zu neuem Leben erwacht, auch die Menschen neu beseelt und gekräftigt werden im Glauben an ein göttliches Walten, daß sie alle kommen mögen zur reinen Erkenntniß' der Dinge und zu den Gütern, die allein Heil und Segen spenden können! Es ist dies unser diesjähriger Osterwunsch für das deutsche Vaterland und für die ganze christliche Welt.
Bekanntmachung,
die Abhaltung von öffentlichen Faselschauen betr.
Petersburg, 4. April. Der „Novoje Wremja" wird aus Dejeboutti, der nächsten Station bei Obock, gemeldet, daß dort eine unter der Leitung Kargapolows stehende Expedition eingetroffen sei, welche sich nach Abessinien begiebt. Die Expedition, welche neben den Führern aus drei Personen besteht, verließ in den ersten Tagen des Octvber Taschkent, ging über das Kaspische Meer, durch Persien, über Bender- Buschir und Aden nach Obock. Sie beabsichtigt zunächst nach Harras zu marschireu.
Konstantinopel, 4. April. Der russische Vertreter hat, wie die „Agence de Constantinople" erfährt, der Pforte eine Note überreicht, in welcher ausgesührt wird, daß die Türkei mit der Zahlung der Kriegskostenentschädigung an Rußland im Rückstand sei. Die bezüglichen Deckungsmittel seien unzureichend und erscheine es nothwendig, die Sache zu regeln. Da die russische Regierung von der Absicht der Pforte, eine neue Anleihe abzuschließen, Kenntniß erhalten habe, so verlange sie, daß im Falle des Zustandekommens dieser Anleihe, die erwähnten Rückstände von dem Anleihekapital vorweg beglichen würden.
Kairo, 4. April. Stanley hat sich im Laufe der Unterhaltung mit dem hiesigen Eorrespondenten der „Times" dahin ausgesprochen, daß er es als ganz natürlich ansehe, daß Emin Pascha wünsche, seinen Landsleuten zu dienen. Die deutsche Einflußsphäre sei klar definirt und die Deutschen seien vollkommen berechtigt, sich jeden Beistandes zu bedienen. Wenn er alle Araber von Bagamoyo bis Ujiji für sich gewinne, so würde das nur seinen Ruf erhöhen, ohne die englischen Interessen zu schädigen. Stanley bemerkte weiter, er hätte noch von keiner Handlmtgsweise Deutscher oder Emin Paschas gehört, welche seine Sympathien für dieselben erkalten lasten konnte.
des Strikes ans.
Brandenburg, 3. April. Bei der Stichwahl zwischen Hermes (freisinnig) und Ewald (Soeialdemokrat) hat Hermes gesiegt.
Neueste Nachrichten.
WolssS telegraphische- Correspondenz--Bureau.
Berlin, 4. April. In Folge eines Uebereinkommens zwischen den Ministern des Krieges, des Auswärtigen, der Marine und des Handels und dem Unterstaatssecretär der Colonien beschloß die Regierung, die nothwendigen Maßregeln zur Verhinderung ber Landung von Waffen an der Küste von Dahomey zu treffen.
Paris, 4. April. Der Ministerpräsident Freycinet hat telegraphisch die Untersuchung über die Entstehung deS Brandes der Militärbaracken von Commeroy an- geordnet.
— Der Hammelauftrieb zu dem letzten Markte in La Billette hat eine derartige Zunahme erfahren, daß die Krisis als beendet angesehen werden kann.
— Die Ernennung Bihowds zum Gesandten Frankreichs in Lissabon ist von der portugiesischen Regierung gut ausgenommen worden.
Cannes, 4. April. Dom Pedro ist seit einigen Tagen erkrankt, doch hat der zugezvgene Arzt den Zustand deS Kaisers für durchaus unbedenklich erklärt.
Petersburg, 4. April. Kaiser Alexander empsing gestern den auf seinen Posten zurückgekehrten deutschen Botschafter v. Schweinitz. — Die großen Manöver, zu
zu gewärtigenden Beschlüsse
Sämmtliche Redner sprachen sich für eine baldige Beilegung
Deutsches Reich.
Berlin, 3. April. Der „Reichsanzeiger" ist zu der Erklärung ermächtigt, daß alle amtlichen Veröffentlichungen, betreffend die internationale Couferenz und deren Beschlüsse, künftig wie bisher ausschließlich durch den „Reichsanzeiger" erfolgen werden. Hieraus ergebe sich, daß die vor Kurzem durch einige Zeitungen bewirkten Veröffentlichungen als auf amtlicher ober zur Verbreitung autorisirter Quelle beruhend nicht anzusehen seien.
Königsberg, 3. April. Burggraf Earl zu Dohna- Sch lo dien, Obermarschall im Königreich Preußen, erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses, ist heute früh im Alter von 76 Jahren gestorben.
Effeu, 3. April. Der „Rhein.-Westfäl. Ztg." zufolge beschloß der Vorstand des bergbaulichen Vereins in seiner gestrigen Sitzung, angesichts der fast ausschließlich unter Coutractbruch ins Werk gesetzten Theilausstände den Zechen zu empfehlen, den Ausständigen eine Frist zur Wiederaufnahme der Arbeit unter Androhung, daß sie nach Ablauf derselben als aus den Listen der Belegschaft gestrichen betrachtet würden, zu stellen. Ferner wird den Zechen em«
Bei den am 27. März l. I. zu Grünberg und ‘2. April l. I. zu Gießen abgehaltenen öffentlichen Fasel- schauen wurden die nachstehend verzeichneten Thiere für taug« lich erkannt, als Gemeindezuchtstiere Verwendung zu finden. Oie Körcomnijssionen waren in diesem Jahre angewiesen,
pfohlen, den strikendeu Bergleuten keinen Abschlag zu zahlen, da die Abschlagszahlung gewohnheitsmäßig und nach der Arbeitsordnung, eine Vergünstigung für die arbeitenden Bergleute, nicht aber für contraetbrüchige Ausständische bedeutet. Demselben Blatte zufolge hat die Firma Krupp auf der ihr gehörigen Zeche „Hannover" bei Bochum bekannt gemacht, daß die Arbeiter, die gestern Nachmittag unter Contractbruch die Arbeit eingestellt haben, dieselbe spätestens Mittwoch den 9. April aufzunehmen haben, widrigenfalls sie als aus der Arbeit entlassen gelten. Soweit sie Wohnungen der Firma innehaben, werden ihnen dieselben gekündigt werden.
Dortmund, 3. April. Die Zahl der Arbeitenden
Sei gegrüßt im Frühlingslichte, Ostermorgen hehr und mild, Sei gegrüßt: Wie deinem Schooße neues Leben reich entquillt Weithin wirfst du deinen Schimmer über Berg und über Thal, Ja, bis in die tiefsten Klüfte bringt dein hoffnungsvoller Strahl 1'luW geheimnißvolles Regen waltet nun in der Natur — Allgewaltig klang dein „Werde!" ja durch Wald und Au und Flur Was geschlummert in der Erden, ist durch diesen Ruf erwacht, l'lnd grfprengt die letzte Fessel, die einst schlug des Winters Macht!
Ostergeist, dein mächtig Wehen fühlet auch des Menschen Brust, Denn sie athmet, gleich den Fluren, auf in voller Frühlingslust — Vlnb die bangen, ernsten Sorgen, die gebar die Winternacht, Wie sie nun dahin entschwinden vor der neuen Lebensmacht! Ofterfonne, in die Herzen senkst du deinen Gnadenschein, Weckend sie mit deinem Lichte wohl zu einem neuen Sein: Mögest du auch weiter leuchten uns auf unsrer Lebensbühn, u /
Scheuchend jeden dunkeln Schatten, der sich sürder uns will nahA! auf ben in Ausstand befindlichen Zechen vermehrt sich, der
Eiqenthümer
Fasel
Urtheil der Commission
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