gestrigen Votums vollständig erschüttert sei. DaS „Journal des DübatS" bemerkt, selten habe ein parlamentarisches Cabinet ein kläglicheres Schauspiel geboten, als gestern. Frankreich habe in Wahrheit ein neues Cabinet, dessen eigeut sicher Präsident Bourgeois unter den Anspielen FloqnetS und ClemenceanS sei. DaS Ministerium habe an Festigkeit nichts gewonnen, die Kammer aber sehr viel an Ansehen und Würde eingcbüstt. Die „Rcpubliquc Franyaise" sagt: Wofür verlangte man gestern ein Vertrauensvotum? Für das radikale Programm von Bourgeois oder für das Programm von Thevenet? Hierdurch ließen sich die zahlreichen Stimm Enthaltungen der gemäßigten Partei erklären.
Paris, 4. März. Tirard, der sich schon nach dem heutigen Ministerrathe unwohl fühlte, wird aus einige Tage 1111(111(1 nachsnchen.
Paris, 4. März. Die Untersnchnngs Commission genehmigte die . Pensionirung des Generals Hubert C a st e x.
London, 4. März. Unterhaus. Smith erklärte, die Antwort auf die Einladung Deutschlands zur Arbeiterconserenz werde vorgclcgt werden, sobald diese der deutschen Regierung zugegangen. Bis dahin seien Mittheilungcn darüber un- thunlich.
— Im Oberhanse erklärte Salisbury, der Bericht der Partiell-Commission werde dem Oberhause vorgelegt, sobald das Unterhaus darüber entschieden habe. Die Behandlung desselben im Oberhause werde von derjenigen im Unterhause nicht wesentlich verschieden sein.
London, 4. März. Nach den letzten Nachrichten aus Brisbane vom 3. März sind die bei dem Schiffbruch des Dampfers „Quetta" geretteten Personen, darunter der Capitän, in ThurSday Island eingetroffen.
— Wie die „Morning Post" erfährt, unterhandelt die Britische südafrikanische Gesellschaft mit der Afrikanischen Seen Gesellschaft bezüglich käuflicher Erwerbung des Eigen- thumS und der Rechte derselben in Nhassaland und anderwärts. ,
Sofia, 4. März. Bulkow itsch ist nach seiner Audienz bei dem Fürsten Ferdinand nach Konstantinopel zurückgereist und erhielt der „Agence Balcanique" zufolge detaillirte Instructionen, auf die Anerkennung des Prinzen hinzuwirken.
Petersburg, 4. März. Das „Journal de St. Petersburg" dementirt die Nachricht des „Standard", daß gewisse russische Offiziere bezeichnet seien, Bulgarien zu verwalten, ebenso die Nachricht der „Politischen Correspondenz", daß Verhandlungen zwischen dem russischen Gesandten in Athen und einem Führer des krctcn fisch en Auf stand es statt gefunden Härten.
Petersburg, 4. März. Das Befinden Villaumes ist unverändert.
Athen, 4. März. Nachdem die Kammer das Budget angenommen hatte, wurde die Session geschlossen. Die Kammer wird wahrscheinlich zu einer außerordentlichen Session zusammcntreten.
Zanzibar, 4. März. Major Liebert und 29 deutsche Offiziere sind gestern hier angekommen.
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, Locales rrnd provinzielle».
Gießen, 5. März.
— Kürzlich wurde beim Auöheben der Erde zur Funda uientirung des neuen Möhl'fchen Hauses, Ecke der Bahnhof- und Marktstraße, eine Anzahl mittelalterlicher Töpfe etwa 30 cm unter der Oberfläche des Bodens ge sunden. Dieselben sind sehr roh aus Thon ans der Hand geknetet, unten spitzlich, so daß sie nicht frei stehen können. Sie waren einer neben dein anderen aufrecht in den Boden gestellt und mit dunkler schlammiger Erde gestillt. Wie viele von diesen Töpfen von Vorübergehenden mitgenommen, wie viele von den Arbeitern zerschlagen wprden, ließ sich nicht mehr jeststellen. Doch gelang cS dem GeschichtSverein, acht derselben noch für das Gießener Museum zu retten. Dieselben haben die größte Aehnlichkeit mit den Töpfen, die vor etwa 2 Jahren im Hofe des Antoniterklosters zu Grünberg gefunden tvurden und von welchen der GeschichtSverein auch einige erwarb. Bei dieser Gelegenheit muß daraus hingewiesen werden, wie in dem Volke so wenig Sinn für Erhaltung des Alterthümlichen und geschichtlich BemcrkenSwerthen verbreitet ist. Die Folge davon ist, daß vieles zertrümmert oder verschleudert wird, waS als geschichtliches Denkmal des Ausbewahrens werth ist. Eine Wiederbelebung des geschichtlichen Sinnes ist aber leicht, wenn man in der Schule da- mit ansängt, nicht in der Stadt allein, sondern auch aus dem Lande, aber ohne dadurch die Anzahl der Lehrstunden zu vermehren und einen neuen Lehrgegenstand einzusühren. Kürzlich erschien eine große Tafel mit Text und Abbildungen der wichtigsten „Alterthümer aus unserer Heimath", gezeichnet von deni als Alterthumskundigen berühmten Major von Trö lisch. Dieselbe enthält nach der Zeitsolge eine gemeinverständliche Darstellung der bekannteren Fundgcgen stände der vorrömischcn, römischen und alemannisch fränkischen Zeit, verschiedene Arten von Arbeitsgeräthen, Waffen und Schmucksachen. Wird diese Tafel im Schulzimmer ausge- hängt, so wird auch der erklärende Text gelesen und die Formen prägen sich mit der Erklärung von selbst dem Ge- dächtniß ein. In der Stunde hat auch der Lehrer bei der Erklärung von Lesestücken oder anderen Unterrichtszweigen Gelegenheit, auf die Bildcrtasel erklärend zu verweisen. In Württemberg und Bayern ist von den betr. Ministerien und in ber Schweiz vom Züricher Erziehungörath die Anschafstmg der -^afcl für alle Schulen dringend empfohlen worden. Dabei ist der Preis der Tafel trotz ihrer Größe und bei achtfarbigem Druck überraschend billig. Sie kostet unauf- I gezogen nur 1 Mk. und auf Leinwand mit Stäben 1 Mk. 80 P!g-/ größerem Bedarf und unmittelbarem Bezug vom Verleger, W. Kohlhammer in Stuttgart, unaufgezogen nur 50 Pfg. und aufgezogen 1 Mk.
Bad Nauheim, 2. März. Zum Besten der Kleinkind e r f ch u l e wird am nächsten Freitag Geh. Medicinalrath Dr. Bode 1. einen öffentlichen Vortrag über „Alt-Nauheim vor 50 Jahren und das heutige Bad-Nauheim" im Sprengel- schcn Saale halten. Niemand ist mehr berufen, ein solches Thema zu behandeln, als der ehrwürdige, jetzt nahezu 80jährige Greis, der vor 53 Jahren als erster Badearzt hierher kam und das Bad, damals noch ein schwaches Kindlein, zu einem lebenskräftigen Baume sich entwickeln sah, eine Entwickelung, zu der er selbst auf das Kräftigste und Segensreichste einwirkte.
Alsfeld, 4. März. Nach den beinahe vollständig vorliegenden Wahlresultaten auö den einzelnen Ortschaften unseres Wahlkreises erhielt Zimmermann (Antisemit) 7861, v. Kalkstein (bfr.) 2729 Stimmen.
Lauterbach, 4. März. Das Großh. Kreisamt macht bekannt, daß nach ihm gewordener Mittheilung Großh. Kreis- amtes Büdingen in dem Rindvieh- und Schweinebestand zu Nidda die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, demzufolge die Gehöftsfperre angeordnet wurde.
Lauterbach, 3. März. Turnhallebau. Wie wir hören, hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz das Gesuch des Turnhallcbau-Comitüs um Gestattung einer Geldlotterie aus principiellen Griinden abgeschlagen.
Herbstein, 2. März. In den letzten Tagen wurden drei Wilderer aus Lanzenhain und ein solcher aus Eichclhain gefänglich eingezogen und wurden dieselben heute in das Provinzialarresthaus nach Gießen verbracht. Derjenige aus Eichelhain stand schon lange im Verdacht der Wilderei und des Fischfrevels. Da er zugleich Jagdpächter war, konnte ihm aus seinem häufigen Wibpretversandt nichts bewiesen werden. Ein Forstwartaspirant ging ihm schließlich 14 Tage lang nach, bis er ihn endlich auf der That ertappte. Die Schüsse, welche unlängst bei Rudlos gefallen, dürften hiermit auch ihre Erklärung finden.
Angersbach, 3. März. Gestern Abend gegen 7 Uhr brach in der Hosraithe des Konrad Möller in Angersbach Feuer aus. Ein als Strohschuppen dienendes Gebäude brannte total nieder und der Hintere Theil des Wohnhauses des Conrad Kimpel wurde durch das Feuer beschädigt. Dank dem rechtzeitigen Eingreifen der Angersbacher Feuerwehr wurde ein weiteres Umsichgreifen des Brandes verhütet, lieber die Ursache desselben ist bis jetzt noch nichts ermittelt. L. A.
Vermischtes.
* Darmstadt, 1. März. Po st personalnach richten. Ernannt sind die Postassistenten Groh in Offenbach (Main), Ritzinger in Mainz, Schulius in Worms und Wetzel in Oppenheim zu Ober-Pvstassistenten. — Uebertragen ist dem Ober-Postkassen-Buchhalter Bitsch eine Kassirerstelle bei der Ober-Postkasse in Darmstadt, dem Postseeretair Marchand eine Ober-Postseeretairstelle bei dem Postamte in Offenbach «Main) zunächst probeweise. — Versetzt sind der Ober-Postdirectionsseeretair F i l tz i n g e r von Darmstadt nach Straßburg (Elsaß), behufs Uebernahme einer Postkassirer- stelle, die Postsecretaire Ob en aus von Berlin nach Darmstadt und Ockcl von Gießen nach Darmstadt behufs Uebernahme von Bureaubeamtenstellen 1. Klasse, der Postseeretair Ziertmann von Potsdam nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Buchhalterstelle bei der Ober-Postkasse, der Postseeretair Schweiger von Hameln nach Bensheim, der Postverwalter Storck von Lollar nach Gießen.
* Darmstadt, 4. März. Gestern Abend ist hier der Großh. Rabbiner des hiesigen Rabbinats, Dr. Julius Landsberger, gestorben. Die Israelitische Religionsgemeinde widmet dem Verstorbenen, der 30 Jahre lang sein Amt treu und gewissenhaft versah, einen ehrenden Nachruf.
* Leipzig, 3. März. Drei in der elterlichen Wohnung sich allein überlassene Kinder von zwei bis zu fünf Jahren sind heute früh 9 Uhr bei einem Brande elendlich umgekommen.
* Ein Reinfall. In einer Berliner Gesellschaft kam, wie der „L. A." erzählt, kürzlich das Gespräch auf die That- sache, daß die mittlere Durchfahrt des Brandenburger Thoreö nur von den königlichen Wagen benutzt werden dürfe. Ein Qntoefeii^er Sachse bestritt das jedoch lebhaft und es kam darüber zu einer Wette zwischen ihm und dem Rentner S. Nachdem die Bedingungen der Wette vereinbart waren, konnte sich Herr S. nicht enthalten, seinen Gegner zu fragen, von welcherlei Wagen er denn eigentlich annehme, daß sie ebenfalls durch den mittleren Durchgang deö Brandenburger Thores fahren. „Nu Herrjefes, die Sprengwagen", lautete die gemüthliche Antwort, die mit homerischem Gelächter begrüßt wurde. Daß auch die in Rede stehende Durchfahrt der Segnungen eines Sprengwagens bedürfe, daran hatte Niemand gedacht, es wurde aber vou keiner Seite bestritten. Nee, wie Helle!
* Die größte Zeitung der Welt. Unter den Beständen des Aachener ZeitungSmuseumö befindet sich die größte Zeitung der Welt, nämlich die im Jahre 1809 in Newyork erschienene „Jlluminated Quadruple Constellation". Sie hat, der „Köln. Zeitung" zufolge, „Billardformat", ist 8i/,Fuß hoch und 6 Fuß breit. Dieses Ungethüm von Zeitung erschien am Tage der Unabhängigkeitöfeier, enthält 8 Seiten und je 18 Spalten, deren jede 48 Zoll hoch ist. DaS Papier des Blattes, welches alle hundert Jahre nur einmal erscheint, ist sehr dauerhaft und stark- das Ries davon wiegt drei Ecntner. Vierzig Personen haben 8 Wochen unausgesetzt gearbeitet, um diese erste Nummer zu Stande zu bringen. Sie kostete damals 50 Cent und wurde in 28,000 Exemplaren gedruckt, von denen heute wohl nur noch wenige vorhanden sein mögen. Der Text der Nummer, der auch sauber auögesührte Holzschnitte enthält, könnte einen mäßigen Quartband füllen; merkwürdigerweise findet sich keine Reklame darunter. Die kleinste Zeitung der Welt, „El Telegramm", in Guadalajara (Mexiko) geht etwa zweihundertmal auf diese Riefennummer.
* Buchdruckergewerbe. Die Vorstände des deutschen Bnchd^tckervereins, d. h. der Prinzipale, und des Unter stützungsvereins deutscher Buchdrucker, d. h. der Gehilfen machen öffentlich bekannt, daß sie sich der Stettiner Resolution, wonach „zur Durchführung des Tarifs es dringend nöthig ist, daß Seitens der tariftreuen Prinzipale nur Ge Hilfen eingestellt werden, welche nachweislich zu tarifmäßigen Bedingungen gearbeitet und in tarifzahlenden Geschäften aus- gelernt haben", angefchlossen und sich verpflichtet haben, die Resolution durch gemeinschaftliches Zusammenwirken zur Durchführung zu bringen und vom 1. October d. I. ab in Kraft treten zu lasser. Im Anschluß hieran ersuchen die genannten Vorstände die Eltern und Vormünder, deren Pflegebefohlene die Buchdruckerkunst erlernen wollen, im Interesse des späteren Fortkommens der letzteren nur t ari f z ah lende Geschäfte als Lehr druck er ei zu wählen.
* Ein seltener Fall von Auto-Suggestion, das heißt auf gut Deutsch: von Einbildung wird von der „Deutschen Medi einalztg." aus Berlin mitgetheilt: Der praetische Arzt Dr. S . . . . wurde unlängst in der Nacht zu einem 55jährigen Herrn gerufen, welcher, wie es hieß, in Folge Verschluckens seines künstlichen Gebisses dem Erstickungstode nahe war. In der That fand der Arzt den Patienten in furchtbarer Erregung- sein Gesicht war cyanotisch, die Augen hervorstehend und geröthet, die Zahl der Pulsschläge sehr erhöht und die Respiration erschwert. Bei Untersuchung der Speiseröhre vou außen fand sich linkerseits am Halse über dem Schlüsselbein eine etwas härtere, hervorstehende Stelle. Da die Dyspnoe (Athemnoth) sich beständig steigerte und gefahrdrohend wurde, während bte Einführung einer Fangsonde kein Resultat gab, entschloß sich S. zur Oesopha- gotomie (Ausschneiden der Speiseröhre), welche vom Patienten energisch verlangt wurde. Zum großen Erstaunen fanden sich auch nach Eröffnung der Speiseröhre keine Fremdkörper in letzterer. Als der Patient sich von der Chloroformnarkose erholt hatte und erfuhr, daß man nichts in der Speiseröhre gefunden, fühlte er plötzlich heftige Schmerzen im Magen, die stetig zunahmen. Zum allgemeinen Erstaunen fand man endlich am folgenden Tage das künstliche Gebiß — unter dem Sopha des Patienten! Sobald es ihm vorgezeigt wurde, schwanden die Schmerzen in der Magengegend und der Patient erholte sich schnell, nachdem die Operationswunde in drei Wochen ohne Beschwerden geheilt war.
* Der Senior der bayerischen Handwerksburschen, der 87jährige Sebastian Schmid von Gvssersdors, gen. „Wasterl"^ ist vor einigen Tagen in der Handwerksburschen-Herberge in Straubing plötzlich gestorben. Er war 40 Jahre auf Reisen und während dieser Zeit nie in ein Bett gekommen. Alle zugereisten Handwerksburschen gaben ihm das letzte Geleite.
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Untvevfitäts - Nachviehten.
— Das Nectorat der Universität Tübingen wurde für da- Studienjahr 1890/91 dem Professor Dr. o. Jolly an der ftaatS- wisfenschaftlichen Facultät übertragen.
Bonn, 2. März. Für den verstorbenen Professor Hälschner ist, wie zuverlässig verlautet, Professor Hermann Seufsert t» Breslau (früher in Gießen) in die juristische Facultät hiesiger Universität berufen worden.
Land- unö Dottswirttyfd^aft
— DaS Verschieben von Briefen und Postkarte« iw Drrrcksachensei,düngen bildet immer noch oie Utfache von unliebsamen Brief Verschleppungen. Eine gründliche Beseitigung dieses Uebelstandes wäre nur dadurch erreichbar, daß das Publikum sich daran gewöhnte, die Drucksachen in einer das Verschieben hindernden Weise zu oei packen. Leider werden aber Drucksachensendunge« oft in so mangelhafter Verpackung aufgeliefert, daß sie zu Fallen für ihre kleineren Reisegefährten werden. Die Postverwaltung hat gummirte, mit 3-Psennigmarken versehene Poststreifbänder eingesührt, welche in Mengen von 10 Stück für 35 H von den Postanstalten veikauft werden und deren Verwendung wir nicht dringend genug empfehlen können. Wenigstens aber sollte man sich bet Anfertigung der Bänder für Drucksachen die Maßoerhältnisse der amtlich ein geführten Streifbänder zum Vorbild nehmen. Bei einer gut verpackten Drucksacheniendung muß das Papterband überall etwa drei Viertel der Außenfläche bedecken. Die Zeitungen u. s. w. müssen möglichst schmal zusammengefaltet werden, weil sich andernfalls das Band nicht f.st umlegen läßt, und weil die Möglichkeit der Verschiebung um so geringer wird, je schmäler die Sendung verpackt ist. Dem Ganzen ist zweckmäßig durch kreuzweise Umschnürung mit Bindfaden noch vermehrte Festigkeit zu geben. Werden offene Briefumschläge benutzt, so ist zu empfehlen, die Ueberfallklappe nicht einzuschlagen, sondern in gewöhnlicher Lage offen zu lassen, zuvor aber, um das Zukleben zu verhindern, den gummirten Rand wegzuschnetden. Bei großen Umschlägen, oder wenn die darin ve> packten Drucksachen umfangreich sind, ist außerdem eine Umschnürung der Sendung zweckmäßig, wozu sich die oietfach im Gebrauche befindlichen Gummi' bändchen gut eignen. (Daß ein Verschieden von Briefen Öfter vorkommt, als angenommen wird, haben wir erst heute wieder erfahren. Während wir vorftchende Notiz zum Satz gaben, fanden wir in einer uns aus Königsberg ^gegangenen K> euzbandsendung eine« nach Försterei Wortung bei Alt-Ehrislburg, Westpreußen, adressirten Brief. Der Brief trägt den stempel Kölligsberg t. Pr. und ist wahrscheinlich schon dort in die für uns bestimmte Kreuzbandsendung gelangt, in welcher er die weite Reise bis Gießen machte, ohne entdeckt zu werden. Zu welcheir Unannehmlichkeiten es führen kann, wenn auf diese Werse Briese, wie der uns vorliegende, mi circa 4tägiger Verspätung an ihre Adresse gelangen, mag sich Jedermann denken, der öfter wichtige Nachrichten erwartet. Red. d. Anz.)
— Ermäßigung deS Personengeldtarifs. Wie die,tgl. Rundschau" Höri, r|i für bte preußischen Slaatsoahnen eine wesentliche Vereinfachung des Ptrsonengeldtariss zugleich mit einer nicht unerheblichen Ermäßigung desselben in Aussicht genommen. Von der Einführung eines Zonentarifs nach dem Vorgänge der ungarischen Staatsbahnen wird abgesehen.
Frankfurt, 3. März. iGetreidemarkt). Weizen hiesiger 20,70—20,90, fremder JL 20,00—21,25, Roggen hiesiger JL 18,25 bis Oo.OO, fremder JL 00,00—Oü,00, Gerste, Brauerwaare 20,00 bis 23,00, do. zu Mahlzwecken JL —, Hafer hiesiger JL 17,25—18,00, fremder.M —,—---,—.
Frankfurt, 3. März. (Viehmarkt). Angetrieben waren: 402 Ochsen, 21 Brillen, 365 Kühe, Stiere und Rinder, 276 Kälber, 2il Hammel, 271 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 66—68, 2. Qual X 68—60,
Bullen l. Qual X 51—52, 2. Qual X 48—50, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. X 59—61, 2. Qual. X 44—5 , Kälber 1 Qual- pro Pfund Schlachtgewicht 68—72 2. Qual 58—62 H, Hümmel
1 Qual. 60— 62 -5), 2. Qual. 40—45 Schweine 1. Qual. 67—18
2 Qual. 64-65
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hierunter 9 _ Meter Läna 200 BuchenM 3400 Eicheu-Welle !|040 Radel-Welle,
28 brchM'Aätr Meter,
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^lnmenkuaft ^ihgesiern, am
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