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Gießen, 5. Februar.

Die vom preußischen Abgeordneteuhause am Montag be­gonnene Specialberathung des Etats der directen Steuern gestaltete sich zu einer groß angelegten steuer- und zollpoli­tischen Debatte, die auch noch am nächsten Tage fortgesetzt wurde. Die sämmtlichen Parteien des Hauses entwickelten durch ihre in daS Gefecht gesandten Redner ihre Stellung zu den der Montagsdebatte zu Grunde liegenden Fragen. Nationalliberalerseits wurde die Aufhebung der Grundsteuer als Staatssteuer und die endliche Reform der Einkommen­steuer unter Einführung der Declarationspflicht, weiter die Einführung einer Capitalrentensteuer und einer ergiebigeren Gewerbesteuer, endlich die vollständige Trennung der Commu- nalsteuern von den Staatssteuern befürwortet. Die conser- vativen Redner suchten zumeist die Haltung ihrer Partei bei den früheren Steuerreformanläusen gegenüber den liberalen Angriffen zu rechtfertigen und brachen im Uebrigen für das gegenwärtige Schutzzollsystem eine Lanze, wobei es an scharfen zollpolitischen Auseinandersetzungen mit dem Generalredner der Freisinnigen, Herrn Rickert, nicht fehlte. Letzterer erklärte sich gleich den Nationalliberalen für die Reform der Ein­kommensteuer unter Trennung der Frage einer Ueberweisung | der Realsteuern von der Reform und brachte im Weiteren ; eine Reihe steuerpolitischer Wünsche vor, um schließlich die ; Stellung seiner Partei zur Zollpolitik nochmals darzulegen. Namens der polnischen Fraction erklärte sich Abg. v. Czarlinski ebenfalls für die Elnkommensteuerresorm und vom Centrum be­tonte Abg. v. Huene, daß eine Steuerreform ohne eine gleich­zeitige organische Reform der Ueberweisungssrage gar nicht denk­bar sei. Regierungsseitig griffen Finanzminister Dr. v. Scholz und Generalsteuerdirector Burghardt in die Discussion ein, um hauptsächlich den Standpunkt der Regierung bezüglich verschiedener Specialfragen zu kennzeichnen. Titel 1 bis 7 des oben genannten Specialetats wurden schließlich unverkürzt bewilligt.

Der unter den Bergleuten des Eschweilerer Revieres aus­gebrochene partielle Strike ist nach nur mehrtägiger Dauer wieder beendigt, da die strikenden Arbeiter der ZecheNothberg" nach Besprechungen ihrer Delegirtcn mit dem Eschweilerer Bergwerksverein am Dienstag wieder angesahren sind.

In Staßfurt, dem Sitze des bekannten Salzbergwerkes, ist es am vorigen Samstag anläßlich einer socialistischen Wahl­versammlung zu argen Ausschreitungen der Arbeiter gekom­men, bei denen Polizisten wie Civilisten verwundet worden sind.

Der Regierungspräsident in Oppeln, v. Bitter, ist dem Vernehmen nach zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz an Stelle des zum Handelsminister ernannten Herrn v. Berlepsch bestimmt.

Die sensationelle Brochüre des französischen Obersten Stoffel über die Möglichkeit eines deutsch-sranzösischen Bünd­nisses unter Voraussetzung der Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich wird jetzt auch von derNordd. Allg. Ztg." einer Besprechung unterzogen. Das Kanzlerorgan bezeichnet zunächst die Mittheilung der Brochüre von einer 1868 zwischen Bismarck und Stoffel stattgehabten Unterredung für gänzlich erfunden und ebenso erklärt das Blatt die Aeußerungen Stoffels über die Haltung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Hauptquartiere zu Nikolsburg für durchaus unrichtig. Gerade der Kronprinz sei es gewesen, der das Verlangen Bismarcks nach Frieden mit Oesterreich gegenüber der Absicht König Wilhelms, den Krieg sortzusetzen, kräftigst unterstützt habe. Weiter meint dieN. A. Z.", wenn Stoffel es als einen schweren Fehler des Berliner Cabinets bezeichne, daß Frankreich viel härtere Friedensbedingungen gestellt worden seien, als seinerzeit Oesterreich, so übersehe er ganz den Unterschied des Verhältnisses Deutschlands zu Frankreich und zu Oesterreich. Schonung würde bei Frankreich nichts genützt haben, da Deutschland Jahrhunderte hindurch den Angriffen seines gallischen Nachbars ausgesetzt gewesen sei und dies

15 Minuten und beträgt die auf diese Weise gewonnene Quantität 17 590 Cubikfuß rohes und 5000 Cubikfuß ge­reinigtes Wafferftoffgas.

Der hauptsächlichste Gesichtspunkt, wenn es sich um Ein­führung eines neuen Systems bei einem Industrieunternehmen handelt, ist natürlich die Kosten- und Ersparnißfrage und in dieser Beziehung übertrifft der Wasserstoff an Billigkeit alles Heizmaterial um ein Bedeutendes. Seine Production per Tonne (20 Centner) Feuerung ist ungefähr 30 000 Cubikfuß und wenn man englischen Berechnungen solgend, die Kosten dieser Feuerung mit 8 Mark per Tonne annimmt und den Arbeitslohn mit 3 Mark 27 Pfg., so findet man, daß bei unausgesetzter Production die Herstellungskosten des Gases etwas weniger als 18 Pfg. per 1000 Cubikfuß betragen.

Die aus neunmonaUiche Arbeit und gewissenhafte Nach­forschung sich stützendedErsahrung hat ergeben, daß die Ersparniß durch Anwendung von Wafferftoffgas in den Forge Works zu Leeds ungefähr 200 000 Mark per Jahr betragen wird.

Dieses brillante finanzielle Ergebniß bei Anwendung des Wasserstoffgases hat auch bereits Anlaß zur Gründung einer Aktiengesellschaft gegeben, die sich unter dem Namen: The British Water Gas Syndicate unlängst in London constituirt hat.

Vorläufig steckt das in der Überschrift angekündigte Jahrhundert des Wasserstoffes" natürlich noch in den Kinder­schuhen, aber angesichts des oben erwähnten bedeutenden Erfolges ist es zweifellos, daß der Wasserstoff noch einmal

würde voraussichtlich auch int kommenden Jahrhundert der | Fall sein. Das einzige Mittel dagegen bilde die militärische Sicherstellung Deutschlands durch den Besitz Elsaß-Lothringens und letzterer bezwecke weniger die Deckung Berlins als viel­mehr diejenige Süddcutschlands.

Das norwegische Storthing ist am Montag durch den Kronprinzen Gustav Adols im Auftrage des Königs mittels Thronrede eröffnet worden.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 3. Februar. Nr. 2 des Amtsb l att es des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, enthält Ausschreiben vom 5. Januar 1890, betreffend den Rechtshilfeverkehr mit der Schweiz.

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Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 4. Februar. Zum parlamentarischen Diner bei dem Reichskanzler sind eingeladen aus dem Abgeordneten­hause die Conservativen Limburg-Stirum, Erffa, Puttkamer (Groß-Ripkau), Bismarck (Kniephof), die Freiconservativen Kardorff, Zedlitz-Neukirch, Balan und Bülow, die National­liberalen Weber-Genthin, Benda, Enneccerus, Eynern, vom Centrum Reichensperger, Prinz Arenberg und Huene, aus dem Herrenhause Gras Udo Stolberg, Miquel, Fürst Hatzfeld und Bischof Kopp. Außer dem Kaiser und dem Kanzler nehmen noch die Grafen Herbert und Wilhelm Bismarck an dem Essen Theil.

Berlin, 4. Februar. Dem Bundesrathe ging ein Gesetzentwurf, betreffend Einführung von Gewerbeschieds­gerichten, zu. Derselbe zerfällt in fünf Abschnitte, welche behandeln: die Errichtung und die Zufammenfetzung der Gewerbegerichte, das Verfahren vor den Gerichten, die Thätig- feit derselben als Einigungsamt, das Verfahren vor dem Gemeindevorsteher, Schlußbestimmungen.

Berlin, 4. Februar. Ai den Erzählungen der Autorits", Schleinitz habe 1868 der Gräfin Ponrtales ihre Vorliebe für Paris vorgeworsen und gesagt, wenn die Gräfin nicht zu uns zurückkehren will, werden wir das schöne Elsaß nehmen müssen, bemerken dieBerl. Pol. Nachrichten", daß Vorstehendes vollständig unrichtig sei, da Schleinitz zu den eifrigsten Gegnern eines Krieges mit Frankreich gehörte. Zu den weiteren Bemerkungen desselben Blattes, Oberst Stoffel sei bei den Königsmanövern in Pommern 1869 in Stettin mit Steinen und Kies beworfen und Franzosenhund geschimpft worden, constatiren diePolit. Nachr.", Stoffel sei in der liebenswürdigsten Weise ausgenommen worden. Er folgte nach der Beendigung der Manöver einer Einladung des Fürsten Bismarck nach Varzin und verweilte mehrere Tage als Gast des Kanzlers daselbst. Später kehrte er nach Ber­lin zurück mit den angenehmsten Eindrücken von Pommern und seinen Bewohnern.

Eschweiler, 4. Februar. Da die gestrige Bergarbeiter­versammlung in Alsdorf beschloß, sich nach den Be­schlüssen der Eschweilerer Versammlung zu richten, so ist auch dort die Gefahr eines Ausstandes beseitigt.

Straßburg, 4. Februar. Der Landesausschuß be­schäftigte sich heute mit der Etatslesung. Unterstaatssecretär Schraut erklärte die Finanzlage für günstig, der Stand der Industrie sei hochbefriedigend und theilweise glänzend. Eine Verständigung in den Canalfragen wäre erwünscht. Das Reichsland werde in der Erhöhung der Beamtengehälter dem Vorgehen des Reiches und Preußens folgen. Aus eine Inter­pellation wegen des Paßzwanges antwortete Unterstaatssecretär Köller, die Maßregel fei zwar hart, aber nothwendig, und werde möglichst milde ausgeführt- er warnt vor Ueber- treibungen und Klagen über Härte, dagegen erklärte er sich gerne bereit, gerechtfertigte bestimmte Klagen entgegen­zunehmen.

Bern, 4. Februar. Der Bundesrath übertrug das Commando der achten Armeedivision (umfassend die Cantone Uri, Graubünden, Deutsch-Wallis, Glarus und theilweise Schwyz) an Stelle des verstorbenen Obersten Psysser dem Oberst und Kreisinstructeur Heinrich Wieland von Basel.

Paris, 4. Februar. DieRepnblique srancaise" meint, die Gemeinschaft der Interessen Rußlands und Frank­reichs sei eine der Hauptsactoren der europäischen Politik, aber die Völker könnten ebensowenig wie die Individuen eines gewissen Stolzes entbehren. Es gebe Leute, die sich mit zu viel Eifer Rußland an den Hals würfen- einem solchen Betragen fehle die Würde und die Geschicklichkeit. Die einzige Politik sei: Viel Lebel-Gewehre und viele entschlossene Soldaten. Das Uebrige komme von selbst.

La Presse" veröffentlicht einen Dankbries Bou­langers an Laisant für das letzte Banket- der General drückt darin auch sein Vertrauen über die Wahlen vom 16. Februar aus. *

Paris, 4. Februar. DerTemps" meldet: In einer Sitzung der nationalen Gesellschaft zur Beför­derung des Ackerbaues besprach Präsident Foucher die Erneuerung der Handelsverträge. 1892 und betonte, der Artikel 11 des Frankfurter Vertrages könne, richtig ange­wendet, zum Schutze Frankreichs dienen.

London, 4. Februar. Lord Salisbury kommt morgen nach London, um dem Ministerrathe behuss Feststellung der Thronrede zu präsidiren.

Brüssel, 4. Februar. Die erste Commission des Anti- Sclaverei-Congresses berieth heute die Maßregeln durch, betreffend den Schutz der Karawanenstraßen und Ver­hinderung des Sclaventransportes zu Lande. Heber die Mehrzahl der nothwendigen Anordnungen wurde ein Ein­

eine große Rolle in unserem Jndustrieleben spielen wird und es ist daher für jeden Industriellen und Fabrikbesitzer rathsam, sich bei Zeiten mit dieser Frage und ihrer Entwicklung zu beschäftigen.

R* E. in der D. A. Z. f. Landw.

verständniß erreicht.

Bukarest, 4. Februar. Senat. Der Arbeitsminifier erklärte in Beantwortung der Interpellation Aurcljans wegen Errichtung einer rumänischen Donau-Damvsschiffsahrts'Gesell- schast: Er anerkenne deren Nützlichkeit, werde fremde Capi-

talisten zur Bildung einer subventionirten Gesellschaft auf­fordern und, falls dies erfolglos sei, von der Kammer die ersorderlichen Credite verlangen.

In der Deputirtenkammer sprachen die Redner der Majorität tadelnd über den Bericht, betreffend die Ver­setzung des Cabinets Bratiano in den Anklagezustand. Pano (radikal) vertheidigte den Bericht, der heute kriüsirt werde, weil die Haltung der parlamentarischen Gruppen in Folge der politischen Interessen sich geändert habe.

Madrid, 5. Februar. Der Herzog von Mont- pensier ist gestern Abend 8 Uhr plötzlich in San Lucar gestorben.

Locale» and provinzielle».

Gießen, 5. Februar.

Aus Anregung des Wagner-Vereins veranstaltet bei* Großh. Musikdirector Kr auße am Donnerstag den 13. Fe­bruar, dem Todestage Richard Wagners, ein Eoncerl. Es dürste Jedem bekannt sein, daß Herr Krauße ein Musiker ist, der nach Höherem strebt und der nicht nur seine Schaar zu einer der tüchtigsten Militärcapellen der Armee erzogen, sondern auch größere Ausgaben sich gestellt und gelöst hat. Es gibt kaum ein musikalisches Unternehmen, wo Krauße mit seiner Capelle zu entbehren wäre. Wir erinnern nur an die Clubconcerte und die eigenen Abonnementscoucerte rc. Wir glauben daher auch, daß die Erinnerungsfeier durch guten Besuch des musikalischen Publikums sich zu einer würdigen gestalten wird. Der Eintrittspreis ist ein sehr mäßiger (50 Pfg.), das Programm ein sehr gewähltes. Unter anderen: Rienzi-Ouverture, Tannhäuser-Ouverture, Vorspiel zu Tristan, und Isolde, Kaiser-Marsch, Trauermarfch aus der Götter­dämmerung, Lohengrin rc. rc. Indem wir auf die in aller Kürze folgenden Inserate verweisen, empfehlen wir das schöne Unternehmen unseren geschätzten Lesern.

Tffeater. Am Freitag wird das Benefiz für unseren in weitesten Kreisen beliebten und angesehenen ersten Lieb­haber, Herrn Paul von Gallas, stattfinden. Zur Aus­führung gelangt das Henle'sche preisgekrönte LustspielDurch die Intendanz".

Am 2. d. Mts. gerietl) der Dienstherr einer Be­sitzung in der Lahnstraße mit seinem Dienstknecht in Streit, wobei ersterer eine Mistgabel ergriff und damit letzterem durch die Unterlippe in den Mund stach, infolge dessen der Verletzte gestern in der Klinik Ausnahme sand. Anzeige gegen den Thäter ist erhoben.

Vor Kurzem schlich sich eine stellenlose Dienstmagd des Abends in die Stube eines anderen Dienstmädchens auf dem Neuenweg, legte sich unter deren Bett und stahl in der Nacht während der Abwesenheit des Mädchens ein Porte­monnaie mit über 8 Mk. Die Diebin wurde ermittelt und gestern Abend dahier verhaftet.

Gestern früh machte sich der Hausbnrsche eines hiesigen Geschäftes wiederholt über die Ladenkaffe seines Arbeitgebers und entwendete daraus Geld. Diesmal wurde der Dieb ertappt, zur Anzeige gebracht und verhaftet. Derselbe gab zu, daß er schon seit vorigem Jahr die Ladenkaffe im Gesammt- betrag von über 100 Mk. bestohlen habe.

Butzbach, 4. Februar. Zur Einebnung der Baustelle für das Hauptgebäude der Zellenstrafanstalt sind ca. 30 000 Cubikmeter Grund zu graben und außerhalb der Einsriedigungsmauern anzuschütten. Diese Arbeit, die in drei Monaten beendigt sein soll, ist den Herren Adam Nummerich und Wilhelm Hans in Eschollbrücken zu dem Einheitspreise von 55 Pfennig pro Cubikmeter übertragen worden.

Alsfeld, 3. Februar. Herr Reichstagsabgeordneter Fritz Kalle aus Wiesbaden wird am Sonntag den 9. Februar in Alsfeld, am Samstag den 8. Februar in Homberg an der Ohm zu feinen Wählern sprechen.

Windhausen, 3. Februar. Die in Nr. 28 d. Bl. ge­brachte Mittheilung aus Ober-Breidenbach über einen KindeSmord ist lautFr. Gen.-Anz." dahin zu berichtigen, daß noch nicht sestgestellt ist, ob die Stiesgroßmutter das Kind vergiftet und ihm die Pulsadern geöffnet hat. Diese Mittheilungen entstanden aus der unbarmherzigen Härte, mit welcher sie das Kind behandelt haben soll. Dessenungeachtet befindet sich die Frau in Untersuchung, lieber das Ergebniß der an der Leiche des Kindes vorgenommenen Obduction ist noch nichts bekannt.

Schlechtenwegen, 3. Februar. Dem Bürgermeister Heinrich Schrimpf hier wurde von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" verliehen.

Lauterbach, 4. Juli. In dem neulichen (auch von uns gebrachten) Bericht über die Schlägerei in der Hutfabrik zu Blitzenrod ist noch nachzutragen, daß an dem genannten Tage nicht ein Fäßchen, sondern nur zwei Liter Bier in der betreffenden Abtheilnng getrunken wurden. Der verletzte Oesterreicher war den ganzen Tag an seiner Arbeit. Der Messerheld hat dagegen nur den Vormittag gearbeitet, er ist 22 Jahre alt, erlernte eben das dritte Geschäft, erst war er Maurer, dann Metzger, nun nahm ihn sein Vater, der Hut­macher in Blitzenrod ist, zu sich, um ihn auch als Hutmacher auszubilden. Der Messerheld holte in seiner Wohnung ein Messer und sagte, wer ihm jetzt in den Weg komme, den stäche er todt- als er nun in die Fabrik zurückkam, begegnete er dem Oesterreicher, welcher im Begriff war, nach Hanse zu gehen- er zog das Messer und verletzte seinen Gegner in der bereits gemeldeten Weise.

Vevinischtes.

* Darmstadt, 31. Januar. Postpersonalnach­richten. Ernannt sind die Postassistenten Henrich in Worms und Wolsschmidt in Friedberg (Hessen) zu Ober- Postasststenten. Angestellt ist der Postassistent Gärtner in I Grünberg (Hessen). Gestorben ist der Postverwalter a. D- ! Bolz in Auerbach (Hessen).