an Bord begab, warf das österreichische Panzerschiff „Franz Joses" elektrisches Licht, welches den ganzen Hafen erleuchtete.
München, 2. September. Die Isar ist in beständigem Wachsen begriffen und hat bereits theilweise die Straßen der Vorstadt Au überschwemmt.
Lübeck, 2. September. Der kaiserliche Extrazug passirte heute Nachmittag 5 Uhr den hiesigen Bahnhof ohne Aufenthalt. Es hatte sich eine große Menschenmenge auf dem Bahnhofe versammelt. Mittags traf auch Graf Moltke aus einer Reise nach Rom hier ein. Er reiste nach einem Aufenthalte von 10 Minuten weiter.
Tölz, 2. September. Dr. Peters, begleitet von dem Vorsitzenden der Ostafrikanischen Gesellschaft, Herrn v. d. Heydt, ist hier eingetroffen, um den Dirigenten der Colonialabtheilung, Geheimrath Kayser zu besuchen und mit ihm coloniale Fragen zu berathen.
Wien, 2. September. Der internationale land- und forstwirthschastlicheCongreß wurde unter dem Vorsitz des Landmarschalls in Anwesenheit des Unterrichts- und des Ackerbauministers eröffnet. Der Letztere begrüßte den Congreß und versicherte das lebhafte Interesse der Regierung für die Berathungen und Beschlüffe des Congresses. Vertreten sind die Regierungen von Deutschland, Frankreich, England, Italien, Niederland, Dänemark und Süd-Australien, auch viele Land- wirthschaftsvereine dieser Staaten.
Wien, 2. September. Die Donau ist rapid im Steigen begriffen, so daß Vorkehrungen gegen die drohenden Hochwassergefahren getroffen werden mußten.
Budweis, 2. September. Die Moldau ist rapid gestiegen.
Trieft, 2. September. Im Municipalrathe verurtheilte der Vorsitzende Dompieri aufs Schärfste den wiederholten Petardenunfug und beantragte, Namens der gesammten Bürgerschaft der Familie des jüngst bei dem letzten Unglück schwer verwundeten Knaben eine Unterstützung zu gewähren. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Paris, 2. September. Das englische Geschwader traf heute Vormittag um lO1/^ Uhr auf der Rhede von Toulon ein und tauschte mit der Userbatterie Salutschüsse. Das englische Admiralschiff begrüßte die Flagge des Admirals Duperre mit fünfzehn Salutschüssen; das Panzerschiff „Formidable" erwiderte. Admiral Hoskins stattete mit seinem Stabe, zu welchem Capitän Prinz Ludwig Battenberg gehört, dem Seepräfecten Rieunier sowie dem Adjuncten des Bürgermeisters in Abwesenheit des Bürgermeisters selbst Besuche ab.
London, 2. September. Eine heute abgehaltene Versammlung großer britischer Schiffseigner, aus der gegen 100 Millionen Pfund Sterling Capital vertreten war, beschloß eine Resolution zu Gunsten eines zu gründenden Verbandes der Schisssahrts-Jnteressenten, welcher sich mit der Arbeiterfrage befassen und den Forderungen der Trade-Uniones entgegentreten soll.
Loudon, 2. September. Nach einer Lloyddepesche vom heutigen Datum wurde der Lloyddampfer „Berlin", aus der Reise nach Buenos-Ayres begriffen, mit arbeitsunfähiger Maschine von dem Dampfer „Main" nach Lissabon bugsirt.
Brüffel, 2. September. Die Nachrichten von der Erkrankung Wißmanns werden von authentischer Seite als unrichtig bezeichnet. Der deutsche Reichscommissär erfreut sich des allerbesten Wohlseins- er wird morgen bei dem Congo-Forscher, Capitän Storms, diniren und sich übermorgen zum König nach Ostende begeben.
Liverpool, 2. September. Der Präsident des Congresses der Trade-Unions, Watkin, erklärte in seiner Eröffnungsrede zu der heutigen Sitzung, die Zeit sei da, energische Maßregeln zu ergreifen, um den Arbeitern aus dem Wege der Gesetzgebung den Achtstundentag zu sichern. Er sprach sich ferner für directe Vertretung der Arbeit im Parlamente aus, sowie für die Controlle der Eisenbahnen durch den Staat. Die einzige Lösung der Agrarfrage könne nur die Nationalisirung von Grund und Boden sein.
Nischnij-Nowgorod, 2. September. Ein junger Mensch näherte sich heute dem Gouverneur Baranow unter dem Vorwande, er habe diesem ein wichtiges Geheimniß mitzutheilen. Dann richtete er plötzlich einen geladenen Revolver auf den Gouverneur. Baranow fiel dem Menschen in den Arm, die Kugel wurde abgelenkt und ging in den Erdboden. Der Verbrecher, der daraufhin verhaftet wurde, nennt sich Wladimirow.
Belgrad, 2. September. Die „Agence de Belgrade" theilt mit, die serbische Regierung beabsichtige die Einberufung einer Conferenz hervorragender Kaufleute des Landes, um deren Votum entgegeuzunehmen, was zu thun sei, falls das Wiener Cabinet an den Bedingungen, betreffend die Zurücknahme des Schweineeinfuhrverbotes, sesthielte.
Sofia, 2. September. Jene Blättermeldungen, wonach nur die Radoslawistische Opposition bei den nächsten Wahlen zur Sobranje sich betheiligen werde, sind unbegründet. Auch die Zankowisten und Anhänger Karawelows werden daran theilnehmen. Die Candidaturen Zankows, Karawelows, Zanows und anderer Oppositionsmitglieder sind sogar bereits ausgestellt.
Newyork, 2. September. Bei den Staatswahlen in Arkansas siegten die Demokraten mit noch größerer Majorität als im Jahre 1888.
Newyork, 2. September. Eine Depesche des „Herald" aus Guatemala meldet, daß gestern gegen den dortigen Vertreter der Vereinigten Staaten, Mizner, durch die Tochter des Generals Barrundia, Christine Barrundia, ein Attentat versucht wurde. Das Mädchen trat auf den am Schreibtische sitzenden Minister zu und beschuldigte denselben, die Ursache des Todes ihres Vaters zu sein, und feuerte hieraus einen Revolver aus ihn ab- der Minister blieb jedoch unverletzt. Christine Barrundia wurde verhaftet. Die Wittwe des Generals Barrundia verlangte vom Präsidenten Harrison telegraphisch eine Entschädigung.
Newyork, 2. September. Der gestrige Arbeiter Festtag wurde überall mit Umzügen und Festen im Freien gefeiert. In Pittsburg griffen amerikanische Handwerker einen Zug der deutschen Bäcker an, in welchem eine deutsche Fahne getragen wurde- sie entrissen die Fahne nach kurzem Kamps und traten sie unter die Füße. Das Vorkommniß rief eine gewisse Spannung hervor.
Sydney, 2. September. (Reutermeldung). Heute Nachmittag fand hier eine von der Vereinigung der Arbeitgeber aller Gewerke abgehaltene Versammlung statt. Es wurde einstimmig eine Resolution angenommen, worin die absolute Nothwendigkeit der Vereinigung gegen die Arbeiter anerkannt und zur allgemeinen Unterzeichnung einer öffentlichen Erklärung aufgesordert wird, welche besagt, man müsse anerkennen, daß die Rheder den Kampf im allgemeinen Interesse führen. Die Resolution verdammt den Boycott, welcher die persönliche Freiheit beeinträchtige, und die vornehmsten Interessen der australischen Colonien schädige.
Localer unö provinzielle».
Gießen, 3. September.
— Die gestrige Feier des Sedanfestes verlies, begünstigt von schönem Wetter, ganz programmgemäß. Wie alljährlich, wurde auch diesmal Morgens um 7 Uhr ein Choral vom Stadtthurm aus geblasen. Nach 10 Uhr begab sich der Kriegerverein zur Schmückung der Krieger-Gräber nach dem Friedhof. Der auf 3 Uhr festgesetzte Festzug fand unter Theilnahme der Schulkinder, sowie mehrerer Vereine statt. Am Ziele des Zuges, Steins Garten, entwickelte sich bald /ein buntbewegtes Leben. Das geräumige Etablissement vermochte allerdings den Festtheilnehmern anfänglich nicht die genügende Anzahl von Sitzplätzen zu bieten, indeß that dieser Umstand der Feststimmung keinen Abbruch, man hals sich gegenseitig aus, bis nach Heimkehr der Kinder, die mit Bretzeln beschenkt wurden, Platz für die Erwachsenen geschaffen wurde. Diese machten denn auch die Gelegenheit gemüthlichen Beisammenseins sich ausgiebig zu nutze, und hielten bei trefflicher Musik unserer Regimentscapelle bis in die Nacht hinein wacker aus. Von dem Verlauf des Sedanfestes dürften wohl alle Theilnehmer befriedigt worden sein. Die Stadt hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Daß auch in unserer nächsten Umgebung das Sedansest gefeiert wurde, ist selbstverständlich, man konnte gestern Abend von hier aus mehrfach Freudenfeuer wahrnehmen.
— Fräulein Natalie Köhler wird nächsten Montag in dem freundlichst zur Verfügung gestellten Saal der Loge den „Oedipus aus Kolonos" des Sophokles mit der Mendelssohn'schen herrlichen Musik vortragen. Wir machen aus diese künstlerische Veranstaltung der Dame, über deren eminentes Talent unter Kennern Einstimmigkeit herrscht, mit dem Bemerken aufmerksam, daß der musikalische Theil in den Händen zweier bewährter und rühmlichst bekannter Kräfte, der Herren Musiklehrer Bauer und des Herrn Dr. Löwe liegen wird.,
— Infolge mehrfacher Beschwerden von Brief- und Zeitungsträgern werden die Hausbesitzer bei der jetzt schon früh eintretenden Dunkelheit, unter Hinweis auf ihre Verantwortlichkeit für allensallsige Unfälle, gebeten, für Beleuchtung ihrer Treppenhäuser rechtzeitig Sorge zu tragen.
-o-Aus dem Busecker Thal, 1..September. Nach vorausgegangener längerer Unterweisung wurde gestern ein Sohn des bekannten, früher in Frankfurt, jetzt in Neuenheim- Heidelberg ansässigen Fabrikanten Zimmer in der Kirche zu Beuern durch den dortigen Ortsgeistlichen confirmirt. Die Feier, durch die Mitwirkung des Kirchengesangvereins verschönert, hatte auch von auswärts her viele Gäste angezogen, während die Gemeinde selbst wohl vollzählig im Gotteshause erschienen war. Der Geistliche predigte über das Evangelium des Tages Luc. 10, 23—37 und erbat auf Grund desselben dem Confirmanden ein helles Auge, ein warmes Herz und eine willige Hand für den Herrn. Sicherem Vernehmen nach läßt die Familie gegenwärtig eine grüne Kanzel- und Altarbekleidung bei dem Neuendettelsauer Parameutenverein für die Kirche in Beuern sticken, die wohl geeignet sein dürste, die Erinnerung an den Tag und seine Feier auch äußerlich in der Gemeinde festzuhalten.
Butzbach, 2. September. Aus Anlaß der 20jährigen Wiederkehr des glorreichen Gedenktages von Sedan fanden heute Vormittag in der hiesigen Volksschule und der höheren Mädchenschule (die Realschule hat Herbstferien) Feierlichkeiten statt, wobei auf die Bedeutung dieses Tages aufmerksam gemacht und vaterländische Lieder vorgetragen wurden. Der hiesige Kriegerverein beging bereits am Sonntag seine Sedanseier in gewohnter einfacher, aber recht schöner und herzerhebender Weise. Der Verein marschirte in corpore Sonntag Vormittag mit Fahne vor das mit frischem Grün geschmückte Kriegerdenkmal, legte dortselbst drei Kränze zur Erinnerung an die im Feldzug 1870/71 gefallenen Helden nieder und wohnte darauf dem Festgottesdienst in unserer schönen Stadtkirche bei, woselbst Herr Pfarrer Schrimpf in einer echt patriotischen Predigt des großen Tages von Sedan gedachte.
R. Altenstadt, 1. September. Heute wurde der Handelsmann Joseph M. aus Bönstadt wegen Sittlichkeits- Verbrechen verhaftet.
0 Altenstadt, 2. September. Große Wagen mit Obst, vorzugsweise Aepfel, beladen, gehen fast tagtäglich von hier nach Frankfurt. Der Verkehr ist so lebhaft, als befänden wir uns mitten in der Obsternte. Daraus läßt sich aber schließen, wie stark der Sturm am 27. August bei uns gehaust hat. Nach mäßiger Schätzung glaubt man, daß 1100 bis 1300 Malter, also 2200 bis 2600 Centner, abgeschleudert wurden. Die hiesigen Obstweinsabrikanten wissen mit dem Fallobst nichts anzufangen, die Frankfurter dagegen ver
arbeiten es mit Geschick, sonst würde der Bauer nichts wie Schaden haben. Wie groß der Obstsegen in unserer Gegend ist, beweist die Thatsache, daß auf dem benachbarten Engelthaler Hof ca. 10000 bis 12000 Mk. für Obst erwartet werden. Der Pächter wird daher den Pacht lediglich aus der Obsternte decken können.
s XX. Lindheim i. d. W., 2. September. Der Sturm am 27. August bat zwar an vielen Orten der näheren Umgegend bedauerlichen Schaden angerichtet. Uns aber hat er einen Verlust gebracht, der nie mehr zu ersetzen ist, denn er hat unsere herrliche Linde, das Wahrzeichen, der Schmuck und die Zierde unseres Dorfes, auf die sich die Blicke des Wanderers schon stundenweit zu richten pflegten, mitten auseinander gerissen. Der herrliche Baum theilte sich in einer Höhe von 3 bis 4 Metern in zwei gewaltige Aeste. Jeder für sich war so mächtig, daß er einen stattlichen Baum abgegeben hätte. Nun liegt der eine Ast, welcher in seinem Falle eine Sanosteinplatte der Friedhofsmauer zerschmetterte, aus derselben. Jetzt erst, nachdem der gewaltige Riß am Stamme klafft und die Hälfte am Boden liegt, sieht man, was für ein Riese der Baum war. Das Alter desselben wird von Kennern aus 500—600 Jahre angegeben. Das Wappen des Dorfes, das auch am Schulhause verbildlicht ist, führt die Linde in seinem Schilde. Wahrscheinlich hat der herrliche Baum dem Dorfe seinen Namen gegeben. Die noch stehende Hälste des Baumes wird wohl jetzt, nachdem der Stamm so zerrissen ist, auch nicht mehr lange Widerstand leisten können. — In unserer Mitte lebt seit einigen Jahren der Schriftsteller Herr von Sacher-Masoch. Er kaufte sich die Besitzung der Frau von Pfennig, in deren Garten der übel berüchtigte, jetzt sehr baufällige „Hexenthurm" steht, der ost von durchreisenden Fremden mit Erlaubniß des Besitzers besucht wird. Der Volksschriftsteller Otto Glaubrecht (Pfarrer Oeser) hat hier in Lindheim viele Jahre als Geistlicher segensreich gewirkt und durch seine Schriften, besonders durch „Die Schreckensjahre von Lindheim", ist unser Dorf in der ganzen Welt berühmt geworden. Die Besitzung, worin der „Hexenthurm" steht, soll aber wieder verkauft werden, weil Herr von Sacher-Masoch die Redaction eines großen Blattes in Mannheim übernommen hat und dorthin mit seiner Familie übersiedeln will.
= Büches, 2. September. Zwar helfen Bauernregeln und Sprüchwörter nicht viel, aber häufig treffen sie doch zu. „Wie der Hirsch zu Aegidi in die Brunst geht, so tritt er nach vier Wochen wieder heraus." Gestern (1. September) war Aegidi und gutes Wetter- es scheint in der That, daß es besser werden wollte. Man hat daher mit der Grummeternte begonnen. Der ganze Wiesengrund von Büdingen über hier nach Düdelsheim und Hainchen — in einer Länge von 2 Stunden — wimmelt von Grummetmachern. Die Ernte fällt allem Anscheine nach gut aus. — Heute früh bei Sonnenaufgang hatten wir 2° Wärme, ein Wasserreis lag auf den Fluren und an den Sensen gab es Eis- man hat daher mit dem Heizen der Oefen begonnen. — Die Hoffnung, daß die Bohnen und Gurken im Nachsommer noch einmal ansetzen und eine Ernte liesern würden, ist 6er der großen Temperaturabnahme nicht mehr wahrscheinlich.
△ Ruppertenrod, 2. September. In wirklich schöner und erhebender Weise verlies die Gedenkfeier zur 20jährigen Wiederkehr des Sedantages am verflossenen Sonntag. Nachmittags 1 Uhr nahm der Festzug Aufstellung und bewegte sich durch die Ortsstraßen, voran die hiesige Schuljugend, dir Schule von Wettsaasen, die hiesigen und auswärtigen Festdamen, die Musikcapelle, der Gesangverein Wettsaasen, der Gesang-, Militär- und Kriegerverein Ruppertenrod — nach der Friedenseiche. Der Gesangverein Ruppertenrod leitete hier die Feierlichkeiten mit dem stimmungsvollen Lied „Eintracht und Liebe" ein, worauf Lehrer Strack eine kurze Ansprache hielt, in der er die Bedeutung der Friedenseiche schilderte. Begeistert stimmte die zahlreiche Festversammlung in das Hoch aus unser deutsches Vaterland ein. Nach dem Lied „Deutschland, Deutschland über alles", welches die Schüler sangen, begab sich der Festzug und die Festgenossen nach dem eigentlichen Festplatz, dem schön gelegenen sogenannten Gemeinde-Wäldchen. Bald entwickelte sich hier ein lebendiges Festtreiben, die Schuljugend wurde durch Verabreichung von Freibier bald in animierte Stimmung versetzt, das bezeugten ihre frischen, hellen Vaterlandsgesänge und ihre munteren Spiele. Dazwischen erklangen die Lieder der Gesangvereine und die heiteren Tanz- weisen der Musikcapelle, die nicht vergeblich die Jugend zum Tanze einluden. Ihren Höhepunkt erreichte die Festlichkeit nach der Festrede, die wiederum Lehrer Strack hielt. Bei I* dem Gedächtniß der Todten, das er zum ersten Theil seiner Rede gemacht, sahen wir nicht blos Thränen in den Augen der tief ergriffenen Krieger vom Ruhmesjahre 1870/71, auch gar manches andere Auge in der Festversammlung war feucht geworden. Zum ehrenden Gedächtniß der treuen Todten entblößte die Versammlung für einen Moment das Haupt. Sodann führte der Festredner aus, wie die 20 jährige Wiederkehr des Sedantages aber auch den Lebenden gelte, wie das Sedanfest nicht nur ein Erinnerungs-, sondern auch ein Dankfest sei und sein müsse und forderte auf, dem Dank für Gott und Denen, die damals mitgefochten haben, Ausdrücken geben in einem Hoch auf die deutsche Armee und damit auf unseren Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Ludwig IV. In heller Begeisterung kam die Festversammlung dieser Aufforderung nach. — Bis zum hereinbrechenden Abend hielten die Festgäste auf dem Festplatz aus, trotz der empfindsamen Kühle. Der gehobenen Festesstimmung verdankten die Feft- theilnehmer auch vor ihrem Weggang verschiedene Redeausbrüche, die alle begeisternden Wiederhall sanden. Mit klingendem Spiele rückte,' cs war schon dunkel geworden, der Festzug zum Orte ein, worin der schönen Festlichkeit ein Tänzchen in der Festwirthschast „zum deutschen Haus" folgte.
dt. Neu - Ulrichstein, 1. September. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro August 189 0. Ende August 1890 sind in der Colonie stellen- resp. arbeitslos
*
D<
Aus Rheinhessen, freundlichen Witterung n rinstimmenden Berichten der diesseitigen Provinz Die warme Temperatur bindung mit der genügen! Weinstock auf das Beste zusehends. Namentlich ' und find dieselben in bei den letzten Tagen die A Auch die weihen Traub' haben sich in den letzter Mich der Quantität ' die bisherigen Nachricht sogar sehr- nicht aber verspricht die Letztere l mindestens eine annehn A Mainz, 2. Se hier ganz ohne irgend ei Nicht einmal die Milü gelegt.
— Die großen t und am Oberrhein bei durch ein heftiges Ste Besonders seit den er| tin starkes Wachsen ein ist eine Steigung Don ein
* Matg, 2. Se\ Wilhelm-Thurms auf Ss Vorfeier des Seda vortresflich und bot ein von der Höhe herab vei selben und gleichzeitig krglühen, — weithin jenlid) von seiner dun imseits von der Stadt mntscapelle die Nation^ das stille Lahnthal dm w - ^rze, 1.^ drer Pfennige
Dieselben
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\ O'f,£rteJi ilri bursche b v ^ ^,'chm scheel / 2,
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Verpfiegungstage m wurde an 1336 Tagen, Rechnung. ______
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