Ausgabe 
4.3.1890
 
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Vreslau. Osikiels. Lutzarur (3?c.) mit 12,504 Stimmen HewKblt S.ydewitz (ü.) c, hielt 12,109 (Stimmen. Weftbertrk. Poll,aib (Dfr). aewählt mit 13,595 Stimmen; Kühn (Soc.) erhielt 13,280 Stimmen.

Bunztau Lüben. Schmieder (Dir.) gewählt.

Waldenburg. Eberly (Dir.) gewählt mit 11,600 Stimmen gegen Web^ky mit 6300 Stimmen.

Danzig. Rickert (Dir.) 10,232, Wedekind (K.) 3942 Stimmen. Mcken aewählt.

Stettin. Brömel (Dir.) 9447, Herbert (Soc.) 8467 Stimmen. Brömel gewählt.

Berlin, 3. März. In den bisher bekannten 97 Stich­wahlen sind gewählt: 9 Conservative, 3 Reichspartci, 18 Nationalliberale, 9 Ccntrum, 34 Freisinnige, 13 Socialisten, 3 Welfen, 7 Demokraten, 1 Antisemit.

Deutsches Reich.

Berlin, l.März. Seine Majestät der Kaiser hat sämmt- liche Mitglieder des StaatSraths, den Reichskanzler und den engeren Hos Ihrer Majestäten heute Abends um 6 Uhr zum Diner in der BildergaÜerie des Schlosses ein­geladen.

DerReichSanzciger" veröffentlicht die Uebereinkunft zwischen Frankreich und Deutschland wegen Einführung eines Zollsystems in den beiderseitigen Gebieten der Sclavenküste dergestalt, daß daselbst ein und dieselben Zölle erhoben werden und daß die verzollten Maaren von einem in das andere Gebiet dann zollfrei eingeftthrt werden können.

Berlin, l.März. Ueber größere Truppenübungen im Jahre 1890 hat der Kaiser Folgendes bestimmt: 1) Das 5., 6. und 9. Armeecorps halten Manöver vor Mir ab und zwar jedes Armeecorps für sich große Parade und Corps­manöver gegen markirten Feind. Hieran schließen sich drei­tägige Manöver für das 9. Armeecorps unter Mitwirkung der Flotte nach Vereinbarung mit dem Obercommando der Marine, für das 5. und 6. ArmeecorpS gegeneinander. 2) Ferner finden beim 4., 5., 6., 15. und 16. Armeecorps besondere Cavallerieübuugen statt. Jedes der genannten Armeecorps, mit Ausnahme des 5., bildet eine Cavallerie- division zu 6 Regimentern mit einer Abtheilung reitender Artillerie zu zwei Batterien und einem Pionierdetachcment. Zur Verwendung im Verbände dieser Cavalleriedivisionen, deren ordre de bataille festzusetzen Ich Mir noch Vorbehalte, werden dem 4. Armeecorps: die 20. und 22. Cavallerie- brigade, dem 6. Armeecorps: die 10. Cavalleriebrigade, dem 15. Armeeeorps: die 28. Cavalleriebrigade und zufolge Ver­einbarung 2 königl. württembergische Cavallerieregimenter, dem 16. Armeecorps: das Kürassierregiment Graf Geßler (Rheinisches) Nr. 8, das Westfälische Dragonerregiment Nr. 7, das 1. großh. hessische Dragonerregiment (Garde-Dragoner- regiment) Nr. 23 und das 5. königlich bayerische Cheveaux- legers-Regiment Erzherzog Albrecht von Oesterreich zugetheilt. Zu dem 5. Armeecorps tritt die Garde-Cavalleriedivision mit der reitenden Abtheilung des 1. Gardc-Feld-Artillerieregi- ments. Von jedem Garde-Cavallerieregimcnt verbleibt eine Escadron dem Gardecorps für dessen Manöver. Außerdem tritt die 6. Cavalleriebrigade, sowie eine reitende Batterie des 4. Armeecorps zu einer, nach getroffener Vereinbarung beim 12. (königl. sächsischen) Armeecorps zusammenzuziehenden Cavalleriedivision. Bei dem Garde-, 2., 3., 4., 7., 8., 10., 11. und 14. Armeecorps finden Generalstabsreisen, bei dem 1. Armeecorps eine Festungs-Generalstabsreise nach Maßgabe der Bestimmungen über die jährlichen Generalstabsreisen vom 29. November 1888 statt. Bei dem 7., 8., 10., 11. und 17. Armeecorps finden Cavallerie-Uebungsreisen nach Maß­gabe der Instruction vom 23. Januar 1879 statt. Ferner- Hat eine größere Armirungs-Uebung der Fußartillerie bei Coblenz stattzufinden.

Köln, 1. März. Wie dieKöln. Ztg." berichtet, sind seit vorgestern auf den Saarbrückener fiscalischen Bergwerken Arbeiterausschüsse eingeführt worden.

Ausland.

Prag, 1. März. In der heutigen Versammlung des Actiencomites der Landesausstellung unter dem Vorsitze des Statthalters herrschte vollstes Einvernehmen be­treffs des Titels der Ausstellung. Durch den Hinzutritt der deutschen Mitglieder wurde die Neugestaltung des Comites erzielt. Der Statthalter sprach seine vollste Befriedigung über das Zustandekommen des gegenseitigen Einverständ- rnfses aus.

Paris, 1. März. In Folge von persönlichen Mein­ungsverschiedenheiten mit dem Ministerpräsidenten Tirard, welche in der heute Vormittag stattgehabten Sitzung des Ministerraths hervortraten, hat der Minister des Innern, Eonstans, seine Entlassung eingereicht. Es ist noch nicht bekannt, ob die Demission eine endgiltige ist. Der Minister­rath wird heute Abend noch einmal zusammentreten.

London, 1. März. Das Unterhaus verwarf Labou- cheres Amendement mit 206 gegen 66 Stimmen.

Brüssel, 1. März. Wie in politischen Kreisen verlautet, sollen der belgische Gesandte in Berlin, Baron Gr ein dl, und der Deputirte für Antwerpen, Jacobs, als Delegirte zur Berliner Conferenz bezeichnet worden sein.

Belgrad, 1. März. DieAgence de Belgrade" demen- tirt alle Gerüchte über serbijche Bestrebungen bei der Pforte bezüglich der Errichtung eines ökumenischen Patri­archats. Ueber die Errichtung eines serbischen Patriarchats in Alt-Serbien und Makedonien sei in maßgebenden Streifen nichts bekannt, noch weniger sollen irgend welche diesbezüg­liche Schritte geplant sein. #

Petersburg, 1. März. DerRussische Invalide" ver­öffentlicht das vom Kaiser am 31. Januar bestätigte Regle­ment für die Bildung von Cadres der Reichswehr (Land­sturm). Danackf' werden die genannten Cadres durch zwei Unternnlitärs für die dereinst zu sormirende Compagnie, Batterie oder Sotnie gebildet und ressortiren zu den Kreis­

MilitärchefS. Die Eadre - Mannschaften beaufsichtigen in ' Friedenszeiten das Eigenthnm der Reichswehr - Abtheilungen und üben die zu Lehrversammlungen cinzuberusenden Land- wchrleute erster Kategorie ein.

tzavannah, 28. Februar. Der Gras von Paris hat sich heute nach Cadiz: eingeschifft.

Montevideo, 1. März. Dr. Julio Herr er a ist zum Präsidenten der Republik Uruguay gewählt worden.

Newyork, 1. März. Der Dichter und ehemalige Ge­sandte in London, Russell Lowell, ist bedenklich erkrankt.

In den Wandelgängen des Repräsentanten­hauses (in Washington) entstand gestern zwischen den länger verfeindeten Herren Taulblee, ehemaligen Vertreter von Ken­tucky, und Kincaid, Correspondent derLouisville Times", ein heftiger Streit. Nach lebhaften Auseinandersetzungen schoß Taulblee auf Kincaid, welcher wiederum seinen Revolver auf Taulblee abfeuerte. Taulblee fiel nieder, die Kugel war beim Auge eingedrnngeu. Taulblee ist nicht todt, doch ist sein Zustand sehr bedenklich. Kincaid ist verhaftet worden.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau

Berlin, 2. März. DemFranks. Journ." zufolge be­stätigt cs sich, daß die deutsche Arbeiterschutzgesetz- gebung nicht von den Ergebnissen der internationalen Conferenz abhängig gemacht werden soll. Man erwartet die alsbaldige Einberufung des Reichstages zur Entgegennahme eines Arbeiterschutzgesetzes, welches bestem Vernehmen nach im Wesentlichen mit den vom vorigen Reichstage gefaßten Beschlüssen übereinstimmen wird. Eine gleichzeitige Berathung der socialpolitischen Materie durch die Conferenz und den Reichstag ist nicht ausgeschlossen. Die Theilnahme des Staatsrathes an den Vorbereitungsarbeiten für die Social- gesetzgebung ist mit den beendigten Berathungen der Ab- theilungen abgeschlossen,- die Berufung des Plenums des Staatsraths findet nicht statt. Daß der Reichstag mit der Frage des Socialistengesetzes befaßt werden wird, gilt nicht als wahrscheinlich; man nimmt an, daß die verbündeten Regierungen ihre Ansichten über die Zweckdienlichkeit des geltenden Gesetzes geändert haben, und gibt fick; der Er­wartung hin, daß bei der Aussichtslosigkeit auch einer ab­geänderten Vorlage die Angelegenheit gar nicht an den Reichs­tag gebracht werden wird.

Esten a. d. Ruhr, 2. März. In einer heute hier ab­gehaltenen allgemeinen Bergarbeiter-Versammlung, welche von etwa 700 bis 800 Bergleuten besucht war, er­klärte sich die Mehrzahl der Redner gegen die Forderung des Verbandsvorstandes, betreffend eine allgemeine Lohn­erhöhung von 50 pCt. Es wurde derRh.-Westf. Ztg." zufolge einer bereits in der Delegirtenversammlung vom 2. Februar beschlossenen Resolution zugestimmt, nach welcher der Verdienst des Hauers nicht unter 5 Mark betragen soll. Diese Forderung soll aus der nächsten Verbaudsversammlung zum Beschluß erhoben werden.

Paris, 2. März. Bourgeois, Deputirter der Marne, ist an Stelle des Herrn Constans zum Minister des Innern ernannt worden.

Die Zeitungen besprechen die Bedeutung, welche der Rücktritt des Ministers Constanz für die Lage des Cabinets hat. Die Mehrzahl der republikanischen Organe betrachtet die Demission des Herrn Constans als die Ein­leitung des Sturzes des gesammten Cabinets. DasJourn. des Debats" sagt, Constans habe den Fehler feiner Collegen eingesehen und sich zurückgezogen, um nicht zu fallen- sein Abgang sei ein übles Vorzeichen für das Cabinet. Das ge­nannte Blatt spricht sich sodann mißbilligend über die Er­nennung des radicalen Bourgeois aus. DieRepublique srantzaise" erklärt, den Verdiensten des Herrn Constans ein dankbares Andenken bewahren und die guten Eigenschaften seines Nachfolgers würdigen zu wollen, und verlangt von dem Cabinet ein Programm. DerFigaro" sagt, der Rück­tritt des Herrn Constans bedeute den Tod des Cabinets. DerGaulois" bringt die Demission des Herrn Constans mit der Angelegenheit des Herzogs von Orleans in Zusammen­hang, und meint, daß eine Krisis in der Präsidentschaft bevorstehe. Auch die boulangistischen Blätter weisen auf die mögliche Mitleidenschaft Carnots hin, wenn die Deputirten- kammer sich für Constans entscheiden sollte.

Wie dasMemorial Diplomatique" erfährt, mache die Haltung des Königs von Dahome die Entsendung von Verstärkungen vom Senegal nach Cotonou nöthig.

Meldungen hiesiger Zeitungen zufolge sollen die diesjährigen großen Manöver unter der Oberleitung des Generals Billot zwischen Peronne und Cambray statt­finden.

Rom, 2. März. Der Papst empfing heute Mittag die Cardinäle und Prälaten zur Entgegennahme von deren Glück­wünschen anläßlich seines Geburtstages, sowie des Jahres­tages seiner Krönung. Der Cardinal und Decan des heiligen Collegiums Monaco La Valletta verlas als Doyen eine Adresse. Der Papst erwiderte darauf: Der doppelte Jahres­tag bilde für ihn einen Hinweis darauf, daß die Jahre ge­zählt feien; schon viele Jahre seien dahin gegangen mit ihren Nebeln, auch die Zukunft erscheine schmerzlich, aber er tröste sich, denn fein Leben sei dem Ruhme Gottes und der Kirche gewidmet. Er wünsche sehnlichst, Gott möge der Kirche und ihrem Oberhaupte Freiheit und Unabhängigkeit wiedergeben- das Ziel seines Pontifikats erblicke er darin, Allen die Wahrheit des Evangeliums zu lehren, darum seien auch seine Encykliken geschrieben, denn alle Völker müffe er unterrichten. Bisher^ habe er die Grundzüge des Familien- und des politischen Lebens gekennzeichnet, jetzt werde er be­sonders die sociale Frage behandeln. Diejenigen, in deren Händen sich die Gewalt befände, müßten eine Lösung dieser Frage mit allen Straften, namentlich durch Schule und Presse

unterstützen. Daran werde er arbeiten, so lauge er lebe, und von diesem Ziele werde er sich nicht abschre^ken lassen. Der Papst, der sich sehr wohl befand, unterhielt /sich sodann noch mit den Cardinälen und Prälaten. Morgen findet in der Sixtinischen Kapelle die osficielle Ceremonie statt.

Zanzibar, L.März. Emin Pascha ist heute auf einem Dampfer des Reichscommissars Mafor Wißmaun hier ein­getroffen.

Locaies unb Provinzielles.

Gießen, 3. März.

Militärdienstuachricht. Dr. Kratz, Unterarzt der Reserve vom Landwehr-Bezirk Gießen, zum Assistenarzt 2. Kl. befördert.

- In vergangener Nacht wurden die Scheiben einer an der Ecke der Wilhelmsstraße und des Leihgesterner Wegs stehenden Gaslaterne zertrümmert, sowie das Schild an der Balser-Stiftung in der Wilhelmsstraße abgerissen. Die Thätcr, ,zwei Arbeitsbürschchen, sind ermittelt.

8. Gießener Concertvercin. (Viertes Concert.) DaS vielte diesjährige Concert des Gießener Concertoereins trug ein ganz an­deres Gepräge als alle vorausgehenden und gewährte in den Vocal- Quartetten einen musikalischen Genuß, wie er uns in dieser Art seit ,.e raumer Zeit in Gießen nicht mehr geboten wurde. Im Vorder munde des Interesses stand nach dem Umfang und der Ausführung ihrer Partie Frau Julia Uztelli, die den Löwenantheil an dem Erfolg des Abends für sich in Anspruch nehmen darf. Sie besitzt einen ebenso großen, wie wohllautenden und sympathischen Sopran, eine glockenreine Intonation, eine treffliche Texlaussp'ache und oex bindet mit diesen technischen Vorzügen eine geistvolle und einbrin- gende Auffassung. Lebhaften Beifall fand auf Seiten des überhaupt dankbaren und animirten Publikums namentlich das Schumann'schk DuettUnterm Fenster", das auf stürmisches Verlangen wiederholt werden mußt?. Gerade hier aber kam der Beifall z"M guten Thetl auch auf Rechnung des Partners von Frau Uziellt, des Herrn Dr. Gustav Gunz. Damit, daß dieser Künstler demnächst in fein sechsztgstes Lebensjahr tritt, ist zugleich gesagt, daß er über jene jugendliche Frische und Unmittelbarkeit des Organes, wie wir sie sonst gerade bei Tenören suchen, nicht verfügt und daß er mit feinen stimmlichen Mitteln als solchen schwerlich eine erhebliche Wirkung erzielen würde. Was ihm aber im Laufe der Zeit, die ihren Tribut unerbittlich fordert, in dieser Beziehung abhanden gekommen ist, das ersetzt er fo reichlich durch feine brillante Sangeskunst und feine vornehme und poestevolle Auffassung, daß er Leistungen hervorbringt rote sie mancher durch den frischen Schmelz seiner Stimme berühmte Tenorist nicht entfernt aufzuweisen hat. Uebrigens ist Herr Gunz Schüler von del Sarce und Jenny Lind.

Gegen ihn und Frau Uztelli traten Herr Dr. Franz Krükl, der sich als ausgezeichneter Baritonist und infolge seiner Theilnahme an den Kunstfahrten des Richaid Wagner-Theaters Weltruf erworben bat und jetzt in Frankfurt am Hoch'schen Conseroatorium al» Professor thütig ist, und die Altistin Frau Jenny Hahn begreif­licher Weife zurück. Daß sie innerhalb der wundervoll gesungenen Quartette Hervorragendes leisteten, bedarf kaum der Erwähnung. Die Begleitung am Clavier führte Herr Lazzaro Uztelli fein sinnig und wirksam aus. Nicht in demselben Umfange konnten wir uns mit seinen Soloverträgen befreunden. Gewiß spielte er die Variationen von Chopin brillant, aber schon das Paganini'sche Jagd­stück halte uns in der Auffassung des Fraulein Rouge, die es vor einigen Wochen gleichfalls auf das Programm gefetzt hatte, bester gefallen. Vielleicht liegt die Schuld auch zum Theil daran, daß der damals zur Verfügung gestellte Bechstein'sche Flügel einen weicheren und angenehmeren Klang besaß, als der gestern gebrauchte Blüthner. Vollends unglücklich war die Wahl der Schütte'schen Paraphrase aus der Fledermaus. Die Strauß'fchen Melodien, bei denen gerade die einfache Rarüilichkeit und Ungezwungenheit zu Herzen sprechen, sind in dieser Composition unter einem Wust von Passagen, Trillern und Gott weiß was versteckt, fo daß es der Componist mit anerkennenS- werthem Geschick fertiggebracht hat, einerseits den Strauß'schen Weifen ihren eigensten Reiz zu nehmen, andernfeits ein auch abgesehen davon werthloses Salonstück zu schaffen, das nur darum ab und zu auf Programmen erscheint, weil es mehr als billig Gelegenheit gibt, virtuoses Können auf dem Claoier in jeder Weife zu präfentiren. Rach dieser Seite allerdings war denn auch Herrn Uziellts Leistung tadellos. _______________

Butzbach, 1. März. Bei der am 27. Februar stattge­habten Schlußprüsung in der hiesigen Realschule haben sämmt- liche 6 Abiturienten das Examen wohl bestanden. Die Prü­fung fand unter dem Vorsitz des Herrn Oberschulrath Soldan aus Darmstadt statt. Unserer jungen Anstalt mit ihren tüchtigen Lehrkräften gratuliren wir zu diesem glänzenden Erfolg.

Friedberg, 2. März. Das hiesige Schullehrerseminar war im verflossenen Schuljahr von 104 Zöglingen besucht, die sämmtlich der evangelischen Confession angehörten. Da­runter waren Söhne von Landwirthen 45, von Lehrern 15, von Handel- und Gewerbetreibenden 23, von Beamten 21, aus Städten über 10 000 Einwohnern 2, aus Städten zwischen 10 000 und 2000 Einwohnern 28, aus Orten unter 2000 Einwohnern 74 - vorbereitet in Präparandenanstalten 72, von Lehrern 10, in Realschulen 22- aus der Provinz Oberhessen 79, Starkenburg 24, Hessen-Nassau 1.

Ulrichstein, 1. März. Zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Ulrichstein wurde der Gerichtsvollzieher-Aspirant Georg Röder in Zwingenberg ernannt.

dt. Neu - Ulrichstein, 1. März. Monatsbericht pro Februar 1 890 der Arbeiter-Colonie. Ende Februar 1890 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 108 Mann. Dieselben verteilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 27, Regierungsbezirk Cassel 18, Regie­rungsbezirk Wiesbaden 18, Provinz Brandenburg 2, Ber­lin "1, Provinz Hannover 2, Ostpreußen 5, Pommern 3, Pofen 2, Rheinland 3, Provinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 5, Provinz Westfalen 3. Königreich Bayern 6, Königreich Württemberg 1. Großherzogthum Baden 2. Thüringische Staaten 2. Großherzogthnm Oldenburg 1. Freie Stadt Hamburg 1. Kaiserthum Oesterreich 2. Königreich Italien 1.

Hiervon waren: Anstreicher 1, Arbeiter 49, Bäcker 4, Bergmann 1, Buchbinder 1, Buchdrucker 1, Drahtzieher h Elfenbeinschnitzer 1, Gärtner 1, Glaser 1, Glasmacher 1, Goldarbeitcr 1, Hasenhaarschneider 1, Hutmacher I, Kamm­macher 1, Kaufleute 5, Kellner 1, Koch -, Korbmacher 1, Krankenwärter 1, Metzger 4, Müller 1, Seiler 1, Schlosser 3, Schmied 2, Schneider 5, Schreiber 4, Schreiner 1, Stetn- drucker 1, Steinhauer 1, Schuhmacher 4, Schweizer 1, Steinmetz 1, Tapezierer 1, Tüncher 1, Ziegler 1, Zimmer­mann 1.

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