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Monatsbericht ber 1890. Ende a-, resp. arbeitslos aus das Groß- : Berlin 1, Regie- Provinz Branden- nz Westpreußen 1, Provinz Schlesien 1, ern 3. Königreich . Großherzogthnor 16mg 2. Provinz 5. hohenzvllnniche

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reicher 4, Backer 5, Buchbinder 1/ Bnch- inner 1, Gärtner 2, aausburfche 1, Kauf- laurer 1, Maschinen­heizer 1/ Metzger 2, jer 1, Schlosser 7/

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Lauterbach, 25. November. Der längsterwünschte Rück­schlag in den.Preisen für^chweine, besonders fetten Mastschweinen, macht sich jetzt ungemein fühlbar. Die Metzger, welche noch vor einiger Zeit 64 Pfg. per Psd. Todtgewicht zahlten, bieten jetzt bedeutend weniger; es sollen schwere Mastschweine zu 58 Pfg. pr. Pfd. verkauft worden sein.

In der bevorstehend?« Weihnachtszeit ist es wohl nicht ganzunzeitgemäß", auf die ungemein wohlfeilen Veröffentlichungen des WeimarerVereins für Massenverbreitung guter Schriften" in Lieferungs­ausgaben (zu 10 Psg. das Heft) hiermit hinzuweisen. In dem von ihm herausgegebenenFamilienbücherschatz", einer billigen Sammlung guter, volkstümlicher Erzählungen von unseren besten Schriftstellern, sind nämlich bisher (in zu­sammen 36 Heften) seit März d. I. W^rke von Zschokke, Goldammer, Halm, Putlitz, Jensen, Max. Schmidt, S. Stein­berg, F. W. Runze, d. h. also 10 größere nnd kleinere, voll­kommen abgeschlossene Novellen erschienen, während eine sehr- spannende und gehaltvolle Geschichte aus den Zeiten der argentinischen Wirren von Rud. Röttger mit ausgezeichneten Bilderbeigaben von dem bekannten Illustrator Oskar Herr- furth in Weimar eben jetzt unter der Presse sich befindet und zuversichtlich noch vor Weihnachten fertig vorliegen wird. Das Unternehmen, welches bekanntlich ohne jede Nebenabsicht ans Erwerb und Gewinn in rein gemeinnütziger Richtung sich^be- thätigt, ist den Weihnachtswünschen auch der unbemittelteren Schichten nach einem guten Buche durch Ausgabe der Max. Schmidt'schenJohannisnacht", des Steinberg'schenIm Heimathshafen" und der Röttger'schen ErzählungBlancos und Colorados" in reich illustrirten Einzelbänden zum Preise von nur 1 Mk. (gesammelt aus den einzelnen Lieferungen) gern entgegen gekommen und sind diese sogenanntenMark- Bände" der Weimarer Schriftenvertriebsanstalt durch jede bessere Buchhandlung zu beziehen. Mitglieder des Vereines werden allerdings am Besten thun, die Bestellung (nicht aber die Bezahlung) vorher an den Verein selbst zu richten, da sie Vorzugspreise genießen. Aber auch sonst darf der unter dem Protectorat Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs von Sachsen-Weimar stehende Verein, der im besten Fortschreiten begriffen ist, auf eine recht erfolgreiche Thätigkeit seit seinem nunmehr l^jährigen Bestehen zurückblicken. Nicht nur, daß er sich mehr und mehr vergrößert hat und seine Wirksamkeit nunmehr schon über ganz Deutschland, ein gut Stück Oester­reich-Ungarn, die deutsch-französische Schweiz und deutsches Amerika erstreckt, zählt er jetzt auch bereits an 40 theils fest constituirte, theils unmittelbar in der Bildung begriffene Zweigvereine, so daß dieGrenzboten" unlängst sogar schon von einemNetz" sprechen konnten, welches er über ganz Deutschland gezogen- und es sind darunter einige Städte wie Augsburg, Leipzig, Berlin, Frankfurt a. M., Duisburg, Köln mit Zeichnungen von 3000 bis zu 5000 Mk. vertreten. Seine Mitgliederzahl hat nun annähernd die Höhe von 5000 er­reicht- darunter befinden sich 194 Körperschaften und 1001 per­sönliche Mitglieder mit je einer Jahresleistung von 10 Mk. (Diese letztere Kategorie -seiner Mitglieder erhält ohne Wei­teres ein Gratis-Exemplar sämmtlicher Vereinsschriften.) Als dauernde Mitglieder mit einer einmaligen Spende von 300 Mk. und mehr sind dem Verein bis jetzt 86 beigetreten. Auch das finanzielle Ergebniß ist sonach kein ungünstiges und ist entgegen so manchen jüngst, auch in der Presse, laut gewor­denen Stimmen nach dem Vermögensstand des Vereins vom 1. October d. I. an dieser Stelle vielleicht festzustellen, daß die Einnahmen vom 1. Januar er. bis zu genanntem Datum im Ganzen 39 062,63 Mk., die Ausgaben dagegen 28 740,80Mk. betragen haben, was einem aetiven Kassen-Restbestand von , 10 321,83 Mk. entspricht, während der gefammte Vermögens- \ bestand des Vereins (incl. aller Jnventar-Werthe der Canzlei

wie der Schriftenvertriebsanstalt) am 1. October die Summe von rund 41000 Mk. (genau 41 469,18 Mk.) betrug. Von den seit März herausgegebenen Schriften hat seine Schristenvertriebsanstalt" bis zu diesem Zeitpunkt 143 389 Einzelhefte fest abgesetzt, was einer Summe von ea. 7200 Mk. netto baar gleichkommt. Das Verhältniß stellt sich also wesentlich günstiger, als vor Kurzem erst von einem Gegner unserer Sache behauptet wurde, der einem Aufwand von 18 000 Mk. Herstellungskosten ein Erträgniß von nur 2000 Mk. gegenüberstellte- es stellt sich um so günstiger, als in jenem (auf der Hauptversammlung des Vereins am 29. Juni (. I. genannten) allgemeinen Ausgabeposten von 18000 Mk. thatsächlich nicht allein der Aufwand für die Schriftenvertriebsanstalt enthalten ist, sondern im Gegentheil, da die Trennung und gesonderte Rechensührnng derselben erst mit 1. Juli er. in Kraft trat, alle jene nicht unbeträchtlichen Druckkosten, welche der Verein für seine Drucksachen, Flug­blätter und Ankündigungen im ersten Jahre zu bestreiten hatte, fast ausschließlich darunter zu verstehen waren. Rechnet man zu jenem Heftabsatz noch das gratis ausgegebene Sammel­material mit ca. 80000 Einzel-Heften und die mittlerweile seit jener Aufstellung vom 1. Oetober wieder neu heraus­gegebenen 6 Nummern, sowie die Band-Ausgaben mit hinzu, so läßt sich sagen, daß der Verein bis Mitte November 1890 bereits an 300 000 einzelne Hefte (in wöchentlichen Auflagen von je 10000 Exemplaren) unter's Volk gebracht hat. Das Unternehmen erscheint sonach finanziell wohl gesichert, das Resultat als ein materiell wie ideell für den ersten Anfang durchaus befriedigendes, und steht daher zuversichtlich zu hoffen, daß der Verein für Massenverbreitung guter Schriften nun mehr und mehr auch in dem Urtheile der größeren Oeffentlichkeit sich befestigen wird, um den Ausbau der ge­steckten hohen und großen Aufgabe in allen ihren Theilen mit jenem durchgreifenden Erfolge sich widmen zu können, der im Interesse der volksfreundlichen Sache unter allen Umständen wünschenswerth erscheint. Jetzt, aus das bevorstehende Fest, bietet sich die beste Gelegenheit, das genannte Unternehmen durch recht zahlreiche Weihnachtsbestellungen zu unterstützen und somitdas Angenehme mit dem Nützlichen" zu verbinden. DasThue Geld in deinen Beutel!" wird hier einem Jeden um so leichter gemacht, als um einen so spottbilligen Preis kaum jemals auch nur annähernd Gleiches an gediegenem In­halt und schöner Ausstattung geboten worden ist. Daß der Verein im vergangenen Juli ein Preisausschreiben auf 1000 Mk. für das beste, seinen Zwecken hervorragend dien­liche Werk erlassen hat, mag schließlich hier noch erwähnt sein.

vertmtsehtes.

* Marburg. 1. December. Nach aus Berlin hierher gelangten Nachrichten ist begründete Aussicht auf Bewilli­gung eines Neubaues der chirurgischen Klinik vorhanden.

* Frankfurt a. M., 1. December. Ueber der großen Maschinenhalle für die nächstjährige internationale electro- technische Ausstellung scheint ein wahrer Uilstern zu walten. Bekanntlich stürzte dieselbe in der vorigen Woche infolge des heftigen Sturmes zusammen. Der Schaden für den Erbauer wird auf 1518000 Mk. geschätzt. Kaum hat man mit dem Ausbau von Neuem begonnen, da stürzt heute Vor­mittag ein 10J/2 Meter hohes Gerüst an der Halle zusammen. Diesmal ist der Unfall nicht so glatt abge- lausen wie beim ersten Mal, denn es sind vier Zimmerleute verletzt worden, glücklicherweise nicht schwer, wenigstens drei davon nicht. Die Namen der Verletzten sind Adam Gimpel aus Groß-Gerau, Heinrich Kröll aus Bleichenbach in Ober­hessen, Balthasar Buxbaum aus Groß-Zimmern und Huppfeld aus Giebelbach/ Kreis Arnswalde. Am schwersten ist Gimpel verletzt, welcher am Auge und am Bein beschädigt wurde, am besten kam Huppseld davon, welcher aus einer Höhe von

9 Metern herabsprang, als er das Gerüst wanken sah. Er hat sich nur den linken Fuß verstaucht. Es ist sofort Unter­suchung eiugeleitet worden.

*= Frankfurt a. M., 1. December. Verschiedenes. Der Aerztliche Verein hält heute Abend im Senckenbergianum eine Sitzung ab, in welcher Herr Dr. de Bary einen Lupus­kranken vorstellen wird, der mit Koch'scher Lymphe geimpft wurde. Herr Dr. Moritz Schmidt wird sodann über die in Falkenstein stattgehabten Impfungen an Lungenschwindsüchtigen berichten. Verflossenen Freitag wurden im Königswarter Hospital die ersten Impfungen mit Koch'scher Lymphe durch die Herren Dr.Dr. Kirchheim und Günzburg vorgenommen. Zu dem Concurse des flüchtigen Bankiers Adolf Reiß wurden bis jetzt 530000 Mk. Forderungen angemeldet. Umreit des Hauptbahnhofes glitt heute Vormittag der Maschinenführer Jeglitza aus Bockenheim von dem um 10 Uhr 10 Min. hier abgehenden Zuge der Taunusbahn von der Maschine und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Der Zug befand sich in voller Fahrgeschwindigkeit. Der Main, welcher stark mit Treibeis geht, ist seit Freitag um ca. zwei Meter gefallen. Da das Wetter etwas milder geworden ist, glaubt man ein Stellen des Eises nicht zu befürchten zu haben.

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«letze«, 2. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X. 1,001,15, Hühnereier 1 St. 79, 2 St. H, Enteneier 1 St.--2 St. A.

Käse pr. St. 4-8 L Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 16 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,500,65, Hühner pr. Stück x 0,851.00, Hahnen pr. St. X 0,60-0,90, Enten pr. Stück ^bl-n«etsch pr Psd. 70-t4 A, Kuh- und Rindfleisch Schweinefleisch 64-76 Hammelfleisch 62-68 4, »alb. steisch 6064 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,CO0,00, Weißkraut pr. St. 37 A, Zwiebeln per Centner 6,000,00, Milch per Liter 12-18 A- Gänse pr. Pfd. 4658 A.

Bremen, 29. November. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Aller, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19. November von Bremen und am 20. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 29. November. sPer ttansatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer America, Capt. A. Kohlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. November von Bremen abgegangen war, ist vorgestern 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

10045 De« Empfehlungen der Kraue« haben die ächten Apotheker Richard BtandtS Schweizerptllen unzweifelhaft einen großen Thetl ihres heutigen Erfolges zu verdanken, indem ihre an­genehme, sichere, absolut schmerzlose Wirkung bet den Frauen alle anderen Mittel verdrängt haben und heute allein bet Storungen in der Verdauung (Verstopfung), Herzklopfen, Blutandrang, Kopf­schmerzen rc. angewandt werden. (Preis ä Schachtel 1 X) Haupt- Depot: AdlerApothete in Frankfurt a. 9h, Trterscher Platz.

Temperatur in Gießen.

November 1890.

Niederste 10,9

Mittlere + 3,73

Mittel früherer Jahre 4-2 71

Höchste 10*0 "

Niederschlag an 19 Tagen 2,82 Par. Zoll.

im Mittel früherer Jahre an 16 Tagen 1,97

Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgase».

Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gas­verbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Parasfinkerzen. Monat November 1890: 13*/4 Kerzen.

Buchner.

Gedenket der hungernden Vögel!

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Queckborn pro 1891/92 liegt vom 1. December l. I. auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten offen.

Queckborn, den 1. December 1890.

Großherzogliche Bürgermeisterei Queckborn.

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