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Außer den vorgenannten unb den in voriger Nummer d. Bl. veröffentlichten Haven nachträglich noch folgende Herren der Klein- kinder-Bewahranstalt Gaben zugemendet: August Will, Rechtsanwalt Ur. Gutfleisch.

Allen Gebern sagen wir den herzlichsten Dank. Insbesondere danken wir auch dem Herrn Rentawtmann Lyncker, Der in alter Treue unb gütigem Wohlwollen auch im Jahre 1889 zum Besten unserer Anstalt eifrig sich bemüht hat.

Gießen, den 2. Janua, 1890.

Der Vorstand der Kleinkinder.Bewahranstalt.

Dr. Na"mann.

BOJübriger Erfolg«

32 Auszeichnungen, v v

worunter c£?2r\<{L

Allen an Influenza Erkrankten, die sich Erleich­terung uiio Linderung otridmffen wollen, leien ungelegentlichst Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen empfohlen. Je 56 Pastillen in heißer Milch aufgelöst, und tn miedeholten Gäben heiß getrunken, üoen einen wohlthätigen Einfluß auf die cuarrhalsich asficirten Organe aus, bewerkstelligen eine leich'e Schleimabsouderuug und lindern somit die Heftigkeit und die Beschwerden des Eatarrhs. Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen sindn allen Apotheken und

Uttiverfitäts - Nachrichten.

.Die Berliner theologische Fsculiät hat dem ordentlichen Professor Lio. theol. und Dr. phil. Jülicher in Marburg dte Würde eines DocroiS Der Theologie wegen ieiner Arbeiten auf dem Gebiete der Kirchengeschichte verliehen. Dr. Jülicher war früher Prediger an dem städtUchen Waisenhause in Nummelsburg und las gleichzeitig als Privat Docent an der Universität über Kirchengeschichte. Im vorigen Jahre wurde er als außeiordentlicher Professor nach Marburg berufen und schon wenige Monate später zum ordentlichen Professor daselbst ernannt.

Der Professor der Geschichte Dr. Varrentrapp in Mar­burg, hat einen Ruf nach Straßburg angenommen.

Die Universität Helft« gfors wird im nächsten Jahre das Fest ihres 250jährigen Bestehens feiern.

Aus Straßburg, 29. v. M., wird derFrkf. Ztg." ge­schrieben: Der bekannte Oricntforscher Professor Ertrng hat dieser Tage wieder eine aus mehrere Monate berechnete Orientrcise angc- trete«, um an Ausgrabungen in Syrien tbeilzunebmen.

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Aufgebot.

Der am 7. November 1819 in Ruttershausen, Kreis Gießen, geborene Johann Henrich Vender, Sohn des Johann Ludwig Bender und dessen Ehefrau Katharina, geb. Rohrbach von Ruttershausen, ist seit vielen Jahren von seiner Heimath mit unbekanntem Aufenthaltsorte ab­wesend. Aus Antrag eines seiner muthmaßlichen Erben, der Johannes Jung Ehesrau von Salzböden, werden derselbe, seine etwaigen unbekannten Erben und sonstige Berechtigte auf­gefordert, sich vor oder spätestens in dem aus

Donnerstag den 20 Februar 1890, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte an* beraumten Termine schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls der - Johann Henrich Bender für tobt er­klärt und sein hier verwaltetes Ver­mögen den sich legitimirenden Erben gegen Caulion ausgehändigt und diese nach Ablauf des 90. Lebensjahres des Johann Henrich Bender gelöscht werden wird, ohne daß weitere Bekanntmachung erfolgt.

Gießen, 29. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

1689 90. Zur Ersparung der Üblichen Neujahrsbesuche und schriftlichen (Siatmattonen ist ein Betrag von im Ganzen 42 Mk. an die Kleinkinder-Bewahranstalt dahier von dem Unterzeichneten abgeliefert worden.

Dieser Betrag ist aus den Liebesgaben nachstehender Personen gebildet worden:

1. Frau L. Müller Wwe, Gaftwirthin im Einhorn. 2. Beznks- commanbeur CaSpary. 3. Dr Mettenheimer. 4. Rittmeister Frhr. von Rabenau. 5. Sckuldirector Vigeliud. 6. Buchhändler Ferber. 7. Rentner Bender sen. 8. Rentner Schwan sen. 9. Rentner Louis Bücking. 10. Gr Heime Hoirath Prof. Dr. Oncken. 11. Kaufmann Kraatz. 12. Kaufmann Fritz Koch. 13. Banquier Kaufmann. 14. Professor Dr. Hetz. 15. Cigarrenfabrikant Schaumann. 16. Cigarren­fabrikant Georgi. 17. Staatsanwalt Jöckel. 18. Rentamtmann Lyncker. 19. Hülfsgerichtsschreiber Dr. E. Löwe. 20. Geheimerrath Prof. Dr. Wasserschlebm. 21. Präsident Dr. Knorr. 22 Lehrer Dr. Molly. 23. Cigarrcnfabrikant L. Emnrelius. 24. Cigarren- bändler Daniel Heil. 25. Rentner Emmerich. 26. Buchhändler Ricker.

Besonders wird hier noch bemerkt, daß das im Jahre 1881 mit 50 Mk. für die Kleinkinder-Brwahr anstatt in die hiesige Spar­und Leihkasse zinstragend eingelegte Kapital, welches zu Ende vori­gen Wahres 848 Mk. 44 Pf. betragen hat, sich in diesem Jahre bis zu dem Betrage von 943 Mk. erhöhet hat.

Zur Vermehrung dieses Kapitalstocks haben nachstehende Beträge beigetragen:

1. Aus dem Sammelkistchen im Gasthause zum Einhorn von Herrn Oberkellner Simon abgeli-fcrt mit 25 Mk. 34 Pf. 2. Aus demselben im Prinzen Karl von Herrn Oberkellner Pfitzner abgeliefert mit 11 Mk. 50 Pf. 3. Aus demselben im sogenannten griechischen Stübchen u. s. w. mit 4 Mk. 04 Pf. 4. Erlös aus den gesammelten Cigarren - Abschnstien mit 24 Mk. 5. Aus den Jahreszinsen mit 29 Mk. 68 Pf. Zusammen mit 94 Mk. 56 Pf.

Lyncker, Rentamtmann.

Bezugnehmend auf Obiges, halte ich meine

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einem verehrlichen Publikum bestens empfohlen.

Die Weiterführung des Geschäfts auf streng reeller Grundlage wird auch mein eifrigstes Bestreben sein.

Gießer, den 1. Januar 1890.

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Geschäfts-Uebergabe.

Um mich meiner Buchbinderei ganz widmen zu können, habe ich mein Ladengeschäft an Herrn Georg Aumüller abgegeben. Indem ich für das mir in so reichem Maße geschenkte Wohlwollen meinen herzlichen Dank ausspreche, bitte ich gleichzeitig, dasselbe auch aus meinen Nachfolger zu übertragen.

BuchbinderarbeLten für mich werden nach wie vor im Laden entgegengenommen.

Gießen, den 1. Januar 1890.

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Holzverfteigerung in der Königlichen Ober­försterei Krofdorf.

Freitag den 10. Januar, Bor mittags 9 Uhr, bei Wirth Kahlert zu Krofdorf, Schutzbezirk Krofdorf, Di- strict Kreuzschtäge 31 a. Eichenr 23 Stämme mit 16,85 fm c. I., 8 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 40 rm Reiser; Buchen: 1 Stamm mit 0,72 fm c. I., 39? rm Scheit, 22 rm Knüppel, 699 rm Reiser.

District 32 Kreuzschläge. Eichen: 4 Stämme mit 1,44 fm c. I , 5 rm Scheit, 5 rm Reiser; Buchen: 3 Stämme mit 4,80 fm c. I., 12 rm Nutzholz (Felgen und Kammholj), 217 rm Scheit, 96 rm Knüppel, 81 rm Stockholz, 441 rm Reiser.

Distrikt Totalität 12, 32, 36 u. 39 lSchneißenamhieb). Eichen: 7 Stämme mit 3,48 fm c. I., 1 rm Scheit, 8 rm Reiser; Buchen 140 rm Scheit, 29 rm Knüppel, 58 rm Stöcke, 259 rm Reiser.

Krofdorf, den 31. December 1889.

hat, die er jetzt einuimmt. Auch dem Schulwesen und nament­lich dem Unterricht in der deutschen Sprache brachte er ein reges Interesse entgegen und nahm lebhaften Antheil an der vor mehreren Jahren ins Werk gesetzten Agitation gegen die Nativisten im Oberschulrathe, welche den deutschen Sprach­unterricht aus den öffentlichen Schulen verdrängen wollten. Auch dem deutschen Seminar-Gründungsverein gehörte er als Mitglied an. DieDeutsche Gesellschaft der Stadt Newyork" Zählte ihn ebenfalls zu ihren Mitgliedern, und als Mitglied des Verwaltungsrathes des deutschen Hospitals, dem er Jahre lang an gehörte, wirkte er mit allen Straften für die gedeih­liche Entwickelung dieses Instituts. Im Jahre 1855 ver­mählte er sich mit Frl. v. Nüdgisch, welcher Ehe ein Sohn und zwei Töchter entsprossen, von denen eine bereits ebenfalls vcrheirathet ist. Im Jahre 1887 glaubte er die Zeit ge­kommen^ in der er sich von allen Geschäften zurückziehen und sein Leben in beschaulicher Ruhe beschließen könne. Aber er, der seit Jahren an eine rege Thätigkeit gewöhnt war, sand in der wohlverdienten Ruhe und Beschaulichkeit keine Befrie­digung, sondern er sehnte sich nach Arbeit, die er als Er­holung betrachtete. So kam cs, daß er als Theilhaber in die Pianofabrik von George Steck & Co. cintrat, der er bis zu seinem Ende angchörte.

Unter der Regierung Ludwig XIV. kam in Paris die Sitte auf, daß Damen die Gefährte selbst lenkten. Da sie sich indeß sehr häufig in der Kunst des Fahrens höchst unerfahren zeigten, waren Unfälle aller Art, durch schöne Wagenlcnkcrinnen hervorgerufen, nicht selten. Als sich diese Vorfälle in bedenklicher Weise mehrten, machte Ludwig die Sache zum Gegenstand einer Berathung mit seinem Minister. Ohne Weiteres den Damen das Wagenlenken zu verbieten, erschien Ludwig doch zu streng. Da sagte der Minister plötzlich:Majestät, lassen Sie mir freie Hand und Sie werden sehen, daß die Sache aufhört!" Ludwig willigte gern ein. Am andern Tage erschien im Amtsblatt nachfolgende Bekanntmachung:Zur Verhütung von Unfällen bitte ich die Fanülienhäupter, in Zukunft die Lenkung von Gefährten nur Töchtern und Gemahlinnen von Erfahrung gestatten zu wollen, welche das dreißigste Lebensjahr erreicht oder überschritten haben. Ludwig." Der Erfolg war durchschlagend,- schon vom folgenden Tage an sah man aus leicht verständlichen Gründen keine einzige Dame mehr auf dem Kntschbock.

Fsmstag den 4. Januar,

Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in der Restauration Klin­genberg Neustadt gegen Baar­zahlung:

Sophas, Cornrnoden, Schranke, Con­sole, Tische, Stühle, Spiegel, Regu­lateure, 1 voM. Bett, 1 Parthie Arbeiterhemden, Spitzen, Hutfedern, Damen- und Kinderschürzen, Gold- und Silbersachen, 1 Comptoirpult, 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Stoßkarren und 1 Pianino.

Die Versteigerung des Pianinos findet vor aussichtlich start

Hochachtungsvoll

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35 Eine gesunde kräftige Frau zum

Mitstillen wird gesucht.

Zu erfragen Marburgerstraße 13.

Verkehr, Land- «nv Volks«»irth?ch«,ft.

Nach den statistischen Ern'Utklul'g'.'n des Berkins dewscher Eisen- und StahltndustrieUer belief sich die Noheisenprodrrction des Deutscken Reickes (einschlitßliL Luxembur>^l im Monat November 1889 auf 389 570 Tonnen, da»unter Puddelroheifen und Spregeletfen 175108 Tonnen, Bessemerrobeiscn 41131 Tonnen, Thomasroheifen 127 181 Tonnen und Gießereiroheisen 46 160 Tonnen. Dte Production im 9toveinber 1888 betrug 343 971 Tonnen, im October 1889 391337 Tonnen. Vom 1. Januar bl? 30. November 1889 wurden vroductrt 3 996 435 Tonnen gegen 3 874 618 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

Zunahme de- Körpergewichts, verbessertes Aussehen, Förderung des Appetites und der Verdauung, das sind die unauSbletbltdbm Erfolge des regeln,ätzigen Gebrauch, von Fuank'S Aoenacta. Seme wo'glthätige Wirkung auf den kranken ooer ge- ichrnächten Organismus' wird bauptsächlich durch feinen hohen 9tähr- werth und Le-chtverdaulichkeit unb nicht durch eine in ihm befindliche Heillraft bedrngt, deswegen cmpfi Hit sich ferne Anwendung nicht als Arznei, sond?rn ab) Speise Hab bkit letztere ist es hn vorthell- haftesten Sinne des Wortes, daher haben b;e Preisrichter dec vor­jährigen Internationalen Ausstellung für 9iäbrmiitel zu Köln, Aoe- nacia auch durch die aolbeucn Medaille preisgefrönt. Wer sich alfo rationell ernähren, Verdauung und Darmthätlgkeit stärken, die erregten Nerven beruhigen, verlorene Kräfte ersetzen will, bereite sich täglich ein Gericht von Avenacia und der gewünschte Erfolg wird sicher sein. Franks Avenacia ist zu M. 1.20 die Büchse erhältlich

Geschäfts Verlegung, s

Das Wandagengeschäft von Otto Heger befindet fiel, von heute an °»» MarktKra^e 16.