schäft gezogen, wodurch die Verwaltung gezwungen ist. in dem Güterverkehr eine Beschränkung eintreten zu taffen.
— Der Import von italienischen Schweinen scheint für die Großviehhändler lohnend zu sein. In den letzten Tagen kamen wieder mehrere Extrazüge mit Schweinen aus Italien für die Firma Simon u. Heister hier an. Auch an Cölner, Caffeler und Hamburger Großhandlungen gehen große Züge mit italienischen Schweinen hier durch.
A Aus Rheinhessen, 28. Deceniber. Am zweiten Weihnachtsseikrtage spielte sich in Dexheim ein blutiges Drama ab. Aus bis jetzt nicht aufgeklärter Ursache wurde ein junger Bursche von dorten von dem Bruder seiner Ge- liebren überfallen und mit einem Beile derart verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Attentäter hat das Weite gesucht.
— Aus Worms, 27. December, wird berichtet: Herrn Hosschauspieler Werner, der das Festspiel „Drei Jahrhunderte am Rhein" so vorzüglich in Scene setzte und sich so große Verdienste um die Einstudirung der einzelnen Rollen erwarb, wurde gestern nach beendigter Vorstellung und dem Weggänge der Zuschauer, von der Spielgenossenschaft ein Ehrengeschenk überreicht, das die Widmung trug:
„Großen Dankes schwaches Zeichen Sei Dir die bescbeid'ne Gabe — Und die Herzen Deiner Schüler Wahren Dir der Treue Gold!
Emil Werner, dem theuren Lehrer und Freunde!
Die Sp'el^knosstnschost Wcnms 1889."
Die Ovation, zu der die Spielgenossenschast vollzählig erschienen war, sand aus der Bühne statt. Die Gabe stand unter einem geputzten, mit Lichtern besteckten Christbaume. Herr Werner antwortete tief bewegt auf die innigen Dankes- worte, die einer der Spielgcnossen ihm im Namen Atter sagte. So einfach die Feier war, so tief aus dem Herzen kam sie den Veranstaltern, und keiner der Genossen ließ es sich nehmen, dem theueren Manne noch selbst zu danken und die Hand zu schütteln,- dem Manne, der in seiner Erwiderung dcö Pfarrers Textor Worte auch für sich in Anspruch nahm: „O Worms, o Worms, vergeh' ich Dich, So soll auch Gott vergessen mich!"
Wetzlar, 28. December. Der „Wetzl. Anz." schreibt: Im Gefolge der Feiertage ist nun auch die Influenza in unserer Stadt eingekehrt. Es wird bereits eine ganze Reihe von Fällen gemeldet, in denen einzelne Personen, sowie mehrere Familienmitglieder zugleich erkrankt sind.
Aus dem Odenwald, 24. December. In einem nahe der Bergstraße gelegenen Dorse des Odenwaldes kam dieser Tage
ein ergötzliches Kartoffel^Detteffen zur Ausführung. Große Heiterkeit erregte es, zuzusehen, wie Einer den Andern in seiner Eßkunst zu übenreffen suchte. Der Sieger hatte es auf 27, der Unterliegende auf 17 Stück dicker Kartoffeln gebracht. Mahlzeit!
— Ucber ein nettes Geschichtchcn von der „Influenza" wird einem Frankfuner Blatte folgende Mittheilung: „Verschiedene Oppenheimer Herren saßen beim Frühschoppen und unterhielten sich von der „neuen Krankheit", als eben ein wegen seiner Renommisterei bekannter Herr aus der Nachbarschaft in das Gastzimmer eintrat. Wie immer, mischte er sich sofort in das Gespräch, obgleich ihm von alledem so dumm war, als ginge ihm ein Mühlrad im Kopfe herum. Als im Laufe der Unterhaltung die Frage an ihn gerichtet wurde, ob er denn den „Influenza" überhaupt kenne, gab unser Barbier schnell zur Antwort: „Ob ich den kenne, den hat mein Vater schon r a s i r t!" Tableau und allgemeine Heiterkeit!
Lebensmittel-Branche käuflich sind.
389
A7||nt7 Cpl U/u/p Hoflieferant Sr. Maj. d. Kaisers n KOnirs Bonn. Berlin n. । Limit uuli n "Ui, Antwerpen, empfiehlt als unübertroffen ihre seit mehr als 50 Jahren sich des nohrannton hva KflfFpAQ die in allen bess. best. Rufes erteilenden l-60N3NNI6N J3V3 KaiieeS Geschäftender
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-D6pöt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoflief) Zürich versendet gern Muster von seinen echten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke portv- und zollfrei ins Haus. 8136
Schiffsnachrrchten.
Bremen, 28. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Aller, Eapt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. December von Bremen und am 19. December von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
— Die gesammte Post, welche der gestern Nachmittag von Newyoik in Bremen angekommene Norddeutsche Lloyd-Dampfer „Trave" überbrachte, umfaßt nicht 720 Säcke, wie kürzlich mitgelheilt, sondern 969, von denen 720 in England gelandet wurden.
Zpielplau der otreinigten^rankfurttr Ztadttheater.
Opernhaus.
DtenStag den 31. December, Nachmittaa« 3'/, Uhr: Dorf- barbier. Hierauf: Die Puppen fee. Ermäßigte Pieife. Abends 7 Uhr: Der Ztgeunerbaron. Gewöhnliche Preise
Mittwoch den 1. Januar, Nachmittag« 3'/, Uhr: Dorfs barbier. Hierauf: Die Puppenfee. Ermäßigte Preise. Abend« 7 Uhr: Robert der Teufel. Große Preise.
Donnerstag den 2. Januar, Nachmittags 3V» Uhr: Dorf* barbier. Pupoenfee. Ermäßigte Preise. Abend« 7 Uhr: Fidelio. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 3. Januar geschloffen.
SamStag den 4. Januar, Nachmittag« 3>/, Uhr: Dorfbarbier. Puppenfee. Ermäßigte Preise. Abend« 7 Uhr: Der Prophet. Gewöhnliche Pietse.
Sonntag den5.Januar, Nachmittags 3i/l llbr: Dorfbarbier. Puppenfee. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Hamlet. Gewöhnliche Preise.
Schauspielhaus.
Dienstag den 31. December: Wilddiebe. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Preise.
Mittwoch den 1. Januar: Zum ersten Male: Mariannen« Mutter. Schauspiel in 4 Acten von Paul Lindau. Gewöhnliche Pi eise. Anfang 7 Ubr.
Donnerstag ben 2. Januar geschlossen.
Freitag den 3. Januar: Derby. Gewöhnliche Preise.
Samstag den 4. Januar: Zum ersten Male wiederholt: Mariannens Mutter. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Prelle.
Sonntag den 5. Januar: Schwtegermama. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Prelle.
Montag den 6. Januar: Fortuna. Hierauf: Flotte Bursche. Gewöhnliche Preise.
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde. Gottesdienst.
Dienstag, den 31. December.
Sylvestergottesdienst Abends 6 Uhr. Pfarrer Schlosser.
Neujahrstag, Mittwoch, den 1. Januar.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Nach beiden Gottesdiensten Collecte für die Armen der Gemeinde.
Katholische Gemeinde.
Neujahr.
Dienstag: Nachmittags um 4 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; Abends um */i7 Uhr Svloesterandacht mit Predigt. Nach Beendigung der Andacht Gelegenheit zur hl. Beichte.
Mittwoch: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um V,7 Uhr Austheilung der hl. Communton; um */a8 Uhr Frühmesse: um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vt3 Uhr Festandacht.
Gegen Baar oder Raten.
Pianinos von Hk. 350.— an.
Flügel von Mk. 1000.— an, Harmoniums von Mk. 70.— an.
Alle berühmten Fabrikate.
Gespielte Klaviere von Mk. 50.— an. — Umtausch alter Klaviere.
Bedeutende Auswahl. Langjährige Garantie. Freie Lieferung. 7946 Willi. Rudolph, Pianomagazin, Neuen weg 9.
Gothaer Lebensversicherungsbank.
Versich.-Bestand am 1. August 1889: 72910 Pers, mit 560 200 000 Mark Bankfonds am 1. August 1889 .....rund 156000000 „
Versicherungssumme ausbezahlt seit Beginn . rund 200 000 000 „ Dividende der Versicherten im Jahre 1889 .... 6096 411 „
und zwar nach dem alten System mit Dwidenden-Nachgewährung aus die letzten fünf Jahre: 40% der Iahres-Normalprämie; nach dem neuen „gemischten" System: 30% der Iahres-Normalprämie und 2,6 % der Reserve, wonach sich die Gesammtdividende für die ältesten Versicherungen bi« auf 132 % der Normalprämie berechnet.
Die Versicherungen Wehrpflichtiger bleiben ohne Zuschlagprämien auch im Kriegsfälle in Kraft.
Anträge nimmt entgegen und ertheilt jede gewünscht werdende Auskunft gerne 9439
________________________F. Q-ros, Bahnhosstraße 66.
WXXXKXXXXXXXOXXXXXXXXKXXK | Placat-Fahrpläne | *n dßr X
* Expedition des „Giessener Anzeiger“. £ xxxxxxxxxxxwxxxxxxxxxx^
- 'von q GffectenSf I ^Depositen ।
■on
■um ■nn
Passendes Festgeschenk.
isitenkarten
Brühl’schenDruckerei
werden in jeder Schriftart und Papiersorte angefertigt in der
Fernsprecher No. 51.
Schulstrasse 7.
Musikai. Hausfreund
glätter f. ausgewahlteLalonmusik.
HI. Jahrgang.
Monatlich 2 Nummern (mit Text- Beilage).
Preis pro Quartal 1 JL
Probenummern gratis und franco.
Leipzig
C. A. Koch’* Verlag.
Punsch-Essenzen.
Die seit Jahren bekannten, anerkannt feinsten Punsche, nicht aus Fa?on-, sondern aus Oriainal-Waare bereitet, deß- balb nicht Kopfschmerzen erregend, empfiehlt in 4 versch Sorten zum alten billigen Preis
C. G. Kleinheit», 10182 Bahnhofstr. 59.
—■ 8 Ankauf
alter Bücher u. Bilderwerke.
Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die (579 J.Ricker’sche Buchhandlung Gä-iessexx.
Ein tüchtiger Pferdeknecht gesucht von 10197 Aug. Schleffiager.
Zöpfe, Tuffen. Dreher, Haarketten, Bouquets u. s. w werden schön und dauerhaft an- gefertigt von [6ul3
Fr. Weicker, Neustadt 33.
Königs-Reisstärke
Stnvt ofoocMacA-.
Geschäfts - Eröffnung
11 Neuen Baue 11.
Einem geehrten Publikum Gießens und der Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich am heutigen Tage im Hause des Herrn Photographen Orth, Neuen Bäue 11, ein
Lolonialwaacen-Mchiist
eröffnet habe.
Es wird mein Bestreben fein, durch preiswerte, reelle Bedienung das Vertrauen des verehrlichen Publikums zu erwerben und bitte um geneigten Zuspruch.
Hochachtend
10092 Louise Stierte.
In jrörr deutschen Familie sollte die Thierbörse Öphattfn mprhm denn die „Thierbörse", welche in Berlin erscheint, ’ * ist unstreitig daS intereffanteste piach- und
ftamilienblatt Deutschlands. Für Jeden in der Familie: Mann, Frau und Kind ist in jeder Nummer etwas enthalten, was interessirt. Für nur 75 pro Vierteljahr abonnirt man HßT* bei der nächsten Poüanstalt, wo man wohnt, auf die „Thterbörse" und erhält für diesen geringen Preis jede Woche Mittwochs: B
1. Tie „Thierbörse“; Vereinsorgan des großen Berliner Thierschuh- Vereins und von ca. 50 Thierzucht-Vereinen, 3 große Bogen stark (eine Fülle belehrender und unterhaltender Artik l, illnstrirt, und eine große Anzahl Annoncen aus dem gefammten G'btet der Thierwelt und geschäftlichen Inhalts);
2. aratis: Die .Naturalien-, Lehrmittel, und Pflanzenbörse« (ebenfalls eine Fülle von unterhaltenden und belehrenden Artikeln);
3. gratis: Das »Allustrirte UnterhaltungSblatf (Romane, Novellen, Beschreibungen, Räthsel u. s. w. u- s- w.).
Kein Blatt Deutschlands bietet eine solche Reichhaltigkeit an Unterhaltung und Belehrung. Für jeden Thierliebhaber, namentlich aber für Thierzüchter, Thierhändler, Gultzbesitzer, Landwirthe, Forstbeawte, Gärtner, Lehrer rc. ist die „Thierbörse' unentbehrlich Alle Postanstalten in allen Ländern nehmen jederzeit Befüllungen auf die „Thierbörse" an.
Willi. KulzstM, Kaplansgasse 27,
empfiehlt zu billigen Preisen 0651
Möbel, polirt und lackirt.
•e s . o S s t » 8
L s 2 ie
c* u* 5 © r-
*
'S
T
Hj O V n • n
Uebemahme ganzer Ausstattungen. ---


