Allgemeiner Anzeiger
7047
Adolf Baer.
7052
7016
der
Vi3
ersucht, 2 Sep-
Sonntag: Morgens 6 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; ,/87 Uhr Austheiluna
W An?acht" ""' /z8 U^r ^messe; a/,10 Uhr Hocyamt Nachmittags
. —Nährmittel ersten Ranges muß außer seinen qualitativen und praktischen Eigenschaften auch medtcintsch gutgeheißen, chemisch als werthooll befunden und bocteriologtsch untersucht sein auf absolute Reinheit von krankheit- erzeugentlen Bacterien und Schimmelpilzen. Dieses ist Frank’s Avenacia in höchster Vollkommenheit. Seine Anwendung (es lassen sich aus demselben in wenigen Minuten die schmackhaftesten Gerichte Herstellen) ist von überraschendem Erfolge überall da, wo ?ler ^utbtldung beschleunigt und verbessert werden soll, überhaupt bei geschwächten schlecht genährten oder abgemagerten Personen, sei es daß diese Zustände die Folge fieberhafter oder chronischer Leiden, oder aus Absceßbildung, Eiterung oder Durchfall rc entsprungen. Frank’s Avenacia, durch die Zuerkennung der golbnen Preis-Medaille in der d esiährtgen Internationalen Ausstellung für Nährmittel zu Köln ganz besonders ausgezeichnet ist zu X 1.20 die Büchse erhältlich in Gießen bet Emil Fischbach und Carl Krombach. 6657
Fritz Hast, Agent,
Bahnhofstraße Nr. 56.
Wärmegrade der Lahn und der Luft
gemeßen nach Reaumur am 30. August zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«: Wasser 12V2 Grad, Luft 17% Grad.
ß. Ehr. Rüb sam en, Turn- und Schwimmlehrer.
Michelstadt im Odenwald, 27. August. Ein höchst betrübender Todesfall «eignete sich hier gestern Abend. Die 20jährige Tochter des hiesigen Apothekers Herrn Hetz litt an Zahnweh. Um die Schmerzen zu lindern, wandte der Vater Chloroform an. Das Mädchen verfiel in Folge dessen in Schlummer, aus dem sie nicht wieder erwachte. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos; der rasch herbetgerufene Arzt konnte nur noch den Tod der Entschlummerten constatiren. Das traurige Ereigntß hat hier allgemeine Thetlnahme erweckt.
n Mainz, 29. August. Eine Nachricht, die mit der Verstaatlichung der Ludwtgsbahn unzweifelhaft im Zusammenhang steht, kommt soeben aus Darmstadt. Das „Mainzer Tagebl.", das Organ des hiesigen Kreisamtes, meldet nämlich von ™tc e9 versichert, aus zuverlässiger Quelle — daß die Bildung einer Eisen- bahn-Abthetlung im Ministerium der Finanzen bevorstehe, zu welchem Zwecke Etsen- vahnbaurnspector Wetz aus Kottbus nach Darmstadt berufen worden sei. Vorsitzender der Adlheilung würde Ministertalpräsident Weber sein und als Vortragende Räthe wurden die Herren Allvater, Director der Oberhessischen Eisenbahnen in Gießen, und Oberfinanzrath Ewald in Darmstadt fungiren. — Wir fügen dieser Nachricht des »M. T." die uns gleichfalls aus bestunterrichteter Seite von Darmstadt zugehende Mittheilung an, daß zwischen der Hessischen Staatsregterung und der preußischen Regierung bezüglich der Verstaatlichung der Ludwtgsbahn schon seit länger als Jahresfrist bindende Vereinbarungen bestehen sollen.
△ Mainz, 29. August. Die Königin Isabella von Spanten hat heute Vormittag, von Schlangenbad kommend, auf der Reise nach München unsere Stadt passtrt.
Frankfurt a M., 29. August. Wt- di-„Frks.Ztg." erfährt, ist die Gäntbers- bürg, der ehemalige Sommerwohnsitz des verstorbenen Barons M. C. v. Rothschild, Konsortium verkauft worden. Die Gebäude sollen niedergelegt und das 47 Morgen umfassende Grundstück in einen Aussttllungspark nach Art des Berliner Ausstellungsparkes umgewandelt werden. Gleichzeitig soll der Park für die Abhaltung Volksfeste und dergleichen eingerichtet werden. Schon im nächsten Jahre beabsichtigen die Käufer eine Art von Colontalausstellung in dem Parke zu veranstalten.
n .Frankfurt a. M., 29. August. Gestern Nachmittag wurde an der Landungs- Ueue des Schwanheimer Dampfbootes die nackte Leiche eines circa 6 Monate alten ? .-s weiblichen Geschlechts geländet. Die Leiche war an einem Rade des Dampf- bootes hangen geblieben und scheint schon 14 Tage im Wasser gelegen zu haben. Nach dem Aussehen der Leiche — beide Händchen waren krampfhaft zusammengeballt, der eine Arm lag über der Brust, der andere am Kopfe — liegt Kindesmord vor.
* Die Frequenz des Volksbrausebades am Merianplatze bezifferte sich im zweiten Quartal dieses Jabres auf 12,285 Personen, im April wurden gegeben 2655, tm Mat 5146, im Juni 4484 Bäder.
n?U0ll?' bettens des Herrn Regierungspräsidenten zu Wiesbaden ist die auf die Ergreifung des Raubmörders ausgesetzte Belohnung genehmigt und eine Erhöhung derselben bis auf 2000 JL in Aussicht gestellt worden. E n Freund des Ermordeten, ein Eisenbahnsecretatr in Nordhausen, schreibt der Polizei, ?l nJ f« säst leben Sonntag nach dem Forsthaus gegangen. Die Vermuthung, daß verselbe in die Hande eines Frauenzimmers gerathen, hält der Schreiber für absolut grundlos. Elsner sei ein eifriger Gegner der Dirnen gewesen. Der Freund schildert ihn als einen kränklichen und darum verschlossenen Mann.
.. rJ" Nächsten Sonntag wird im Zoologischen Garten Luftschiffer Lattemann mit seinem Ballon aufsteigen und abermals das Fallschirm-Experiment versuchen.
^.^^.^bsterwalde, 28. August. Die Westerwälder Viehzüchter machen jetzt fröhliche Gesichter, weil ihr Mastvieh sehr hoch bezahlt wird. Es herrscht gegenwärtig hier oben e n wahrer Wettkampf im Füttern des Viehes und jedes nur einigermaßen herausgefutterte Vieh wird zu Markte gebracht; da Mangel an Schlachtvieh besteht, so finden diese Thiere bei hohen Preisen willige Käufer.
Augusts sMilitärtsches.j Für der Armee werden gegen- warttg auf Znnmerplatzen in Spandau Prooiantbaracken gebaut. Dieselben bestehen aus Holz und sind sowohl an den Seiten als auch oben mit wasserdichter Leinwand sind etwa 20 m tief und 10 m breit. Ihr Hauptoorzug besteht darin, datz sie leicht transportabel sind und binnen wenigen Minuten auseinander genommen werden können. Sie sollen besonders zur Aufbewahrung von Proviant und zu Bäckeret- zwecken verwendet werden.
. s - Ueber die Brieftauben im Dienste des Kaisers bei den Kaisermanövern So ™ i£nbL10' Armeecorps wird neuerdings noch ergänzend berichtet, daß bereits L2 ?c^?aubenveretne, darunter zwei aus Hamburg, je zwei Paar Tauben nach dem Jagdschloß Springe bei Hannover, woselbst Se. Majestät während der Tage vom 18. bis 21. September sein Hauptquartier aufzuschlagen gedenkt, entsandt haben. Die Tauben aus Hamburg mußten besonders abgerichtet werden, da junge Tauben ungern über brertes Wasser fliegen. In den letzten Tagen find mehrfach Probeausflüge unternommen worden, die ein recht gutes Ergebnitz hatten. Nach Verständigung des Präsidenten der deutschen Brieftaubenvereine v. Alten-Linden mit dem Hofmarschallamt dem Generalstab werden die Tauben mit den Depeschen des Kaisers am heimath- ttchen Schlage von den Züchtern, vertrauenswürdigen Personen, selbst erwartet, und dann die in der Spule enthaltenen Nachrichten, je nach Maßgabe der darin bezeichneten Bestimmungsorte, den Reichs-Telegraphenämtern überantwortet.
, X dreslau, 28. August. Aus der Festung Glatz wurde vor Kurzem ein tt^ö'ffcher Meuterer, der im Jahre 1870 während des deutsch-französischen Krieges aus frischer That beim Schießen aus dem Hinterhalt betroffen worden war, in feine Heimath entlassen, wo man ihn, da er kein Lebenszeichen von sich geben durfte, gewiß w n°n haben wird. Herr Bonnet - fo Ist der Name des Franzosen -
bflt volle 19 Jahre auf der schlesischen Festung zugebracht.
Restauration Busch,
Seltersweg 79.
...Meine vollständig neu hergerichteten Lokalitäten halte dem geehrten Publikum besten» empfohlen. 7ggg
Hochachtungsvoll
---Ad. Wendler.
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen.
Soallgelischk «kmeinör.
Gottesdienst.
11. Sonntag nach Trinitatis, 1. September:
Kirchliche Feier de» SedanfesteS.
Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 2% Uhr: Candidat Port aus Friedberg.
sM beiden Gottesdiensten Kollekte zum Besten des hessischen Landesoer eins der Kaiser-Wilhelm,Stiftung für deutsche Invaliden.
Kinderkirche fällt aus.
m , Am Sonntag, den 8. September: Feier des heiligen Abendmahls;
Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr.
~ ,T Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 1. bis 7. September besorgt Pfarrer Schlosser.
Bekanntmachung.
Die Einwohnerschaft wird freundlichst zur Erinnerung an den Tag von Sedan, am tember die Hänfer zu schmücken.
Gießen, am 30. August 1889.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
Gnauth.
Die Agentur Gießen empfiehlt für größere und kleinere Feuerungen •
BraunkohIkn-Briqukks»..GnibeFriedrich
Bestellungen nimmt jeder Zeit entgegen
Bruchetsen (Gußeisen)
kauft z« den höchsten Preisen 700o
Main- We*er-HieUe.
Station: Lollar.
Gottesdienst in der Synagoge.
30. August.
SamsIag°Ab?nd^Uhr° Samäta8 Morgen 8°° Uhr, Samstag Mittag 4« Uhr,
Katholische Gemeinde.
12. Sonntag nach Pfingsten, 1. September.
51 $ei1tem§ta0: N^Eags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenhett zur
In dem täglichen Kampf rrm's Dasein vermögen nur leider zu wenige eme der wichtigsten Existenzfragen, der Ernährung, die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken und müssen in Verdauungsstörungen oft ernstester Art die Folgen hiervon kragen. Ist erst einmal die Thätigkeit des Magens beeinträchtigt worden, so muß doppelte Fürsorge für eine zweckmäßige Ernährung getragen werden, eine Anforderung" der Dank den Fortschritten der Physiologie genügt werden kann, da es 0r Kemmerich lR Pepton gleichsam verflüssigtes Fleisch herzustellen, das mit höchstem Nabrwerth und leichtester Verdaulichkeit den Vorzug des angenehmen Ge- chmackes vereint und dadurch jeder rationell wirthschaftenden Hausfrau unentbehrlich ist. 7044
Eingesandt.
Gießen, 30. August.
Für die Umgebung des Schlachthauses macht sich die Nähe desselben öfters auf recht unangenehme Weise bemerklich. Nicht genug damit, daß man vom frühen Morgen an das widerliche, jedoch nicht zu vermeidende Geschrei der zu schlachtenden Schweine wutz, so werden die Anwohner nicht selten auch noch des Nachts in ihrer Ruhe flejtört durch das Gebrülle des in den Stallungen eingestellten hungrigen Viehs. Erft wieder in letztoergangener Nacht brüllten eine Anzahl ausgehungerter Kälber
Irlich in solch jammervoller Weise, daß an Schlafen nicht zu denken war. Um 7 Uhr Morgens machte dann endlich das Beil des Metzgers der Qual der armen Thiere ein Ende. Wäre es hier nicht am Platze, wenn Polizei und Thierschutzverein dahin wirkten, daß in dem Schlachthausreglement es den Metzgern zur Pflicht gemacht wurde, am Abend für ausreichende Fütterung der eingestellten Thiere zu sorgen, damit solche Quälereim der Thiere und Belästigung des Publikums für die Folge vermieden wurden 5 N
| Grünwinkel (Baden), 25. August 1889.
Anläßlich der in voriger Woche in Karlsruhe stattgehabten
Großen Allgemeinen deutschen BäekereL-Au-stellung
I wurde unsere Getreide-Preßhefe nach sachkundiger, staatlich controlirter Prüfuna als die beste befunden und mit dem ersten Preis, der B
Goldenen Medaille,
ausgezeichnet. 7040
Gesellschaft für Prauerei, Spiritus und Prcßhesen-Tabrikation, vormals G. Sinner.
Alleinverkauf für Gießen und Umgegend bei I. Klingelhöffer, Kirchenplatz 3.
Mein Central Bazar, Marktplatz 9, bleibt Samstags bis Abends geschlossen.


