Mittwoch:
Samstag:
Sonntag:
Für den Tambour von Chambord gingen ferner ein: G. E. 2 JL, I. Letzi Germania-Stammtifch Lollar 15.30 U. III. R. G. 2 JL, N. N. 1.20 M , Prinz Carl 3.o0^ W. 1 Fr E. Hensel 3 M., E. 1.50 vft, S. Heichelheim 10 JL, □ O im Eass Leib 12 M, A. Salomon 2 M, Runder Tisch bei Heldmann 14.30 „M, Frau Steuerrath Schuster 5 JU, zusammen 73.80 X, insgesammt 225.87 JL.
Weitere Gaben nimmt entgegen die Exped. d. Bl.
Zum Gesandten der «ordarrrerUanischen Union in Berlin wurde Murat Halstead ernannt.
mMK" Unregelmäßigkeiten in der Zustellung des Anzeigers bitten wir sofort zu unserer Kenntniß zu bringen, damit wir in der Lage find, Abhülse schaffen zu können.
Expedition de- „Gießener Anzeiger."
Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen.
Evangelische Ctrnritthr.
Gottesdienst.
Sonntag Lätare, 31. März:
Vormittags 9</2 Uhr: Pfarrer vr. Naumann.
_. . _ Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.
i an.r ^lstunde: Montag den 1. April, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, h*.9«? * .^©’’ 3 32, Jakob bei Laban, seine Flucht von Laban und seine Furcht
vor Esau; Kreuzesschule — herrliche Schule! Pfarrer Dr. Naumann.
Kirch-. PWr Schloss-^ 3' 21priI' 2ftenb8 6 Ubr- ln bcr
^benbStuÄfi66" 7‘ 3lpriI' B-'cht- und heiliges Abendmahl int in bcr W-ch- °°m 31. März bis 6. April besorgt
Vermischtes.
nX1.n 28-. Dor Kurzem schrieb ich Ihnen, daß sich hier in
allen,Fachgenossenfchaften eine Bewegung geltend mache, welche dahin geht, von den Arbeitgebern höheren Lohn zu erreichen. Wenn ich nicht irre, sind die Schub- ^Lchbr die ersten gewesen, welche bessere Bezahlung verlangten und in mehreren öffentlichen Versammlungen ihren Forderungen Ausdruck gaben. Dann folgten die Schneider, die-Maurer, Töpfer u. s. w. und jetzt sind auch die Weißbinder und Gypser in die Reihen der Unzufriedenen getreten. Heute Morgen legten ca. 20 Weißbinder, die an einem Neubau in der Unterlindau arbeiteten, die Arbeit nieder, weil chnen kein höherer Lohn als 35 Pfg. pro Stunde bewilligt wurde. Eine Anzahl folgen^ c6en^aa§* Rubere Arbeiter werden, so ist wenigstens zu befürchten, — A!* diesjährige Frühjahrsmesse nimmt am 12. April ihren Anfang.
feftlicbe^SBeitoftoeT81“8 b” Srühjahrs-Pserdemarkt in bet üblichen °«/nbahnpro jet t e unb kein Enbc. Der Gedanke d-s Herrn Gallenkamp, Frankfurt mit Höchst durch eine Straßenbahn zu verbinden, scheint bei unserer-Waldbahn einer neuen Idee Boden gegeben zu haben, nämlich der, Kochst mit Offenbach durch eine Straßenbahn zu verbinden und zwar in der Weise, unh 1 blek rUche Bahn mit der nach Schwanheim führenden Waldbahn verbunden nÄ s!rC lnw ^Ol^-Anslaltuber den Main die Fortführung nach Höchst ermöglicht wird. Auch dieser Plan schließt eine Verkehrsverbefferung ein und soll daher nicht weniger sympathisch als andere Projekte begrüßt werden.
r28, Der Professor der Maschinentechnik an der hiesigen
ochschule, Heinrich Manderla stürzte sich heute Morgen in einem Anfall augenblicklicher Geistesverwirrung aus seiner an der Gabelsbergerstraße zwei Stock doch belegenen Wohnung und war sofort tobt (F ft)
„■ .i m Halberstadt beS preußischen Regierungsbezirks Magdeburg gibt
es ein Dorf, das deßhalb in hohem Grade merkwürdig ist, weil sämmtliche Bewohner von der Schulbank an Schachspieler sind. Es heißt Strödeck. Jährlich findet ersten Schulklasse eine Prüfung im Schachspiel statt, nach welcher die sechs besten Schachspieler, aber erst nach dreimaligem Sieg, als Prämie ein Schachbrett erhalten, r. Paä) House geleitet und von den Angehörigen festlich bewirthet roerben. .er ven Ursprung dieser eigenartigen Fertigkeit der Ströbecker Bauern hat ihr Orts- Ä auf etae an ihn gerichtete Anfrage nachstehende Auskunft gegeben:
der Entstehung des Schachspiels im hiesigen Orte hat sich von Ge- !?7^E ru Geschlecht fortgepflanzt und ist folgende: Ein Capitular des Domstifts zu Halberstadt wurde nach Strobeck in die Verbannung geschickt. Man zeigt noch den ^Lhurm, in welchem er gewohnt haben soll. Zum Zeitvertreib unterrichtete er die Vauern un Schachspiel und sah zu seiner Freude, daß die Leute Vergnügen an tiefer Men, lehrreichen Unterhaltung fanden. Die Fertigkeit im Schachspielen Hot sich !L<xUs/cr e hindurch von den Eltern auf die Kinder oirerbt und noch heute werden ote Kinder an den langen Winterabenden von den Eltern darin unterrichtet. Auf einer Durchreise spielte der Große Kurfürst mit den Bauern eine Partie und schenkte ihnen zum Andenken das noch jetzt auf der Rathsstube vorhandene Schachbrett, auf beffen einer Seite die Felder des Schachspiels und auf der anderen Seite die des Kurierspiels verzeichnet sind; auf seinen Rändern erblickt man das Dorf Strobeck in erhabener Arbeit. Außerdem hinterließ der Große Kurfürst der Gemeinde ein Spiel silberner Figuren, wovon die des einen Theils vergoldet waren, und ein Spiel elfen- beinerner Figuren. Mit den letzteren wird noch jetzt gespielt, dagegen ist das erstere durch Verleihen an das Domstift zu Halberstadt verloren gegangen." Es geht auch die Sage, daß der alte Fritz einst mit den Ströbeckern Schach gespielt habe. Davon weiß man aber im Orte nichts. Wahrscheinlich liegt eine Verwechslung mit dem Großen Kurfürsten vor.
Katholische Gemeinde.
4. Sonntag der hl. Fastenzeit.
Nachmittags um 5 Uhr und Abends um Vi8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Morgens von 8 Uhr an Gelegenheit zur HI. Beichte; um ‘/27 Uhr auSt&eiluiiß ber hl. Communion; um >/,8 Uhr Frühmesse; um >^0 Uhr Hochamt mit Predigt. - Nachmittags um 3 Uhr
6 F-st-NPNdigt.
Abends um 6 Uhr Fastenandacht-
Telegraphische Depeschen.
Wolffs lelegr. Correspondenz-Burean.
Berlin, 28. März. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich heute Abmd 6 Uhr nach dem englischen Botschafterpalais, um an dem ihnen zu Ehren dort statt- findenden Diner theilzunehmen. Sie wurden vom Botschafter, der von Dem Botschaftspersonal umgeben war, am Eingänge und von der Gemahlin desselben am Treppenaufgänge empfangen. Unter den 36 Geladenen befanden sich der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen, Prinz und Prinzessin Friedrich von Hohenzollern, Herzog und Herzogin von Sagan, Fürst und Fürstin Radziwill.
™ n .Berlin, 28. März. Heute Nachmittag um 2 Uhr fand unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Bismarck eine Sitzrmg des Staatsministeriums statt.
, — Die Geschäftsordnung - Commission des Reichstages empfiehlt, die Ein
leitung des Strafverfahrens gegen den Abgeordnetm Grillenberger wegen Beleidigung durch die Presse zu genehmigen.
Berlin, 28. März. Herrenhaus. Auf eine Anfrage des Grafen Stolberg, wann der Etat zur Berathung gelangen werde, erwiderte der Präsident, der Etat sei dem Hause erst am Dienstag zugegangen und werde trotz fleißiger Arbeit durch die Commission nicht vor Montag erledigt werden können; er werde sich indessen nochmals mit der Commission dieserhalb in Verbindung setzen. — Das Haus erledigte sodann den Bericht über die Ausführung des Ansiedlungsgesetzes mit dem Anträge des Grafen v. Frankenberg betreffend die Errichtung von Rentengütern, welchen Miquel, Duranl, Fürst Radziwill freudig begrüßten. Nach fernerer Erledigung zweier Berichte über Eisenbahn- «Mlegenhetten thellte der Präsident Herzog von Ratibor mit, die Commission habe erNart, sie könne vor Samstag die Etatberathung nicht vollenden; er habe zwar die Pflicht, die Geschäfte möglichst zu fördern, aber auch ebenso die Pflicht, die Würde des Hauses zu wahren. Letzteres würde nicht der Fall sein, wenn er veranlaßte, daß man Jje Berathung des Etats über's Knie bräche. (Beifall.) Nächste Sitzung Freitag 12 Uhr. Secundarbabnvorlage.
, Berlin, 28. Marz. Das Abgeordnetenhaus erledigte in der heutigen Sitzung ohne Debatte die dritte Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Erweiterung der Wittwen- und Waisenkasfen der Elementarschullehrer, sowie zwei Finanzberichte, und nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Beseitigung der im Sommer 1888 durch das Hochwasser anqerichteten Schäden, an. Hierzu wurde auch der von dem Abgeordneten Freiherrn v. Huene eingebrachte Antrag angenommen, nach welchem die Verwendung der zu bewilligenden Mittel auch zu der Regulirung der Flüsse erfolgen kann, insoweit solche in Verbindung mit den im Gesetze vom vorigen Jahre angeführten Maßregeln nothwendig erscheinen. Der von Clairon eingebrachte Antrag, welcher in seinen Forderungen noch weiter gebt, wurde von dem Minister v. Lucius bekämpft und hierauf zuruckgezogen. Der Gesetzentwurf, betreffend den Erlaß ober die Ermäßigung ber Grundsteuer in Folge ber Ueberfchwemmungen, würbe in zweiter Lesung nach der von ber Regierung vorgeschlagenen Fassung angenommen, nachdem ber von dem Abg. Drawe eingebrachte Antrag welcher die Ausführung des Gesetzes den Kreis- und Bezirksausschüssen anstatt dem Fmanzminifter zuweisen will, abgelehnt war Der Gesetzentwurf wegen der Abänderung des Gesetzes, betreffend die Gewährung von Staatsmitteln zur Hebung ber wirtschaftlichen Lage in den nothleidenden Theilen des Regierungsbezirks Oppeln, wurde in der von der Commission vorgeschlagenen Fassung angenommen.
ca. ircr um 1 Uhr stattfindenden Sitzung wird über das Stempelsteuergesetz berathen und Wahlprufungen erledigt werden.
. 2»EV' Stadtverordneten setzten in ihrer heutigen Sitzung
den nächstjährigen städtischen Etat auf 70 609 692 JL in Einnahme und Ausgabe fest und stimmten ferner dem Beschlüsse des Magistrats zu, hundert Procent der Staats- etnfommenfteuer als Gemeindesteuer zu erheben. Die Wahl des jüngst gewählten Stadt- verordneten Ziethen wurde mit 35 gegen 34 Stimmen für ungültig erklärt
. cn 28‘ -Die Gerüchte über den Termin für die Verhandlungen
der Beschwerde-Commission über das Verbot der „Volkszeitung" sind unzutreffend. Der Vorsitzende der Commission bestellte sofort zwei juristische Mitglieder zu Referenten- erst nack Erngang ihres Referats wird ein Termin anberaumt.
nr . Posen, 28. März. Die Ueberschwemmung innerhalb der Stadt gewinnt an Ausdehnung. Das Wasser, welches gestern Abend 3,64 Meter hoch war, steht gegenwärtig bereits 4,34 Meter. Pogorzelice meldete gestern Nachmittag 5,30 Meter. In Folge eines Dammbruchs bei Gonzorowo siel die Warthe auf 4,70 Meter- doch wird jetzt wieder eine Steigung von Pogorzelice gemeldet.
Festen; Abend ist starker Eisgang bei 3,76 Meter Wasserhohe. Heute Vormittag steht das Wasser 7,80 Meter und steigt weiter. Alles ist normal Der Dirschauer Muhlengraben ist durchbrochen. Das Wasser fließt in den Danzioer Werder. 1 D
München, 28 Der Prinzregent empfing heute ben Nuntius Russo Scilla in seierltcher Abschiebs-Aubien, im Beisein bes Ministers Crailsheim unb ber Oberhoschargen.
» Äsen FMtzung ber Akademie der Wissenschaften wohnt-der Cultus- 9?inist°r bei. Dollinger gedachte des verstorbenen Mitgliebes Herzog Max; sobann 6 ‘ die Festrede Pros. Sammel über Ohm's wissenschaftliche Leistungen. Prof. Christ hielt die Gedachtnißrede auf Prantl. v 1
- Der Prinzregent besuchte gestern den Minister Lutz in dessen Wohnung.
_ , ^rz. Die Königin-Mutter ist heute Mittag hier eingetroffen;
A begab sich nach dem Hotel „Bayernhof", wo sie bis morgen abgestiegen ist. Jeder Gmpsana war verbeten.
, . Wien, 28^ März. Dem Vernehmen nach wirb ber Herzog Adols von Nassau heute Abend die Rückreise nach Deutschland antreten.
m 281 H^te begannen unter dem Vorsitze des Cardinals
Vanutelli die Resormconferenzen sammtlicher österreichischen Benedictinerklöfter.
, . PEst, 28. Marz. Der Studlendirector richtete an sämmtliche Mittelschulen der
Hauptstadt einen Erlaß, worin die Leiter der Schulen aufgefordert werden, ihre Zöglinge vor der Theilnahme an den Demonstrationen strengstens zu warnen.
«Ä*.a,Äss;ÄK ®(tgli£bnecetenttie^e^e^!4 bnn0ab^^tamu^0.1:UtäDet^a^tetlä b*C Schwei,. Vier -. , dern, 28- März In Folge erneuten Auftretens der Maul- und Klauenseuche, i! c*!UlAs QUm fommenbe Thiere nach ber Schweiz eingeschleppt worben ist,
beschloß ber Bundesrath, über alles Rindvieh, sowie über die Schafe, Schweine und eiÄ'ftOesterreich-Ungarn kommen, eine zehntägige Quarantäne am Befttmmungsort zu verhängen.
. o ^ar<.s’28- März. Die Deputirtenkammer hat die Gesetzesvorlage, durch welche der Zoll aus Roggen verdoppelt und das Roggenmehl mit einem Zoll von 5Frcs.pro Centner belegt wird, angenommen. u y
- Die Gerüchte von Meinungsverschiedenheiten im Ministerium werden in der Regstrung nahestehenden Kreisen als unbegründet bezeichnet; bas Ministerium werde die Aufgabe bi- cs sich gestellt zu vollenden bemüht sein unb nur bann zurücktrcten, ™cn" ^nk,rat^0Oyi,<6c§ Do'um ber Kammer gegen bassclbe ersolge. Ebenso unbegrünbet sei, baß die Regierung an eine Vertagung der Kammern denk-, die Regierung werde verlangen, daß die Kammer sobald, wie nur möglich, das Budget votire, sie werde aber di- Vertrauensfrage nicht stellen und es aus die Entscheidung ankommen lassen.
Pari», 28. März. Der „Spion" Kilian, der kürzlich vom Zuchtpolizeigericht in Nizza verurthetlt wurde, starb im Gesängniß zu fstimes, wo er seine Strafe verbuyie. 1
oA0c?n®?k 281 März. Gras Herbert Bismarck hatte gestern ein- Unterredung Äst erst am Samstag" ab °rbe tete POr unb nad) derselben mit Gr-, Hatzseldt. Er dtlgcad, 28. März. Exkönig Milan reist morgen über Risch nach Konstantinopel beglesten'ihn bis Nisch @U‘an8 fcln rolrb' ®ie Regenten und der Ministerpräsibmt
Literarisches.
,1888“®9' Nr. 26. Inhalt: Regatta-Termine u. s. w. Officielle Mitlheilungen ber Clubs. - Unter Rubern: Das Achterrennen um ben Preis ber Stabt Frankfurt a. M. Umversitäts - Wettfahrten in England. Aushebungen bes Bremer Ruder-Vereins, bes Easff.ee Ruder-Clubs (Ausstellungs- Regatta) unb bes Mannheimer Regatta-Vereins. "Nachrichten. - Unter Segeln: Berliner 'Jacht-Clubs auf bem Müggelsee (mit Karte). Ostseereise be§ Watabor . Zu „Sportliche Winterstubien". Ausschreibungen bes Nord- beutschen Regatta-Vereins. Nachrichten. - Unter Eisläufen: Nachrichten. — Briefraiten.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstaglsbmd^'^UHr" W' ®amStafl Morgen 8-° Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr,


