Todes-Anzeige
Herrn Andreas Weidlg
102! 4
dessen, Wiesbaden, Mainz, den 28. December 1889.
Gtaat-anleiheu.
20./XII.27./XII.
20./XII. 27./XII.
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Nebraska 1927 . . 4Vs°/o California Pacif.
I. M., rückzahlb. 1912 6"/oPactf.osMissouri con- solidated I. M. r. 1920
Dresdener Ban? . . .
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171.10
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40/0 Meininger Prämien- Pfandbr. .
6o/oChic.Milw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1910 .
5o/oChtc.Milw.f.St.Paul
Prt., rückzahlb. 1921 .
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Polizeirath Reichenbach Ernst Wohlmuth, Tape- ziergehülfe . .
Felix Lerche, Stubenmaler ......
Marie, Putzmacherin
Die Beerdigung findet Dienstag den 31. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, vom Sterbehause, Sonnenstrasse 29 aus, statt.
57.75
63.50
91.40
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87.80
Elise, Handschuhmacherin .... Helene Pauli
Bornemann, Kellerwirth Otto Frank
Bk.-Pfandbr. .
3V2% do......
3V2% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . .
4% Meininger Pfandbr.
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Course der Frankfurter Börse.
Diverse Obligationen.
103.50 1103.45 I 4r/20/oGrasHenkelv.Don- I
I | nersmark, rückz. £ 105 | —.— |
Ooorfl vom
4%) Hessische Obligation.
„ Bauern ....
„ Baden.....
30/0 Sächsische Rente. .
3V3% BremerStaatsanl.
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50/0 Rumänische Rente .
4Va°/o Russische Anl..__.
Jnvuftrie-Papiere.
Deutsche Verlagsanstalt 277.90 277.—
110.50 111.20
BörfenwoehsWÄeeiche
WN $1. Wasserselsiebeäs«, Kmüigrichasl.
Das Weihnachtsfest hat der abgelaufenen Woche nur wenige Geschäftslage übrig gelassen und diese waren gänzlich dem Prolongationsgeschaft gewidmet. Das^ selbe^ gchaltete sich noch schwieriger, als in der ooroergangenen Wocheerwanetwerden konnte. Die Reportsätze stiegen bet dem drängenden Bedarf in Berlin bis 9 /- /0 und selbst dreimonatliche Darlehne wurden mit 7—8o/o genommev. Dabei ist zu bedenken, daß diese Sätze nur für die gängigsten Effecten ge kn, Z"bustrtewerthe, welche unter den gegenwärtigen Verhältnissen überhaupt nicht öeschoben werden können und deren Prolongation daher durch Kauf und Verkauf ermöglicht wird, zahlten in den Coursunterschieden, welche sich zwischen dem Jnmar- und dem Decembercours herausbildeten, bis 15o/0 Reportzinsen. Die Hohe d^str Satze allein zeigt, welchen Umfang die Spekulation angenommen hat und sie charaktertstrt o.e tluat^i^^/^ep^embVr^ßiqulbatton hat jede Erleichterung des Geldmarktes einen Haussesturm hervorgerufen, während das darauffolgende Wiedererwachen der Gclo- sorgen einen nur geringen Coursdruck verursachte. Es ist interessant, '
wie auf diese Weise die Course in säst regelmäßigen Zwischenräumen staffelweise in die Höhe gesprungen sind. Im Vorjahre unterlagen die Course dom (September bis December bei wett geringerer Geldknappheit einem beständigen Druck, ohne daß oabei ein Ueberwiegen der Baisseengagements hervorgetreten wäre, und tm Januar und den darauffolgenden Monaten konnte sich daran die denkwurvige Hausse dieses ^rühja^es^ sth^ speculativen Engagements fortgesetzt größer geworden. In der gegenwärtigen Liquidation ist ein Coursdruck trotz der erwähnten abnormen Sätze überhaupt kaum zu conftatiren und die Engagements werden mit einer Zähigkeit festgehalten, welche früher noch niemals in diesem Maße bemerkt wurde und welche nur durch den allgemeinen Glauben an eine zukünftige starke Aufwarts- bewegung der Course erklärlich wird.
Gerade die Einheitlichkeit in dieser Ansicht aber sollte zur Vorsicht mahnen, sie legt die Gefahr nahe, daß eine genügende Anzahl Käufer, welche b^eit sind, die jetzigen enormen Engagements zu höheren Coursen zu übernehmm, sich nickt roiro finden lassen. Das Heranziehen neuer spekulativer Kräfte an die Börse hat seine Grenzen und Niemand kann sagen, selbst nicht verrnuthen, wann dieselbe erreicht wird. Dieser Umstand sollte immer im Auge behalten werden, besonders von Leuten, welche mit fremdem Geld speculiren.
Man hatte ermattet, daß sich der drängendste Geldbedarf auf Dienstag con- centriren würde, und war angenehm überrascht zu finden, daß man den größten Sturm schon Tags vorher überstanden hatte. Die Börse war daher günstig dis- pontrt und ging am Freitag ohne irgendwelche äußere Veranlassung wieder rücksichtslos zur Hausse über. Auf allen Gebieten herrschte lebhafte Kauflust und die Eou'.se gingen zum Theil sprungweise in die Höhe, besonders die der Montanwerthe und Banken. Von ersteren stiegen in Berlin Harpener bis 324, Gelsenkirchener bis 219.50, Hibernia bis 246, Bochumer dis 281, und die in Frankfurt gehandelten A'p-ne Montanactien bis 86. Von Banken waren namentlich Diskonto und Dresd ner Bank-Aktien bevorzugt und es gewannen erstere 2.5O°/o, letztere 5»/o im Cours, auch österreichische und ungarische Creditactien sowie Länderbank sind erheb- Itd) gebessert. Dux-Bodenbacher Aktien gewannen weitere 15 fl. ihrer früheren Einbuße zurück, auf Bekanntwerden des Antwortschreibens, welches der Verwaltungs- ratb der Bahn in Betreff des geplanten Ankaufs der Prag-Duxer Linie an die Re- (<'c-rung erlassen hat. Von den übrigen österreichischen Bahnen zeichnen sich noch Böh-inicke West und Nord-Bahn, Buschtherader und Lombarden durch zum Theil beträchtliche Coursbesserungen aus. Im Gegensatz hierzu lagen deutsche Bahnen 00rn> egend matt und es vollzogen sich namentlich in Lübeck-Büchener-Actien um- iah'enoe Realisationen. Unter den Renten sind die russischen Orient-Anleihen be- mettenswerth durch eine Courssteigerung von 3o/o, Portugiesen sind weiter abge- ich oacht, österreichisch-ungarische Renten, Italiener und Egypter dagegen gleichfalls feit. Jnduftrieactien sind weniger beachtet und zeigen nur geringe Coursoerände- rungen mit Ausnahme von Electricitäts-Actien, welche 10% gewannen.
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