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München. Das König!. Bayer. Staatsministerium erläßt folgende Bekanntmachung: An die k. Regierungen. Kammern des Innern, die k. Bezirksämter und k Bezirksärzte, sowie an die Gemeindeverwaltungen. Die Wetnhandlung oonJ. Fromm in Frankfurt a. Main befaßt sich seit sechs Jahren damit, aus Spessarter Heidelbeeren ein dem Rothwein ähnliches Getränke, den sogen. Heidelbeerwetn, zu bereiten, unb hat nun die Bitte gestellt, die Verwaltungen der öffentlichen Krankenanstalten auf Diesen Heidelbeerwetn. sowie auf dessen Eigenschaften und Vorzüge aufmerksam zu machen und dessen Verwendung an Stelle der ausländischen Rothweine zu empfehlen. Der k. Obermedtctnalausschuß hat sich in seinem im Auftrage des k. Staatsministeriums bes Innern erstatteten eingehenden Gutachten auf Grund einer genauen vergleichenden Analyse dahin ausgesprochen, daß der Heidelbeerwetn in seinen wesentlichen Bestandteilen — Alcohol, Pflanzensäure, Extract, Glyzerin, Mineralbeftandtheile (Asche) — mit den guten Traubenrothwetnen zu konkurrtren vermöge und daß derselbe ohne Zweifel auch die wesentlichen physiologischen Wirkungen der Traubenrothweine auf den menschlichen Organismus ausübe. Hiemit stimmen auch die in mehreren größeren Krankenanstalten bisher gemachten Erfahrungen überein. — Das k. Staatsmtntsterium des Innern nimmt hiernach keinen Anstand, auf diesen Heidelbeerwetn aufmerksam zu machen und dessen Gebrauch in Krankenanstalten zu empfehlen.
London, 26. April. Den neuesten Nachrichten aus Samoa zufolge haben Taucher die Schiffs-Kasse des gescheiterten amerikanischen Kriegsschiffes „Trenton" «ereilet. Das deutsche Kanonenboot „Eber" ist in Stücke gegangen. Der „Alert" bringt den „Nipsic" nach Auckland. F. Z.
— Newyork, 17. April. Ein wahrer Strom von amerikanischen' Touristen wirb sich in diesem Sommer über Europa ergießen. In Newyork sind bis jetzt 1OOOOO Fahrkarten für die Reise nach London gelöst worden. An den Cook'schen Rundreisen wollen sich so viele Amerikaner betheiligen, daß die Agentur sich keinen Rath weiß.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen.
Evangelische Gemeinde.
•rttauie*
QTkAT« Deu 22. April. Konrad Wagner, Lackierer zu Gießen, und Caroline Marie @k6en6 8Ut C ßöub°n' des verstorbenen Zimmermanns Christian Laudon zu
Denselben. Philipp Ltch, Fuhrmann zu Gießen, und Christine Becker, Tochter be8 verstorbenen Ackermanns und Schmieds Ludwig Becker zu Kesselbach **
Denselben. Hermann Wilhelm Poppelsdorf, Buchhalter zu Sieben und Mari, Noll^zu?Meßen^ ^harine Noll, Tochter des verstorbenen Friedhofauf'sehers Jakob Schneider zu Gießen, und Anna Margarethe Elisabethe Daubert, Tochter des Küfers Dietrich Daubert zu Staden. B v murr, s ^/nsel^n. Johann Wilhelm Barthel, Schreiner zu Gießen, und Marie Wiesemann zi^Vöhl ^^esemann, Tochter des verstorbenen Schmieds Christian nnb t D™Äern!£nn Wilhelm August Baur, Arzt zu Wächtersbach,
?mb Una Rosa Adele Emmerich, Tochter des Grubenbesitzers Balthasar iL-mmericy zu istetzen.
.Den 25. April. Otto David Gottlieb Friedrich Pabst, Pfarrverwalter »u Dr Äu« SuU®k6Cn P6 aU0Ufte CUl,E 9iaUmann' $Od,tEr be8 SBfancr§ •etanfU.
t:., 2L April. Dem G-ldschr°nkiabrtkanten Friedrich Krogmann ein Sohn, Friedrich Konrad Edmund Johannes, geboren den 27. März.
ben II^Februar' @$rdncrmciflcr Beil ein Sohn, Adolf Ernst, geboren
Denselben. Dem Werkführer Valentin Werner ein Sohn, Heinrich Peter Jean geboren ben 3. Januar. . 10 '
8aiflercr Ernst Aßmann ein Sohn, Heinrich Emil Ludwig, ycuurcn oen zi. iviurj.
16 gebruQrC16en' Fabrikarbeiter Heinrich Diehl ein Sohn, Ludwig, geboren den gebormd^Nommb^fM^^ Sd>nelber Achter, Elisabeth,
Emil, Äta Mta 3at°6 C,n @06n' Tr'-drich Wilhelm August Marie,^eb°renPde?8.^kbrum°"b'^ ™a9nu8®at” Tochter, Martha Elise Auguste 8E6onn$)bTnellin«prUCm ^-drich Schieß ein- Tochter, Bertha Katharine, 6cn 6 Februar"' Johannes Htlgärtner ein Sohn, Carl Hermann, geboren
Denselben. Dem Bautechnikcr Ludwig Keller eine Tochter, Toni Auguste Ottilie Emma, geboren ben 28. Januar.
Denselben. Dem Taglöbner Heinrich .Schneider ein Sohn, Heinrich Philipp Martin Paul, geboren ben 13. März.
Denselben. Dem Gerichtsschreiber-ASpiranten Carl Walbrach ein- Tochter, Marie Anna Elisabethe Luise, geboren ben 26. März.
Denselben. Dem Schaffner Heinrich Höb-l ein Sohn, Franz Martin Heinrich, geboren ben 11. März.
Denselben. Dem Bäcker Daniel Beimborn ein Sohn, Heinrich Martin August Ludwig, geboren den 18. Februar. “ '
Denselben Dem Fabrikarbeiter Johannes Fehl eine Tochter, Johanna Henriette, geboren ben 1. Februar. '
Denselben. Dem Glasermeister Wilhelm Ftllmann ein Sohn, Hans Wilhelm August, geboren den 1. März. ' * v
D-nselben. Dem Vicefeldwebel Ludwig Jung ein Sohn, Ludwig Jakob Valentin, geboren ben 13. Marz. '
Denselben. Dem Schuhmann Bernhard Krause eine Tochter, Amalie Emilie Katharine, geboren ben 20. Marz.
3 Mär?'"^^"' Dem Handarbeiter Konrad Weller ein Sohn, August, geboren ben . , ^en 22. April. Dem Schuhmacher^Friedrich Magnus ein Sohn, Abolf, geboren
ben 14. Marz.
Denselben. Dem Schneider Peter Hexamer ein Sohn, Hermann Ernst, geboren ben 4. April.
Denselben. Dem Schlosser Daniel Kleinke ein Sohn, Heinrich Wilhelm Hermann, geboren ben 20. März.
Denselben. Dem Schlosser Heinrich Krast eine Tochter, Auguste Marie Johanna geboren ben 27. Februar. '
D-nsclben. Dem Tapezier Wilhelm Böhling eine Tochter, Hermine Henriette geboren ben 23. Marz.
. Dem Kohlenhändler Georg Unverzagt ein Sohn, Rudolf, geboren
ben 28. December 1888. ö
Denselben. Dem Wagnermeister Carl Linbenstruth eine Tochter, Johanna Frieda, geboren ben 22. März. " '
Denselben. Dem Schreiner Hermann Muhl eine Tochter, Elisabeth Margarethe geboren ben 8. Januar. 0 v '
ben 28^März^"' $em Defonomcn ßubroi6 Euler ein Sohn, Carl Martin, geboren Denselben. Dem Lackirer Justus Lubwig Wilhelm Vogel ein Sohn, Carl Frieb- rich Justus, geboren ben 19 März.
Denselben. Dem Fuhrmann Philipp Böcher eine Tochter, Lina, geboren ben 1. April.
D-nselb-n. Dem Auslauser Wilhelm Klappert eine Tochter, Caroline Mathilde geboren ben 25. Februar. '
Beerdigte.
Den 21. April. Philipp Kitz, Oekonom, alt 72 Jahre, starb ben 18. April — „ Den 22 Avrtt. Margarethe Paul, geborene Pfeifer, Wittwe bes Holzschneiders Emil Paul, alt 60 Jahre, starb ben 19. April.
Handel und Verkehr.
heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, pr. Pfb.
1,06~1A^übnereter 1 St. 5 2 St. 9- H, Enteneier 1 St. 5^,2 St. - Gänse- Eier 10- Käse pr.St.5-8^, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar JL 0,60-0,85, Hühner pr. St. JL 1 20—140 Hahnen pr. St. JC. 2,00-2,40 Enten pr. St. JL 2,20—2,40, Ochsenfleisch pr Pfd'
Biß? 't' Rindfleislö 45-54 A Schweinefleisch 50-60 H, Hammelfleisch
* Kalbfleisch 50— Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,50—7,00, Zwiebeln
per Centner JL 8,00—9,00, Milch pr. Liter 12-18 Weißkraut pr. St. —
* E erzielt man nur, wenn bte Annoncen zweckmäßig abgefaßt (V # rt I 4% typographisch angemessen ausgestattet sinb, ferner bte V f V I U richtige Wahl der geeigneten Zeitungen ge- « *cv troffen wirb. Um bies zu erreichen, wenbe man sich an
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Eingesandt.
Gießen, 27. April 1889.
Am letzten Montag und Mittwoch hat Einsender dieser Zeilen am Lahnflusse beobachtet , daß daselbst gefischt wurde und zwar mittelst des sogenannten Stocherns und Patschens. Bei der ersteren Fangart werden die Fische durch Stochern und Wühlen mit Stangen aus ihren Uferverstecken heraus und in die Netze getrieben, beim Patschen geschieht dies mittels Schlagens auf das Wasser. Am Montag sollen von einem am Hamm wohnhaften Fischer auf diese Weise etwa 60 Pfund Fische gefangen worden sein. — Gegenwärtig laichen die meisten Fische und es ist Schonzeit. Allerdings ist merkwürdiger Weise trotzdem die Fischerei an 3 Wochentagen gestattet. Sie ist aber nur beschränkt gestattet, nur mittelst solcher Fanggeräthe, die nicht den Laich oder die junge Brut zerstören. Nun braucht man kein Sachverständiger zu sein, sondern nur ein Auge für das Leben in der Natur zu haben, um zu wissen, daß Laich und junge Fischchen vornehmlich am Ufer, an ruhigen Stellen sich befinden. Wie viel Tausende der jungen Thierchen mögen da zu Grunde „gestochert" und „gepatscht" worden sein! Wenn man <s darauf absehen wollte, den Fischreichthum der Lahn zu zerstören, so könnte man das nicht besser als mittelst des geschilderten brutalen Fangens fertig bringen.
Diese Zeilen werden hoffentlich veranlassen, daß jeder Naturfreund gelegentlich imrauf achtet, ob in der oben geschilderten Weise gegen das schuppige Element unseres Lahnflusses vorgegangen wird; die Fischer, welche so ohne alle Rücksichten, nur des Ge- winnftes willen wirthschaften, werden dann wohl vorsichtiger werden und eine Anrufung der Behörden vermieden werden können. Ein Naturfreund.
GchiffSn ach richten
Bremen, 26. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän W. Willigerob, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. April von Bremen und am 18. April von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Frankfurter Stadttheater.
Anläßlich des sogenannten Nickelchestages (Montag den 29. April) findet im Dpbrrchause Vorstellung des viel gegebenen und viel bewunderten |lu§ftattun09ftu(fe§ „Die Reise um die Erde in 80 Tagen" bei ermäßigten Preisen ftatt Der Anfang dieser Vorstellung ist in besonderer Rücksicht auf das reisende Publikum auf 3Va Uhr gesetzt worben. Die Vorstellung schließt nach 6 Uhr.
Auszug aus den Staudesamtsregistern des Standesamts Gießen-
Buf-edate.
» 2?' HAriZ Rühl, PvsthtlsSbolc dahier, mit ,Elisabeth- Kehr von
d' 23. Karl Traugott Kroh von Ostrowo, Schreiner bahier, mit §ltsa Margarethe Gebauer dahier. 23. Heinrich Volz von Streithain, Schuhmacher dahier, mit Elise Grein von Bernsburg, wohnhaft dahier. w
. «hefchlietzttnge«.
241 J?r; Hamann Wilhelm August Baur, practischer Arzt zu Wächtersbach, Arm" Rosa Adele Emmerich von hier. 25. Otto David Gottlieb Friedrich Pabst Pfarroerwa ter zu Eckartshausen, mit Eugenie Sophie Auguste Luise Naumann 5?>n A Wilhelm Werner, gebürtig von Gleiberg, Werkführer dahier, mit Margarethe Großer von Großen-Buseck, wohnhaft dahier.
Geboren».
9n Ap«' 16. Dem Maurer Wilhelm Leicht ein Sohn, August Martin Wilhelm. 20- Dem Kaufmann Moritz Semmler ein Sohn. 22. Dem Hilfsbremser bei der Main- Weser-Bahn Jacob Meyfarth ein Sohn, Georg Heinrich. 23. Dem Uhrmacher Otto S^uidt ein Sohn. 23. Dem Gutsbesitzer Georg Riedesel Freiherr zu Eisenbach eine Tochter, Anna Julie.
nr Geworbene
an; t 9!S?crt Spahn, 1 Jahr alt, Sohn von Lehrer Konrad Spahn zu
Ableleck. 21. Jo Hs. Martin Karl Lein, 3 Jahre alt, Sohn von Bäcker Johannes Lein Kaucr‘ oo OT>UifrU^cr$yiipp Lerch, 1 Jahr alt, Sohn von Steinhauer Heinrich Lerch 28 2:a9C alt' Sohn von Heizer Philipp Wißner dahier.
A ?°lh^rine Benk, 2 Jahre alt, Tochter von Schmied Friedrich August Benk dahier. 241 m ^°^re alt, Maurer dahier. 25. Karl Weber, 11 Jahre alt, Sohn
von Weichensteller Georg Weber zu Dutenhofen. 25. Hermann Häger, 26 Jahre alt, ^Mfler von Hordorf. 26. Anna Riedesel, Freifrau zu Eisenbach, geb. o. Stülpnagel, op A ^?efrau von Gutsbesitzer Georg Riedesel, Freiherr zu Eisenbach. 26. Adolf Reichwein, 1 Jahr alt, Sohn von Küfer Georg Ernst Reichwein dahier W
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