die Grenzen verteidigen würden und daß er die Heimath zu schützen wissen werde. Er spreche dies mit dem besonderen Wunsche aus, daß seine Worte zur vollkommenen Beruhigung dienen und Beruhigung heroorbringen möchten.
Yorwegen.
Bergen, 24. Juli, Abends. Kaiser Wilhelm ist hier am Nachmittag bei kurz vor der Einfahrt eingetretenem leichten Regen eingetroffen. Der Kaiser, welchem die Reise vortrefflich bekommen ist, blieb an Bord. Bei der Abendtafel brachte der Kaiser einen Toast auf das Wohl der Erbprinzessin von Sachsen - Meiningen aus, deren Geburtstag heute ist. Bon hier erfolgt die directe Ueberfahrt nach Wtlhelmshafen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bureau.
Berlin, 25. Juli. Dem Vernehmen nach wird Staatsminister v. Bötticher demnächst wieder hier eintreffen und bis Mitte August hier verbleiben. Die „Berl. Polit. Nachr." bemerken dazu: Um dieselbe Zeit würden vermuthlich auch die Chefs der Ministerien und Reichsämter in Berlin anwesend sein und da auch die Hierherkunft des Reichskanzlers gelegentlich der Kaiserzusammenkunft zu erwarten sei, liege die Annahme nahe, daß über Angelegenheiten der inneren Politik, namentlich über die parlamentarische Campagne Beschlüsse erfolgen werden. Ueber die Einberufung des Reichstages, wie des Landtages, ferner über die Reichstagswahlen sei bisher keine Entscheidung getroffen,
Köln, 25. Juli. Nach aus Rigi Kaltbad hier eingetroffener Nachricht ist Geh. Regierungsrath Dagobert Oppenheim, langjähriger Vorsitzender der Streetton der Köln- Mindener Eisenbahn, heute früh daselbst verstorben.
Schweidnitz, 25. Juli. Von fünfzehn weiteren, wegen der Excesse im Waldenburger Slrikegebiele auf Landfriedensbruch Angeklagten verurtheilte das Schwurgericht heute einen zu vierjährigem Zuchthaus, dreizehn zu halbjährigem bis zweijährigem Ge- sängniß, einer wurde fretgesprochen.
Hamburg, 25. Juli. Der von der deutsch - australischen Dampfschifffahrts- Gesellschasl abgesandte erste Dampfer „Elberfeld" ist gestern Abend via Antwerpen nach Adelaide. Melbourne und Sidney abgedampft.
Bergeborbeck, 25. Juli. Der Strike auf der Zeche Dahlbusch scheint beendet zu sein. Heute früh sind 480 Mann angefahren.
Karlsruhe, 25. Juli. Der gestrige Tag verlief im Befinden des Erbgroß- herzogs mit Nachmittags mäßig ansteigendem Fieber, ohne andere störende Erscheinungen als Hustenanfälle. Letztere gestalteten auch in der zweiien Nachthälfte keinen anhaltenden Schlaf. Heute ist das Fieber mäßig, die örtlichen Erscheinungen sind links zurückgegangen, das Allgemeinbefinden ist befriedigend.
München, 25. Juli. Generallieutenant Horn ist gestern in Murnau gestorben. — Dem gestrigen Preiswettturnen der 3000 Turnknaben wohnte das Prinzenpaar Leopold an.
— Die oberbayerische Handelskammer nahm eine Resolution an, wodurch der Reichskanzler ersucht werden soll, durch internationale Verhandlungen das Verbot des Kaffeetermingeschäfts, sowie angesichts des jüngsten Zuckerkrachs eventuell das Verbot des Termingeschäfts in allen nothwendigen Lebensmitteln zu veranlassen.
Paris, 25. Juli. Dreißig Beamte des Oktrois und der Armenverwaltung wurden wegen ihrer Verbindung mit den Boulangisten entlassen.
— Rochefort erließ einen Aufruf an die Wähler von Belleville, wo er die Candidatur für die Deputirtenkammer annimmt. — Andrieux gibt bekannt, daß er die Gehälter der im Arondiffement Forcalquier entlaffenen Beamten bis zur Wiedereinsetzung derselben in ihre Stellen bezahlen werde.
Lokale-,
Gießen, 25. Juli. In der heutigen Sitzung des Sparkasse-Vereins wurde Herr OberamlSrichter Langsdorff mit 18 von 25 abgegebenen Stimmen zum Director der Sparkasse gewählt.
Gießen, 26. Juli. Der Bischof von Mainz, Dr. Haffner, trifft heute Abend 10 Uhr, von Grünberg kommend, hier ein. Von dem geplanten Ehrengeleite zu Wagen ist mit Rücksicht auf die späte Abendstunde abgesehen worden, dagegen wird ein Empfang durch den Kirchenvorstand und eine größere Anzahl Herren der katholischen Gemeinde am Bahnhof stattfinden.
Gießen, 26. Juli. Das nächsten Sonntag stattsindende Sommerfest der Rudergesellschaft dürste diesmal in sportlicher Beziehung der Glanzpunkt aller bis jetzt hier abgehaltenen wassersportlichen Festlichkeiten werden. Abgesehen davon, daß den Mitgliedern und Besuchern Gelegenheit geboten sein wird, die seit Monaten im strengsten Training befindlichen Rennmannschaften in verschiedenen Rennen gegen den Wetzlarer Ruderclub kämpfen zu sehen, werden sich dieselben in dem von den Herren Wilfon und Fernie gestifteten vorzüglichen englischen Bootsmaterial auf ihrem heimatlichen Wasser präsentiren. — Um eine Überanstrengung der Ruderer, welche bei den Rennen be,heiligt sind, zu umgehen, wird das Programm mit den Rennen eröffnet, an welche sich die Parade-Ausfahrt anschließt; dieselbe wird von den Wetzlarer und Gießener Ruderern gemeinschaftlich gefahren und dürste einen interessanten Vergleich zwischen Material und Mannschaften beider Vereine gestatten; es werden sich ca. 15—20 Boote daran beteiligen.
Der musikalische Theil des Festes liegt in Händen der hiesigen Regimentsmusik; außerdem werden Wasserspiele, Preisvertheilung und Restauration 2c. auch denjenigen Besuchern Unterhaltung bieten, welche ein specielles Interesse am Sport nicht haben.
Das Amt der Zielrichter haben in liebenswürdigster Weise Herr Oberstlieutenant von Schlegel! und Herr Bürgermeister Gnauth übernommen, während als Schiedsrichter Herr Bardorff von Frankfurt fungirt.
Nach der Preisvertheilung findet für die Mitglieder der Rudergesellschaft und ihre Gäste Reunion im Hotel Einhorn statt und soll ein Tänzchen den Schluß der Festlichkeit bilden.
Die für die verschiedenen Rennen gestifteten Ehren- und Werthpreise sind im Laden des Herrn Wilh. Reiber am Seltersweg ausgestellt.
* Gießen, 26. Juli. sSpor LI Wie wir vernehmen, wird sich an dem großen Nennen der Radfahrer in Mainz auch der hiesige Radfahrverein betheiligen. Die Erfolge, die derselbe bei den Rennen in Darmstadt und Offenbach errungen, lassen hoffen, daß der Verein auch in Mainz mit Ehren bestehen wird.
Vermischtes.
Darmstadt, 26. Juli. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hohett des Großherzogs dem Mitgliede der freiw. Feuerwehr zu Friedberg, Melchior Boll daselbst.
Darmstadt, 25. Juli. Glänzend gewonnen hat gestern ein hiesiger Hofkutscher die von ihm eingegangene Wette, einen Schuhmacher N. auf einem eisernen Schubkarren in 35 Minuten nach Arheilgen fahren zu wollen.
△ Mainz, 25. Juli. Bei den Streckenarbeitern der Hessischen Ludwigsbahn droht eine allgemeine Arbeitseinstellung auszubrechen. Einem von den Arbeitern des Bahnbezirks Frankfurt ausgegangenen, von der Bahnoerwaltung aber abgelehnten Gesuch um Erhöhung des Lohnes auf JL 2.50 pro Tag, haben sich die Streckenarbeiter des Bezirks Mainz jetzt angeschlossen und den Bahnmeistern im Falle der Ablehnung mit Niederlegung der Arbeit gedroht. Wie wir hören, wollen die Arbeiter, bevor sie -u diesem Mittel schreiten, in Abwesenheit des Specialdirectors bei dem Präsidenten des Verwaltungsraths, Commerzienrath Werner, mündlich vorstellig werden.
. 25. Juli. Ein von den hiesigen Schweinemetzgern jüngster Tage
gefaßter Beschluß, die besseren Wurstsorten in keinen kleineren Quantitäten als für 15 Psg. zu verabfolgen, hat einen für die Schlächter sehr unerwünschten Erfolg gehabt. In den ihren Hauptabsatz in den großen Fabriken habenden Wurstgeschäften blieben nämlich nach Bekanntwerden obigen Beschlusses wie auf Verabredung plötzlich alle Käufer fern und von den ganzen Wurstvorräthen war fast nichts verkauft. Aehnlich war es in den Geschäften, welche viel Militär zur Kundschaft haben, wie auch selbst
die von dem sogenannten besseren Publikum frequentirten Metzgereien die Wabrnebmuna machen mußten, daß die Zahl ihrer Käufer sich bettächtlich verringert hatte. Diese unerwartete Abnahme der Consumenten hat nun bewirkt, daß ein großer Theil der Metzger sich an den gefaßten Beschluß nicht mehr hält und um die Kundschaft nickt zu verlieren, sich beeilt, die früheren Verhältnisse wieder einzufüAn 1 $
r. . tbeilroeifen Deckung des bei dem 11. Mittelrheinischen Musikfest ent
standenen Defictts von 5000 JL ist der Vorstand der Liedertafel jetzt die städtische niCcfat)afnX6rnnf?pC9hn0e?1, b!!are?lDerlan9t die Liedertafel von der Stadt 1'nJri^^«Mprucht nur den Erlaß der Hallenmiethe und des Betrages für das verbrauchte Gas, was zusammen einen Betrag von 2000 ausmacht. In der Stadt äußern ° Stimmen laut, welche sich gegen diese Bewilligung Seitens der
24. Juli. Der Tübinger Privatdocent Dr. Leukart, von dem berichtet wurde, daß er in Leipzig im Hause seines Vaters, des dortigen Professors der Zoologie, auf entsetzliche Weife durch einen Sturz vom Balkon verunglückt sei, ist heute nach etwa 15tagrgem schmerzhaftem Krankenlager gestorben. — Der älteste und Stenograph, Professor Dr. Zeibig in Dresden, der sowohl hn deutschen Reichstage, wie auch im sächnsHen Landtage lange Jahre hindurch als Stenograph thatig gewesen ist, feierte am 22. d. M. seinen 70. Geburtstag.
a /= 7 & »,n kritischen Tage nach Dr. Falv sind der 29.Juli, 11. August.
9. September und 24. October. Der 29. Juli ist ein kritischer Tag zweiter Ordnung die übrigen dagegen solche erster Ordnung. 0 8 ^onung,
c ~ lKampf mit Wilderern.) Der Gutsbesitzer Freiherr v. Pfetten erschoß.
auf der Jagd, wie aus Nürnberg unterm 24. Juli berichtet wird, zwei Wilderer, welche aus tyn anschlugen. '
der berühmte Wiener Operateur, erläßt in einem Schreiben folgende Warnung: „Es sind mir innerhalb der letzten Monate h - „nNnnin-^kommen, in welchen Finger mit ganz unbedeutenden Verletzungen durch sCf^n?C?$.un0 Earbolsaure brandig geworden sind; in allen vier $anvJ £ es sich um Kinder, deren Eltern die Verordnung eines Carboloerbandes w-il die Carbolsäure gut für die Wundheilung sein soll. Die Ä ?jOnra1£fH in der Chirurgie eine wett beschränktere Anwendung als früher, wir haben die Gefahren, welche dieselbe herbeiführen kann, erst nach und nach (nnhfnt mtrft hitrrh /r o ®ntjünbun{jen und erzeugen,
innh^ncÄ«U? ?UsrCF ^"tvergiftung todtcn. Es entfaltet seine guten Eigenschaften nur -kn Arztes. Ich widerrathe hiermit aus's Dringendste, ohne ^LOnUm9rCLnCd Ar^-Cmtwlsäure anzuwenden. Als das beste Umschlagmittel bei stischen Verletzungen rathe ich das in den Apotheken käufliche Bleiwasser an." - Als Gegengift bei Carbolsaure-Vergiftungen bewährt sich nach der „Med. Presse" gewöhnlich Seife, wenn fre sofort und wiederholt bis zum Verschwinden aller Vergiftungserscheinungen emgegeben wild.
,, . Hamburg, 22. Juli. Der siebente allgemeine deutsche Handwerkertag wird hier in den Tagen vom 4. bis 7. August abgehalten werden. Nach der provisorischen Tagesordnung stehen Verhandlungen über folgende Gegenstände in Aussicht: Die all- gemetne deutsche Handwerkerbewegung, ihre bisherigen Erfolge und deren Ziele; der Befähigungsnachweis; die §§ 100e und 100f der Reichsgewerbeordnung; Verleihung .G-orporatton§red)te an die Jnnungsausschüsse; Revision d-s Krankenversicherungs- gesetzes mit befonderer Bcruckfrchtigung der Jnnungskrankenkassen; die Ausdehnung der
1f auf das gesammte deutsche Handwerk; die Alters- und Jn- xr§DCiTld?erunö; die Legittmattonspflicht der Arbeiter; Submissionswesen, Bau- fchwindel, Vorzugsrecht für Forderungen der Bauhandwerker an Neubauten; Hausir- handel, Wanderlager, Wanderauctionen und Abzahlungs-Geschäste.
^*cr „Monatsschrift für deutsche Beamte" finden wir oon Dr. jur. Jj. Bosse, Kaiferl. Director im Reichsamt des Innern, einige treffliche Worte, die ver- dtenen, weiter bekannt zu werden. Herr Bosse schreibt: „Wir erkennen rückhattslos an, daß es Beamte ohne akademische Bildung gibt, deren Bildung und sociale Bedeutung mit derjenigen von akademisch gebildeten Beamten auf gleicher Linie steht und daß es dringend zu wünschen ist, den Unterschied der akademischen Bildung nicht m die Frage nach dem Ansehen, dem Verdienst und der socialen Werthschätzung der Beamten geflisfentlich hineinzutragen und damit eine Schärfung der Gegensätze herbei^ c1!' « ,?enA Archen des Beamtenstandes im Allgemeinen nur schaden würde» hier steht die Rücksicht auf Ausgleichung und Einigung weit höher, als die ; Betonung der Unterschiede und der Trennung. Ein Beamter, der ohne akademische i r xtlbun<mxfc" verstanden hat, sich eine Stellung zu erringen, die ihn in der Achtung I seiner Mitbürger und auch in der amtlichen Rangordnung den akademisch gebildeten Beamten gleichstellt, ist doppelter Ehre werth und gerade ein solcher wird auch dem höheren Beamten gegenüber es gewiß an derjenigen Rücksicht nicht fehlen lassen, die sich ziemt und feder Gebildete aus den thatsächlichen Verhältnissen zu entnehmen weiß. Aller Takt im socialen Verkehr beruht auf dieser feinen und schwer zu definirenden gegenseitigen Rücksichtnahme und auf der feinfühligen Anwendung des altpreußischm | Saum cuique.“
i c Schweiz, 22. Juli. In Bad Weißenburg stürzte eine junge
§ deutsche Gräfin, die sich im Walde verirrt hatte, in den Buntschtbach, wurde von dem reißenden Bergwasser abwärts getrieben und konnte sich nicht wieder an dem steilen \ Mer emporarbeiten. Sie hielt sich an überhängendem Gebüsch fest und rief um Hilfe, I X^X r auch zu Theil wurde. Vier Männer unternahmen die Rettung, die gar leicht zu bewerkstelligen war. Der Vater der Gräfin belohnte die Retter in reich- I lichster Weise.
— Die Botanisirtrommel steht jetzt auf der Höhe ihrer Aufgabe. Gleich- viel, ob der vergnügte Trager in ihr nur Viktualien beherbergt oder ob er ihr wirklich satanische Beute einverleibt. Einmal ist jetzt die Zeit der Familienlandparthien und da bewahrt sich das bequem über die Schulter geschlungene Blechbehältniß ganz ausnehmend für Brod-, Bier-, Fleisch- und Wursttransport und ebenso ist zum andern jetzt in Wald und Haide die Pflanzenwelt auf dem Höhepunkt ihrer Entwickelung. Die Stein-,. Käfer-, Schmetterlingssammlungen und Herbarien erfahren nun ihren reichhaltigsten Zuwachs. Und beide Aufgaben, die der Verproviantirung und die der Wtssenschafts- forderung, lassen sich ja von ein und derselben Botanisirtrommel erfüllen. Sie dient erst dem Magen und für den Heimweg dem Forscherdrange! Probatum est! Sei dieser Gelegenheit sei ein Wort an Eltern, Vormünder oder sonstige Erwachsene, unter deren Augen botanisirt wird, gerichtet. Der Käfer- und Schmetterlingsfang darf jw nicht ohne Controle bleiben. Es ist eine so entsetzliche Thierquälerei, die dabei gemeiniglich mit unterlauft, indem die lebenden Thiere auf Nadeln gespießt und so- ftunden-, ja tagelang gemartert werden, daß die verrohende Wirkung solcher straflos bleibenden Hantirung Jedermann einleuchtet. Wer sein Herz aber erst gegen Qualen h lfloser Thiere verhärten gelernt hat, wird es leicht allem Jammer gegenüber gleich- giltig und wer es so weit bringt, scheidet sich von des Menschen edelsten
Mlichten, die der Dichter in den trefflichen Worten ausspricht: „Hilfreich sei der Mensch, eoel und gut." — Also noch einmal, Ihr Alle, die Ihr berufen seid, über das Gemuth der Jugend zu wachen, lasset die Botanisirtrommel nicht zur Marterkammer armer kleiner Wesen werden. Soll der Käfer und der Schmetterling, das jagdbare 2Vild der Knaben, ihrer gewiß instruktiven Sammlung bestimmt sein, dann rüstet den Jäger mit einem Fläschchen Aether aus, damit er lerne, auch im nothwendigen Tödten menschlich, statt grausam zu sein.
„ „ - tAus der New-Yorker Gesellschaft.) Eines schonen Abends gegen 11 ubr wurden die Bewohner von De Kalb, nahe Evergreen Avenue, durch laute Hifferufe bewogen, auf die Straße zu eilen. Es stellte sich heraus, daß eine elegant gekleidete Frau mit gebrochenem Beine vor einem zweistöckigen Hause lag. Ein Arzt wurde herbeigerufen und die Verletzte in das Haus gebracht, wo ihr die beste Pflege zu Theil wurde. Am nächsten Morgen wurde die Frau mittelst einer Kutsche nach New-York gebracht, wo sie sich jetzt befindet. Nachfragen bezüglich deS Vorfalles haben ergeben, daß die Frau, welche die Gattin eines reichen Hotelbesitzers ist, nach Brooklyn kam, um sich bei Bekannten einmal recht ordentlich zu bekneipen. Diese Absicht erreichte Ue auch vollständig, that aber auf dem Rückwege im angeheiterten Zustande einen Fehltritt und brach das Sein.


